Aus der Amazon.de-Redaktion
In einer Musiksammlung, die gleichermaßen Soundtrack wie Partitur ist, schafft Oliver Stones Platoon den Durchbruch wegen seiner Fähigkeit, die Extreme der Lebenssituation der Menschen in Vietnam darzustellen. Die meisten Songs sind in sich selbst schon charakteristisch für diese Epoche, zusammen bilden sie geradezu eine Persönlichkeit. Smokey Robinsons gefühlvolles und einfühlsames "Tracks of My Tears" wird ausgeglichen durch den Stolz der Daheimgebliebenen von Merle Haggards "Okie from Muskogee". Diese wiederum werden durch die vor der Wirklichkeit fliehenden Fantasien von Jefferson Airplanes "White Rabbit" und Otis Reddings "Sittin' on the Dock of the Bay" konterkariert.Was die verschiedenen Gruppen in Vietnam zusammen hielt, war -- wenn dieses Band sonst auch nur sehr schwach war -- die gemeinschaftliche Kampferfahrung. Hier nimmt diese Kampfsituation in Samuel Barbers "Adagio for Strings" Gestalt an. Barbers Violinen spielen erst in der Zeit nach dem Abbrennen eines vietnamesischen Dorfes und dann wieder als Untermalung für Charlie Sheens nachdenklichen Monolog am Ende des Films. Jedes Mal verkörpern sie die Ängste und Qualen der vorhergehenden Augenblicke, suchen nach einem Grund, finden aber nur Leere und Verzweiflung. Die Töne der Saiteninstrumente werden zu Schreien der Verwundeten, zu Schreien der Seelen der Verlorenen, zum Aufschrei des Gewissens der Lebenden und so wird das "Adagio for Strings" selbst zu einem Zeugnis für eine Erfahrung, die man nur verstehen kann, wenn man sich ihr stellt. --James Stockstill
Kundenrezensionen zu 'Platoon'
einfach klasse - immer wieder (4. März 2006)
Der Film gehört zu meinen absoluten Lieblingsfilmen. Der Soundtrack trägt dazu einen riesigen Teil bei.Die Musik passt einfach und ist immer der Stimmung bzw. der Situation im Film angemessen.
Ich weiß noch wie heute, als ich den Film das erste mal sah, wie die Musik die Spannung aufbaute, als Barnes Elias suchte und schließlich erschoss bzw. anschoss. Auch die Untergrundparty oder im Gegensatz die Countrymusik dazu sind einfach klasse.
Gerade weil ich diese CD so klasse finde, habe ich sie mir ein zweites mal gekauft, da sie mir als Geschenk und beim danach folgenden ersten Kauf abhanden kamen (Was wohl auch beweist, dass andere diese CD toll finden ;-(
Diese CD ist für mich einfach ein Muss als Film- und Musikliebhaber. Superklasse!
Ein herausragender Soundtrack (10. August 2004)
Der einzige Nachteil dioeses Soundtracks ist, daß Barber's Adagio for Strings die meiste Zeit durch Schüsse oder Charlie Sheens Monologe unterbrochen wird, dieses Stück hat mit seiner Intensität dem Film enorm weitergeholfen.Die restlichen Tracks sind eine wundervolle Zusammenstellung von Liedern aus der Zeit, Soul-Klassiker von Smokey Robinson (Tracks of my tears), Aretha Franklin (Respect), Otis Redding (Sitting on the dock of the bay), Percy Sledge (When a man loves a woman) und The Rascals (Groovin') sind großartig, auch wenn jeder ernsthafte Soul-Hörer sie schon besitzt.
Dazu kommen mit Jefferson Airplane's White Rabbit und Hello, i live you von den Doors zwei großartige psychidelische Stücke, die wiederum jeder Sammler besitzen sollte.
Der absolute Höhepunkt der Platte ist jedoch Mertle Haggard's Okie from Muskogee, ein patriotischer Anti-Hippie-Country-Song, der mich bei jedem Hören wieder zum Lachen bringt.





