Kundenrezensionen zu 'Jekyll & Hyde (Original Broadway Cast)'
Man braucht mehr als nur eine Aufnahme bei diesem Stück! (9. November 2004)
Jekyll & Hyde ist einfach ein tolles Stück, aber die richtige Cast Aufnahme habe ich bisher noch nicht gefunden. Dennoch würde ich mich unter allen Aufnahmen für die Broadway Cast entscheiden.Das liegt vorallem an den wirklich guten Sängern:
Robert Cuccioli lebt einfach diese Rolle. Roberts Stimme ist so wandelbar, das man kaum glauben mag, das es wirklich ein und dieselbe Person ist, die da Jekyll & Hyde singt! Ausserdem ist hier sehr Erwähnenswert, das Robert der erste Darsteller dieser Rolle war, der die Confrontation komplett live gesungen hat [alle anderen haben immer nur den jekyll part gesungen, der rest kam vom band.] Auch ist sehr schön zu hören, das er wenig Unterstützung von Tontechnikern hatte [man hört z.b. wie sehr anthony warlow bei seiner hyde interpretation von denen unterstützt wurde, was ich einfach nur grausig finde, da es irgendwie nicht echt ist.]
Linda Eder ist ja unbestritten eine grandiose Sängerin, und auch hier beweist sie in jedem Song ihr können! Ihre Songs kommen wahnsinnig gut rüber!
Christiane Noll als Emma Carew ist ein echter Gewinn! [im gegensatz zu der Lisa Carew der doppel-cd]
Ihr klarer Sopran in den Songs ist einfach unwiderstehlich!!!
Auch das Ensemble ist sehr gut und die Nummern sind schön gesungen.
Sehr vernachlässigt wurde jedoch meiner Meinung nach das Orchester. Was wirklich tragisch ist!
Desweiteren finde ich es sehr schade, das die Macher sich entschlossen hatten einige Songs auszutauschen [aber man hätte die Show mit z.b. "Bring on the Men" nie an den Broadway gelassen...das ist amerika!], und für eine Highlights CD sind einige Reprisen ein wenig zu oft enthalten.
Fazit: trotz der fehler die bisher beste cd. aber bei diesem musical kommt man eben mit einer cd alleine nicht aus!
Eine der schlechteren J&H-Aufnahmen! (30. März 2004)
Im Gegensatz zur Konzept-Doppel-CD von 1994 verblasst meiner Ansicht nach diese Broadway-Version doch stark. Orchestrierung ist an manchen Stellen sehr hübsch, sie lässt aber auch oft zu wünschen übrig. Die Stimmen wurden viel zu leise abgemischt (besonbders hörbar bei FACADE). Einige sehr gute Lieder wurden scheinbar entfernt (GIRLS OF THE NIGHT, WORLD HAS GONE INSANE), dafür sind ungefähr 3 Milliarden nutzlose, 50 Sekunden lange FACADE-Reprises hinzugekommen. Außerdem wurde teilweise stark gekürzt, zum Beispiel bei ALIVE. Außerdem ist es wirklich schade um BRING ON THE MEN. GOOD'N'EVIL ist nicht schlecht, passt aber meines Erachtens weder musikalisch noch thematisch auch nur im geringsten zum Rest des Stückes. Lucy ist Prostituierte, sie singt im Lokal ein cabaret-angehauchtes Lied und nicht so eine Mehr-oder-weniger-Pop-Nummer. Außerdem wird das Thema "Gut und Böse" in dem Stück ansonsten schon oft genug abgehandelt, da braucht Lucy nicht auch noch so ein Lied. Doch nun zum größten Manko: Der Hauptdarsteller Robert Cuccioli. Wieso grade der? Zu Colm Wilkinson von der allerersten Konzept-CD ist er schon ein mächtiger Fortschritt, doch er ist nicht mit Anthony Warlow von der Doppel-CD zu vergleichen! Zwar verstellt Cuccioli seine Stimme mehr, die Atmosphäre und das Gänsehaut-Feeling das Warlow mit seinem Hyde rüberbringt bleiben aber komplett aus. Genug genörgelt: Linda Eder entschädigt fast für alles, zu der muss man auch nicht mehr viel sagen. Diese Stimme muss man gehört haben... Christiane Noll als Lisa (oder Emma, wie sie hier "sinnigerweise" heißt) macht ihren Job noch ein kleines bisschen besser als Carolee Carmello von der Doppel-CD. Endlich macht es mal Spaß, auch die "Emma"-Songs zu hören. Dazu bietet diese CD die ultimativen (soll heißen besten) Versionen von A NEW LIFE und SOMEONE LIKE YOU. Also alles in allem noch gelungen, wenn auch ein Rückschritt gegenüber der Konzept-CD. Ich rate euch: Kauft lieber die als die Broadway Cast! Alle echten Jekkies werden aber wohl auch um diese nicht herumkommen...Magere Umsetzung für den Broadway (26. August 2002)
