Aus der Amazon.de-Redaktion
Absolutely Free ist so sehr eingeklemmt zwischen Freak Out!, Zappas Debüt(1966) mit den Mothers of Invention und We're Only in It for the Money, wohl sein künstlerischer Höhepunkt, daß es erst als drittes ins Ziel kommt -- dies aber nur, weil es sich einem so verdammt harten Wettbewerb stellen muß. Absolutely Free ist eine Fortsetzung der schaurigen Freakshow -- sowohl im Sound wie auch im Gesamtkonzept -- die bei dem Song "Plastic People" in dem Album Freak out ! zum erstenmal vorgestellt wurde. In "America Drinks & Goes Home" verspottet der Künstler die Wertvorstellungen des durchschnittlichen Amerikaners, während dieses Mal auch Obst und Gemüse bei Zappa scheinbar zur Obsession werden, die "dich anständig halten" ("The Duke of Prunes", "Call Any Vegetable"). Die Musik springt hier von Passagen mit Avantgarde-Jazz über draufgängerischen Garage-Rock zu opernhaftem Gesang in einer Art, wie er damals als wirklich innovativ empfunden wurde; es klang tatsächlich alles wie der wahrhaftige musikalische Wahnsinn. Das absolute Highlight ist hier jedoch "Brown Shoes Don't Make It", eine siebeneinhalb Minuten dauernde Mini-Operette, die sich zu Beginn über die damalige amerikanische Lebensweise in den Vorstädten lustig macht und dann amüsiert einen Blick wirft auf die unterdrückten sexuellen Perversionen, die sich unterhalb dieser Lebensweise verbergen. Mit seiner 13 Jahre alten "Teenage Queen" ("who's rockin' and rollin' and acting obscene" -- 'die Rock & Roll tanzt und obszöne Dinge tut'), der Fixierung auf die Lolita-Thematik bei dem im Titel erwähnten Herrn mit den braunen Schuhen, wurde dieser Track zum Vorläufer für die anrüchigen sexuellen Themen, die später in Stücken wie "Dinah Moe Hum" oder überall in dem Album Fillmore East, June 1971 zu finden sind -- Themen, die später zu Zappas künstlerischem Standardrepertoire gehören sollten. --Bill HoldshipKundenrezensionen zu 'Absolutely Free'
Kohlköpfe und Backpflaumen..... (10. August 2006)
Absolutely Free erschien nach Freak out und vor We're only in it for the Money. Das merkt man dem Album an. Da sind die Doo-Wop ähnlichen Liedern wie Call any Vegetable und Status Back Baby von Freak out, aber auch die genialen gesellschaftskritischen Lieder wie Plastic People und Uncle Bernie's Farm von We're only in it for the Money. Zusätzlich sind die Texte unheimlich humoristisch (es wird von Backpflaumen und Kohlköpfen geredet, die man anrufen könne).Also insgesamt eine Klasse Scheibe, nicht ganz so gut wie We're only in it for the Money und Freak out, aber auf gar keinen Fall zu vernachlässigen.






