Aus der Amazon.de-Redaktion
Die Stieftochter des 1995 verstorbenen Jazztrompeters Don Cherry beweist eindrucksvoll, daß Intelligenz und Body-Orientierung einander nicht ausschließen müssen.Bereits mit ihrem herrlich frischen und funky Solodebüt Raw Like Sushi katapultiert sich Neneh Cherry in die Spitzengruppe der Rapperinnen. Sie demonstriert hier, daß dies auch möglich ist, ohne ständig nur Nigger & Bitch-Themen abzuspulen. Mal belächelt sie wie in ihrem ersten Hit "Buffalo Stance" rotzfrech die Macken der Machos in den Discos, dann sorgt sie sich um die Zukunft ("Manchild"), macht sich Gedanken über "The Next Generation" oder verflucht eine Freundin, die ihr den Typ ausgespannt hat ("Heart").
Dabei hebt Neneh Cherry nie den moralischen Zeigefinger, sondern klingt stets verdammt "sexy". Es ist herrlich verwirrend, wie sie manchmal mit der gespielten Unschuld eines "Schoolgirls" rappt und kichert, und dann wieder mit der Perfektion einer reifen Musikerin singt. Der klare -- hervorragend produzierte -- Sound entstand unter Mitwirkung namhafter Studiomusiker und DJs (u. a. Mushroom / Massive Attack). Latino-Bruchstücke mit "Funky Horns" werden darin ebenso verarbeitet wie raffiniert eingesetzte Loops, Jazz & Rock-Samples sowie Dub-Elemente.
Raw Like Sushi ist sicher eines der anspruchsvollsten Dance-Alben überhaupt und kann getrost als Rap-Meilenstein eingestuft werden. --Johannes Minnich
Kundenrezensionen zu 'Raw Like Sushi'
NENEH CHERRY "Raw like sushi" (20. März 2005)
1989, die Musiklandschaft wird gerade von einem neuen Musikstil heimgesucht. "ACID-HOUSE", nennt sich das ganze und dabei sticht ein Song besonders hervor der es bis an die vordersten Chart-Plätze schafft. "Buffalo stance" nennt sich das heiße Stück Dance-Floor von NENEH CHERRY, die neben Kevin Saunderson's Inner City zur Speerspitze des neuen Trends gehandelt wird.Erst mit erscheinen des dazugehörigen Long-Players "RAW LIKE SUSHI" wird klar, daß es sich hierbei um weitmehr als eine Dance-Floor-Eintagsfliege handelt. Neneh Cherry das war das frischeste Mädchen der Saison, das auf ihrem Long-Player Hip-Hop, Dancefloor und Pop geschickt miteinander zu verbinden verstand. Sie schaffte als erste rappende europäerin den Sprung in die obersten Chartpositionen. Das von Tim Simenon (Bomb The Bass) produzierte "Buffalo stance" war nicht der einzige Chart-Stürmer auf "Raw like sushi", auch "Manchild" und "Inna city mamma" waren beachtliche Chart-Hits. Musikalsich gesehen kann man dem Album heute eine gewisse Naivität zusprechen, aber gerade eben diese macht es heute noch frisch. "Raw like sushi" holte Hip-Hop in europas Kinderzimmer und band ihm ein rosa Schleifchen um.
Und nicht zu vergessen wie toll die Frau aussah!!! Wahnsinn!!!






