Wagner: Der Ring des Nibelungen (Gesamtaufnahme, Live München November 1989)

Verkaufsrang: 17059 (Musik)
Artist: Hildegard Behrens Julia Varady
Artist: Hanna Schwarz René Kollo
Artist: Wolfgang Sawallisch
Artist: Richard Wagner
Artist: Chor der Bayerischen Staatsoper Bayerisches Staatsorchester
Artist: Helmut Pampuch, Nancy Gustafson, Jan-Hendrik Rootering Robert Hale
Audio CD
EAN: 0724357273121
Format: Limited Edition
Format: Box-Set
ListPrice:
Anzahl Medien: 14
Verlag: EMI Classi (EMI)
Spielzeit: 845
UPC: 724357273121
Preis: EUR 66,89

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Kundenrezensionen zu 'Wagner: Der Ring des Nibelungen (Gesamtaufnahme, Live München November 1989)'

Licht und Schatten (6. Juli 2005)

In dieser 1989 entstandenen Live-Produkton der bayerischen Staatsoper und -ungewöhnlich, zumal für die EMI- als integralen
Ring veröffentlicht liegen Licht und Schatten nah beieinander.
So stehen auf der Habenseite die Männerstimmen, die von ordentlich (Wlaschiha als Alberich, Rootering als Fasolt und Kollo(als Siegfried vorzuziehen im (recht) guten Janowski-Ring)
bis vorzüglich (Robert Hale als Wotan/Wanderer im ersten auf ihn zugeschnittenen Ring ),Kurt Moll als Haushüter des Belcanto und dem wuchtig-bedrohlichen Hagen von Matti Salminen reichen.
Auf der anderen Seite die deprimierende Überforderung von Hildegard Behrens in der Rolle aller drei Brünnhilden, die in der Götterdämmerung in krasser Indisposition mündet( Duett mit Waltraud Meier als Waltraute)und in dem sie sich aufgrund von schweren Registerdivergenzen in kratzigen Sprechgesang retten muß, sodass man um den Fortgang ihrer Partie bangt.
Etwas versöhnlich stimmen indes die schon erwähnte Waltraud Meier und die sehr dramatische Marjana Lipovsek als Fricka, während Julia Varady als Sieglinde zwar mit kultiviertem Gesang, aber wenig jugendlichem Überschwang aufwartet.
Hervorragend, wie gewohnt, Hanna Schwarz als Erda.
Das bayerische Staatsorchester unter der langjährigen Leitung von Wolfgang Sawallisch bietet ein sängerfreundlich, unspektakulär-abgeklärtes Musizieren auf hohem Niveau.
Wegen der hoch problematisch besetzten weiblichen Protagonistin
nur 3,5 Sterne.

Mein Klassiker (3. November 2002)

Mit dem ersten Basston in Rheingold hat man das Gefühl etwas grosses, etwas immens grosses, tiefes, beinahe archaisches zu erfahren: Der Aufbau in diesem einen Dreiklang über mehrere Minuten hinweg, mit immer mehr einsetzenden Instrumenten, hat eine unglaubliche Spannung und baut immer mehr Spannung auf. Hier bekommt man eine Ahnung davon, was wahre Grösse bedeutet. Diese Grösse geht mit dem plötzlichen Einsatz der Sänger nicht verloren: Man merkt deutlich, dass man eine Aufnahme mit dem Wagner-Orchester schlechthin, hört, mit den besten am Markt befindlichen Sängern und einem Dirigenten (Wolfgang Sawallisch), der als Deutscher direkt dieser Epoche entstammt. Man könnte meinen Sawallisch habe bei Richard Wagner persönlich sich eine Anleitung geholt wie dies gedacht sei, und das Bayerische Staatsorchester habe nichts vergessen seit Wagner mit diesem Orchester selbst arbeitete. Dass diese Aufnahme ein Live-Mitschnitt ist, begünstigt die Lebendigkeit der Musik: Man merkt, hier wurde nicht in einminütigen Tracks zusammengeschnitten, wie bei vielen Studio-Produktionen üblich, sondern es entsteht der grosse Zusammenhang, die grosse Linie.
Die Sänger -allen voran der kultivierteste Bass der Geschichte: Kurt Moll- werden vom Orchester sehr präsent begleitet aber -wohl dank der modernen Aufnahmetechniken- nicht erdrückt: Im Gegenteil die Sänger haben das Heft immer fest in der Hand.
Das Beiheft könnte man bei einem Live-Besuch mit in die Oper nehmen: Darin ist die Handlung der Opern Szene um Szene (manchmal fast zu) ausführlich beschrieben. Allerdings ist die ganze CD-Packung optisch sehr gelungen: Auf jeder der 15 CD-Hüllen ist eine Szene aus dem Bühnengeschehen abgebildet.
Diese Aufnahme besticht durch Transparenz und Kultiviertheit, allerdings ohne an Grösse und -wo nötig- Gewalt einzubüssen. Weder die Solisten noch das Bayerische Staatsorchester noch Wolfgang Sawallisch müssen sich vor den neueren Aufnahmen verstecken: Im Gegenteil, diese Einspielung setzt Massstäbe, denn es dürfte in dieser Welt nicht sehr viele Orchester und Dirigenten geben, die den kompletten Ring des Nibelungen Live auf so hohem Niveau präsentieren können !! 16 Stunden Spannung.

dkb.de

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