Naturally

Verkaufsrang: 7962 (Musik)
Artist: J.J. Cale
Audio CD
EAN: 0042283004221
ListPrice:
Anzahl Medien: 1
Verlag: Mercury (Universal)
UPC: 042283004221
Preis: EUR 4,43

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Kundenrezensionen zu 'Naturally'

Opus Magnum (30. Juli 2008)

Dieser Man schaffte es Blues, Soul, Funk und Cajun gleichermaßen unter einen Hut zu bringen und zeigte damit allen, daß im Blues noch mehr ging als ihn mit verzerrten Gitarren zu elektrifizieren. Das Tüpfelchen auf dem i neben seinem herrlich unangestrengten Sprechgesang, war aber da auch noch der von ihm erfunden ,laid back' Gitarrenstil.

J.J. Cale schuf sich mit dieser Platte sein eigenes Universum, indem nur er - bis heute - existiert (wie sich vor allem auf der nicht ganz geglückten Collab ,Road To Escondido' mit Clapton zeigt).

Da wird geshuffelt (,Call Me The Breeze') was das Zeug hält, Spannung aufgebaut mit minimalsten Mitteln (`Don't Go To Strangers' - ob sich Steely Dan je für diese - ähem - geborgte Akkordfolge für ,Do It Again' bedankt haben?), gefunkt und gesoult (,Woman I Love', ,After Midnight') und gecroont (,Magnolia' ,Crazy Mama') und trotzdem bleibt alles Blues. Die unangestrengte Lässigkeit mit der das rüberkommt erinnert tw. schon fast an Lounge Musik und hebt diese Platte einfach über alles, was in diesem Genre je versucht wurde. Dort wo Clapton rackern muß, um zu grooven, lehnt sich Cale mit einem Grinsen entspannt zurück und spielt - nein - entlockt, der Gitarre nur dort Töne, wo Clapton sonst die Pausen setzt; und bei den Vocals ist das so ähnlich.

Was diese Platte aber von den anderen Cale Veröffentlichungen abhebt - und sie mindestens eine Klasse besser macht: hier stimmt die Qualität der Songs. Eigentlich jeder ein Juwel für sich, und sollte er später auch noch gekonnt Rock (,Cocaine' als bekanntestes Beispiel) zu seinem Mix addieren und einige weitere songwriterische Geniestreiche (,The Sensitive Kind', ,Carry On', ,You Keep Me Hangin' On'.....) aus dem Ärmel schütteln, konsistenter und dichter war er auf Albumlänge nie wieder.

J.J., wie man ihn origineller nicht haben kann (24. Oktober 2007)

Es ist überflüssig, die Stilrichtung von Cale noch großartig in ein festzementiertes Schema pressen zu wollen, jedenfalls spiegelt diese CD wie kaum eine andere den "klassischen" J.J. wieder.
Nicht zuletzt aufgrund der Tatsache, dass es einige Lieder früher oder später zu Ruhm gebracht haben, beweisen, dass hier wirklich große Kunst vorliegt. Aus drei Akkorden und einer brummeligen Stimme einen echten Ohrwurm zu kredenzen, das schafft nur einer. Ob das nun "Call me the breeze" oder "After midnight" ist, mit einer Lässigkeit, die ihresgleichen sucht, schüttelt J.J. auch hier wieder Gitarrenpassagen von großer Klasse aus dem Ärmel. Aber auch die weniger bekannten Lieder wie etwa "Clyde" haben ihren Charme und runden die CD perfekt ab.

"laid back" in Vollendung... (2. Januar 2003)

So stell ich es mir vor in Würde zu altern: ein Haus im Grünen, einen Schaukelstuhl auf der Veranda, und Gitarre spielen können wie JJ Cale...

Sein Debütalbum "Naturally" enthält bereits alle Elemente des typischen Cale-Sounds - eine Mischung aus Oklahoma-Lässigkeit und der gelösten, vollkommenen Spielsicherheit eines Nashville-Studiomusikers - der sich im Laufe der Jahre zwar kaum verändert hat, aber dafür immer unverkennbar geblieben ist. Scheinbar mühelos verbindet er unterkühlten Sprechgesang, sparsame Begleit-Instrumentals und diverse Countryblues-Muster zu faszinierender Understatement-Musik. Cale's teilweise brüchige Vokals fügen sich so unauffällig in die Song-Arrangements ein, daß sie ein Teil der Instrumentierung zu sein scheinen.

Alle paar Jahre sammelte er einige hochkarätige Studiomusiker aus der Nashville-Szene um sich, um heimlich, still und leise eine Platte aufzunehmen, aus deren Songs dann andere Musiker ihr Hitpotential schöpften. Eric Clapton machte aus "After Midnight" und "Cocaine" Hits, Carlos Santana aus "Sensitive Kind"; Mark Knopfler von den DIRE STRAITS kopierte ihn ebenfalls erfolgreich... "Ich hoffe daß Mark Knopfler auch mal einen meiner Songs aufnimmt, anstatt nur so zu klingen" ist eins der wenigen Zitate die sich Cale entlocken ließ, aber ansonsten dürfte ihn die Tatsache, daß andere Musiker seinen Stil zu Geld machten, nie besonders gestört haben.

Alle seine Alben, und insbesondere diese Platte mit Songperlen wie "Crazy Mama", "After Midnight", "Magnolia", "Don't go to strangers", "Call the doctor" oder "Crying Eyes" strotzen geradezu vor Lässigkeit & Zurückgelehntheit, und sind die perfekten Begleiter für laue Sommerabende. Das Cover ist zwar trashig (man meint es könnte sich um ein Märchen-Hörspiel handeln), aber lasst euch davon nicht täuschen und kauft euch dieses Meisterwerk.

Blues für alle (21. Dezember 1999)

J.J.Cale spielt den Blues so, dass er für Hörer unterschiedlicher Altersgruppen genießbar und konsumierbar ist. Er bleibt spannend, ruhig und wirkt immer sehr "cool".

dkb.de

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