Idlewind South

Verkaufsrang: 31465 (Musik)
Artist: the Allman Brothers Band
Artist: Allman Brothers Band
Audio CD
EAN: 0731453125827
Format: Original Recording Remastered
ListPrice:
Anzahl Medien: 1
Verlag: Capricorn (Universal)
UPC: 731453125827
Preis: EUR 5,11

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Kundenrezensionen zu 'Idlewind South'

Etwas erschöpft (11. September 2008)

Nach ihrem grandiosen Debütalbum im Vorjahr war den Allman Brothers auf "Idlewild South" etwas die Luft ausgegangen. Die Band klingt insgesamt ein bisschen lustlos und deutlich müder. Kaum ein Song erreicht vom Feuer, der Inspiration oder der Umsetzungsweise her das Niveau des Vorgängeralbums, was am anstrengenden Tourneeleben gelegen haben könnte.

Das geht gleich beim ersten Lied, Revival, los: Ständig wiederholte Textzeilen wie "People can you feel it, love is everywhere" würde man eher auf einer Jefferson Airplane-Platte von '66 erwarten (Let's get together von "Jefferson Airplane takes off" z.B. geht genau in diese Richtung), und da passen sie auch hin. Auf einem Rockalbum von gestandenen Südstaatenrockern wirken sie im Jahre 1970 angestaubt und veraltet. An den jazzigen kleinen Gitarrenpassagen lässt sich eindeutig Dickey Betts' Handschrift ablesen, aber der ganze Songs wirkt zu konstruiert, aus zu vielen Teilen willkürlich zusammengebastelt. Die Studiofassung von Don't keep me wonderin' ist okay, aber die Live-Version (zu hören auf der Deluxe Edition von "At Fillmore East") hat im Vergleich mehr Esprit.

Bei zwei Songs versuchte die Band die Kombination Schlagzeug & Percussion: Midnight Rider inspirierte Joe Cocker ein Jahr später zu einer gelungenen Coverversion, und hier passt die etwas müde Einspielung optimal zur Stimmung des Songs. (Auf der Deluxe Edition von "At Fillmore East" hören wir eine fast identische Liveversion, und Gregg Allman veröffentlichte '73 auf "Laid back" eine völlig umarrangierte Soloversion.) Auch Dickey Betts' viel gelobtes In Memory of Elizabeth Reed probiert diese Kombination; leider übertönt das etwas hölzern gespielte und viel zu laut gemischte Schlagzeug auf dem rechten Kanal alles. Gegenüber der Liveversion auf "At Fillmore East" klingt es wie ein besseres Demo; erst dort entfaltet es im filigranen und raffinierten Ensemblespiel sein volles Potential zum Liveklassiker.

Einzig das interessant arrangierte, von Bassist Berry Oakley gesungene Hoochie Coochie Man hat das Feuer der Aufnahmen des Debütalbums (selbst wenn sein Gesang im Kontrast zu Gregg Allmans Bluesröhre eher als "sympathisch" zu bezeichnen ist). Please call home und Leave my Blues at Home sind zwar recht solide Gregg Allman-Kompositionen, aber ich würde sie eher auf einem seiner Soloalben erwarten; die Band wirkt hier eher wie Begleitmusiker und kommt hier mit ihrem Potential zu genialen Bandarrangements nicht recht zum Zuge.

Auf der 4-CD-Box "Dreams" erschienen '89 zwei interessante Outtakes aus den Sessions zu "Idlewild South": One more Ride sowie eine Studiofassung von Statesboro Blues, die zeigt, wie gut es war, dass die Allman Brothers Band mit einer Veröffentlichung bis zur definitiven Einspielung dieses Klassikers auf "At Fillmore East" gewartet hat.

P.S. Sammlern sei "Beginnings" ans Herz gelegt, auf der die ersten beiden Alben der ABB komplett enthalten sind; da diese beiden Alben so kurz sind ("Idlewild South" kommt auf 31 Minuten Spielzeit), wäre zusätzlich sogar noch Platz für diese Outtakes gewesen.

Zum Klang: mir liegt ein Mittneunziger "Remaster" vor, das erschreckend dünn und flachbrüstig klingt; mich würde interessieren, ob neuere Ausgaben klanglich endlich mal ordentlich überarbeitet wurden.

Amtlich - aber zu kurz... (21. Dezember 2002)

Klasse Remastering und optimierter Sound. Der Wermutstropfen: das Original ist nur knapp 31 Minuten lang und auf das Remaster hat man keinen Bonustrack "aufgepappt". Dafür ist die Scheibe etwas zu teuer, bedenkt man, dass Expanded Editions mit Bonus Tracks bis zur Füllgrenze von 78 Minuten Spielzeit bei anderen Companies nur wenig mehr kosten. Für's mäßige Preis/Leistungsverhältnis gibt es einen Punkt Abzug.

Eine der Besten von den Allman Brothers (17. November 2001)

Noch in der besten Besetzung 1970 veröffentliches Album der Allman Brothers. Southern Rock in Vollendung. Allein "In memory of Elisabeth Reed" rechtfertigt den Kauf dieses Albums. Ein herrliches Instrumental Stück, mit wunderschönen Gitarren Solis. "Please call home" ist eine weitere tolle Ballade dieser Band. Vielleicht die Schönste.

dkb.de

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