2112

Verkaufsrang: 4847 (Musik)
Artist: Rush
Audio CD
EAN: 0731453462625
Format: Original Recording Remastered
ListPrice:
Anzahl Medien: 1
Verlag: Mercury (Universal)
UPC: 731453462625
Preis: EUR 4,23

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Product Description

2112

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Aus der Amazon.de-Redaktion

Rush sind die Überväter, die nicht vom Sockel zu stoßenden Götter des Progressive Metal. 1976, als die Genre-Bezeichnung noch gar nicht existierte, ließen die drei Kanadier ihren alles andere als radiokompatiblen Meilenstein 2112 auf die Menschheit los und kassierten dafür überraschend diverse Edelmetall-Auszeichnungen. Getragen wird die Platte von der bis heute unerreichten Tightness des Trios, das live bis zu fünf Instrumente (!) gleichzeitig bedient. Der ausdrucksstarke Baß von Sänger Geddy Lee ist Alex Lifesons enorm vielseitiger Gitarre stets ebenbürtig, und Neal Pearts Wunder-Drumming gilt Legionen von Schlagzeugern als leuchtendes, nicht zu toppendes Vorbild. Die wichtigste Überzeugungsarbeit leisten Rush jedoch mit ihren positiven Widerhaken-Melodien, die Tracks wie "A Passage To Bangkok" oder "Something For Nothing" zu zeitlosen Hymnen machen. Und die 20minütige Weltraum-Abfahrt "2112" gilt unter Rush-Fans gemeinhin als die beste Nummer, die diese seit 25 Jahren ohne Besetzungswechsel und Skandale auskommende Legende jemals geschrieben hat. Auf Konzerten haben bei diesem Opus schon Generationen von Rock-Liebhabern vor Freude geweint!--Michael Rensen

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Kundenrezensionen zu '2112'

Ein Meisterwerk (22. Oktober 2008)

Vermutlich wird sich kaum jemand, der Rush nicht ohnedies kennt, hierher verirren, aber falls doch, eine kleine Orientierung:
Rush sind eine vor allem überm Teich immens erfolgreich kanadische Progressivrockband, bestehend aus drei Musikern, die auf ihrem jeweiligen Instrument zu den besten zählen. Vor allem der Schlagzeuger Neil Peart kann die Drummer, die ihm das Wasser reichen können, fast an einem Finger abzählen.
Bis aufs Debüt Rush aus dem Jahr 1974, wo noch ein anderer Schlagzeuger spielte, ist das Line up seither unverändert, nämlich Alex Lifeson (Gitarre), Geddy Lee (Gesang, Bass, Keyboards) und Neil Peart (Drums, Percussion). 2112 aus dem Jahr 1976 ist das vierte Album der Band und wird von vielen Fans und Kritikern als ein bzw. der Band-Höhepunkt der Arbeit der 70er-Jahre angesehen. Das liegt vor allem an dem Titeltrack, einem über 20 Minuten langen, in sieben Teile gesplitteten Science-Fiction-Epos. Der Text stammt von Neil Peart, der damals von den Arbeiten Ayn Rands beeinflusst war. Zu dieser Zeit haben sich Rush noch weitgehend auf Gitarre, Drums, Bass und Gesang beschränkt, es waren kaum Keyboards im Einsatz.
Soviel zum nüchternen Teil.

Erst möchte ich mich den 2 bis 6 widmen, die allesamt ein gutes bis sehr gute Niveau bieten. Die Band hatte damals noch nicht vollständig zu ihrer eigenen musikalischen Identität gefunden und war stark beeinflusst von Led Zeppelin und The Who, was aber nichts an der Qualität der Songs ändert.
Passage to Bangkok ist eine leicht orientalisch angehauchte Nummer mit kräftigen Gitarren. Gemeinsam mit der Ballade Tears der Höhepunkt des Albums, wenn man den übermächtigen Titeltrack mal außer Acht lässt.
Twilight Zone ist dann sehr gefühlvoll und melodisch, dabei teils wehmütig, teils geheimnissvoll.
Bei Lessons wechselt sich fröhlich-flottes Spiel mit kräftig-intensivem ab, wobei im letzteren Teil das Können an den Instrumenten gezeigt wird. Das Lied endet mit einem langen Gitarrensolo, das outfaded.
Tears ist oben erwähnte sehr schöne Ballade, ein wehmütiges Stück, in dem, wenn ich mich nicht irre, auch Holzbläser zum Einsatz kommen.
Something for Nothing ist wohl ein typischer 70er-Jahre-Progressive-Rock-Song, mit wechselnder Intensität wie bei Lessons. Hier hört man zum Beispiel streckenweise den Einfluss von Led Zep und The Who heraus.

