Aus der Amazon.de-Redaktion
Mit dieser CD hatte sich Tori Amos endgültig in der Oberliga der Songwriterinnen etabliert. War der Vorgänger Little Earthquakes noch eher nur Insidern bekannt, hatte Under the Pink einen entscheidenden Vorteil: Tori, sonst nicht gerade ein Garant für Ohrwürmer, hatte mit "Cornflake Girl" ihren ersten, weltweiten Hit! Sie mußte sich dafür nicht verbiegen. Der Song mit seinem genialen Pianoriff fügte sich wunderbar ins übrige Repertoire, diese spröden Pianoballaden über unbewältigte Kindheitserlebnisse und Vergewaltigungsängste, (die im Übrigen keine Ausgeburten ihrer Phantasie waren, wie sie in Interviews mitteilte).Einsam hingetupfte, bewußt verstimmte Pianotöne in den hohen Lagen. In "Bells for her" ertönt dazu Toris gehauchter Gesang, der ganz nah am Mikrophon abgenommen wurde und dadurch umso eindringlicher klingt. "Past the Mission" war der zweite, kleinere Hit. Nach einem staksigen Vers gleitet die Melodie butterweich in den wunderschönen Refrain. Mit Toris kryptischen Texten hat man etwas zu kämpfen. Keine klaren Botschaften, alles ist Symbolik und Assoziation. "Icicles" ist reinste Klangmalerei. In spitzesten, eisigsten Tönen beschwört Tori ihre Kinderzimmerphantasien ("Getting off, while they´re all downstairs singing prayers").
Auf "The Waitress" experimentiert sie mit trashigen Percussionsounds, eine Stilistik, die sie auf den nächsten Alben weiterführen sollte. Ein Meisterwerk. Und wie geschmackvoll das Booklet gestaltet ist. Und wie schön Tori aussieht. --Ravi Unger
Kundenrezensionen zu 'Under the Pink'
überragend (30. Oktober 2008)
-leichte sommerbrise-sitze neben dem klavier
-habe gaensehaut
-gehe auf die knie
-ziehe meinen hut
und schwebe davon
Eine von Toris besten Platten - geht unter die Haut! (9. April 2006)
Ich kenne Toris zweites Album „Under the pink“ bereits seit 1994. Allerdings wurde ich erst 11 Jahre später an Tori erinnert, da eines schönen Nachmittags in einem Café ihr neuestes Werk „The beekeeper“ im Hintergrund gedudelt wurde. Komisch dachte ich da plötzlich. War Toris Musik nicht eigentlich immer eher schwer verdauliche Kost, die vom Hörer die gesamte Aufmerksamkeit einfordert? Und nun kann man Tori auch gemächlich so nebenbei hören? Die Antwort ist: ja! Und da mir „The beekeeper“ so gut gefiel, habe ich es mir gleich besorgt. Es gefiel mir sogar so gut, dass ich auch Toris frühere Werke wieder bzw. erstmals hören wollte. „Vielleicht gefallen mir jetzt ja auch ihre experimentelleren Lieder?“ dachte ich. Sie müssen wissen, dass ich als 12-Jährige nämlich nur die eingängigeren Lieder der Amos, wie „God“, „Past the mission“ oder eben „Cornflake girl“ von „Under the pink“ mochte und mit ihren weiteren Alben daher bis vor kurzem weniger vertraut war.Nachdem ich „Under the pink“ jetzt als Erwachsene noch einmal gehört habe (bei dem einen Mal ist es natürlich nicht geblieben!), musste ich feststellen, dass ich eine brillante Musikerin als Kind/ Teenager wohl einfach nicht verstehen konnte. Heute liebe ich dieses Album. Jedes Stück ist ein Höhepunkt für sich, jedes erzählt eine Geschichte, jedes ist anders als das davor! Natürlich mag ich auch die eingängigen Tracks wie „Cornflake girl“ immer noch. Aber irgendwie klingt das Lied jetzt noch besser als früher. Mein Lieblingsstücke sind jedoch „Yes, Anastasia“, ein kleines Klavieropus mit Orchesterbegleitung sowie das sanfte „Icicle“, bei dem nur Toris virtuoses Klavierspiel ihren Gesang begleitet. Was ich an Toris Musik zudem so mag, ist, dass man niemals weiß, wie ihre Lieder weitergehen, da die musikalischen Strukturen innerhalb der Lieder, obwohl nach ein Paar Hörgängen der Aufbau kenntlich wird, ganz plötzlich hereinbrechen. Gerade hat man sich in den Rhythmus eines Songs oder dessen Melodie eingehört, folgt ein komplett anders instrumentierter Part, mal nur mit Klavier, mal mit anderem Rhythmus. Tori experimentiert halt und das macht sie so faszinierend. Neben den musikalischen Spielereien, wenn man das so nennen darf, sind auch ihre Texte höchst anspruchsvoll und wahrscheinlich nur für die Künstlerin selbst vollkommen verständlich. Es lohnt sich auf alle Fälle, genauer zuzuhören und sich eigene Gedanken zu den Texten zu machen, die teilweise von eher unerfreulichen Ereignissen wie Tod und Hass („The waitress“) und Vergewaltigung („Past the mission“) handeln. Auf Grund der schwierigen und wohl nicht zu verallgemeinernden Interpretation, werde ich mich nicht weiter zu den Texten äußern. Soviel sein nur gesagt: Tori Amos ist ein musikalisches Genie, welches seinesgleichen sucht. Selbst die große Kate Bush kommt mit ihrem Album „Hounds of love“ meines Erachtens nicht an dieses Werk der Amos heran. „Under the pink“ ist Toris beste Arbeit, denn hier zeigt sie die größte musikalische Vielfalt sowie Abwechslung in ihren Stimmungen. Wer das Album nicht hat, ist selber Schuld!
