Mezzanine

Verkaufsrang: 2569 (Musik)
Artist: Massive Attack
Audio CD
EAN: 0724384559922
ListPrice:
Anzahl Medien: 1
Verlag: Circa (EMI)
UPC: 724384559922
Preis: EUR 6,43

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Product Description

MEZZANINE

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Aus der Amazon.de-Redaktion

Massive Attacks dritte LP ist ein Vorgeschmack auf die Zukunft der Popmusik -- eine Zukunft, in der es möglich ist, präzise erarbeitete Konstruktionen nahtlos mit der komplizierten Feinheit der menschlichen Stimme zu vereinen. Ähnliche Kunststücke gelingen Massive Attack bereits seit ihrem ersten Album Blue Lines mit ihren unzähligen Gastsängern. Doch keines dieser Alben ist mit Mezzanine zu vergleichen. Hier führen sie diese Verschmelzung noch intensiver durch, bewegen sich in noch dunklere Bereiche, in denen sich die einzelnen Elemente immer weniger unterscheiden lassen. Die Gäste auf diesem Album sind Sara Jay, Horace Andy (bereits auf dem Debütalbum vertreten) und Elizabeth Fraser (von den Cocteau Twins), deren beeindruckend prägnante und unverkennbare Stimme hervorragend zur Musik von Massive Attack paßt. --Paul Clark

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Kundenrezensionen zu 'Mezzanine'

Düsterer Meilenstein (16. September 2008)

Ob es sich bei "Mezzanine" nun um einen der absoluten Höhepunkte des TripHops oder eines der ersten kommerziell efolgreichen Downbeat-Alben handelt interessiert nicht. Was wirklich wichtig ist, ist die Tatsache, daß Massive Attack nach dem recht smoothen und relaxten "Protection" offen für Neues waren und Anno 1998 einen düsteren, zähen Brocken Musik auf die Welt losließen.

"Mezzanine" ist ein wahres Monster, das einen mit Haut und Haaren in sich einsaugt, wieder ausspuckt, aber nicht ohne von ihm infiziert zu werden und man von dieser Erfahrung nicht mehr lassen kann.
In meinen Augen ist es DAS Massive Attack überhaupt, ein modernes und kompromißloses Werk, das selbst bei der Band Spuren hinterließ (Andrew "Mushroom" Vowles verließ Massive Attack kurz nach dem Veröffentlichungstermin), gespickt von Übersongs.

Schon der Opener "Angel" mit seiner markanten Bassline und schleppenden Drumsgehört zu den besten Auskopplungen der 90er und zieht einen gleich in den Bann dieser Albums.
"Risingson" gibt es vor "Dream On" heißt es da - klasse Song. Über diesen stolpert man zu "Teardrop", dem wahrscheinlich bekanntesten Song dieser Band. Pure Schönheit, der Elizabeth Fraser von den Cocteau Twin ihre Stimme verleiht. Hier geht es etwas ruhiger, eingängiger zur Sache, aber man darf nur kurz verschnaufen, denn "Inertia Creeps" verlangt Deine Seele - und man gibt sie bereitwillig her.
Es klingt aus und man selbst atmet tief ein und aus, während das chillige "Exchange" einem den Gehörgang umschmeichelt, bevor "Dissolved Girl" Dich wieder ganz tief nach unten reißt. Sara Jay fasziniert hier, betört Dich, wiegt Dich in Sicherheit, bevor die verzerrten E-Gitarren auftauchen und man weder sich selbst, noch seine Umwelt wahrnehmen kann.
Doch dann kommt man zu sich und hört Horace Andy, "Man Next Door" gehört zu den enspannteren Nummern (wenn auch mit kritischem Hintergrund), ganz in der Tradition von "Protection". Auch "Black Milk" reiht sich dort ein. Wieder steuert Elizabeth Fraser die Vocals bei - großes Kino!
Der Titeltrack verheißt wieder Unheimliches... Besonders Del Naja wirkt fast schon hypnotisierend - der Trip geht weiter.
"Group Four" wirkt dann fast wie die Quintessenz des Albums: die klare Stimme von Fraser, die eindringliche von Del Naja, Gitarren, schier undurchdringliche Klangteppiche...
Man driftet ab, doch dann ist es wieder Horace Andy, der Dich ins Hier und Jetzt zurückholt. "(Exchange)", zuvor ein Instrumental wirkt durch den Gesang wieder ganz anders, entspannt Dich, entlässt Dich - man ist zu Hause.

