The Velvet Underground and Nico

Verkaufsrang: 3435 (Musik)
Artist: Velvet Underground
Audio CD
EAN: 0731453125025
Format: Original Recording Remastered
ListPrice:
Anzahl Medien: 1
Verlag: Polydor (Universal)
UPC: 731453125025
Preis: EUR 5,58

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Product Description

THE VELVET UNDERGROUND AND NIC

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Aus der Amazon.de-Redaktion

Als die Velvets dieses Debüt-Album aufnahmen waren sie bereits bestens bekannt als die Protegés von Andy Warhol (der auch das Cover erstellte) und als eine rauhe, hochexplosive Live-Band. Das ist hier noch zu spüren: Moe Tuckers knallig-ernsthafte Drums und die heulende Viola von John Cale, verpackt in straighten Rock & Roll mit abgefahrenen Sound-Experimenten.

Und dies alles bevor Lou Reed anfing, über Sadomasochismus und Drogendeals zu singen und Texte -- inspiriert von seinen Lieblingsdichtern -- schrieb. Denn vor alledem war er ein Pop-Songwriter und auf diesem Album finden sich einige seiner schönsten Melodien, meist gesungen von Nico, dem düsteren deutschen Engel, der die Band nach dieser Platte verließ. Selbst die schmutzigen Rock-Nummern sind angereichert mit zauberhaften, kleinen Pop-Kunststückchen. So z.B. das Zwei-Akkord-Flattern in der Mitte des Klassikers "Heroin". --Douglas Wolk

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Kundenrezensionen zu 'The Velvet Underground and Nico'

And I feel just like Jesus' son (19. April 2008)

Ich denke ohne "The Velvet Underground And Nico" wäre einiges in der Musikgeschichte anders gelaufen. Dieser "experimental rock" der Band hat so viele andere gerägt und beeinflusst. Lou Reed ist definitiv einer der genialsten Songwriter Ever. All Tomorrow's Parties, Run Run Run oder I'll Be Your Mirror sind einiger der besten Songs des Album aber I'm Waiting For The Man, Femme Fatale, Venus In Furs, und natürlich Heroin sind absolut Zeitlos und Meilensteine der Musikgeschichte. Wer die nicht hat ist selber schuld !!!

Die Avantgarde rockt - Das Debüt der Velvets (21. August 2007)

Als "The Velvet Underground & Nico" erschien, wollte zunächst keiner etwas von dem Album wissen, Radiostationen und Plattengeschäfte strichen es aus ihrem Programm, da die Texte, die Lou Reed oder Nico zu der für damalige Hörgewohnheiten extrem schräge Musik sangen, zum großen Teil von Drogenmißbrauch, Sadomasochismus (schon der Bandname stammt aus einem Buch über S/M) und Prostitiution sangen. Das Album mit der abziehbahren Banane auf dem Cover (heute ein wertvolles Sammlerstück) erreichte gerade einmal Platz 171 in den US - Charts und war finanziell eine Pleite.
Heute gilt "The Velvet Underground & Nico" als eines der besten und einflußreichsten Alben der Pop - Geschichte, Vorbild für unzählige Bands der 80er und 90er Jahre und Geburtsstunde des Avantgarde - Kunst - Rock.
Das Album wurde komplett von Andy Warhol produziert, der auch das Coverbild entwarf, völlig neuartig war der Einsatz von John Cales elektrischer Viola, die viele Song auf der Platte entscheidend prägt, das monotone Schlagzeug - Spiel von Mo Tucker und die teilweise extrem deutlichen Texte über damalige Tabuthemen wie sexuelle Besessenheit ("Venus In Furs", "Venus im Pelz" von Leopold von Sacher - Masoch stand hier überdeutlich Pate) oder Drogensucht ("Waiting For The Man", "Heroin"). Den Gesang teilen sich Lou Reed, dessen schneidende Stimme stets unter die Haut geht und die beim New Yorker Off - Publikum damals sehr beliebte Nico (alias Christa Päffgen), was dem Mastermind Reed gar nicht recht war. Er konnte die musikalisch nicht gerade übertalentierte Nico nicht ausstehen, was ihn aber nicht davon abhielt, später eine Affäre mit ihr zu beginnen. Trotzdem sind die drei Songs, bei denen das Ex - Model am Mikro steht ("Femme Fatale, eine Hommage auf die Stilikone Edie Sedgwick, "All Tomorrows Parties", ein in Grunde recht oberflächlicher Song über ein Mädchen, das nicht weiß, was sie zur Party anziehen soll und "I'll Be You Mirror") Höhepunkte des Albums und Nicos düsteres Timbre ergänzt sich hervorragend mit Reeds markanter Stimme.
Das Debütalbum der Velvets beleuchtet eindringlich das Leben in der Großstadt und deren Underground - Szene, schuf ein ganzes Genre und beeinflußte entscheidend viele weitere Bands mit seiner musikalischen und textlichen Neuartigkeit.
Nach 40 Jahren immer noch eines der schönsten und größten Kunstwerke über die Abrgünde der menschlichen Seele.

