Kundenrezensionen zu 'The Divine Comedy'
Herrlich versponnene Klangwelt, die zum Immerwiedereintauchen einlädt (8. April 2008)
Dass Milla Jovovich nicht nur in ihrer Paraderolle als leicht geheimnisvolle Femme fatale (was sie etwa in allseits bekannten Klassikern wie "Das 5. Element" oder der "Resident Evil"-Reihe, aber auch im eher weniger bekannten Neo-Western "Das Reich und die Herrlichkeit" eindrucksvoll zur Schau gestellt hat) betören und begeistern kann, beweist sie mit ihrem Debütalbum "The Divine Comedy". Wenn das Ganze auch schon über ein Jahrzehnt alt ist (die Erstveröffentlichung erfolgte bereits 1994!) und wohl allgemein nicht über den Status eines Geheimtipps hinausgekommen sein dürfte, so lohnt es sich dennoch, die insgesamt elf Stücke der Platte, die Milla mit Ausnahme des traditionellen russischen Volksliedes "In a Glade" alle selbst(!) geschrieben hat, zu entdecken. Mithilfe verschiedenster Instrumente (von Mandolinen und Violinen über dezentes Schlagzeug und Akustikgitarre bis hin zu völligen Exoten wie Blech- und Bambusflöten, um nur einige zu nennen!) und Millas leicht kehligem, aber angenehm warmen Timbre entsteht eine herrliche Klangwelt mit teils keltischen, teils russischen Folkanleihen, die den Hörer unaufhaltsam in ihren Bann schlägt und gefangen nimmt. Jedes der elf Stücke fasziniert auf seine ihm eigene Weise - die sehr wörtlich zu nehmende Eröffnung "The Alien Song (For those who listen)" ebenso wie das pure Lebensfreude versprühende "Gentleman who Fell", das sehr impulsive "Reaching from Nowhere", das leichtfüßige "Charlie", das wehmütige "Ruby Lane" oder das sehr exotisch anmutende, in ein betörendes Instrumental mündende "Clock". Auch wenn hier eine gewisse Auswahl getroffen wurde, soll das nicht heißen, dass die übrigen Stücke schlechter oder weniger gelungen sind, denn jedes einzelne der 11 Stücke strahlt einen eigenen Zauber aus. Wenn dieser Zauber sich oft erst auch beim wiederholten Hören offenbart, so ist er doch ungebrochen, denn hat einen dieser erst mal ergriffen, beißen sich die Melodien und vor allem die herrlich eingängigen Refrains im Gehörgang fest und bleiben auch dauerhaft da.Wer Lust hat, sich auf eine Reise in eine leicht versponnene, aber sehr faszinierende Klangwelt einzulassen, die anfangs etwas fordern mag, aber bald regelrecht süchtig macht, und sonst vielleicht auch gerne Enya, Kate Bush oder auch Bell, Book & Candle hört, der kommt an "The Divine Comedy" kaum vorbei. Es lohnt sich wirklich!
Das Fünfte Element kann auch singen ... (21. August 2007)
Sie ist die Tochter eines serbischen Arztes und einer russischen Schauspielerin, geboren in der Ukraine und aufgewachsen in Kalifornien. Ein multikulturelles Kunstwerk! Sie, das ist Milla Jovovich. Bekanntheit erlangte Milla wegen ihrer Filme ("Johanna von Orleans", "Das Fünfte Element" oder "Resident Evil") und einer eigenen Modelinie (Jovovich-Hawk), weniger durch Gesang, obwohl sie auch den beherrscht."The Divine Comedy" nahm Milla 1994 im Alter von 19 auf. Getextet hat sie selbst. Titel und Cover sind eine Anspielung auf Dante Alighieris "Göttliche Komödie", die Stimme erinnert an Kate Bush, die Musik ist gehobener Pop mit Ethno-Elementen. Song Nummer 11 hat zwar mit "In A Glade" einen englischen Titel, wird aber russisch gesungen. Ein würdiger Abschluss für ein Album, auf dem keines der Lieder abfällt. Zuvor bleiben vor allem "The Alien Song" und "Charlie" im Ohr hängen.
Resümee: Hier hat keine Barbie zum Mikro gegriffen, sondern eine Künstlerin mit interessanter Stimme. Also, keine Angst vorm Zuhören!
