Aus der Amazon.de-Redaktion
Einmahl mehr erzählt Tom Waits ohne zu beschönigen seine Geschichten. Wenn er mit seiner rauhen,whiskygetränkten Reibeisenstimme Zeilen singt wie "Everyone I know is either dead or in prison", dann klingt das sowohl komisch als auch todernst. Was Tom Waits auf dieser Platte macht, ist nicht neu -- er kultiviert sein heruntergekommenes Image. Saufen und Weiber, Sex und Gewalt, Lachen und Herzschmerz -- darum geht es. Das erste Stück auf diesem 1978er Album ist eine erstaunlich verzweifelte Version von "Somewhere" (aus der "West Side Story"), die klingt, als hätte Louis Armstrong sie während eines Migräneanfalls gesungen. Danach kommt die für Tom Waits typische Mischung von verrückten Wortspielen und Cocktailbar-Jazz wie "Romeo Is Bleeding". --Steve ApplefordKundenrezensionen zu 'Blue Valentine'
Also irgendwie.... (27. März 2008)
habe ich den Eindruck, Tom Waits geht tatsächlich mit Teilen seinerLebensgeschichte hausieren. Diese einmalige Stimme und die Art der
Interpretation ist zweifellos absolut von Vorteil.
" Somewhere " ist mehr als eine gelungene Adaption aus der" West Side Story "
Aber irgendwie fehlt mir das " Besondere " in seinen anderen Stücken.
Es ist nicht Fleisch und nicht Fisch.
Das hat man irgendwo schon mal gehört !!
Ich vergleiche Tom Waits gerne mit Charles Buckowsky, dem " dirty old man ".
Aber wer kennt den schon !!
Der eine singt, was der andere geschrieben haben könnte!
Beachtung haben beide verdient.
Dies ist meine persönliche Meinung, die nicht unbedingt alle teilen werden.
Aber ich bin lernfähig :-)
Exzentrischer Blues (3. Mai 2006)
Auf diesem Album war Tom Waits noch nicht so experimentell,wie er später werden sollte.Aber auch hier kann man schon hören,dass man es nicht mit einem üblichen Sänger zu tun hat:Seine Stimme ist rauer und tiefer,als man es von sonst einem Sänger gewöhnt ist und seine Melodien scheinen sich an kein Scheme halten zu wollen - Tom Waits singt,gröllt,flüstert wie es ihm gerade passt.Seine Liedtexte sind meistens kleine Geschichten von den Leuten am Rande der Gesellschaft.Die skurilen Protagonisten dieser Erzählungen sind traurige und zugleich ironische Gestalten,doch am Ende des Albums kann man sie irgendwie alle gut leiden.
Zum Schluss bleibt nur zu sagen,dass Tom Waits es wirklich versteht,den Zuhörer in eine Welt zu locken,die mit den Personen gefüllt ist,welche man sonst nur durch den Rauch einer Zigarette sieht.
Blue Valentine - Blue Waits (27. September 2005)
So kennt und liebt man (vielleicht auch nur meine Wenigkeit) Herrn Waits. Eine Atmosphäre, als sei man gerade in eine verruchte Kneipe eingetreten. Man bestellt sich einen Whiskey setzt sich an den Tresen und späht auf die Bühne, auf der ein gebrochener, frustriert wirkender Mann sitzt und uns seine Lieder singt. Waits mit seiner rauchig, traurig bluesigen Stimme bringt genau dieses Feeling rüber und das in wunderbar romantisch, traurige Stücke verpackt!Sehr zu empfehlen zum kultivierten Rotwein am Abend nach der Arbeit!
Tom Waits in alten Tagen (24. Januar 2003)
Tom Waits ist bekannt als Künstler, dessen Musik von vielen nicht recht definiert werden kann.Auf diesem Album kann man aber sehr wohl erkennen, dass auch Tom Waits einmal fähig war Musik zu machen, die jeder mag.
Mir persönlich gefällt diese CD nihct so ganz, da sie nicht das ganze Können Tom Waits' widerspiegelt.
Trotzdem befinden sich auch auf diesem Album von 1978 ein paar Glanzstücke.
Christmas Card From A Hooker In Minneapolis, Romeo Is Bleeding, $29 und Whistlin' Past The Graveyard. Dies sind die meiner Meinung nach besten Tracks auf dieser CD.
Für Fans ein Muss. Logischerweise.
Für Neulinge auf dem Gebiet Waits eher nicht zu empfehlen, da sie wahrscheinlich von seinen neueren Werken enttäuscht sein könnten.