Die Geburtsstunde von Indie, Wave uvm. (20. Juli 2007)

Dieses Album, das erste von Velvet Underground, besticht durch so vieles, dass ich Probleme habe, alles aufzuzählen.

Da wäre zum Beispiel die unvergleichliche Stimme von Nico. Auch wenn sie quasi von Warhol herbeigeschafftes visuelles Beiwerk war, hinterlässt ihr Stimme einen sehr angenehmen Eindruck.

Die Stimme von Lou Reed ist anders, ganz anders, aber auch sehr zentral für den Klang des Albums.

Die Abwesenheit von normaler Schlagzeugpercussion, die Klangwände werden zum Teil nur über Gitarren und Geige erzeugt.

Die Texte: Dealer, Heroin, Grossstadt, Künstler und -cliquen.

Das Artwork: nichtssagend, aber vielleicht gerade deswegen?

Die Produktion. Um eine auch nur näherungsweise adäquate Beschreibung abzuliefern fehlen mir leider die Worte.


Was bleibt ist die Tatsache, dass Velvet Underground - trotz allem auch mit Warhol im Hintergrund - eine Band waren, die ihrer Zeit, so abgedroschen es auch klingen mag, um ca. zehn Jahre voraus war.

Meine persönlichen Lieblinge auf dem Album: Venus In Furs, Heroin, All Tomorrow's Parties, I'll Be Your Mirror, Femme Fatale, I'm Waiting For The Man, There She Goes Again.

Ein Gedicht, direkt ins Blut (10. Mai 2007)

The Velvet Underground ist unvergleichlich. Die Intensität und das Gefühl
vibrieren in gewalttätiger Schönheit.

Düstere Süße, intim, hinreißend.

Düsteres Meisterwerk (18. September 2006)

Irgendwann im März 1967: Es erscheint das erste Album der "Velvet Underground".

Irgendwann später: R.E.M. spielen "Pale Blue Eyes", Sisters Of Mercy "Sister Ray", Mott The Hoople "Sweet Jane", David Bowie "White Light/ White Heat", undsoweiterundsofort.

Dies sind nur die bekanntesten Beispiele, wie stark neuere Gruppen oder Künstler von den Velvet Underground beeinflusst wurden, auch wenn ich hier kein einziges Stück dieses ersten Albums genannt habe. Bowie, die frühen Roxy Music, The Cure, Ultravox! (noch mit "!" und John Foxx), keiner von ihnen kam an Velvet Underground vorbei. Es gibt von ihnen nach den Beatles und den Rolling Stones wahrscheinlich die meisten Coverversionen von Songs einer Gruppe und das, obwohl sie im Gegensatz zu den Beatles oder den Stones keinen einzigen Hit hatten und auch erst sehr viel später von anderen Gruppen "entdeckt" wurden.

