Sign 'O' the Times

Verkaufsrang: 32340 (Musik)
Artist: Prince
Audio CD
EAN: 0075992557726
Format: Soundtrack
Format: Doppel-CD
ListPrice:
Anzahl Medien: 2
Verlag: Wb (Warner)
UPC: 075992557726
Preis: EUR 7,92

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Product Description

SIGN O THE TIMES

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Aus der Amazon.de-Redaktion

Diese CD beginnt mit dem beharrlichen Drip-Drop eines Sequencers und endet mit Old School-R&B. Und dazwischen bietet der Künstler, der sich damals noch Prince nannte, eine ganze Palette von Stimmungen, Genres und Grooves auf. Teile der so 80er-Jahre-mäßigen Synthieklänge dieses, bei seiner Veröffentlichung 1987 als bahnbrechend gefeierten Albums klingen heute ein wenig veraltet. Doch dieser Doppel-CD ist deutlich anzuhören, daß sie von einem Künstler auf dem Höhepunkt seines Schaffens kommt. Mit Liedern wie "Sign O' the Times", "If I Was Your Girlfriend" und dem donnernden "The Cross" beweist Prince, daß die damals herrschende Aufregung ihre Berechtigung hatte. --Amy Linden

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Kundenrezensionen zu 'Sign 'O' the Times'

heiligsprechung (6. August 2008)

als diese doppel-lp damals rauskam, vor 20 jahren, begab sich die popwelt umgehend in die bauchlage, prince, ohnehin schon seit langem im genieverdacht stehend, wurde umgehend heilig gesprochen und als genie pragmatisiert. da haben wir uns aber dann ganz schön gewundert, ein paar jahre später.

ich habe schon damals nicht verstanden, warum gerade dieses album zum absoluten meisterwerk ausgerufen wurde. denn es hat neben ganz ausgezeichneten songs auch einige sehr durchschnittliche, es bietet neben fantastischen performances auch einige sehr banale eighties-pop-klischees (diese maschinen-drum-sounds!), und neben starken, konzisen texten auch einige sehr platte formulierungen.

vermutlich war es die schwerkraft des übergroßen egos des künstlers, welche alle kritiker zu boden zwang. vielleicht lag es aber auch am titelsong, dessen makellose ausstrahlung das ganze album in gleißendes licht tauchte.

denn "sign o' the times" ist nichts weniger als der perfekte popsong. so etwas gibt es wirklich selten, aber an dieser nummer kann man nichts verbessern. der minimalistische percussion/schlagzeug-beat ist magisch, nimmt sofort gefangen, princes vortrag ist lapidar, aber intensiv, der zeitkritische text wirkt ehrlich und engagiert und niemals peinlich, und tanzen kann man auch noch dazu. außerdem sollte man das fantastische, nur aus sich verändernden piktogrammen bestehende video in die rechnung mit einbeziehen. für mich seine beste arbeit, mit abstand.

"play in the sunshine" ist dann das totale gegenteil, geschickter, aber ein bisschen flacher disco-pop mit feel-good-lyrics, in denen ich seit 20 jahren erfolglos nach versteckten fallen suche.

"housequake" ist endlich ein lupenreiner funk von prince, aber seine aufgesetzte james-brown-haftigkeit finde ich anstrengend.

"the ballad of dorothy parker" hat einen seltsamen text über die offenbar magischen und heilenden sexuellen fähigkeiten einer kellnerin, die musik ist schwüler, geheimnisvoller r & b. bis heute bin ich mir nicht sicher: ist dieser titel ein geniestreich - oder doch eine sphinx ohne rätsel?

"it" ist typischer prince-brünstigkeitspop, es geht, wie fast immer bei ihm, um "es", die nummer groovt ganz nett, bleibt musikalisch aber zweitrangig.

"starfish & coffee" ist für immer eine meiner lieblingsnummern von prince. auf einem ganz simplen akkord-radl baut er eine ungemein charmante, niedliche popnummer mit einem mysteriösen text über eine mysteriöse schulkollegin mit mysteriösen ernährungsvorlieben auf. hinreißend.

"slow love": wieder ist er rollig, die musik, eine fast jazzige soulballade, entfaltet diesmal aber ganz ordentlich sog.

"hot thing" greift den groove von "sign o' the times wieder auf, bringt ihn aber auf tempo, biegt ihn mehr richtung disco, im übrigen ist prince im text nach wie vor mächtig rammlert, wie wir in österreich sagen. aber die musik ist sicher dazu angetan, geschlechtliches mit nachdruck zu fördern. musik für das vorspiel auf dem tanzboden!