Klasse, grandios, großartig - es gibt Dutzend Superlative, die ich hier nun heranziehen könnte, aber keines davon wird "Mezzanine" wirklich gerecht.
Zugegeben, im Vergleich zu den Vorgängern ist es sperrig und verlangt einem sehr viel ab, aber wer sich darauf einlässt, kann sich diesem Album nicht mehr entziehen und besitzt einen unbezahlbaren Schatz in seinem Regal.

Hier also TripHop (30. Mai 2008)

Eine Platte von jeder Musikart sollte jede Plattensammlung aufweisen. Hier also TripHop. Tropfende, leise, langsame Beats treffen auf leise, flüsternde und zarte Stimmen. Teilweise gibt es aber auch verzerrte Beats ("Risingson") und treibende Gitarren ("Dissolved girl"). In "Risingson" ist aber auch ruhiger HipHop vorhanden, dessen Raps sich gut abwechseln. Das Besondere an dieser Platte ist die Stimme von Elisabeth Fraser, die vor allem das Stück "Tear drop" dominiert, welches auf dem Herzschlag eines Kindes im Mutterleib aufbaut. Die druckvollen aber doch zurückhaltende Raps ihrer Mitstreiter bei dem DrumŽnŽBass-Stück "Inertia creeps" dominieren aber auch. Das ruhige Instrumental "Exchange" ist einfach nur schön. In "Group four" vereinen sich die Raps und eben die zauberhafte Stimme perfekt. Fazit: Eine ruhige, schöne Platte, die mich positiv überrascht hat und noch oft den Weg in meinen CD-Player finden wird.

...flickering I roam... (15. Juni 2007)

Wieder einmal war es soweit, dass Massive Attack ein Meisterstück mit einem Hauch Genialität abgeliefert haben. Man kann es klar raushören, dass sie einen düsteren Weg eingeschlagen haben.
Wobei ich trotz der Selbstverständlichkeit der unterschiedlichen Geschmäcker das Album jedem, dem diese Gruppe gefällt ans Herz lege. Denn das ganze Album lang kann man, abgesehen von dem Stilwechsel die unverkennbare Massive Art erkennen. Atmosphärisch bis zum "gehtnichtmehr", Del Naja's fesselnde Vocals, Daddy G's tiefe Stimme gelegentlich als Kontrast, dieser Sound, der einen voll und ganz einhüllt und vereinnahmt, wie es auf diese Weise nur wenigen Künstlern gelingt... . Ganz zu Schweigen von dem guten Gespür für bewegende Frauenstimmchen. Und solch ein Trio sollte sich ja auch weiterentwickeln und nicht auf der Stelle treten.
Besonders wenn es solche Wunderkinder wie bei Massive sind!

Bei diesem Album gesellt sich zu den Beats und Samples vermehrt handgemachte Musik hinzu.
Beim sich mit Drums und verzerrter Bassgitarre langsam aufbauenden/aufbrausenden "Angel", stellt man sich auf die neue Spielweise ein, um dann bei dem darauf folgenden Stück "Rising son" in Erwartungshaltung zu einem Meisterhaften Album zu gehen, das zwar um einiges düsterer als die vorherigen Werke ist, man aber dennoch in (fast) jedem Song ein winziges Licht am Ende des Tunnels vor dem seelischen Auge wahrnimmt. Mit Plattenspieler- Nebengeräuschen beginnt dann "Teardrop" (wobei man gelegentlich, passend zum Namen ganz unwillkürlich feuchte Augen bekommen kann) und kommt natürlich als logische Singleauskopplung erwartungsgemäß direkt als Ohrwurm in den Kopf. Und so schnell nicht wieder heraus, wäre da nicht das absolut hypnotische "Inertia Creeps", welches sich vielleicht erst nach wiederholtem Hören erschließt, sich dann aber vollends entfaltet.
"Exchange" folgt rein akustisch, strahlt eine für das Album ungewöhnliche Wärme aus und ist einfach nur chillig. In "Dissolved Girl" geht es dann im Gegensatz um eine Person, die aus Zuneigung zu einem anderen Menschen gerne vergisst, dass dieser die Liebe nur körperlich erwidert. Stimmungsmäßig fühlt man sich direkt in einen Film Noir versetzt. Und "Man Next Door" ist ein Nachruf auf die Zivilcourage, welche in der heutigen, eigenbrötlerischen Welt immer seltener geworden ist. Ein passiv leidender Zeuge eines allnächtlichen, handfesten (Ehe-)Streites, der lieber Wegschaut/-zieht, als einzugreifen. "Black Milk" groovt dann etwas monoton vor sich hin, ist aber keineswegs schlecht. Erinnert mich stimmlich (positiv) irgendwie an Portishead. "Mezzanine" spielt wieder mit Störgeräuschen und Minimalistik. Einer meiner Lieblingstracks, wenn überhaupt - "Group Four" baut sich darauf folgend mit Schlagwerk Einsatz langsam zum eigentlichen Finale des Albums auf, welches dann mit der Vocal Version von "Exchange" langsam ausklingt.

