Kundenrezensionen zu 'Ende einer Nacht Die letzten Stunden von Romy Schneider'
Ein Roman. Nicht mehr und nicht weniger. (5. Oktober 2008)
Mit seinen lediglich 187 Seiten kommt es doch recht schmal daher und hat mich zunächst einmal optisch ein wenig enttäuscht. In diesem Roman geht es keinesfalls um eine Klärung der äußeren Umstände, welche zum Tode von Romy Schneider geführt haben. Jedenfalls nicht TATSÄCHLICH. Die darin enthaltenen Behauptungen, welche vom Autor in eine fiktive Handlung eingeflochten wurden, stützen sich auf bereits bekannte, mehr oder weniger belegbare Fakten. Die Geschichte selbst wurde vom Autor - so meine Meinung - freien Geistes nach seinen Vorstellungen interpretiert. Und Interpretationen mag man teilen, oder eben auch nicht. Ich war gespannt.und begann, in diesem Buch zu lesen.Mal war ich fasziniert, mal entsetzt und auch unangenehm berührt. Dies ist der Versuch, sich den letzten Stunden eines Menschen - Romy Schneiders - auf rein emotionaler, sehr persönlicher Ebene zu nähern. Es KÖNNTE sich also so abgespielt haben. Muss es aber nicht. Dieses Buch ist ein Roman. Kein autobiographisches Werk. Je nachdem, wie man sich als Leser diesem Buch nähert - wird man enttäuscht, fasziniert oder vielleicht auch abgestossen sein. "Ende einer Nacht" ist demnach ein gewagtes Experiment. In manchen Etappen des Buches durchlebte ich das Gefühl, mit der Romanfigur - nämlich Romy Schneiders fiktiver,einsamer Odysee durch das nächtliche Paris inmitten ihrem Ozean der Gedanken - teilzuhaben. Und diese Passagen haben mich beeindruckt und berührt.
Fazit:
Ein wirklich ungewöhnliches wie ebenso merkwürdiges Buch. Inwieweit man es als Leser jedoch tatsächlich mit der Person Romy Schneider in direktem Zusammenhang bringen will oder auch kann, bleibt offen. Eine Reise voller innerer Zerrissenheit. Ein literarischer Versuch, sich dem Mythos um jene fragwürdige, legendenschwangere Nacht auf sehr eigenwillige, aber auch einfühlsame und auch phantasievolle Art und Weise zu nähern.
Ganz ganz schrecklich (25. September 2008)
Vielleicht ist dieses Buch für diejenigen, die überhaupt nichts über Romy Schneider wissen interessant. Vielleicht.Ich bin "Fan", ich bin fassungslos über dieses Machwerk.
Bekannte Zitate dieser Frau werden ohne jeglichen Zusammenhang und Linie in die "Handlung" hingerotzt (Klasse Beispiel: Romy geht mit Laurent Petain spazieren und sagt plötzlich "Weisst Du, im Film kann ich ja alles, im Leben nichts".
Extrem peinlich und überflüssig. Gaaaaanz toller Autor.
Geldmacherei zum 70. (20. September 2008)
Ich kann dieses Buch überhaupt nicht weiterempfehlen. Romy Schneider würde sich wohl - mal wieder - im Grabe umdrehen, wenn sie wüsste, was alles so in diesen Tagen und Monaten über sie verbreitet wird. Tote können sich nicht wehren, aber die Nachkommen glücklicherweise schon, deshalb wurde diese grauenhafte Geschichte als "Roman" getarnt. Und der Autor umgeht somit einer Klage. Wenn schon Geldmacherei zum 70. Geburtstag von Romy Schneider, dann bitte lieber mit schönen Bildbänden mit möglichst noch unbekannten Fotos.ende eines lebens (13. September 2008)
Dieses Buch ist mit grosser Eloquenz und Respekt vor seinem Sujet geschrieben. Es hat mich am Ende zutiefst bewegt, wie so eine schöne und talentierte Frau keinen anderen Weg findet, als diesen in die Nacht und den Tod, den der Autor mit sehr einfühlsamer und sezierend klarer Sprache schildert. Bewegend - auch wenn es sich bei der Hauptperson nicht um Romy Schneider handeln würde.Schmutzige Phantasie (9. September 2008)
Dieses dürftige Büchlein sagt nichts über Romy Schneider, aber alles über den Autor. Mit Romy Schneider hat das nichts zu tun.Gerade im Jubiläumsjahr, scheint es Masche zu sein, daß Schreiber die nichts über Romy Schneider zu sagen hätten, oder irgendwas von Romy Schneider verstanden haben, sich an den Weltstar anhängen, allein aus Gründen der Verkäuflichkeit.
Romy Schneider läuft hier als eine Art Heroinsüchtige durch ihre letzte Nacht, mit dreister Küchenpsychologie, im kitschigen Schreibstil, aber vor allem ordinär gibt der Autor ein Selbstporträt. Nicht über Romy Schneider, sondern seine eigene Welt. Aber wen interessiert denn das ?
Wer braucht das ? Ordinäre Phantasien eines Autors, der für dieses Grauen einen großen Namen mißbraucht.



