Aus der Amazon.de-Redaktion
Die Möglichkeiten, die die heutige Technik der Fotografie bietet, sind atemraubend. Es gibt so kleine Kameras, dass man sie auf dem Rücken eines Vogels befestigen kann. Und seit kurzem ist es möglich, aus einem Hubschrauber heraus gestochen scharfe Nahaufnahmen zu machen, und zwar aus einer Höhe, in der weder das Motorengeräusch noch der Abwind der Rotorblätter Natur und Tiere stört. Welch herausragende, kostbare Momente auf unserem Planet Erde dadurch festgehalten werden können, zeigt dieser außergewöhnliche Bildband im Format von ca. 28x26 cm.Kleine Blattschneiderameisen -- daumengroß. Ein Buckelwal, der seinen Hals senkrecht aus dem Wasser reckt, zum Greifen nah. Giraffen, die von ihren bizarr geformten Schattenbrüdern begleitet werden. Paviane, die aufrecht durch einen Fluss waten. Man kann sich nicht sattsehen an diesen Bildern. Glutrot erlischt die Abendsonne am blaugrünen Korallenriff. Sahnig-weiß erstrecken sich die Schneemassen in der Antarktis und lassen ein Eisbärenjunges wie einen kleinen goldgelben Tupfer erscheinen.
Es ist eine Freude, dieses herrliche Buch anzuschauen. Doch der begleitende Text reißt uns aus unserer sorglosen Betrachtung heraus. Zu Recht. Der Amurleopard, der nach Beute suchend durch den Schnee stapft, ist einer von geschätzten 40 noch lebenden seiner Art. Der Äthiopische Wolf kann nur noch in abgelegenen Hochlandregionen Abessiniens überleben. Immer unerbittlicher, zerstörender und unwiederbringlich vernichtend greift der Mensch in die Natur ein. Der ausführliche und sehr anschauliche Begleittext schildert die Schönheit auf unserem Planet Erde. Er macht aber auch deutlich, wie bedroht diese ist.
Wenn die Faszination, die dieses außerordentlich gelungene Werk zweifelsohne auf den Betrachter ausübt, ihn auch dazu veranlassen würde, sich gegen diese Bedrohung einzusetzen, wäre uns allen ein großes Stück geholfen. -- Anne Hauschild
Kundenrezensionen zu 'Planet Erde'
Schöne Bilder (5. August 2008)
Die Bilder in diesem Buch sind sehr schön und auf der Höhe der Technik. Durch eine überschwängliche TV Werbung hatte ich mir jedoch sehr aufregende Bilder vorgestellt - was sich für mich nicht bewahrheitet hat. Leider.PLANET ERDE - das große Abenteuer (25. März 2008)
Die Erde, Welt der WUNDER und mit dem Buch PLANET ERDE von Alastair Fothergill ihn Ort des Staunens und der Überraschungen. Zugleich ein Geheimnis der Photokunst, so berückend und fantastisch diese Photos - entstanden aus der BBC Serie eine Liebeserklärung an den Planeten ERDE.Alastair Fothergill hat mit seinem Buch PLANET ERDE versucht die Schönheit der Flora und Fauna einzufangen, mit Photos die weit über den Rahmen hinausgehen, welche einem die normale Photographie bietet.
Die besten Photos der Welt, die begabtesten Künstler ihres Faches und die einfühlsamsten Geschichten zu jedem Photo, vermitteln einen Blick auf die Erde, wie er vielleicht für immer verschwinden könnte. Die Natur steht am Rande der Katastrophe, wenn wir uns selbst jetzt nicht Einhalt gebieten - diese Photos sollten kein Vermächtnis werden, sie sollen zeigen was es heute noch alles gibt und was doch zu schwinden droht!
Der Reichtum der Arten, das Aussterben Einzelner und die Schönheit der Natur eingefangen in einzigartigen Bildern zeigen den PLANET ERDE wir er ist, wunderbar, einzigartig und unersetzlich.
Selbst die Schönheit der unbelebten Natur Jagd einem einen Schauer über Rücken, wenn man Bilder von Höhlen und Stalaktiten sieht, doch auch einzigartige Zeugnisse aus der Luft und den Tiefen des Ozeans lassen einen erahnen, welche Macht die Schöpfung besitzt und wie fragil das zusammen leben der Arten in Wahrheit ist.
