Kundenrezensionen zu 'Apocalypse 91'
Meine Lieblingsscheibe von PE. (19. September 2006)
Ich bin mit "It Takes a Nation..." in den Sound von PE eingestiegen, allerdings erst relativ kurz bevor "Fear of Black Planet" erschienen ist. Beide Vorgänger habe ich geliebt und es gibt keinen Zweifel das beide mit zum Besten gehören, was der Hiphop jemals hervorgebracht hat. Trotzdem ist Apacalypse 91 meine persönliche PE-Lieblingsscheibe.Apacolypse hat mit "Lost at Birth" den vielleicht besten Opener, den ich überhaupt jemals gehört habe (OK, "Angel" von Massive Attacks "Mezzanine" ist mindestens genauso gut). Mit "Rebirth" gehts direkt gnadenlos weiter, um schließlich in "Nighttrain" zu kulminieren. Auch danach gibts auf der gesamten Scheibe kaum einen Durchhänger. Das mit Thrash Metal Legende Anthrax neu eingespielte "Bring The Noise" bildet einen würdigen Abschluss für ein großes Album.
Diese Scheibe kam zu einer Zeit raus, zu der mit Ice T ("O.G. Original Gangster"), Ice Cube ("Death Certificate") und NWA ("Niggaz 4 Life") bereits der Siegeszug des Gangstaraps begonnen hatte (wobei die ersten beiden dabei noch durchaus politisch waren). Apocalypse 91 stand Abseits des neuen Trends und PE's Stern war bereits am sinken. Inhaltlich ist die Scheibe ihren Konkurrenten dabei weit überlegen. PE wirken reifer und etwas weniger Radikal als auf den Vorgängern. Neben Rassenhaß wird von Kriminalität unter Schwarzen, Alkoholmißbrauch, mangelndes Airplay von Hiphop im Radio bis hin zu Kritik an der Benutzung von "Nigga" als Selbstbezeichnung kaum ein Thema ausgespart. Mit der Kolloboration mit Anthrax (mit denen sie damals auch auf Tour gingen) traten sie der Behauptungen entgegen, dass sie selbst Rassisten seien.
Insgesamt sind nicht nur die Inhalte größtenteils noch erstaunlich aktuell, auch die überragende Produktion macht die Scheibe praktisch Zeitlos (wobei hier aus rechtlichen Gründen bereits deutlich weniger samplellastig gearbeitet wird, als bei den Vorgängern. PE haben aber das beste draus gemacht).
Für die meisten Leute ist Apocalypse wohl nicht die beste PE Scheibe, aber zumindest die lezte richtig gute.
Hip-Hop-Geschichte (11. April 2006)
Mit ihrem vierten Album zementierte PUBLIC ENEMY ihre damalige Vorreiterstellung im Rap-Game - hier wurde nochmals (und leider auch letztmalig, denn alle Nachfolger-Alben konnten nicht mehr mithalten) alles ausgepackt, wofür die Gruppe bekannt geworden ist: politisch kontroverse Texte und dicht produzierte, aggressive Musik, die konsequent nach vorne geht (der Opener "Lost at Birth" zeigt gleich, wo es langgeht).Hänger oder Lückenfüller gibt es keine - das Album wirkt in sich geschlossen und stimmig. Die "altbewährte" Rezeptur paßt auch hier wieder: Chuck D's kompromißlose Verse werden hervorragend durch die Joker-Attitüde von Flavor Flav ergänzt, Terminator X "spricht" mit seinen Händen mit seinen gewohnt unglaublich harten Cuts.
Höhepunkte des Albums: natürlich die Singles "Shut'em down" und "Nighttrain", aber insbesondere auch die kontroversen Songs "Cant' truss it" und "By the Time I get to Arizona" (mit gleichermaßen kontroversen Videos), nicht zu vergessen der Crossover-Track "Bring tha Noize" ihres gleichnamigen 88er Hits zusammen mit ANTHRAX...
FAZIT: Für PE-Fans ohnehin ein Muß! Aber auch jeder, der sich ernsthaft (!) mit Rap auseinandersetzen will, kommt an diesem Album nicht vorbei. MEILENSTEIN!!!
Hip-Hop-Geschichte (11. April 2006)
Mit ihrem vierten Album zementierte PUBLIC ENEMY ihre damalige Vorreiterstellung im Rap-Game - hier wurde nochmals (und leider auch letztmalig, denn alle Nachfolger-Alben konnten nicht mehr mithalten) alles ausgepackt, wofür die Gruppe bekannt geworden ist: politisch kontroverse Texte und dicht produzierte, aggressive Musik, die konsequent nach vorne geht (der Opener "Lost at Birth" zeigt gleich, wo es langgeht).Hänger oder Lückenfüller gibt es keine - das Album wirkt in sich geschlossen und stimmig. Die "altbewährte" Rezeptur paßt auch hier wieder: Chuck D's kompromißlose Verse werden hervorragend durch die Joker-Attitüde von Flavor Flav ergänzt, Terminator X "spricht" mit seinen Händen mit seinen gewohnt unglaublich harten Cuts.
Höhepunkte des Albums: natürlich die Singles "Shut'em down" und "Nighttrain", aber insbesondere auch die kontroversen Songs "Cant' truss it" und "By the Time I get to Arizona" (mit gleichermaßen kontroversen Videos) - aber auch die weniger bekannten Stücke können voll überzeugen...
FAZIT: Für PE-Fans ohnehin ein Muß! Aber auch jeder, der sich ernsthaft (!) mit Rap auseinandersetzen will, kommt an diesem Album nicht vorbei. MEILENSTEIN!!!






