Kundenrezensionen zu 'Relish'
Ein Dauerbrenner in meinem CD-Player (9. Juni 2006)
Dieses Juwel in der Musikgeschichte stand jahrelang unbeachtet in meinem Regal! Ich hab mir die CD seinerzeit gekauft, weil mir "One of us" sehr gut gefiel, aber all die anderen Lieder trafen damals nicht so meinen Geschmacksnerv - außer "St.Teresa", das ich schon immer supertoll fand. Dieser Song war auch der Grund, dass ich die CD vor etwa 4 Jahren wieder mal aus dem Schrank holte und sie in den Auto-CD-Player steckte. Und irgendwie ist die Scheibe seit diesem Zeitpunkt Dauergast in meinen Playern. Joan Osborne kann man kaum beschreiben, sie hat eine unglaublich kraftvolle, teils rauchige Stimme und ihr Stil ist wahnsinnig vielseitig. Sie nur auf "One of us" zu beschränken wird ihr absolut nicht gerecht. Mittlerweile hab ich mir auch alle anderen CD's von ihr zugelegt und bin einfach nur begeistert! Meine Favoriten auf dieser CD sind "St.Teresa", "Pensacola", "Crazy Baby" und "Ladder". Wenn ich gefragt würde, welche CD's ich auf eine einsame Insel mitnehmen würde, wäre "Relish" meine erste Wahl, weil ich mich auch nach -zigmaligem Anhören noch an keinem der Songs abgehört habe.Ehrfürchtig staunend und mit Gänsehaut... (21. Dezember 2003)
...saß ich mit meinen Kopfhörern im Dunkeln und zog mir diese CD rein, wagte dabei kaum zu atmen. Sowas erlebt man nicht jeden Tag. Warum ich mir "Relish" damals (etwa 1997) besorgte, weiß ich nicht mehr genau, aber wahrscheinlich war es wegen "One of us", dem man seinerzeit kaum entkommen konnte. Aber "Relish" ist weit mehr als nur ein Hit mit Füllmaterial.Dies ist eine jener Platten, die es mit eher unspektakulären Songs schafft, eine wahnsinnig intime Atmosphäre zu schaffen, die einen nicht loslässt, bis der letzte Ton verklungen ist. Unspektakulär bedeutet aber nicht, dass es langweilig wäre. Hier regiert eher Bescheidenheit als Protz, denn weniger ist manchmal tatsächlich mehr. Natürlich kann man sich darüber streiten, ob "Dracula Moon" ein bisschen zu lang geraten ist, aber ich würde es einfach sein lassen und lauschen! Da hat man nämlich mehr von!
Jedes Lied hat seinen Platz auf dem Album, entfaltet beim Hören sein eigenes kleines Universum, und wenn ich mir heute die Einheits-Musik der charttauglichen Marketing-Marionetten anhöre, die zwar tanzen und singen können, aber so gar nichts zu sagen haben, dann weiß ich, warum mir diese Platte so ans Herz gewachsen ist. Natürlich ist es nicht jedermanns Geschmack, und auch ich kann es nicht immer hören, aber wenn ich es tue, bin ich immer wieder gefesselt von Joan Osbornes ehrlichem Blues, der Spielfreude, der Innovation und der Freude an Musik. Und der einfach guten Lieder. Deswegen 5 Sterne.
Meine Favoriten sind "St. Teresa", "Pensacola", "One of us" (oft gehört und noch immer gut), "Ladder", "Let's just get naked" und die herrliche Dylan-Interpretation "Man in the long black Coat". Ups, jetzt hätte ich fast die ganze Titelliste aufgezählt...:-)
Ärgerlich bleibt nur, dass ich 1996 die Chance gehabt hätte, Frau Osborne live zu erleben, nämlich im Vorprogramm von Bon Jovi. Damals kannte ich sie nur leider noch nicht, und befand mich noch außerhalb des Stadions, als sie sang. Könnte ich nur die Zeit zurück drehen... Ich gäb was drum!
genial (19. November 2002)
hab die cd gebraucht gekauft, nur weil meine freundin so begeistert von "one of us" war. so rein aus neugier hab ich mir die platte dann mal komplett reingezogen, und war völlig vom hocker."one of us" ist absolut NICHT repräsentativ für das album. is auch schwer möglich, da es keine zwei lieder auf dem album gibt, die auch nur irgendwie ähnlich zueinander sind.
in meiner ignoranz hab ich seinerzeit ("one of us") die künstlerin als "brave, US-christliche" version von morisette abgestempelt, doch was für ein trugschluss!
dies ist CD-gepresste sehr gekonnte vielfalt! musikalisch, thematisch, stimmlich, textlich aussergewöhnlich. und um welten erhabener als morisette.






