Aus der Amazon.de-Redaktion
Yessongs ist der ideale Einstieg in die phantastische Welt der frühen Yes, die mit viel musikalischem und kommerziellem Mut den Progressive-Rock auf der Klang-Landkarte etablierten und Millionen von Menschen bis dato nicht gekannte, intensive Hörerlebnisse schenkten. Der als Dreifach-LP konzipierte und später als Doppel-CD ins digitale Zeitalter verfrachtete Konzertmitschnitt aus dem Jahr 1973 hat in puncto Sound genug Holz vor der Hütte, um die Magie der Studioversionen adäquat transportieren zu können, und enthält eine nahezu perfekte Songauswahl. Das geniale '72er Album Close To The Edge ist natürlich komplett vertreten, und mit Ausnahme des live nicht umsetzbaren "South Side Of The Sky" werden auch alle wichtigen Fragile-Tracks aufgefahren. Sogar das noch länger zurückliegende The Yes Album wird mehr als ausführlich gewürdigt; man vermißt eigentlich nur Steve Howes tollen Alleingang "Clap". Beiträge von den ersten beiden Scheiben sucht man dagegen vergeblich -- angesichts der erheblichen kompositorischen Steigerung nach Time And A Word stört dies allerdings nicht im geringsten. Ein Überraschungsmoment wie der fulminante Auszug aus Rick Wakemans Soloalbum The Six Wives Of Henry VIII paßt da schon sehr viel besser ins Konzertkonzept. --Michael RensenKundenrezensionen zu 'Yessongs/Remastered'
Wie von einer anderen Welt (1. Dezember 2007)
YES sind für mich eine der drei Gruppen mit den besten Musikern. Steve Howe (Guitars), Chris Squire (Bass), Rick Wakeman (Keyboards), Bill Bruford bzw. Alan White (Drums) sind für mich allesamt Götter an ihren jeweiligen Instrumenten. Jon Anderson ist zudem einer der besten Sänger aller Zeiten. Wenn man jetzt alles zusammen zählt kommt dabei eine Supergruppe namens Yes heraus.Mit "Fragile" und "Close To The Edge" hatte die Gruppe schon zwei geniale Alben vorgelegt. Auf der Welttour 1972 aufgenommen und `73 veröffentlicht, konnte man sich mit "Yessongs" nocheinmal steigern. "Yessongs" ist das was für Deep Purple "Made In Japan" ist, unerreichbarer Klassiker. Obwohl es die Gruppe bis heute gibt, sollte sie nie wieder so einen genialen `Geist` versprühen.
Jeder Song, wirklich jeder Song, ist hier ein kleines Meisterwerk. Ob die teilweise chaotischen `Perpetual change` und `Close to the edge`, oder die bombastischen `Heart of the sunrise` und `Starship trooper`, besser geht es nicht. Man muss es sich so vorstellen, jeder der erwähnten Musiker spielt ständig Solo nach Solo, es kommt aber trotzdem super geniale Musik bei raus und kein sinnloses Gefrickel. Weitere Höhepunkte sind natürlich `Roundabout` und `Long distance runaround` und, und, und....
"Yessongs" ist ein Album für die Insel. Neben RUSH und DREAM THEATER sind hier die besten Musiker, die ich kenne, am Werk. Wenn man nur ein Album von YES möchte, dann ist es "Yessongs", welches auch großen Einfluß auf die Musik ansich hatte. 5+ Sterne für das DoAlbum.
Eine der größten Live-Scheiben (23. August 2007)
YESSONGSWir klappen die dicke, fette LP auf. Üppige, epische Bilder von Roger Dean bekommen wir zu sehen, futuristisch, wie aus einem Traumland. 3 Schallplatten, bis zum Rand voll mit Yes Songs.
Das waren noch Zeiten, in den 70ern. Und jetzt bekomme ich dieses Live-Meisterwerk als Doppel-CD. Keine Fantasy-Bildchen, kein gemütliches Vinyl-Knistern mehr. Aber die Musik ist immer noch dieselbe.
Wer Yes kennt und schätzt, weiß, dass die Symphonik-ProgRock Legende, damals bestehend aus Jon Anderson (Gesang), Chris Squire (Bass, Hintergrundgesang), Steve Howe (Gitarre), Alan White (Drums) und Rick Wakeman (Keyboards), stets brilliante Performances hinlegten. Auf den Fotos dieser Zeit sieht man immer noch Jon im Hippie-outfit, Rick Wakeman im prunkvollen Umhang und Chris Squire in extravaganten Anzug. Jeder der Fünf war Meister seines Fachs, alle Fünf waren Virtuosen, die neben ausladenden Soli auch epische Kompositionen und coole Rocker perfekt spielen konnten.
