Kundenrezensionen zu 'Uprising'
Ein letzter Gruß (28. März 2003)
Als die Wailers im Mai 1980 in Zürich die "Uprising"-Tour um die ganze Welt begannen, ahnte wohl noch niemand, dass dieses Album und mit ihm diese Tour ein Abschied und ein letzter Gruß sein sollte. Doch ob bewußt oder unbewußt, ist "Uprising" dennoch von einer Melancholie durchdrungen, wie sie in dieser Form auf keinem der vorangegangenen Alben der Wailers zu finden und zu spüren ist. Denoch ist und bleibt "Uprising" (zumindest für mich) ein Album, das mit Liedern wie "Coming In From The Cold", "Work", "Forever Loving Jah" und dem grandiosen wie berührenden "Redemption Song" getrost zum besten und stärksten gezählt werden kann, was aus der Abgeschiedenheit der Tuff Gong Studios jemals seinen Weg an die Weltöffentlichkeit gefunden hat. Insbesondere das aus biographischer Hinsicht sowohl hochinteressante als auch hochbrisante "Bad Card" (in dem man von den dunklen und finanziellen Machenschaften des ehemaligen Managers der Wailers, Don Taylor, hört und unterrichtet wird, hat sich seinen festen Platz in der Liederfolge unbestreitbar verdient.Marley mag (zumindest vordergründig) gegangen sein und uns als Fans mit "Uprising" als eine Art Vermächtnis zurückgelassen haben, aber wie heißt es doch so treffend in "Bad Card"? - "Dem a go tired ta see me face can`t get me out of the race".
Simon Füchtenschnieder im März 2003