Der Titeltrack 2112 ist eine wunderschöne utopische Geschichte über einen Mann, der in einer Art kommunistischer Gesellschaft lebt, in der Individualismus abgelehnt wird und die sogenannten Priests mit ihren Computern alles verwalten. Da er nichts anderes kennt, fehlt es ihm auch an nichts, bis zu den in dem Lied erzählten Geschehnissen.
Am Beginn steht die Overture, ein Instrumentalteil mit spacigem Intro und anfangs abgehackten Rhythmen. Aber bald schon galoppiert die Musik los und die Band biete famose Instrumentalarbeit, die sehr einfalls- und abwechslungsreich und dennoch eingängig ist und den Hörer gleich mal mitreisst.
Es schließt mein Lieblingsteil an, das sehr rockige Temples of Syrinx, in dem die alles beherrschenden Priests vorgestellt werden. Der Gesang ist eher kreischend, was hier und auch später die Priests charakterisiert.
Dann Schwenk zu Discovery, einem anfangs sehr leisen, ruhigen Teil. Hier entdeckt der Erzähler der Geschichte ein ihm unbekanntes Gerät, das der Hörer durch die Beschreibung als Gitarre erkennt. Über die Strecke dieses Teils hinweg wird durch anfangs simples Geklimper bis hin zu späteren wunderschönen Melodien hinreißend dargestellt, wie der Erzähler lernt, darauf zu spielen und bemerkt, was er hier für ein wundervolles Ding gefunden hat, mit dem jeder selber so schöne Musik machen kann.
In Presentation bringt er das Ding voller Enthusiasmus zu den Priests, überzeugt davon, dass sie seine Begeisterung dafür teilen werden. Unendlich ist die Enttäuschung, als sie (erkennbar wieder durch den kreischenden Gesang) ihm vorwerfen, dieses unnütze Ding sei kein Segen, sondern ein Fluch offenbar, weil es Individualismus erlaubt und sich dadurch jeder auf eigene Art ausdrücken kann und dass es eines dieser Dinge war, das die elder race of men dem Untergang geweiht hat. Musikalisch wechselt dieser Teil zwischen den ruhigen Parts des Erzählers und den rockigen, aggressiven Parts der Priests.
In Oracle:Dream wird anfangs grandios seine Enttäuschung musikalisch verdeutlicht, bis sich die Musik dann in große Hoffnung steigert und der Erzähler in einem Traum erkennt, dass die vorhin erwähnte elder race of men nicht wie offenbar allgemein erzählt wird untergegangen ist, sondern den Planeten verlassen hat und in ihrer Kreativität immer weiter reist und lernt und wächst, bis sie eines Tages zurückkommen wird, um die Tempel der Priests niederzureißen.
Sein Aufwachen im Teil Soliloquy wird von sanfter Musik untermalt, wechselt dann aber zu aggressiver Instrumentierung, als der Erzähler merkt, dass er mit diesem Wissen nicht weiterleben kann in einer solchen Welt. Der Teil schließt mit seinem Freitod.
Abgeschlossen wird das Epos mit dem Grand Finale, galoppierender Musik, anfangs hoffnungsvoll, dann dramatisch und wild. Es gibt keinen Text mehr, nur zum Schluss die unterschiedlich deutbare Durchsage Attention all planets of the solar federation. We have assumed control.
Ich deute das als die erhoffte Rückkehr der elder race, die den Priests die Herrschaft entrissen hat.

Auch wer mit derart überlangen Tracks üblicherweise nichts anfangen kann, sollte diesem Epos, wenn er 70er-Rock und/oder utopische Geschichten mag, eine Chance geben und es drei- bis viermal konzentriert anhören. Ich mag normalerweise keine so langen Tracks, aber diese Nummer hat mich gefangen und zählt inzwischen wohl zu einem meiner Lieblingslieder.
Speziell die musikalische Begleitung der Geschichte ist sehr plastisch und meiner Ansicht nach gelungen. Progressive-Fans kennen das Album ohnedies; wer mal in sowas reinhören möchte, dem sei dieses Teil wärmstens ans Herz gelegt.