"forever in my life" ist eine unglaubwürdige, geheuchelte "für jeden mann kommt der zeitpunkt, zur ruhe zu kommen"-geschichte, unterlegt mit unbedeutendem r & b.

das zweite album finde ich stärker, weil geschlossener:

es beginnt mit dem sheena-easton-duett "u got the look": ein nicht sonderlich tiefgründiger, aber ungemein wirkungsvoller disco-blues (das stück folgt musikalisch genau dem bluesschema, groovt aber wie hölle). toll - so geht pop. sehr sexy.

"if i was your girlfriend": toller text über einen, der sich fragt: wäre ich nicht den mann, sondern deine beste freundin - käme ich dann näher an dich ran? die musik ist wieder r & b, dampfend, unterdrückt groovend, als könnte er sich nur mit mühe zurückhalten. der geslappte bass macht druck, aber dieses stück steckt besonders tief in den 80er-klischees.

"strange relationship": interessanter text über eine ungesunde, weil den kick aus kränkungen beziehende liebe, die musik bliebt sumpfig und unklar.

"i could never take the place of your man": na endlich! prince tut, was er früher schon so gut konnte - er lässt die gitarre von der leine und wirft sich in ein simples, aber enorm effektives poprock-stück, geradeaus groovend, sehr geschickt arrangiert. der ironische text macht ebenfalls spaß: verschwende nicht deine zeit, denn ich bin vielleicht der richtige für einen one-night-stand, aber ich bin kein guter ersatz für deinen ex. sehr hübsches gitarrensolo!

"the cross" ist für mich der zweite höhepunkt des ganzen albunms nach dem titelsong. es ist eine art punk-gospel, besteht nur aus zwei akkorden, die zuerst zärtlich und dann heftig herausgehauen werden und unpackbar gut grooven. einfacher und wirkungsvoller gehts nimmer! die gesangsmelodie darüber ist ebenso simpel wie packend. der text ist in seiner naiven erlösungs-religiosität (alles wird gut, wenn wir alle das kreuz auf uns nehmen) ebenso faszinierend wie ärgerlich, sowas können vermutlich nur amerikaner reinen herzens texten bzw. hören!

"it's gonna be a beautiful night", live mitgeschnitten, ist wohlfühl-discofunk, sehr geschmackvoll und aufwändig in szene gesetzt, warum das lied neun minuten dauern muss, erschließt sich aber nicht ganz.

"adore" beschließt das album. schlafzimmerpop, gleichzeitig gute-nacht-lied wie fortpflanzungsanbahnungsstück, als komposition sehr geschmeidig, wenn auch durch seine spitze brunftigkeit hart am rand der parodie.

fazit: dieses album beeindruckt durch seinen schieren größenwahn, ebenso wie durch seine überdosis an kreativität. allerdings wirkt es auch ein wenig angestrengt, als müsste es sich selbst ständig seiner großartigkeit versichern. dieses syndrom wurde dann auf der folgenden tournee zum echten problem: die war in all ihrer künstlerischen überspanntheit zwar beeindruckend, aber emotional kalt lassend und auch unsympathisch (alle besucher müssen sich peach und black kleiden, jaja, schon recht. und was passiert, wenn ich was blaues anhab? haut mich dann der herr prinz persönlich aus der halle?).

es ist das vermutlich auffälligste album von prince, andere künstlerische statements (etwa "purple rain" oder "1999") halte ich aber für dringlicher.

Die volle Packung Prince! (2. Mai 2007)

