Aus der Amazon.de-Redaktion
Nach ihrem völlig begnadeten '81er Album Moving Pictures stand Rush der Sinn nach etwas softeren Songs. Die Band, die ansonsten immer ihr völlig eigenes Ding durchgezogen hat, konnte sich dem Frühachtziger-Musikzeitgeist, der verstärkt auf bombastische, oft grottenpeinliche Keyboardsounds setzte, nicht gänzlich entziehen und haute auf Signals ('82) etwas dominanter als zuvor in die Tasten. Um die weiter in den Hintergrund rückenden Hardrock-Elemente ist's schade, ansonsten geht aber auch dieser Longplayer wieder als grandioses, der Konkurrenz wie immer meilenweit überlegenes Tondokument durch. Leicht unterkühlte Gänsehautnummern wie der Opener "Subdivisions" oder das doch noch recht rockige "The Analog Kid" haben nicht weniger Flair als die Heavy-Klassiker und sind auch in kompositorischer Hinsicht alles andere als Weichbirnenfutter. Vor allem verstehen es die kanadischen Prog-Megaseller aber, ihre Synthies völlig ohne Kitsch und übertriebenen Pathos einzusetzen -- eine Fähigkeit, über die zur damaligen Zeit kaum eine Band verfügte. --Michael RensenKundenrezensionen zu 'Signals'
Eine akustische Traumreise (30. Dezember 2007)
Trotz der unzähligen Wunderwerke,die RUSH im Laufe ihrer fast 35-jährigen Karriere erschaffen haben,gilt "Signals" als mein persönlicher Top-Favorit in der gesamten Banddiskographie. Auf keinem weiteren Album bringt das legendäre kanadische Trio seine altbewährte Mixtur aus hochkomplexer Spieltechnik,atmosphärischer Dichte und federleichter Melodieführung derart homogen auf den Punkt wie bei jenem Output aus dem Jahre '82.Zwar mag die Produktion nach heutigen Standarts etwas steril klingen, doch wird diese den Hörgenuß wohl kaum beeinträchtigen angesichts der dargebotenen musikalischen Qualität,die man vom ersten bis zum letzten Ton auf dem kompletten Album vorfindet.
Fazit: Falls es tatsächlich eine Person gibt,die noch kein RUSH-Album besitzt aber sich eines zulegen will, wird diese an "Signals" nicht vorbeikommen.
Ein Jahr danach.... (26. April 2007)
Keine Atempause, Geschichte wird gemacht, es geht voran!So oder ähnlich ging es Rush wohl nach ihrem beängstigend genialen "Moving Pictures" Album ein Jahr zuvor.Billige und feige Lösung, Blaupause von "Moving Picures "aufnehmen, Kohle scheffeln...? Neeee, nicht mit uns dachten sie sich. Und packten zum Opener Song"Subdivision" erstmal einen gepflegten Synthesizer aus, der dem Song durchaus gut tat.Bei "Analog Kid" treibt Neil Pearts Schlagzeug die Band flott voran um mit dezenten Keyboard Einlagen immer mal wieder Luft zu holen."Digital Man" hat ein bisschen den Charme von Police`s "Message in a Bottle" Bei " The Weapon" zeigt Neil Peart ganz dezent und unaufdringlich allen "Dash Trommel" Schlagzeugern, warum sie von ihm immer nur die Rücklichter sehen werden.Sehr angenehm die Rush untypische Ballade "Losing it" die ihnen aber gut zu Gesicht steht.Zum Abschluss experimentieren Rush bei "Countdown " ein wenig mit Klangcollagen, die aber nie aufdringlich oder peinlich wirken. Gutes Plättchen...
Hörgenuss (1. Februar 2007)
Rush haben es im Laufe ihren langen Bandgeschichte auf eine beachtliche Zahl an Alben gebracht, die eigentlich alle auf ihre Art ihre Existenzberechtigung haben, aber "Signals" ist meines Erachtens nach unbestritten ihr reifstes und vielseitigstes Album.Verschachtelte Rhytmen, knallige Riffs, wütende Bassläufe, einschmeichelnde Melodien und ein überirdischer Drummer, der mindestens mit vier Händen und acht Sticks spielen muss, vereinigen sich auf diesem Album zu einem, auch nach 20 Jahren noch immer interessanten Hörgenuss.
Eine meiner Liebsten (27. November 2006)
Die "Signals" von 1982 ist eine meiner Lieblings-CDs und zwar nicht nur von Rush, sondern insgesamt. Ich finde, dass sie auf einer Höhe ist mit der "Moving Pictures", wenn auch ein bißchen anders. Ab der "Signals" stehen die Keyboards, gespielt von Geddy Lee, deutlich im Vordergrund. Aber es ist schon erstklassig, was Alex Lifeson da im Hintergrund an der Gitarre macht. Und zu Neil Peart an den Drums ist eigendlich schon alles gesagt. Der Mann ist nicht von dieser Welt. Der etwas softere Stil passt gut zu ihnen, da sie es verstehen, immer wieder neue Elemente mit in ihre Musik aufzunehmen. Aber von `weichgespült` kann sicher nicht die Rede sein.Mit `Losing it` ist diesmal sogar eine Ballade enthalten. Sehr ungewöhlich für Rush, aber richtig gut.
`Subdivisions`, `Digital man`, `The weapon` und `Countdown` sind dann 4 Songs, die man nicht mehr überbieten kann. Die 3 legen ihre ganze Musikalität in die Songs, einfach phantastisch! Das eine Stück glänzt mit genialen Keys (Subdivisions), das Andere (The weapon) mit überragender Kunst am Schlagzeug. Die genannten Songs sind schon kleine Kustwerke, jedes für sich.
5 Sterne für "Signals". Und das schöne ist, die folgenden Platten ("Grace under pressure" und "Power windows") sind genausogut.






