Aus der Amazon.de-Redaktion
Mit diesem Gewaltmarsch von 1980 stellte Prince die Schablone für die meisten seiner Alben aus den Achtzigern her: eine Mixtur aus Wollust und Sehnsucht, Synthie-Pop vereint mit heftigstem Rock 'n Roll. Obwohl dies schon seine dritte CD war, tauchte erst auf Dirty Mind "When You Were Mine" auf, das noch immer als einer seiner besten Songs gilt. Das die Grenzen zwischen Geschlechtern und Rassen verwischende Dirty Mind war unverschämt und freakig -- und man konnte dazu tanzen. Kann man übrigens immer noch. --Amy LindenKundenrezensionen zu 'Dirty Mind'
Dirty Mind (28. Juli 2007)
Schon bei seinen ersten beiden Alben war Prince musikalisch brillant, aber es fehlte ihm noch ein eigener Stil. Besonders For You (1978) klingt überwiegend nach dem damals typischen Funk- und Soul-Sound der späten 70er Jahre. Allerdings war mit "Soft And Wet" bereits ein klassischer Prince-Song dabei. Das sehr erfolgreiche Prince Album von 1979 wirkt trotz einiger toller Songs wie "I Wanna Be Your Lover" oder "Why You Wanna Treat Me So Bad" zu glatt und konturenlos. Außerdem hat er hier, nach dem kommerziellen Fehlschlag seines Debütalbums, größtenteils auf sichere Softsoul-Nummern gesetzt, welche damals in den Hitparaden sehr erfolgreich waren. Ab "Dirty Mind" aber kopierte Prince niemanden mehr, von diesem Album an war er wirklich eigenständig und einzigartig, und er machte auch keinerlei Zugeständnisse mehr an den Massengeschmack. Das Album klingt roh und karg, aber es bietet auch Prince in absoluter Reinheit. Was immer Prince ausgemacht hat: seine Authentizität, sein Biss, sein instrumentales Können oder seine radikale Hemmungslosigkeit in den Texten und der Interpretation - In diesem Album ist alles schon vorhanden, und zwar nicht im Anfangsstadium, sondern bereits in Vollendung. "Dirty Mind" war damals kommerziell ein totaler Flop. Dennoch ist dieses Album ein Juwel, und was für eines. Denn hier war kein gecasteter, schönsingender Hampelmann am Werk, sondern ein wirklicher Künstler, der etwas Wahres und Echtes ausdrückte, etwas das wirkliche musikalische Bedeutung hat.Mehrmaliges Hören lohnt sich! (19. April 2007)
Wenn man sich von den Alben der Purple-Rain-Phase zu den Anfängen zurückarbeitet, muss man sich schon etwas umgewöhnen. Gerade DIRTY MIND klingt beim ersten Hören enorm minimalistisch, teilweise trocken und spröde. Letzten Endes macht aber gerade das den Reiz der Platte aus. Die wummernden und pulsierenden Bässe, die flirrenden Synthesizer... das alles ist pure Lack- und Ledererotik, ein sehr urbaner Sound, der den Geist der frühen 80er abseits der Bubble-Gum-Pop-Fantasiewelt der damaligen Charts atmet.DIRTY MIND ist sehr kurz, man kann es sich also ohne Mühe einige Male anhören, bevor man sein Urteil fällt. Und glaubt mir, das wird bei jedem Wiederhören positiver ausfallen.
Und noch ein Tipp: Wem dieses Album dann gefällt, der sollte sich auch mal die THE TIME-Platten anhören, die hauen ziemlich in die gleiche Kerbe.
Noch gewöhnungsbedürftig! (2. September 2004)
Dieses Frühwerk hält dem Vergleich mit den späteren Meisterwerken nicht stand. Unterm Strich eine eher schwache Platte des Meisters, die aber immer noch Klassiker wie den Titelsong oder When u were mine enthält, wobei mir letzteres in der Studioversion gar nicht so gut gefällt.Frühes Meisterwerk (21. August 2003)
Wir schreiben das Jahr 1980. In den USA schon immer mehr als ein Insidertip kannte diesen Jungen Mann aus Minneapolis in Europa noch kaum jemand. Das hat sich mit diesem Album auch noch nicht geändert. Selbst in den USA gab es wegen des Albums (halt wegen der deutlichen Texte über Oralverkehr, Inzest, etc.)deutliche Probleme, die aber seinen Bekanntheitsgrad eher steigerten.Auf jeden Fall ist es das erste große Album des kleinen Mannes.
Stücke wie When you were mine, Gotta broken hart again, Head, Dirty Mind oder Uptown sind einfache Songperlen.
Vielleicht klingt das Album für einen Großteil zu wenig Poppig, zu alt - Aber s zeichnet ein perfektes Bild des Minneapolissound der frühen achtziger - Cooler Funk unter der Gürtellinie ohne Bläser, dafür mit scheppernden Synthies.
Es klingt herrlich schmutzig, fast schon pornografisch und genau das macht die Musik aus.
Wäre nicht das leicht abfallende Controversy dazwischen, so würde ich hier den Begin der großen Prince Phase - von 1999 bis Lovesexy (1982 bis 1988) brachte er bis auf während des reinem Tourjahres 1983 jedes Jahr einen aus heutiger Sicht absoluten Klassiker heraus - einleiten. Das Album ist auf jeden Fall auch ein Klassiker.
FÜR FANS EIN MUSS (27. Dezember 2001)
Nach seinem Debüt-Album „For You" (1978) und „Prince"(1979) ist „Dirty Mind"(1980) das dritte von Prince veröffentlicht Album. Es gehört zu den weniger bekannten und deshalb kaum beachteten Alben des Künstlers. Trotzdem sollte es in keiner Sammlung eines echten Fans fehlen, denn es ist eine Station des Musikgenies auf dem Weg zum Star. Titel wie „Uptown", „Head" oder „Partyup" versprechen funkigen 80er Jahre Discosound.Zu den zweifellos bekanntesten Stücken dieses Album zählt „When You Were Mine", welches 1983 erfolgreich von Cyndi Lauper gecovert wurde.






