Kundenrezensionen zu 'Lust for Life'
Must-Have (7. Februar 2008)
Pflichtteil für jeden der Iggy mag. Absolut geeignet auch für Bowie-Fans um die etwas ungeschliffeneren Erstversionen so manchen Songs kennenzulernen, der später dann als Remake von Bowie herausgebracht wurde. Und hier scheiden sich auch schon die Geister. Wieviel Bowie darf sein und wieviel Iggy ist das noch? Ich wage mich dem allseits hochgelobten Album einen Stern vorzuenthalten(Ausgehend von meinem persönlichen Geschmack). Natürlich punktet das Album mit dem Titelsong und dem Passenger. Auch der Rest ist nicht von schlechten Eltern. Das Album hat keinen Song der schwächelt.So verschieden sie sind, von ganz leise und schmerzhaft-blue bis postpunkig -jeder hat wie immer seinen Reiz. So ganz hat sich Iggy auch nicht glatt bügeln lassen und trotzdem ... wer Iggy rauh und rockig, laut und stoogeslike mag, der vermisst hier genau das. Ein bisschen zu elegant, ein bisschen zu soft im Gesamten.Mein persönliches Highlight: "Turn Blue" in dem Iggy schreit und maunzt, flüstert und haucht und so ziemlich dramatisch von seinen Drogenerfahrungen singt. Irgendwie erinnert mich das Stück an "Dirt" vom Stoogesalbum "Funhouse".
Um sich als Newbie unter den Iggyfans an den Herrn mal ranzutasten: absolute Kaufempfehlung!
Und für alle Noch-Nicht-Fans: Auf jeden Fall(!) eine Bereicherung der CD-Sammlung.
Rockmusik pur! (10. Oktober 2007)
Durch einen sehr guten Freund kam ich auf Iggy. Wilder Typ, zuvor lediglich bekannt aus "Farbe des Geldes" und dem Soundtrack zu "Black rain". Dieses Album mit 9 Spitzensongs durch die Bank besitze ich mittlerweile auf CD und Vinyl. Das Mastering der CD ist sehr druckvoll und authentisch (1990 produziert, während der Output 1977 entstammt). "Passenger" kennt man als Mitgröhlsong und Pogo-Hit aus 80er-Jahre-Jugend-Feten, ist mitnichten das beste Stück. Diese sind für mich die ersten 3 namens "Lust for life", "Sixteen" und "Some weird sin" sowie "Success", teilweise auch auf der neuesten Best-of-Compilation "A million in prizes" verewigt. Sehr gefühlvoll und authentisch kommt "Turn blue" daher. Dazu haben wir mit "Tonight" und "Neighbourhood threat" zwei von Kumpel David Bowie geschriebene Trax, die später auf Davids "Tonight" Platz fanden, bei Iggy finde ich sie besser. Hätte gerne erlebt wie die Jungs vor rund 30 Jahren unsere heutige Hauptstadt strubbelig gemacht haben. Geiles Album, wie gesagt, Song für Song! Positives Feeling! Das ist Musik und zeitlos. Danke!Iggy Pop braucht die Stooges nicht (22. März 2007)
Dieses Album erschien ursprünglich 1977, im selben Jahr wie auch "The Idiot". Der Unterschied zwischen beiden Alben ist gravierend, "The Idiot" zeichnet sich durch langsame, psychedelische, ja fast depressive Lieder aus, "Lust for Life" wiederum ist eine einzige Hymne an das Leben.Iggy Pop war zu dieser Zeit bereits 10 Jahre im Geschäft, dennoch klingt das Album sehr frisch, auch aus heutiger Sicht.
Die Abwesenheit der anderen Stooges macht sich zu keiner Zeit bemerkbar.
Mir persönlich gefällt das Album sehr gut - nicht nur wegen "The Passenger" - lediglich auf "Tonight" könnte ich verzichten (da ist die Zusammenarbeit mit Bowie doch sehr hörbar). "Lust for Life", "Sixteen" und das bereits erwähnte "The Passenger" bilden die Höhepunkte, aber eigentlich gibt es kein schlechtes Lied, so man Bowie auch mag.
Solides Werk mit Bowies Hilfe (14. Oktober 2003)
Wow, Iggy Pop (Jahrgang 47), der einen Körper aus Gummi zu haben scheint, wenn er sich um den Mikrofonständer windet, macht richtig gute Musik.Unterstützt von David Bowie, der auf dieser CD das Klavier spielt und sieben von neun Songs mitgeschrieben hat, liefert Iggy Pop ein abwechslungsreiches, intensives Werk ab.
Einige Lieder, wie z.B. "Tonight" tragen so unverkennbar Bowies Handschrift, daß man denkt, es handelt sich um sein Album.
Die für Iggy Pop so typischen Punkelemente aus Stooges-Zeiten sucht man hier vergebens.
Dieses Album von 1977 mit knapp über 40 Minuten Spieldauer überzeugt durch Rhythmus und das Meisterwerk "The Passenger".