noch nicht ganz die spätere Rush-Klasse (20. Februar 2008)

ynthieeffekte, die etwas nach Windgeraeuschen klingen dann ploetzlich Gitarrenriffs - So beginnt das Titelstueck des 1976er-Albums. Es folgen polternde Drums und treibende Gitarren, bis nach drei Minuten virtuose Gitarrensoli folgen, ehe wir wieder in einem Part Gitarrenriffs und treibendem Rhytmus gelangen. Soweit die genauso betitelte Overtuere. Nach gut vier Minuten setzt ruhiger Gesang ein, der dann aber wieder von Riffs durchbrochen wird, bis Lee mit seiner Shouterstimme einsetzt, gefolgt vom sogenannten Refrain des Stueckes('We are the priests of the temples of syrinx'), welcher wieder sehr treibend ist. Dann nach sechseinhalb Minuten etwas Akkustikgitarre und anschliessend ein ruhiger Part mit cleaner E-Gitarre, der sich langsam aufbaut um sich in einen etwas schnellen Part zu verwandeln, der dann wieder Gesang enthaelt. Daraufhin setzen sich kurzzeitig die Riffs immer mal wieder durch, obwohl wir uns noch in einem eher ruhigen Gesangspart befinden. Nach gut dreizehn Minuten folgt ein Gitarrensolo und wir befinden uns wieder im Hauptthema. Nach vierzehn Minuten wirds allerdings wieder ruhiger, ehe wieder ein treibenderer Part folgt, woraufhin anschliessend wieder etwas Tempo rausgenommen wird. Zum schluss dann das 'Grand Finale', treibende Gitarren und dann nochmals Uptempo, bis das Stueck in einem furiosen und von effekten durchsetzten Gitarrensolo und etwas Erzaehlung endet. Ein interessantes Stueck, wenn auch nicht ganz durchdacht. Fuer die Laenge enthaelt es doch einiges an Fuellmaterial, trotzdem war dies ein wichtiges Stueck in der Geschichte von Rush, weswegen man es durchaus kennen sollte.

'A Passage To Bangkok' ist dann ein rifflastiger Hardrocker. 'The Twilight Zone' ist dann ruhiger und abwechslungsreicher. Bei 'Lessons' wird dann im Gegensatz zu den anderen Stuecken recht viel Akkustikgitarre eingesetzt. Zum Schluss noch ein Hoehepunkt: Die schoene, traurige Ballade 'Tears', auf der sogar ein Mellotron zu hoeren ist. Hier singt Geddy Lee auch sehr gefuehlvoll. Ein schoenes Stueck. Ach ja, war ja doch noch nicht Ende. Der Rausschmeisser 'Something For Nothing' ist ganz okay, aber nicht weiter was besonderes.

Insgesamt ein durchwachsenes Album. Der Longtrack kann nicht die ganze Zeit ueber begeistern und die kurzen Stuecke sind bis auf 'Tears' auch nicht besonders auffaellig. Der grosse Wurf sollte aber eh noch kommen...

Sience Fiction von Rush (9. Mai 2007)

Die "2112" von 1976 war der Durchbruch von Rush, zumindestens in den U.S.A.. Der Stil des Vorgängers, welcher sich nicht besonders gut verkaufte, wurde kompromislos weitergeführt.

Das über 20-minütige Titelstück ist natürlich der herausragende Song des Albums. Rush wandeln thematisch auf Sience Fiction-Faden und führen uns in eine ferne Welt irgendwann in der Zukunft. Das Stück ist in mehrere Einzelsongs unterteilt, wobei die beiden ersten `Overture` und `The temples of Syrinx` die bekanntesten sind. Die Musik möchte ich als Hard Rock mit ganz viel Prog-Einflüssen bezeichnen. Erstmals kommen hier auch Keyboards zum Einsatz, aber noch eher spärlich.
Weitere tolle Songs sind `Passage to Bangkok` und `Twillight zone`. Mit kleinen Abstrichen auch noch `Something for nothing`. Die beiden verbleibenden Songs finde ich aber nicht so doll.

So ein Werk wie das Titelstück gibt es eigendlich nur von Rush. Von der Musik und den Texten her ganz was besonderes und sehr stark. Diese Qualität kann aber nicht über das gesamte Album gehalten werden, daher von mir für "2112" ganz starke 4 Sterne, für 5 reicht es noch nicht.

Immer noch verdammt gut! (12. Mai 2006)

Dies ist im wahrsten Sinne ein Klassiker. 2112 ist das dritte Album mit Drummer und Haupttexteschreiber Neil Peart. Das Album ist der erste kommerzielle Erfolg der Band und gleichzeitig das berühmteste Rush Album, das die Band an die Spitze beförderte.