Aus diesem Grund waren ProgRock-Fans damals auch ziemlich verrückt nach Yes' erster Live-Scheibe, trotz des manchmal etwas krachenden Sounds.
Hier werden nämlich alle wichtigen Songs der Phase "The Yes Album" -> "Close to the Edge" gespielt (mit Ausnahme von Southside of the Sky). Um Beispiele zu nennen: Der flotte Rocker Siberian Khatru eröffnet das Konzert, gleich danach trifft man mit dem genialen Heart of the Sunrise ins Schwarze. Weiteres Beispiel: Der ultimative Longtrack Close to the Edge kommt hier sogar noch eine Idee besser rüber als auf der Studio-Scheibe.
Und so geht es mit allen anderen Songs. So druckvoll, so viel Power und Spielfreude findet man nur auf Yessongs. Hier toben sich fünf brilliante Musiker aus und dürfen sogar in separaten Soli ihre Stärken beweisen.
Für jeden Yes-Einsteiger sei geraten: Fangen Sie mit diesem Album an. Das Geld ist es sich wert! Yessongs ist einfach ein Klassiker, ein Sammlerstück.
An alle HardRocker oder KlassikRocker: Auch ein Muss!
An alle Radio/Pop Hörer: Lieber reinhören, sonst aber nicht empfehlenswert.
Schöne ursprüngliche Rockmusik aber schlechte Qualität (5. Mai 2007)
Ich habe seit Jahren Cds von Yes. Als die Yessongs aufgenommen wurde war ich allerdings gerade mal 4 Jahre alt. Ich bin erst vor kurzen über das sehr schöne Stück "Heart of the Sunrise" gestoßen. Ich finde die ganze CD erfrischend, ursprünglich, wild und experimentell. Die heutige allgemeine Rockmusik klingt dagegen wir Retortenmusik, die zum fünften Mal aufgewärmt worden ist. Allerdings ist die Aufnahmequalität trotz verkaufsfördernden "remastering" absolut bescheiden. Deshalb nur 3 Sterne.Nach wie vor eines der besten Live-Alben der Rockgeschichte (27. Juni 2006)
Auch nach fast 35 Jahren fasziniert dieser Mitschnitt von der YES-Konzerttour aus dem Jahre 1972 noch immer. Für Fans der Gruppe waren und sind die "YESSONGS" ein absolutes Muss. Sie bieten einen optimalen Überblick über die wohl kreativste Schaffensperiode der Band zu Anfang der 70er Jahre. Herausragend sind die Live-Aufnahmen der Stücke "Roundabout", Close To The Edge", Yours Is No Disgrace" sowie "Starship Trooper", welche die Studioversionen z. T. deutlich überragen.Wenn man die damaligen technischen Möglichkeiten für den Mitschnitt von Live-Konzerten berücksichtigt, ist die Tonqualität der CD als akzeptabel zu bezeichnen, wenn der Sound auch manchmal etwas verwaschen klingt. Mehr war aus den Master-Bändern wohl nicht rauszuholen. Den Hinweis "digitally remastered" sollte man jedenfalls nicht überbewerten. Immerhin ist gegenüber dem LP-Triple-Album ein gewisser Dynamikgewinn festzustellen. Man merkt jedenfalls bei jedem Stück: Da waren absolute Könner am Werk.
unerreichbar (26. Juli 2004)
"Yessongs" gehört zu den CDs, die wirklich unerreichbar sind, bislang war das grosse Manko, dass die ganze Sache klanglich sehr eingeschränkt war, weswegen man lieber auf "Keys to ascension" und ähnliche moderne Einspielungen zurückgriff. Aber die Atmosphäre dieser Einspielung und die Song - Auswahl ist auch für Yes - Verhältnisse unerreicht, daher lohnt sich die Anschaffung dieser Remastert - CD, auch wenn das klangliche Ergebniss, nach heutigem Standard zu wünschen übrig lässt.Die Songauswahl ist schlichtweg genial: Nie waren bessere Interpretationen von " Siberian Khatru" nach gelungenem und modernem Stravinski "Sacre - Intro" zu hören, nie haben YES "Perpetual Chance" und "Yours is no discrace" druckvoller eingespielt, von "Close to the edge" ganz zu schweigen. Aber den Höhepunkt bietet "Starship Trooper" mit seinem einzigartigem Höhepunkt und gleichzeitigem Finale "Würm" einer Kadenz, die die gesammte Rockmusik sich verbeugen lassen muss. Das ist DIE Musik, besser geht kaum. Das ist letztlich DAS Album für die einsame Insel!