Anspieltipps: "Cornflake girl", "Yes, Anastasia", "God", "Icycle" (eigentlich alle!)
Ein zeitloses Meisterwerk! (7. Januar 2006)
Als ich vor einigen Jahren zum ersten Mal ein Lied dieser großartigen Künstlerin hörte, wusste ich noch nicht, was das für Folgen haben sollte: Mittlerweile kann ich unzählige Platten mein Eigen nennen, sie ist meine absolute Lieblingssängerin und hat mich viele Jahre lang begleitet.Obwohl "Under the Pink" nicht das Album ist, durch das ich mit Toris Musik in Berührung gekommen bin, ist es doch das Album, das das ich am meisten gehört habe und immer noch höre - was nach immerhin 5 Jahren wohl eher die Ausnahme sein dürfte. Ich kann nur jedem, der auf der Suche nach guter Musik ist und keine Berührungsängst mit (manchmal sehr) melancholischer Musik hat, diese CD nur empfehlen!
Viel Spaß beim Hören und möge euch Toris Musik ebenso ans Herz wachsen wie mir!
Ein weiteres Meisterwerk der Göttin (12. Mai 2005)
Auch mit ihrem zweiten Album schafft es Tori Amos durchaus zu begeistern. Die Erwartungen nach ihrem grandiosen Debüt-Album "little Earthquakes" waren hoch und wurden allesamt erfüllt, wenn nicht noch übertroffen.Jeder Song ist für sich eine wunderbare Gabe, auch wenn manche Stücke zuerst ungewöhnlich erscheinen. So zum Beispiel "Bell for her", mit dem ich anfangs garnichts anfangen konnte. Dieser komische, dumpfe Klang des Klaviers hat mich nicht gerade überwältigt, bis ich irgendwann einen Live-Version des Stückes hörte, die mir den Song zugänglicher machte und sogar gut gefiel.
Auch "God", "The Waitress" und "space Dog" musste ich mir mehrmals anhören, bis sie mir gefielen. Viele Tori-Songs entfalten erst nach genauem Hinhören ihre Faszination. So ist "Space Dog" mittlerweile einer meiner Favoriten.
Während "Past The Mission" und "Baker Baker" mich sofort fesselten und begeisterten, brauchten "Icicle" und "Yes,Anastasia" etwas länger.
Zusammenfassend ist zu sagen, dass auf dieser CD für jeden Geschmack etwas dabei ist. Von gute Laune-Songs, wie "The Wrong Band" und "Cornflake Girl", über dunkle, trashige Songs, wie "Waitress" und "Space Dog", bis hin zu traurigen und bewegenden Balladen, wie "Baker Baker" oder "Cloud on my Tongue".
Ein grandioses Album, das an Aussagekraft und unglaublichen Melodien kaum zu übertreffen ist!
Übrigens: Auch die B-Sides sind nicht zu verachten! Auf der B-Sides Collection "More Pink" finden sich ebenfalls einige tolle Songs, die man als Fan nicht verpassen sollte!
Toris zweites Album - und sie hält die Qualität! (27. Februar 2005)
Toris zweites Album "Under The Pink" ist sicherlich ihr kommerziellstes - nicht zuletzt wegen des immensen Erfolgs der Singleauskopplung "Cornflake Girl". Nichtsdestotrotz klingt die CD keinesfalls "mainstream" oder was man nun erwartet - im Gegenteil: Das Geflecht aus Songs ist zwar noch homogener geworden, doch jedes Stück ist eine Perle und für sich wertvoll.Tori hat einige furchtbar rührende Stücke geschrieben, wie z.B. "Baker Baker" oder "Pretty Good Year", und doch rutscht sie nie in völlige Sentimentalität ab - eben nur so viel, wie nötig ist, um die Zuhörer emotional zu berühren. Doch sie ist wie immer auch provokativ ("God"), humorvoll ("Cornflake Girl") und so vieles mehr. Besonders hervorzuheben sei der letzte Track, "Yes Anastacia", ein zehnminütiges Meisterwerk; Tori at her best!
Auch dieses Album ist unbedingt empfehlenswert, Tori klingt fantastisch und ist für jedermann zugänglich, ohne dabei für den Massenmarkt zugänglich zu sein - so liebe ich es.






