Aus der Amazon.de-Redaktion
Überwältigt durch den plötzlichen Erfolg versprach Nirvana, einen barscheren und ätzenderen Ton anzuschlagen. Mit Hilfe des aus Chicago stammenden Steve Albini (bekannt durch Big Black) schafften Kurt Cobain und Co. es, eine Platte zu produzieren, die leidenschaftlich, desillusioniert und tief bewegend ist. Jeder Song hört sich an wie ein Kommentar zu den Folgen des Ruhms ("Serve The Servants") und die ungesunde Beziehung zwischen Künstler und Fan ("Milk It"). Natürlich könnten sie alle ganz einfach von Courtney Love handeln.Klatsch beiseite, die klare, reine Kraft, mit der Kurt Cobain seine Songs schreibt, sein Gesang und die unglaubliche Power der Band lässt sich nicht leugnen. Cobain bringt sogar am Ende des aufwühlenden "All Apologies" ein Mantra im Stil von John Lennon zu Stande. "All in all is all we are" stimmt er mehrfach an -- nur für Cobain selbst ist dies kein Trost. --Percy Keegan
Kundenrezensionen zu 'In Utero [Musikkassette] [US-Import]'
Klasse Album! (9. Oktober 2008)
Einfach ein super Album , wie erwähnt leider das Letzte.Meine absoluten Lieblingssongs : Rape me und Heart Shaped Box.
Der Rest der Songs ist allerdings auch einfach klasse.
Einfach ein tolles Album :) Es lohnt sich !
I hate myself and I want to die (17. Mai 2008)
In Utero sollte ursprünglich "I hate myself and I want to die" heissen und so klingt das Album dann auch! Wer Nirvana vor allem wegen der poppigen Songs auf Nevermind mag, wird es sich mit dem Nachfolger In Utero sehr schwer tun. Im Vergleich zum Debüt Bleach ist es zwar wesentlich ausgereifter, aber man muss schon eine gewisse Leidensfähigkeit mitbringen, um In Utero am Stück zu hören. Das ist laute, unbequeme, unkommerzielle Musik mit einigen Rettungsinseln wie der Single Heart-shaped box.Viele Alben von Nirvana gibt es nicht, Nevermind und Unplugged sind ein Muss, In Utero ist wieder das, was die Band aus Seattle ursprünglich war: Alternative Rock.
Kurt Cobain fand es befremdlich, dass Tausende Frauen im Publikum Rape me gesungen haben. Das Cobain mit dem Machogehabe vieler Rockbands nichts anfangen konnte und ein Fürsprecher der Frauen war, mag auch an seiner Verklärung der Frauen gelegen haben. Wenn die Welt, die von weissen Männern, wie ihm dominiert wird, so ein unerfreulicher Ort ist, dann blieb zumindest die Hoffnung, dass Alles besser wäre, wenn Frauen mehr Einfluss hätten. Seine Liebe zu Courtney Love gab ihm kurzfristige Stabilität und liess ihn in einem Interview Neil Young zitieren: "A man needs a maid."
Wenig später folgte ein weiteres Young-Zitat, in seinem Abschiedsbrief vor seinem Selbstmord: "It's better to burn out than to fade away."
Young hat später in Interviews bedauert, dass Bands wie Guns n Roses und Nirvana in zu kurzer Zeit viel zu gross geworden sind und am Druck des Erfolgs zerbrachen. Cobain hatte sich nicht aufgespart und seine grossartigsten Songs auf Nevermind untergebracht, andere Bands strecken so ein geniales Material auf mehrere Alben und füllen den Rest mit mittelmässigem Material.
In Utero enthält zwar kein Ausschussmaterial, aber es klingt schon so, als wollte man die Fan-Massen mindestens halbieren und alle vor den Kopf stossen, die Kurts Botschaften gar nicht verstanden hatten. "He's the one who likes all the pretty songs - and he likes to sing along - and he likes to shoot his gun. But he knows not what it means, knows not what it means and I say aahh."
