Kundenrezensionen zu 'Antarctica'
Vangelis light (31. Juli 2007)
Man muss wirklich nicht alles von dem pathetischen Zeugs von Vangelis mögen, aber dieser Soundtrack zu einem in Europa völlig unbekannten Film, ist wirklich durchweg hörenswert.Gefühlvolle und eingängige Melodien ohne zu hohen Kitschfaktor machen dieses Album zu einer idealen Soundkulisse für einen netten Abend im Lehnstuhl bei einem Glas Rotwein.
YAMAHA CS80 at it's best (23. Oktober 2006)
Ja, Vangelis hat es mal wieder gepackt! Auf dem Soundtrack-Album "Antarctica" zu dem gleichnamigen Film quetscht der griechische Klangkünstler alle möglichen Parameter aus seinem mittlerweile hinlänglich bekannten Lieblingsinstrument. Die schon bei "Chariots Of Fire" und "Blade Runner" zutage geförderten typischen sägenden, fanfaren-artigen Lead-Sounds, bei denen der polyphone Aftertouch, die ausgefeilten Portamento-Einstellungen und der Ringmodulator des analogen Yamaha CS80 Synthesizers reichlich Anwendung finden, kommen auch hier ausgiebig zum Einsatz. Aber ebenso nutzt Vangelis bei sehr vielen Tracks die hervorragenden Sequencer-Eigenschaften dieses Gerätes. Fast das gesamte Album wird von den typischen, sehr vielseitigen Klängen des japanischen Synthi-Klassikers dominiert.Das Titelthema kommt trotz seines beschwingten Rhythmus sehr majestätisch daher. Das sehr beruhigende und beinahe etwas mystisch anmutende "Antarctic Echoes", welches in seiner Ad-Libitum-Spielweise völlig ohne jeglichen Takt oder Rhythmus auskommt, kühlt die Stimmung mit seinen deutlich synthetischen Flächen-, Vibraphon-, Streicher- und Chorklängen für den Rest des Albums auf weit unter 0º Celsius herunter. Bis zum letzten Track mag der Klang auch nicht mehr auftauen! Machen Sie sich auf eine klanglich sehr kühle Angelegenheit gefasst. Das Interessante an diesem Werk ist wohl die Tatsache, dass Vangelis es irgendwie geschafft hat, die Bilder des japanischen Spielfilms so gut in Musik umzusetzen, dass sogar dem unwissenden Hörer, der den Streifen nicht gesehen hat, sofort verschneite Landschaften ("Antarctic Echoes", "Song Of White", "Memories Of Antarctica") und im Eis umher streifende Tiere ("Life Of Antarcitca", "Kinematic") einfallen können. Dieser Verknüpfungs-Effekt ist meiner Meinung nach hier noch stärker als bei dem Soundtrack zu Blade Runner zu verzeichnen.
5 Sterne, ganz klare Entscheidung!
Anspieltipps: Antarctic Echoes, Deliverance, Song Of White