Lou Reed, John Cale, Maureen Tucker und Sterling Morrison waren die Velvet Underground, die sich im Rahmen der Gruppenentstehung solch illustre Namen wie The Primitives oder The Falling Spikes (wenn auch meist nur mit Lou Reed) gegeben haben. Die ganze Gruppengeschichte hier zu erwähnen, ist schlicht zu umfangreich, und kann deshalb nur grob wiedergegeben werden.

Also, 1965 waren Velvet Underground eine reine Insidergruppe, die sich wohl in meist nur kontrollierten und chaotischen Lärm ergoss. Dann sah sie Andy Warhol und produzierte sie, was immer das in diesem Fall auch heißen mag und brachte Velvet Underground mit Nico zusammen. Nico war gebürtige Kölnerin mit dem Geburtsnamen "Christa Päffgen". Nico wurde von den Velvet Underground überhaupt nicht akzeptiert, so will es ein Teil der Überlieferung, vor allem von Lou Reed nicht.

Anyway, Nico singt bei "I'll Be Your Mirror", "All Tommorrows Parties" (angeblich Andy Warhols Lieblingsstück) und "Femme Fatale". Mit oder ohne Nico, diese Platte ist, wie es so schön heißt, (jetzt müsste ich beim DSF für die Sonntagsmorgenfußballtalkshow – was für ein Wort! – drei Euro blechen) eine LP wie ein Faustschlag!

Die Platte beginnt trügerisch mit dem einschmeichelnden "Sunday Morning", trügerisch deshalb, weil der Text des hübschen Popsongs der Melodie in keiner Weise entspricht, weil sehr depressiv. Ob Lou da einer verflossenen Liebe nachweint oder allgemein schlecht drauf ist, ist nicht so genau auszumachen. Danach folgt mit "Waiting For The Man" der erste Hammer. Bis dahin hatte sich keiner getraut, so offen über Drogendealer zu singen. "Femme Fatale" gehört auch nicht gerade in die Kategorie der positiven Songs (oder sind Textzeilen wie „She's Build You Up Just To Put You Down" etwa positiv?), auch wenn der Song an sich schön ist.

"Venus In Furs" bricht ein weiteres Tabu. Hier wird die Liebe/Abhängigkeit? zu einer Domina deutlich gemacht. Die Musik ist hypnotisch/quälend. Und plötzlich wieder ein Popsong: "Run Run Run".

"All Tomorrow’s Parties" beschreibt eigentlich recht satirisch die Probleme einer Frau, die nicht so recht weiß, was sie anziehen soll, um auf gewissen Parties "in" zu sein. Die Musik zwischen den Versen ist kakophonisch. Wohlweislich wurde das damals auf der Single zusammengekürzt. Ein Erfolg wurde es trotzdem nicht.

"There She Goes Again", "I'll Be Your Mirror" und "The Black Angels Death Song" bringen im Rahmen der Platte nichts mehr, was man noch extra erwähnen muss, obwohl sie für sich gesehen bärenstark sind und bei anderen Platten herausragen würden wegen des "Andersseins", aber hier nicht näher besprochen werden müssen.

Mit "European Son" endet die Platte. Ein geradliniger Rocker eigentlich. Aber dann zerspringt nach dem ersten Drittel ein Glas und danach ist nichts, wie es mal war. Eine Geräuschorgie. Rumms! Damit endet die Welt!!!

Kenner von Velvet Underground haben sofort festgestellt, dass in dieser Besprechung ein Lied gefehlt hat, nämlich "Heroin". Ich habe das bewusst gemacht, weil es er Überhammer ist, der Song, der die Velvet Underground unsterblich macht. "Heroin" ist perfekt. Mit Sicherheit nicht Hitparadentauglich singt Lou Reed über sieben Minuten lang, dass Heroin sein Leben, seine Frau und schließlich sein Tod sein wird. Kann man sich ein Song vorstellen, der deprimierender ist? Und kann man sich vorstellen, dass die Velvet Underground mir dieser Platte je auch nur annähernd einen Hit hatten?

Wohl kaum.

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