Ein großartiges Buch mit unendlich vielen wunderbaren Bildern (intensivere Photos habe ich schon lange nicht mehr gesehen!), sehr guten Texten, eindrücklichen Warnungen und einem Versprechen auf eine großartige Zukunft, wenn es uns gelingt die Natur als Ganzes zu sehen und zu bewahren!
Sehr empfehlenswert!
A Revealing Look at Extreme Conditions and Their Effects on Life (15. Januar 2008)
Planet Earth would make a great present for a young person who is interested in the natural world. It opens up views from the microscopic level up to the perspectives from the moon that unveil the Earth and its animals and plants in new ways. It's almost as though you have just arrived on a spaceship to an unknown world. Most of the book will seem unfamiliar to you.Where many books about the natural world are filled with seeming hyperbole ("you can see this feature from space"), Planet Earth does its best to display the basis for those references by making the statement and showing the photographic evidence. As a result, this book makes a serious impression on the range of challenging environments on Earth, the reasons for each challenge, and examples of how animals and plants have successfully adapted to those challenges. Darwin would be envious that you can see more in one book than he could in a lifetime of study.
If you didn't see the television series or the DVD, here's the structure:
Whole Earth (overview of how the various regions differ and why)
Frozen Poles (the Arctic and the Antarctic and why they differ)
Great Forests (huge bands of trees in temperate climes)
Great Plains (the semi-arid regions)
Grand Sands (extended deserts both hot and cold)
Mountain Heights (the highest peaks and their environments)
Underworld (caves)
Fresh Water (lakes and rivers)
Rainforests (tropical jungles)
Shallow Seas (Coral-inhabited areas)
Open Ocean Depths (the bulk of the seas)
Each section contains information about the geology, physics, and chemistry of the region's character and origins. A number of stories about the plants and animals that inhabit the areas are included. The section also displays some of the most magnificent views. The book is generously illustrated with the text being less than half of the pages printed.
The book's main drawback is that the photographs are often not reproduced very well. As a result, views may be muddy, indistinct, and hard to interpret. Take a few extra seconds and stare closely, and you'll usually see something remarkable. The book was obviously edited to provide the most unusual views, even where reproduction would suffer some. I think the decisions were usually pretty wise.
I cannot emphasize enough how fascinating I found the book. By taking me to so many places I will never see (restricted caves, unusual mountainsides, rare tropical locales, and Antarctica), I was able to extend my understanding of life on Earth in important new ways. I'm sure I'll be integrating the views for years to come.
I especially commend the sections about the whole Earth, Antarctica, untouched forests, limitless deserts, and caves as showing me new dimensions of why wilderness is important to us. Ansel Adams would have liked to see and photograph these sites.
Take a good look!
Eine Welt voller Wunder (7. März 2007)
Alastair Fothergill nimmt uns mit auf eine Reise zu den Naturlandschaften der Erde. 300 Seiten lang durchstreifen wir Wüsten, Höhlen, Berge, Wälder und Eisfelder rund um den Globus. Auf jeder Seite dokumentieren Tier- und Landschaftsfotografien, die Einzigartigkeit unseres Planeten.Am Südpol startet die Reise rund um den Globus: wir sehen wie die Kaiserpinguine ihren langen Weg über das Eis der Antarktis zu ihren Brutkolonien beginnen. Dann erleben wir, wie am Nordpol die Eisbären auf Robbenjagd gehen. Im zweiten Kapitel wandern wir durch große Wälder, wo uns das beidruckende Panorama des Regenwalds vor Augen geführt wird. Wir lernen die Lebensräume von Bisons, Gnus, Karibus und Wölfen und die der Hyänen und Erdmännchen kennen. Auf jeder Seite zeigen uns die Bilder, wie das Leben in der Natur aussieht. In Wüsten, Gebirgen, Höhlen und Meeren.
Aufgeteilt in Vegetations- und Klimazonen bietet das Buch eine unglaubliche Vielzahl von Einblicken in die unterschiedlichsten Lebensräume rund um den Globus. Doch es sind nicht allein die Bilder, sondern auch die Texte, die die Faszination vermitteln. Sie sind durchweg informativ geschrieben, ohne dabei nur Daten und Fakten zu vermitteln. An vielen Stellen liest sich die Beschreibung spannend, manchmal ist sie vielleicht etwas sehr blumig ausgeschmückt. Das ist Geschmackssache. Die Begeisterung ist im Text ständig präsent, man spürt, welchen Eindruck die lange Reise beim Autor hinterlassen hat und lässt sich gerne mitreißen. Denn die Texte passen hervorragend zu den Aufnahmen.
