Kundenrezensionen zu 'The Resurrection'
3 Kings (25. Mai 2008)
Es sind Legenden, doch nur wenige kennen sie: Die Geto Boys. 1988 veröffentlichten sie mit "Making Trouble" das erste Album in der Discografie des legendären Rap-A-Lot Records und schrieben somit Geschichte. 1996, also acht Jahre später, stand mit "The Resurrection" ihr bereits sechstes Studioalbum in den Läden, dem der Ausstieg von Big Mike und die Rückkehr von Willie D vorausging. Zusammen mit Scarface und Bushwick Bill, schaffte er die problemlose Integration und schuf einen weiteren Klassiker des Down South, der mit einem gelungenen Mix aus harten, entspannten und funkigen Nummern begeistern kann. Lyrisch bekommt man den gewohnt richtig harten Gangster-Rap geboten, in dem so gut wie jeder gegen die Geto Boys einpacken kann.Mit zwei echten Perlen zu Beginn der Platte, beginnt "The Resurrection" schon mehr als genial. "Still" und "Open Minded" klingen schon sehr nach hartem G-Funk und erinnern etwas an die ehemals genialen Produktionen von Dr. Dre a lá "Gz & Hustlaz" oder "Natural Born Killaz". Über diese donnernden und mitreißenden Instrumentals, die von N.O. Joe und Mike Dean stammen, spitten die drei ihre vernichtenden Reime, wobei mir besonders Scarface und Bushwick Bill gefallen. Etwas entspanntere Töne werden hingegen bei "Hold It Down" oder "Blind Leading The Blind" mit den Rap-A-Lot Kollegen Facemob bzw. Menace Clan angeschlagen. Besonders das ruhige und schön melodische "Blind Leading The Blind" ist ein echter Genuss. Ebenfalls entspannt, doch wieder stark vom G-Funk geprägt ist "First Light Of The Day", bei dem besonders Scarface seine Qualitäten als Storyteller ausspielen kann. Einer meiner absoluten Favoriten gehört mit "Time Taker" zu der chilligen Sorte. Der Song wirkt sehr emotional, was an der sehr angenehmen Hintergrundmelodie liegt. Auch hier zeigt Scarface, dass er einer der aller besten Rapper der Geschichte ist, doch auch seine Homies rhymen verdammt gut. Für Freunde der härteren Gangart wäre "I Just Wanna Die" wohl genau das Richtige. Bedrückende Sounds, treibende und dröhnende Bässe, dazu eine genial aggressive Atmosphäre, lassen einen von dem Lied gar nicht mehr wegkommen. Bushwick Bill rappt hier verdammt klasse, aber auch die andern beiden zeigen sich vin ihrer besten Seite. Als wunderbaren Ausklang für "The Resurrection" dienen das wieder eher ruhige und schön anzuhörende "Niggas And Files" und das etwas hektische "Point Of No Return", die den Gangster-Rap von Houston von seiner besten Seite zeigen.
Wie die Vorgänger, Nachfolger und Solo-Alben der Geto Boys wurde auch "The Resurrection" eine absolut gelungene Scheibe einer der legendärsten Rap-Crews aller Zeiten. Nicht nur die von mir beschriebenen Tracks, sondern wirklich alle Songs sind gelungen, weshalb ich die Platte nicht nur Rap-A-Lot bzw. Geto Boys Fans empfehlen kann, sondern jedem, der noch auf echten, harten und perfekt vorgetragenen Down South Rap aus den 90ern steht.
RAP-A-LOT 4 LIFE!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! (10. August 2004)
Da gibts net viel zu sagen mal wieder "GENIAL"!!!SCARFACE,WILLIE D,BUSHWICK sind RAP-GÖTTER!!!!Zu zeiten von 50 Cent und anderen Gay-MCs die eh alle Schauspieler sind wirken GETO BOYS wie Phönix aus der ASCHE!!!!jeder der mainstream-zeug hasst kauft dieses album!!!!DAMN IT FEELS GOOD TO BE A GANGSTA^^Rap in seiner feinsten Form (29. Oktober 2002)
Die Mitte der 90er Jahre des letzten Jahrhunderst gilt als Blütezeit der Rap-Musik, ein Argument dafür ist "The Resurrection" der Geto Boys, ein weiterer Geniestreich aus dem Hause Rap-A-Lot. Die Beats und Lyrics treffen ins Schwarze und sind kompromisslos wie eh und. Nachdenklich wird Systemkritik geäussert wie in "The World Is A Ghetto", vom alltäglichen Ghettowahnsinn erzählt wie in "Blind Leading The Blind" auf dem der wegen recht radikaler Texte unverdienterweise nicht sehr populäre Menace Clan als Gast auftritt oder aber einfach nur brutal zugeschlagen wie in "Still". Der Kontrastreichtum zeigt sich am krassesten bei Track 11 "Geto Fantasy" und Track 12 "I Just Wanna Die", herrscht bei "Geto Fantasy" eine sehr positive und hoffnungsvolle Stimmung vor, zeigt Bushwick Bill mit "I Just Wanna Die", dass er trotz musikalischen und finanziellen Erfolges noch immer Sklave seiner total geistesgestören Seele ist. Die Instrumentals auf "The Resurrection" sind nicht wirklich innovativ, in der Regel recht ruhig, fern ab von jeglichem Plastik-Pop-HipHop und ohne Ende stimmungsvoll, die perfekte Verpackung für die Rhymes von Scarface, Bushwick Bill und den zurückgekehrten Willie D.Wenn man kurz bevor Track 15 "Point Of No Return" beginnt, denkt man habe das Album ohne größere Blessuren überstanden wird enttäuscht werden, dieser Track bricht alle Knochen, der Beat ist schnell und hart wie ein Drive-By, der Rapflow, besonders der von Scarface ist zwar in Sachen Geschwindigkeit nicht rekordverdächtig, beachtet man aber welche Sprachegewalt dabei ins Rollen gerät, kann man es mit der Angst bekommen.
"The Resurrection" ist jeden einzelnen Euro wert.