Ich würde jetzt nicht so weit gehen und "Mezzanine" als ihr bestes Album zu bezeichnen. Denn obwohl es für mich ein klares Meisterwerk ist, kann man es nur schwer mit den beiden Vorgängern vergleichen. Am ehesten dann noch mit dem Nachfolger "100'th Window", welches den Stilwechsel aus Mezzanine weiterführt, aber von 3D aus diversen Gründen fast im Alleingang produziert wurde, eingängiger ist und technisch etwas anders produziert. Aber das ist eine andere Geschichte.
Wenn man sich auf ein düstereres, nicht ganz so leicht zugängliches Album (Mezzanine) einlässt, kann man durchaus gefallen daran finden und süchtig werden. Schade, das man in letzter Zeit nicht viel neues gehört hat und auch das neue Album "Weather Underground" (Arbeitstitel), mit einer meiner Lieblingssängerinen (Hope Sandoval) noch auf sich warten lässt.

Mezzanine - Perfektion zwischen den Welten (19. März 2007)

Als ich vor gut eineinhalb Jahren auf Massive Attack aufmerksam wurde, blieb ich ca. 3 Monate lang beim Song "Risingson" hängen. Ohne Übertreibung! Erst nach und nach eröffnete sich auch der Rest von "Mezzanine" als klangliche Einheit, als Netz aus auditiver Kunst der Superlative.

Der Wegfall von Mushroom hat der Musik von Massive Attack meiner Ansicht nach das gegeben, was mir vorher noch gefehlt hat: durchgehend düstere Sounds.

Was mir grundsätzlich an "Protection" schon gefallen hat, aber durch die nervig-alternativen "Reggae"-Einwürfe immer wieder zerstört wurde, ist jetzt komplett da: ein düster-genaiales musikalisches Manifest, das gerade mal durch die Füll-Tracks "Exchange" in seiner Kontinuität unterbrochen wird.

Bis ich mich dann zu "Group Four" vorangearbeitet hatte, war die Platte schon ca. ein halbes Jahr in meiner Playlist. Rückblickend steht "Mezzanine" wirklich zwischen den Welten:

"Protection" - Mushroom weg - "Mezzanine" - Daddy G. weg - "100th Window".

Jedes der erwähnten Alben ist zwar auf seine Art und Weise herausragend, aber "Mezzanine" pendelt sich zwischen den Extremen "fröhlich aber doch melancholisch" und "Melancholie mit einem Schimmer Aufbruchsstimmung" perfekt ein.

Für mich vor "100th Window" knapp aber doch das beste Massive Attack-Album.

Mit Spannung erwachte ich "Weather Underground"....

Anstrengend (7. Januar 2007)

Wer sich bis zum Erscheinen dieser CD zu einem Fan von Massive Attack entwickelt hatte, bekam von Mezzanine herb vor die Fresse gezimmert. Die Entspannung war gewichen. Die souveränen Klanggemälde wurden weggedrückt durch bratzendes Gesäge. Immer wieder habe ich in den vergangenen Jahren den Versuch unternommen, mich in die Scheibe reinzuhören. Aber es bleibt einfach saumäßig anstrengend. Wer aufdringliches und schräges Klanggebastel mag, kommt hier voll auf seine Kosten. Aber wer z.B. "Protection" mochte, könnte hier enttäuscht werden.

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