Es ist schon deprimierend, was man bei einer Broadway-Premiere aus einem außergewöhnlich guten Musical machen kann. Für die Bühnenadaption des mörderischen Stoffes wurden einige Änderungen an der Konzeptfassung vorgenommen, die die Faszination des Stückes empfindlich schrumpfen lassen. Übrig geblieben ist zwar ein ganz passables Highlights-Album, das jedoch seinen Vorgängern bei weitem nicht das Wasser reichen kann.Völlig unverständlich ist die Streichung des Openers "I Need To Know", der übrigens für die deutschsprachige Version erneut ins Programm aufgenommen wurde. Anstatt die Handlung von den eigentlichen Songs tragen zu lassen, hat man sich entschlossen, die Ensamble-Nummer "Facade" als Gegengewicht zu den von Einzelpersonen dargebotenen Balladen als erzählerisches Moment immer wieder in die Show einzubauen. Auf der CD wird dieses Stück dann auch ermüdende fünf (!) mal zitiert - für eine Highlights-Einspielung viel zu häufig. Anscheinend trauten die Produzenten den Zuschauern ebenfalls nicht zu, zwischen den zwei weiblichen Hauptdarstellern unterscheiden zu können, weshalb die Verlobte Jekyll's nun Emma Carew heißt (Lisa war offensichtlich phonetisch zu nah an Lucy, der Prostituierten...).
Einige Songs wurden textlich vollkommen überarbeitet, wobei das Ergebnis aber leider flacher ausgefallen ist (so wurde aus dem pfiffigen Hurenlied "Bring On The Men" das entschärfte "Good 'N' Evil") oder in der Länge um mehrere Minuten gekürzt ("Letting Go" von 3:23 auf 1:41, "Alive" von 4:34 auf 1:16).
Die Orchestrierung hat ebenfalls stark gelitten - zu häufig klingt es zu unspektakulär, ja beinahe billig blechern. So kommt es, daß so großartige Künstler wie Linda Eder und Robert Cuccioli eher blaß erscheinen.
"This Is The Moment" verpaßt seinen Höhepunkt, die "Confrontation" wird zum Drahtseilakt aus Bauchredner-Gesang und Luftschnappen und der Erotik-Knaller "Dangerous Game" wird 'ne schlappe Safer-Sex-Nummer.
Fazit: Das Potential eines Broadwayerfolges verpufft in einer schwachen Produktion - leider nur Musicaldurchschnitt.
Weltklasse! (17. März 2002)
Ich habe diese CD bereits besessen, als das Stück in Deutschland noch in der Planungsphase war. Sie hat mich vom ersten Ton an begeistert und tut es heute noch! Sowohl nach der Aufführung in Bremen, als auch nach meinem kürzlichen Besuch in des Stückes in Wien höre ich mir diese CD immer noch lieber an als die deutsche Version (Wobei die Wiener CD ja erst noch erscheint). Ich kann ehrlich gesagt nicht nachvollziehen, dass irgendjemand die deutsche (Bremer) Aufnahme als besser beurteilt, da diese mir persönlich zu dumpf klingt und die Stimmgewalt des Ethan Freeman (den ich übrigens live sehr schätze!) konnte bei weitem nicht eingefangen werden. Gerade der Unterschied zwischen Dr.Jekyll & Mr.Hyde kommt stimmlich auf der amerikanischen Aufnahme viel besser heraus als auf der deutschen Version. Über den Vergleich mit der Konzept-CD kann ich nichts sagen, da ich diese selbst noch nie gehört habe. Aber "Bring on the men" (dt. Schafft die Männer ran) passt meiner Ansicht nach thematisch nicht sehr gut rein, da passte "Good and evil" besser - aber das ist natürlich Geschmackssache. Wer eine gute Aufnahme der New Yorker Fassung erstehen möchte, sollte sich diese CD auf jeden Fall zulegen. Wer sich nicht schlüssig ist, ob er nicht doch lieber eine deutsche Version besitzen möchte, der sollte auf jeden Fall noch auf das Erscheinen der Wiener-CD warten! Live sind die 3 Wiener Hauptdarsteller jedenfalls (fast) unschlagbar!Die deutsche Version ist besser! (6. Januar 2002)
Es ist zwar schön die englische Version auch mal zu hören, aber in den Liedern fehlt leider die lebendige und begeisternde Art von den deutschen liedern. Das deutsche Album ist bei weitem besser, weil die dt. Darsteller viel dynamischer und kraftvoller singen.Kurz und gut: Die deutsche CD ist ein fest für die Ohren, diese aber leider nicht.





