Kundenrezensionen zu 'Hot Buttered Soul'
farewell Ike (10. August 2008)
einer der ganz großen ist tot: Isaac Hayes verstarb am 10.8.2008 65-jährig in Memphis. An seinem zweiten Solo Album kann man die ganze Größe eines tiefschwarzen Musikgenies nachvollziehen, und das obwohl es nur 4 Titel enthält. Bereits der opener 'Walk On By' offeriert die Visionen die dieser Mann für die Soul Musik hatte; opulent breitflächig, wie ein soundtrack zu einem Südstaaten-Drama groovt sich Hayes hier durch einen Klassiker der in seinen Händen nicht bloß zu einer Neudeutung, sondern zu einem eigenständigen großartigen und vielschichtigen Opus wird. 'Hyperbolicsyllablecsesquedalymistic' ist 1969 die Gegenwart und Zukunft des Funk; psyschedelisch, kraftvoll, treibend und tanzbar zwingt dieser Song den Zuhörer zum Durchhalten - und wie gern lässt man sich ab Hayes' vocal Einsatz dazu wingen. Selbst Prince fiel zu funk nichts neues mehr ein. 'One Woman' ist der verletzliche große Soul Crooner, in dessen Arrangement Hayes alles auffährt was möglich und endgültig für einen großen soul song ist; das 18+ minütige 'By The Time I Get To Phoenix' macht dann definitiv klar: der Mann ist nicht nur ein großer Musiker, sondern auch ein einzigartiger Eintertainer, der mit improvisierten Vocal Raps weiß wie er sein Publikum gefangen nimmt.R.I.P. Isaac Hayes, seine Musik wird immer unvergeßlich bleiben, nicht nur wegen 'Shaft'.
Gänsehaut-Soul (8. Mai 2008)
"Hot buttered soul" aus dem Jahre 1969 dürfte Isaac Hayes erstes frühes Meisterstück sein. Hier gibt es Black-Soul-Music vom Allerfeinsten. Die Instrumentalisten, die von den Bar-Kays gestellt werden und Isaac Hayes spielen und singen sich in einen wahren Soul-Rausch, der in dem ekstatischen letzten Stück "By the time i get to Phoenix" seinen absoluten Höhepunkt erfährt. Wer rohen und unverbrauchten Soul liebt, ist mit dieser traumhaft schönen CD allerbestens bedient. Gänsehaut garantiert!Keinen Bock mehr auf Stress? - Bitte schön! (10. April 2007)
"Hot Buttered Soul" ist eine wunderbare Scheibe, doch Vorsicht: man muss schon auf üppige Instrumentierung, klassische Elemente und langgezogene Wah-Wah Gitarren stehen. Ist das der Fall, steht dem Genuß aber nichts mehr im Wege.Meine Anspieltipps sind "Walk on by" ein langsames, getragenes Stück voller Melodie und Sentimentalität und natürlich das sich vom Spoken-Word Stück bis zum finalen Höhepunkt steigernde "By The Time I Get To Phoenix", volle 19 Minuten lang.
Man braucht schon die richtige Stimmung für diese Scheibe. So nebenbei kann man sie keinesfalls hören. "Extreme Relaxtheit" wäre genau das richtige, würde ich vorschlagen.
Auf zur Reise in eine Zeit, als auch populäre Musik noch richtig geil war!
Isaac Hayes halt! (25. Juni 2002)
Neben "Shaft" sein vielleicht bestes Album. Der Mann, den neben seiner Stimme seine Glatze und das markante Gesicht auch optisch unverwechselbar machen, zeigt auch und gerade auf "Hot Buttered Soul", warum man ihn neben Curtis Mayfield und Marvin Gaye zu den größten des Soul zählt. Dank sehr gelungener Melodien werden die 5 Tracks nie langweilig oder schmalzig. (Das Album ist länger, als die Anzahl von 5 Musikstücken zuerst vermuten lässt.) Besonders "By The Time I Get To Phoenix" ist meines Erachtens ein Meilenstein in der Geschichte des Soul."Hot Buttered Soul" fügt sich nahtlos in die Stax-Tradition, sehr guten, zeitlosen Soul zu Vinyl zu bringen. Bei Stax erschienen auch Alben von anderen Größen wie z.B. Carla Thomas, Rufus Thomas (der mit dem "Funky Chicken"), Otis Redding und Booker T. & The Mg'S.