Die Texte des Titelopus 2112, bestehend aus 7 Teilen, basieren auf Science Fiktion und sind eine Art sozial-politische Geschichte über eine fiktive Republik auf einem Planeten irgendwo im Weltraum. Das Titelstück mit tosenden Keyboards, Killer Drumming, außergewöhnlichen Bass und Gitarre und seinem makellosen Konzept ist ein episch, progressives Rock-Meisterwerk. Das ganze Stück ist über zwanzig Minuten lang. Leider sind die einzelnen Teile nur als zusammenhängender Track auf der CD, so dass es nicht möglich ist nur einzelne Teile davon zu hören. Es ist nicht richtig klar, wo die einzelnen Teile enden und der nächste anfängt.

Das gesamte Album ist außer ein paar soften Balladenteilen sehr energievoll, dynamisch und einprägsam. Am meisten beeindruckt mich das technische Können der Band Mitglieder. Vor allem Alex Lifeson mit seinen Solos ist fantastisch. Die Riffs in allen Liedern sind sehr frisch und bilden zusammen mit dem exzellenten Bassspiel von Geddy Lee eine starke Kombination. Das alles basiert auf heavy und schnellen aber technisch großartigen Drums. Die Musik und Texte erzeugen eine dramatische Atmosphäre und bieten in den Balladen zusätzlich Raum für weitere Emotionen.

A Passage to Bangkok hat einige sehr gute Gitarren Riffs.Something For Nothing hat einen sehr würdigen progressiven Stil, während Tear ein total softes Lied ist.

Die stärkste Seite des Releases ist jedoch das Songwriting. Rush sind zu Musikern mit guten technischen und Songwriting Fähigkeiten gereift. Es gibt keinen Augenblick der Langweile. Es ist faszinierend wie sich die Instrumente in der Führung abwechseln. Die Gitarre ist immer präsent, deren Rolle wird manchmal von Geddys Bass übernommen und es gibt Drum Solos und viele instrumentelle Teile, wo man die großartige Technik heraushören kann.
Geddy Lees Vocal Performance ist auf diesem Album verdammt gut, seine Stimme füllt den Raum zwischen Drums und Gitarre. Der gesamte Sound ist sehr dynamisch, für jedes Instrument gibt es genügend Raum. Vor allem die Gitarre ist heiß und kraftvoll.

Das Album steckt voller exzellenten, neuen, frischen Ideen. Es gibt keinen einzigen Schwachpunkt.

Genusselemente auch für SciFi-Hasser (27. Februar 2006)

Der Abschluss von Rush Phase One ist, rückblickend, nicht das epochemachende Meisterwerk, als das es in Fankreisen gehandelt wird. Es gibt bestimmt fünf, sechs Rush-Alben, die interessanter sind (die folgenden fünf etwa ...) und weniger Füllmaterial (Tears, Twilight Zone, Lessons) aufweisen.
Auch die Lyrics sind eher zum Schmunzeln, vor allem, wenn man das ganze Fantasy-Gedöns schon in Literaturform für ausgesprochen lächerlich hält - und ich spreche hier nicht von Zweitklassigem wie Herrn Pearts damaliger Inspiratorin Ayn Rand, sondern von Tolkien und anderen "Größen".
Dennoch: Der Titeltrack ist ebenso wie A Passage to Bangkok musikalisch hoch gelungen. Dass hier erstklassige Musiker am Werk sind, muss nicht erwähnt werden - auch und gerade vergleichen mit tatsächlich überschätzten ProgRock-Truppen wie Yes oder den frühen Genesis. Hier wird noch gerockt und nicht in Selbstgefälligkeit gedudelt.
Freilich - sie nahmen sich ein wenig zu ernst. Für die Gaudi-Fraktion gab's damals andere Platten, Lockerheit war und ist nicht Rushs Stärke. Dafür Brillianz, und diedeutet sich hier an. Erstmals rutscht auch Geddy Lees Stimme in den Bereich des Erträglichen. Keinwunder: Betrachtet man Fotos aus der Aufnahemezeit, fehlen die engen Ballcrusher-Jeans, stattdessen trat man im Bademantel auf ...
Insgesamt eher 3 1/2 als drei Sterne: Ein wichtiger Wendepunkt in der Bandgeschichte. Die Anschaffung lohnt sich - vor allem zu den üblichen Nice-Preisen . Das Opus Magnum der frühen Band-Ära ist aber die folgende Live-Scheibe "All The World's A Stage" - und richtig genial wurden Rush ohnehin erst ab dem nächsten Studioalbum.

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