Schön, aber naturgemäß oberflächlich (1. Februar 2007)
Dieses "Buch zum Film" (ich bespreche hier die 2. Auflage 2006 der deutschsprachigen Ausgabe) ist alles in allem ein durchaus empfehlenswertes Werk zum Darin-Blättern, zum Ins-Regal-Stellen und eindeutig auch zum Verschenken. Es gibt bestechend schöne, teils großformatige Fotos von Landschaften (z. T. Satellitenaufnahmen) und von Tieren. Das Buch ist denkbar gut geeignet, dem Leser die Schönheit und Zerbrechlichkeit unseres Planeten vor Augen zu führen. Soviel an Positivem vorweg, denn nun folgt erstmal etwas "Genörgel".Der Film mit seinen bewegten Bildern nimmt einen im Zweifelsfall nämlich mehr gefangen als das Buch. Vor allem aber wird zumindest der biologisch vorgebildete Leser etwas enttäuscht, sofern der sich detailliertere Informationen erhofft hatte. Der gedruckte Text bleibt ähnlich oberflächlich wie der Filmkommentar. Während dies bei letzterem ja ein gewolltes Stilmittel sein kann, um die grandiosen Filmaufnahmen für sich sprechen zu lassen, vermisst man beim Buch eben doch eine inhaltliche Vertiefung. Es findet ein ziemliches Themen- und Gebiets-Hopping von einem Kontinent zum nächsten statt; für viele angerissene Aspekte bleiben nur zwei, drei Sätze. Mut zur Lücke braucht man beim Gegenstand dieses Buches sowieso. Aber das, was dann letztlich herausgepickt und behandelt wird, könnte schon etwas mehr vertieft werden!
Besonders vermisse ich jedoch ein vernünftiges Inhaltsverzeichnis. Es gibt wohl hinten ein Schlagwortregister und vorne eine grobe Inhaltsübersicht nach Kapiteln (unterteilt nach Groß-Lebensräumen wie "Die großen Wüsten", "In den Tiefen der Ozeane" etc.), aber keine weitere Untergliederung des Inhalts mit entsprechenden Seitenverweisen. Auf einer schönen physischen Weltkarte sind zwar 54 Punkte von Landschaften verzeichnet und durchnummeriert, die wohl irgendwie auf den Inhalt hindeuten sollen. Nur findet man diese Nummern dann nirgends im Text wieder, so dass man doch erst im Schlagwortregister nachsehen muss. Auch haben manche Gebiete keine Nummer auf der Karte, obwohl sie im Text behandelt werden - wie etwa der Baikalsee, dem immerhin eine Doppelseite gewidmet wird.
Weitere Kleinigkeiten wie der Schreibfehler "Melediven" im Register oder die Verortung des Great Barrier Reefs an der "Nordwestküste" Australiens (S. 260) lassen erkennen, dass das Buch zwar nicht gerade mit heißer Nadel gestrickt wurde, aber eben auch nicht mit der allerletzten Sorgfalt redigiert wurde. Schon der Beginn der Einleitung ist etwas ungeschickt "tagesaktuell" formuliert: "Fast 35 Jahre sind vergangen, seit jemand allein im dunklen Weltraum auf die wunderschöne Kugel des Planeten Erde herabblicken konnte. Die Apollo-17-Mission 1972 war die letzte Expedition, bei der ein Mensch den Mond betrat..." Könnte es nicht sein, dass man das Buch auch in fünf oder zehn Jahren noch mal zur Hand nehmen möchte? Dummerweise stimmen dann die auf das Jahr 2006 (Erscheinungsjahr) gemünzten 35 Jahre nicht mehr...
Ich möchte nun aber wirklich nicht überkritisch sein und nur auf den kleinen Schwächen des Buches herumreiten. Es wird insgesamt soviel bedruckter Müll auf den Markt geworfen, dass man zur richtigen Einordnung dieses Buches schon nochmal betonen sollte, dass es ein wunderschönes Werk ist. In diesem Fall kann man die Abholzung von Bäumen zur Papierherstellung sogar einmal rechtfertigen, weil zumindest dieses Hochglanzpapier hier für den Natur- und Umweltschutz Werbung macht. Aber perfekt ist das Buch eben leider auch nicht.






