Aus der Amazon.de-Redaktion
Es ist das hinterste, dunkelste, gleichsam am undurchdringlichsten mit Spinnweben verhangene Eckchen auf der Festplatte, in dem sich die Songs von Louise Rhodes und Andy Barlow eingenistet haben. Dort dräuen, einem virtuellen Kammerorchester gleich, die melancholischsten Klänge seit der Metamorphose des Dorian Gray. Zu Sound zerronnener Absinth tropft -- verführerisch in seiner süchtig machenden Wirkung -- von den zerklüfteten Tropfsteinen einer Tonlandschaft, über der wabernder Bodennebel hängt. Wenn das Leben im Lamb-Land eine Sage wäre, dann könnte man die Pole dieser Musik ganz radikal einteilen: Lou, die stets den gewissen Schlafzimmerblick in ihrer romantischen Stimme trägt, als eine ganz und gar dem Popsong ergebene Sängerin. Andy dagegen als hippes, danceorientiertes Clubkid, für den Tracks unter 20 Minuten Spieldauer nicht der Rede wert sind. Doch so leicht ist das Leben nicht. Es besteht vielmehr aus Kämpfen um Richtungen, aus Kerzen in verdunkelten Home-Studios, mit deren Hilfe Leben in computeresk zerklüftete Breakbeats gehaucht werden soll. Was zunächst aussichtslos erschien, gelingt: Lamb zaubern eine kammermusikalische Version der Clubgrooves auf ihr Debüt, vereinen Jungle-Rhythmen mit gezupften Kontrabässen, Sub-Sounds mit Streichquartetten und landeten mit "Cotton Wool" einen Hit. --Björn DöringKundenrezensionen zu 'Lamb'
Einfach nur genial!!! (16. Januar 2007)
Eine CD, auf der jedes einzelne Stück grandios ist. Für mich ist diese CD mit Abstand die Beste, die ich in meiner Sammlung habe. Mein absolutes Lieblingsstück ist "Lusty"... nur genial!Mit Worten kaum zu beschreiben (30. Mai 2005)
Mit Worten kaum zu beschreiben: Eine der der genialsten Platten der 90-er. Lamb Lamb Lamb und nochmals Lamb! Diese Platte will ich ins Grab gelegt bekommen und bei meiner Beerdigung muss Cotton Wool laufen! Lambs Meisterwerk. So gut hat Lous Stimme nie wieder geklungen, und auch obwohl alle folgenden Platten streckenweise geniale Stücke enthalten, ist das Debut am stimmigsten.Schmuckstück (12. Februar 2003)
Lange hat es gedauert bis ich diese Schmuckstück entdeckt habe. Und damit meine ich sowohl die Band als auch das Album. Mir ist es ein Rätsel wie so eine geniale Band von den meisten Leuten unbeachtet bleibt. Aber das ist auch schwer wenn Radio und Musikfernsehen immer nur die gleichen Lieder spielen.Lamb (Band und Album) bieten Musik, die einfach hervorragend zum Chillen nach einer durchzechten Nacht oder einfach nur zum Nachdenken geeignet ist. Lamb bieten zwar sehr wohl schnelle Beats, aber nie in dem Maße, dass das Lied Stress überträgt. Ganz im Gegenteil: Der Sound von Lamb macht jeglichen Stress zunichte. Also genau das Richtige, um wieder "herunter"zukommen. Zu diesem Sound kommt diese Wahnsinnsstimme hinzu, die sich melancholisch fast unbemerkt über die Musik legt. Bei Lamb verschmelzen Sound und Stimme in der Tat zu einem Werk und gehen Hand in Hand. Dies ist heute leider nicht mehr oft der Fall, weshalb Lamb umso mehr als Perle im Musikmarkt gelten muss.
Für alle Fans von Trip-Hop, Drum and Bass, Jungle zu empfehlen... und für alle anderen natürlich auch.
noch menschlich? (6. November 2002)
OK OK, vielleicht solltet Ihr mir kein Wort glauben, Ihr lest hier die Rezension eines absoluten Fans. Und dennoch, meiner Meinung nach ist diese CD die vielleicht beste je erschienene, in voller Klarheit über die pure Subjektivität dieser Aussage. Denn darum geht es bei "lamb" : Emotionsstürme, die durch den Hörer hindurchwühlen, der Lust hat sich dieser Musik zu öffnen. Andy Barlow, der in seiner Jugend in Phoenix aufgewachsen, der Legende nach Beatz mit Leuten wie Cypress Hill schraubte, dann zu House überwechselte, aber erst zurück in England seine Erfüllung in möglichst vertrackten und dennoch fließenden Breakbeats fand, wurde duch Freunde auf die gut 15 Jahre ältere Folk-Sängerin Lou Rhodes (jetzt Robinson) aufmerksam. Ein erster Anruf mit der Frage, ob sie denn auch gut aussehe, hätte schnell das Ende für die junge Band bedeuten können. Doch sie rauften sich zusammen, und die Synthese eines Beat-Schraubers, der Gesang mehr für Beiwerk hält mit einer Folk-Sängerin, der Musik nur zum Transport ihres Gesanges dient, die nie also hätte funktionieren sollen, schuf Songs wie "God Bless", "Cottonwool", and most of all : "Gorecki". Inspiriert von Goreckis 3. Symphonie sollte Andy Lou einen Song schreiben, der eben das einfing was sie bei der Symphonie empfand. Das Resultat beschert mir seit '96 fast täglich eine Gänsehaut.Bitte mit Zeit genießen...