Ich werde nie den Tag im Jahre 87 vergessen, als ich dieses Album kaufte (offensichtlich das einzige Exemplar in der ganzen Stadt!) und mit zitternden Händen zum ersten Mal auflegte. Was erwartete mich? Würde das ganze Album so minimalistisch klingen wie der Titelsong? Stand mir die Enttäuschung meines Lebens bevor? Immerhin hatte ich noch keine einzige Rezension gelesen oder gehört, es konnte also alles passieren...
Ums kurz zu machen: Die folgenden 80 Minuten waren spannender als so mancher Action-Film. Kein Song klang wie der andere, in jeder Rille lauerten neue akustische Aha-Erlebnisse, wirklich schlaue Melodien, ständig wechselnde Instrumentierungen... ich war wirklich baff.
Ein solches Sammelsurium verschiedenster Stilrichtungen zu konzipieren, ohne auch nur einmal den roten Faden zu verlieren geschweige denn das Gesamtgefüge auseinanderbrechen zu lassen, das kann man auch heute noch als verdammt reife Leistung gelten lassen.
Aus dem Tracklisting einzelne Höhepunkte herauszufischen fällt mir schwer, da auch hier - wie bei den meisten Prince-Alben - der Hauptreiz in der Gesamtheit der Songs liegt. Nichtsdestotrotz ist HOT THING schwüler Dancefloor, SLOW LOVE die ultimative Verführerballade, IF I WAS YOUR GIRLFRIEND ein Lehrstück in musikalischem Einfallsreichtum und IT'S GONNA BE A BEAUTIFUL NIGHT schweißtreibender Stadionfunkrock.
Wenn es tatsächlich so was wie ein bestes Prince-Album gibt, dann dürfte es wohl dieses sein. Eins der besten Alben aller Zeiten ist es allemal.

PRINCE-GENIAL (24. April 2007)

Auch ich war aufgeregt als ich das Album in den Händen hielt.
Erste Seite: Song 1:"Sign ò the times"-gibt es etwas besseres?
Dann folgte"Play in the sunshine"+auch dies "ging" in mein Ohr,"Housequake kam nicht ganz so "an mich heran" aber dann kam mein absolutes Lieblingslied"THE BALLAD OF DOROTHY PARKER"....es war atemberaubend!
Jeder Song "ein Treffer".


Noch heute höre ich das Album sehr gerne.
DANKE PRINCE


Prince setzt ein Zeichen (23. Oktober 2006)

Wir schreiben das Jahr 1987. Seit seinem Mega-Seller Purple Rain sind nun drei Jahre vergangen. Die Albumverkäufe nahmen unerklärlicherweise kontinuierlich ab.
Auch bei Prince gab es einen Tapetenwechsel. Wendy und Lisa, die beiden Damen die ihm ein ums andere Mal wie Musen waren, hat er erst mal nach Hause geschickt. Und sich anschließend im Paisley Park Studio verkrochen und an einem noch nie da gewesenen Werk auf drei LPs zu Arbeiten: Christal Ball. Warner war nach den letzten Umsatzeinbussen aber nicht besonders angetan und „überredete“ Prince das ganze auf ein Doppelalbum zu reduzieren. Heraus kommt: Sign'o'the Times, ein wahren Meilenstein in Prince' Karriere.
Das Titellied erzählt uns unter anderem von Drogentoten und der Challengerexplosion und prangert so die neue schlechte Zeit an. U got the Look, ein Duett mit Sheena Easton, ist einfach nur cool. Absolut genial wie die beiden in diesem Hammersong harmonieren.
Mindestens genau so gut die die beiden genannten ist aber auch das neunminütige Opus It's gonna be a beautiful Nigh. Wendy und Lisa wirken hier noch mal mit, ebenso wie Sheila E. als Percussionistin und als Rapperin!
80 Minuten Musik. Besser geht' s nicht!

Prince ist einfach das Alpha und das Omega der ModernMusic (17. März 2004)

Prince hat sich seinen Platz unter den Genies des 20 jahrhunderts in punkto Musik ja schon seit Purple Rain voll verdient, aber er muss immer noch einen drauf setzen. Besser als PR ist Sign 'o' the Times zwar meiner Meinung nicht (da gibt es nichts besseres), aber zumindest kommt SOT am ehesten heran an sein anderes Meisterwerk. Aber wer denkt, hier kommt was ähnliches, hat sich gescnitten. Ähnlich ist SOT nur in einer Hinsicht, es ist genauso genial und man kann nicht mehr genug bekommen. Jeder Song ist wieder ein Treffer, jeder ein bisschen anders und beweist jeder doch wieder für sich, was Prince alles kann und dass er letztendlich der einzig wahre SuperStar ist - aber man kann ja auch nicht von allen neuen Möchtegerns erwarten, dass sie 10 Instrumente können und zig Alben fabrizieren, die alle Knaller sind - nehme man gleich das Intro als Beispiel für Princes perfektes Gitarrensolo und unnachahmliche Rhytmik, "The Cross" für etwas ruhiges, das aber schnell wieder mit ein Rumms endet wie "Little Red Corvette" aus "1999", "U got the look" für das ausgeflippt hippe, allaround every party Stück, das durch Klang, Rhytmik und Text besticht und den Schönheitswahn unserer Zeit ein bisschen veralbert. Einfach nur cool-.

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