Annie Lennox meets Kate Bush meets russische Folklore (15. September 2005)
Wow! Eigentlich war ich auf der Suche nach Alben von "The Divine Comedy", deren Mastermind Neil Hannon ich seit einem Live-Auftritt hier in Köln sehr verehre. Aber als dann Milla Jovovich, die "Johanna von Orleans" aus dem "Fünften Element" gelistet wurde, dachte ich: Oha! Das kann ja nix sein. Quick in ein paar Songs reingehört (Danke Amazon für diese tolle Einrichtung!) und siehe da: nicht schlecht! CD bestellt und um ehrlich zu sein bin ich immer noch hin und weg. So wunderbarst altmodisch und klassisch verspielt im direkten Vergleich zu all den Britney-Spears-Klonen dieser Welt. Großartige Arrangements und eine wirklich ganz nette bis ganz große Stimme, die eher nach einer Vierzigjährigen klingt als nach einem Model Anfang Zwanzig. Wahnsinnig schmissig und sinnig (keine Dum-Di-Dum-Texte...). Also ich bin sehr positiv überrascht, überrannt bis überrollt worden und ich hoffe, ihr gebt dem Mädel eine Chance. Allerdings nur in dem Fall, dass ihr mit Annie Lennox oder Kate Bush was anfangen könnt. Volle Punktzahl gibt es zwar nicht, dazu ist die Ähnlichkeit zu obengenannten Sängerinnen zu groß, aber ein zweites Hinhören ist Milla allemal wert. In diesem Sinne. Ach so: und das Album "The Peopletree Sessions" klingt dann wiederum nach einer Trip-Hop-Queen a la Portishead. Eher Geschmackssache, wie ich finde. Aber dennoch auch ein zweites Hinhören wert, wenn man diesen Musikstil mag. Empfehlenswert bleibt aber definitely "The Divine Comedy", auch wenn man komödiantisches vergeblich suchen wird. Keine Blöße. Gute Musik.Meisterwerk für Kopf und Herz mit Suchtgefahr! (6. September 2005)
Man muss dieses Album wohl mehrmals hören, bevor man wirklich versteht, dass es sich bei Milla Jovovich keinesfalls nur um eine weitere Schaupielerin handelt, die sich auch einmal an Musik versucht. Stattdessen haben wir es mit einer außergewöhlich talentierten Komponistin, Sängerin und Texterin zu tun. Sie zeigt auf dieser Platte eine Größe, vor der man sich nur ehrfürchtig verneigen kann.Die Musik ist eine ungewöhnliche, hervorragend gelungene Mischung diverser Stilelemente. So sind zum Beispiel zahlreiche folkloristische Instrumente vertreten. Allerdings ist die Platte weit davon entfernt, ein Folk-Album zu sein. Als stilistische Beschreibung passt der Begriff Pop vielleicht besser. Qualitativ steht die Platte allerdings sehr weit über den meisten Pop-Produktionen.
Bis auf ein russisches Traditional am Ende der Platte stammen die Kompositionen von Milla Jovovich, wobei einige Titel unter Mithilfe anderer Musiker entstanden. Die Stücke sind erfrischend anders und sehr gut auskomponiert. Sie ziehen den Hörer in ihren Bann. Man kann sie wieder und wieder anhören, ohne dass die Begeisterung nachlässt. Im Gegenteil, die Platte macht süchtig! Das trifft auf alle Stücke zu, qualitative Ausreißer nach unten sind nicht zu verzeichnen.
Die gesamte Produktion ist audiotechnisch brilliant, klar und druckvoll. Das wundert aber auch nicht, haben doch solche Studio-Götter wie beispielsweise Rupert Hine daran mitgearbeitet.
Der Gesang ist sehr abwechslungsreich, kraftvoll, emotional und ausdrucksstark. Zum Glück wurde Wert darauf gelegt, den Gesang nicht im Rahmen der Produktion glattzubügeln, sondern den Charakter optimal zu erhalten. Auch dafür kann man die Produktion nicht genug loben! Man kann Milla förmlich vor sich sehen und ihre Emotionen spüren. Dabei klingt der Gesang auch niemals übertrieben oder künstlich gefühlsbetont, sondern immer ehrlich und natürlich.
Wie sollte es anders sein, auch die von Milla Jovovich geschriebenen Texte wissen zu begeistern. Sie spiegeln eine Reife und Weisheit wider, die man von einer so jungen Frau nicht erwarten würde.
Da bleibt nur ein Wunsch offen: Eine weitere solche Platte!
Geb ich nie wieder her! (15. August 2005)
Ich wusste erst gar nicht, dass Milla auch singt (und sogar auch super singen kann!). Über eine Freundin habe ich mal reinhören können und war derart hin und weg, dass ich sie mir auch gleich zulegen musste! Diese CD macht süchtig! Pop mit Folk gemixt, Millas Stimme nimmt mich in den Bann (und das hat NICHTS mit ihrem Aussehen zu tun...). The Gentleman who fell ist absolut radiotauglich, warum spielt es bloß niemand??? Das ganze Album ist qualitativ sehr hochwertig aufgenommen worden, absolut perfekter Sound, jedes einzelne Instrument ist zu hören. Millas CD erinnert ENTFERNT an die frühe Kate Bush, aber dies ist kein Imitat! Milla hat hier was ganz eigenes geschaffen, und das ist richtig super! Absolute Anspieltips: Clock (was für ein Ende..."Hujajaja jah"...), The Gentleman who fell, In a Glade (super gefühlvolle Ballade in russisch gesungen), Charly und The Alien Song.Schade, dass auf dieser CD nicht noch die Live-Version von The Gentleman who fell als Bonus drauf ist, Milla NUR mit Klavier, und der Song ganz langsam gespielt.... EIN TRAUM!
P.S. Sollte ich diese CD jemals verlieren, werde ich sie mir sofort wiederkaufen!




