Phenomenon

Verkaufsrang: 108565 (Musik)
Artist: Ll Cool J
Audio CD
EAN: 0731453918627
ListPrice:
Anzahl Medien: 1
Verlag: Def Jam (Universal)
UPC: 731453918627
Preis: EUR 1,88

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Kundenrezensionen zu 'Phenomenon'

Alles andere als ein Phänomen (22. September 2008)

Es gibt wohl kaum einen Rapper, bei dem die Meinungen so auseinander gehen wie bei LL Cool J. So unterschiedlich wie die Ansichten über ihn, so unterschiedlich sind auch seine Leistungen auf den einzelnen Alben. Bis zu seinem 1995er Werk "Mr. Smith" waren LL's Platten eigentlich konstant gut, doch dann kam mit Hollywood auch der Geschmack an Pop-Rap, den er auf "Phenomenon" voll auslebt. Verantwortlich dafür ist unter anderem auch Puff Daddy, der als Executive fungierte und sogar einen Track selbst produzierte. Die anderen übernahmen Poke & Tone, Erick Sermon, L.E.S. und Puffy's Hitmen, als Gäste sind u.a. Busta Rhymes, Keith Sweat, DMX, Redman, Method Man, Canibus und die Lost Boyz dabei.
Das mit 10 Tracks sehr kurze Album beginnt mit dem gleichnamigen Titelsong leider nur dürftig. Es handelt sich hierbei um die Produktion von Puff Daddy, der das Beatbasteln einfach noch nie so wirklich drauf hatte. Nicht nur das Instrumental plätschert belanglos vor sich hin, auch LL rappt hier nicht wirklich engagiert sondern nuschelt irgendwas vor sich her, sodass das Ganze doch recht schnell langweilt. "Candy" ist einer der typischen LL Cool J Songs, sprich es handelt sich mal wieder um ne Lady. Unterlegt werden seine Rhymes von einem angenehmen und chilligen R'n'B Stück, verfeinert wird dies durch den Gesang von Ralph Tresvant und Ricky Bell (von BBD), die dieser Nummer mit ihrem Refrain den letzten Schliff verleihen. Einen sehr coolen, wenn auch sehr kommerziellen Partytrack wird uns mit "Starsky & Hutch" zusammen mit Busta Rhymes geboten. Zusammen mit funky Grooves, flotten Beats und viel guter Laune laufen die beiden Routiniers zu amüsanter Höchstleistung auf und wissen den Hörer zu entertainen. Nach dem stinklangweiligen "Another Dollar" geht es mit "Nobody Can Freak You" weiter. Auch dieser Song zielt mit seinen Rhythmen und Melodien wieder eindeutig auf die Charts, macht nichts desto trotz wirklich viel Spaß, was nicht zuletzt an den Features Keith Sweat und LeShaun liegt, die als perfekte Ergänzung zu Cool James agieren. "Hot, Hot, Hot" folgt so gut wie dem selben Konzept, unterscheidet sich am Meisten durch seine etwas härteren Beats und die minimal bissigeren Verse LLs. Der Track, der die Karriere von LL Cool J sehr stark prägte, folgt mit "4, 3, 2, 1" als nächstes. Grund: Canibus, der hier als Gast vertreten ist, nahm in seiner Strophe das Mic-Tattoo von LL in den Mund, was diesem irgendwie nicht so passte und er deshalb den Beef mit Canibus anzettelte. In einer späteren Version des Songs wurde dieser dann auch durch Master P ersetzt. Zum Stück selbts kann man eigentlich nur Positives sagen. Cooler und etwas schlichter Beat von Erick Sermon, darüber gehen neben LL und Canibus auch noch Redman und Method Man sowie DMX und wissen von Anfang bis Ende zu gefallen. Das Highlight von "Phenomenon" findet man mit "Wanna Get Paid". Es wirkt insgesamt etwas dunkler, hat dennoch seine entspannten Elemente und einen angenehmen Beat. LL Cool J zeigt sich flowtechnisch voll auf der Höhe und auch die Lost Boyz fügen ihre kratzigen Stimme gekonnt ein. "Father" erinnert mehr an einen Gottesdienst als an ein Rapalbum aus Queens, weiß dennoch zu begeistern auch wenn man ganz klar sagen muss, dass dieser Track einem recht schnell auf die Nerven gehen kann. Seinen Abschluss findet "Phenomenon" in dem wieder sehr R'n'B lastigen, vielleicht auch etwas zu schnulzigen "Don't Be Late, Don't Come Too Soon" (feat. Tamia), welches nur die wenigsten wirklich vom Hocker hauen sollte.
"Phenomenon" ist wohl so ziemlich der unangebrachteste Titel, den man sich für dieses Album nur vorstellen kann. Phänomenal ist hier definitiv nichts. Ein paar gute Songs zusammen mit viel R'n'B und weniger gelungenen Stücken ergibt letztendlich auch nur ein Durchschnittsalbum. Alle Fans von LL Cool J und die, die auf den Chartrap Mitte der 90er wie z.B. auch Puff Daddy oder Mase stehen, können sich das Album sicher mal zulegen, der Rest sollte lieber die Finger davon lassen.

LL Cool J-Phenomenon (12. Juni 2005)

In Klammer der jeweilige Produzuent.
1. (Puff Daddy) Hat dank des ausgezeichneten Puffy Beats richtig Pepp. War die erste Single des Albums.
2.
3. (LES) Beat vom Nas Produzenten LES. Gastauftritt: Busta Rhymes. Okay!
4. (Trackmasters) Gutes Lied!
5. (Trackmasters) Geht richtig ab! Hier ist Keith Sweat gefeatured.
6. (Puff Daddy) Abermals ein guter Club-Hit von Puffy! War auch eine Singleauskopplung.
7. (Eric Sermon) Ging in die Rap-Historie ein. Irgendwas muss LL am Text von Gastrapper Canibus nicht gefallen haben, jedenfalls wird nachdem Canibus gerappt hat, er im selben Song von LL gedisst. Starkes Stück nicht wahr?! Weitere Gäste: Method Man & Redman sowie DMX. Den Beat hat Ex-EPMD Star E.Sermon gemacht.
8. (Van der Pool) Der Refrain gefällt mir an dem Lied nicht so sehr. Der Beat hingegen ist sehr gut, obwohl ich vom Produzenten Van der Pool noch nie gehört habe. Ist der etwa Holländer?
9. (Trackmasters) Guter autobiographischer Text, ist mir aber wegen des Gospel-artigen Refrains etwas zu viel.
10. (Stevie J. Jordan) Für die Ladies!

Eins muss man ihm lassen: Er ist bald seit 20 Jahren im Geschäft, aber ist dennoch immer der alte geblieben. Die CD ist wie üblich bei ihm wieder ausgezeichnet produziert, eine runde Sache! Aber aufgrund der relativ wenigen Lieder (leider nur 10) gebe ich 4 Sterne.

dkb.de

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