Kundenrezensionen zu 'Chronicle: Volume Two'
Darf in keiner Samlung fehlen (17. August 2008)
Diese CD darf einfach in keinem Platenschrank fehlen.CCR ist einfach genial - Classic Rock
Ein starkes Stück Musikgeschichte (5. März 2008)
"I could sing, but John had a sound."(Tom Fogerty, 1941-1990)
Im Jahre 1959 fanden sich mit John Fogerty, Doug Clifford und Stu Cook in El Cerrito/Kalifornien drei Highschool-Kommilitonen zu einer Band namens "The Blue Velvets" zusammen. Nachdem Johns älterer Bruder Tom als Sänger die Gruppe zu einem Quartett gemacht hatte und dieses wegen einer erfolgreichen gleichnamigen britischen Formation in "The Golliwogs" umbenannt wurde, veränderten sich die Rollen der Bandmitglieder. Während Stu Stook vom Piano zur Bassgitarre wechselte und Tom Fogerty zum Rhythmusgitarristen degradiert wurde, übernahm sein Bruder John nicht nur Gesang und Leadgitarre, sondern begann damit die meisten Songs zu schreiben. Die Band nahm wegen Johns und Dougs Militärdienst eine Auszeit, fand sich jedoch 1968 zu einem Neuanfang wieder zusammen. Als "Creedence Clearwater Revival" produzierten sie in kurzer Zeit sieben Studioalben (!) mit einer Vielzahl von Chartbreakern.....
.....die fünf Jahre nach dem Ausscheiden Tom Fogertys und vier Jahre nach der endgültigen Auflösung der Gruppe zusammengefasst als "Chronicle - The 20 Greatest Hits 1976" veröffentlich wurden. Zehn Jahre später folgte mit "Chronicle Volume Two - Twenty Great CCR Classics" (1986) ein zweiter Sampler mit weiteren Tracks, die zum Teil auch als B-Seiten veröffentlicht, zwar nicht in die Charts gelangten, denen aufgrund ihrer einzigartigen Brillanz jedoch ebenso besondere Aufmerksamkeit gebührt. Denn gerade diese Anthologie (auf der die Tracks tatsächlich chronologisch nach dem Erscheinen der einzelnen Alben zu finden sind) verdeutlicht einmal mehr das magische Dreieck aus "Blues - R'n'R - Country" in dem sich die Gruppe bewegt. Archaisch und urwüchsig, geprägt durch den rauhen und lauten Gesang John Fogertys, der im Laufe Zeit als Songschreiber, Multi-Instrumentalist, Produzent pp. seine drei Kollegen immer mehr in den Schatten stellte und CCR schließlich zu einer "One man Band" mutieren ließ.
1. "Creedence Clearwater Revival" (5. Juli 1968):
Drei als B-Seiten veröffentliche Songs bieten Anhaltspunkte, warum CCR oftmals als Protagonisten des "Swamp Rock" bezeichnet werden. Das im Marschrhythmus beginnende "Walk on the Water" (Track 1) (B-Seite von "I Put a Spell on You") ist ein Remake von "Walking On The Water" das schon 1966 von "The Golliwogs" herausgebracht hatte. Das Instrumental "Suzie Q Part II" (Track 2) war (wie der gesungene Part I) bereits zwölf Jahre vor seiner Veröffentlichung von dem Goldmine Lousiana (!) geborenen Musiker Dale Hawkins geschrieben worden.
2. "Bayou Country" (5.Januar 1969):
In Song Nr. 3 "Born on the Bayou" (B-Seite von "Proud Mary")beschreibt John Fogerty eine mystische Kindheit in Lousiana, die er selbst nicht erlebt hat. Ein Bonbon ist der von Robert "Bumps" Blackwell & John Marascalco geschriebene, durch Little Richard (1958) bekannt gewordene Klassiker "Good Golly Miss Molly" (4), der unzählige Male gecovert, in der CCR-Version ganz ohne Piano auskommt, statt dessen eine heulende Bluesgitarre bietet.
3. "Green River" (3.August 1969):
Das blueslastige "Tombstone Shadow" (5) und das im Stil von "The Band" vorgetragene "Wrote a Song for Everyone"(6) stammen ebenfalls aus der Feder John Fogertys. Der von Napoleon "Nappy" Brown bereits 1954 geschriebene und erstmals aufgenommene Blues "The Night Time Is the Right Time" (7) war bereits 1958 von Ray Charles zu einem Hit gemacht worden, der auch nach der CCR-Version u.a von Tina Turner(1978) und "The Rolling Stones" (2005) gecovert werden sollte.
4. "Willy and the Poor Boys" (2. November 1969):
Bei Hudson William Ledbetter "Leadbellys" (1888-1949) Countrystandard "Cotton Fields" (8) wartet CRR gar mit mehrstimmigen Gesang auf. Während Johns "It Came Out of the Sky" aufgrund des scheppernden E-Gitarrenpassagen an Chuck Berry erinnern lässt, wird bei seinem "Don't Look Now" (10) der Cajun-Einfluss besonders deutlich. Das Traditional "The Midnight Special" (11) war bereits 1927 von Sam Collins aufgenommen worden und erlangte danach im Stil des Prison Blues (Leadbelly) hohe Popularität.
5. "Cosmo's Factory" (25. Juli 1970):
Elias McDaniel alias Bo Diddleys "Before You Accuse Me" (12) ist ein gerockter Blues. Arthur Crudup's "My Baby Left Me" (13) kommt als klassische R'n'R-Nummer à la Elvis Presley ("It's alright") daher.
6. "Pendulum" (15.12.1970):
Der Rockblues "Pagan Baby" (14) und die langsamen -von Johns Orgelspiel begleiteten- Songs "(Wish I Could) Hideaway" (15) "It's Just a Thought" (16) stammen wie alle anderen Songs vom Mastermind der Gruppe, der seine Bandkollegen mittlerweile auch zu instrumentalen Statisten gemacht hat. "Molina" (17) könnte man aufgrund des Pianospiel und des Sangesorgans auch für eine Nummer Little Richards halten, während sich "Born to Move" (18) stark in Richtung Jazz bewegt.
7. "Mardi Gras" (11. April 1972):
Als Johns gefälliges "Lookin' for a Reason" (19) und das Remake von Gene Pitneys 1962er Hit "Hello Mary Lou" (20) aufgenommen wurden, hatte Tom Fogerty bereits im Streit die Band verlassen. Das Album, bei dem auch Doug Clifford und Bassist Stu Cook als Schreiber, Sänger und Produzenten partizipierten, sollte der letzte Versuch zur Rettung von CCR bleiben....
......denen auch durch "Chronicle Volume Two" und ihre Aufnahme in der "Rock and Roll Hall of Fame" (1993) Unsterblichkeit verliehen wurde.
Ein starkes Stück Musikgeschichte, das in jede Sammlung gehört und mit fünf Amazonsternen zu bewerten ist.