Anders als bei Nevermind sind bei In Utero die Lyrics dieses Mal im Booklet abgedruckt. Wie bei seinen Helden Neil Young und den Pixies sind auch Cobains Texte oft reichlich kryptisch. Bei Songs wie Dumb etwa sind die Hilfeschreie eines verunsicherten, übersensiblen und depressiven Künstlers aber mehr als eindeutig: "I'm not like them, but I can pretend." Aggressive Gitarren und fröhliche Melodien lenken bei vielen Nirvana Songs von den tieftraurigen, verzweifelten Lyrics ab.
"My heart is broke, but I have some glue, help me inhale." Eigentlich ein Beispiel für Kurts Wortwitz und Humor, nach seinem Niedergang durch Drogen und Selbstmord aber unendlich traurig.
"He's always on someone's mind
He sleeps with angels (Too late)
He sleeps with angels (Too soon)"
Neil Young: Sleeps with angels (1994)
Anspieltipps: Serve the servants, Heart-shaped box, Dumb
Auf gut Deutsch halt einfach "saugut"!! (25. November 2007)
In Utero ist auf jeden Fall eine gelungene Fortsetzung zu Nevermind...Aber besser ist es dann doch nicht.
Trotzdem 5!!
Etwas rauer und härter als das Album Nevermind (4. Oktober 2007)
Ob ihr es glaubt oder nicht IN UTERO war mein erstes Nirvana Album .Ich weiß auch nicht wie es dazu kam .Auf jeden Fall kann es mit Nevermind mithalten.Wie bei Nevermind SLTS ist hier das Lied Heart Shaped Box einfach nur genial .Dazu kommen noch Lieder wie Scentless Apprentice und Rape me und Pennyroyal tea . Ein sehr scnelles und starkes Lied zum mitschreien ist tourettes.Neben diesen gibt es auch langsamere Lieder zum Ausruhen oder Nachdenken wie Dumb oder All Apologies . Fazit :an diesem Album gibt es nichts auszusetzen , man muss die Lieder von Nirvana einfach nur ein bisschen verstehenStellt "Nervermind" ganz klar in den Schatten!!!!! (8. Juli 2007)
Im Gegensatz zu "Nevermind", klingt "In Utero" ein ganzes Stück rauer und auch unkommerzieller, was mir besonders gefällt ist, wie Kurt Cobain auf einigen Songs seine Gitarre "leiden" lässt, dadurch entsteht einfach ein unglaublich genialer Sound.Schade, dass dieses Werk hier schon Nirvanas letztes darstellen sollte, denn ich wäre echt gespannt auf die weitere Entwicklung der Band gewesen, aber es wäre selbst für Nirvana schwer gewesen diesen Tonträger hier zu toppen, was ja bei "Nevermind" weniger der Fall war.
Allein schon der Song "Heart Shaped Box" ist den Kauf wert, aber zu ihm gesellen sich weitere Überkracher wie z.B. "Rape Me" oder "All Apologies". Schwache Songs sucht man auf dieser Platte vergebens, denn jeder Song hat etwas Besonderes an sich, was ihn für mich auf ewig unvergesslich macht.
Zu den Songs:
01. Serve The Servants 10/10
02. Scentless Apprentice 10/10
03. Heart Shaped Box 12/10
04. Rape Me 11/10
05. Francis Farmer Will Have Her Revenge On Seattle 9/10
06. Dumb 10/10
07. Very Ape 10/10
08. Milk It 9/10
10. Pennyroyal Tea 11/10
11. Radio Friendly Unit Shifter 9/10
12. Tourette's 9/10
13. All Apologies 12/10
Als ich anfing Nirvana zu hören war ich auch der Ansicht, dass ich kein anderes Album von denen jemals besser finden würde als "Nevermind" und so hörte ich es rauf und runter und schenkte "In Utero" eigentlich weniger Beachtung.
Aber jetzt muss ich sagen, dass ich "Nevermind" eigentlich gar nicht mehr höre, wenn ich was von Nirvana einlege, dann ist es meistens immer "In Utero". Wenn man nämlich einmal zurückblickt ist "Nervermind" zwar ein Meilenstein, aber nicht eines von den Alben die man noch 20 Jahren hören wird, so ein Album haben Nirvana meiner Meinung mit "In Utero" rausgebracht.
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