Die Mensch-Maschine (de)

Verkaufsrang: 8368 (Musik)
Artist: Kraftwerk
Audio CD
EAN: 0077774613125
ListPrice:
Anzahl Medien: 1
Verlag: Klingklang (EMI)
UPC: 077774613125
Preis: EUR 16,20

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Product Description

DIE MENSCH-MASCHINE DE

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Aus der Amazon.de-Redaktion

Das Thema Roboter, Spacelab und Metropolis war 1978 ein musikalisches Statement von Kraftwerk zum Industriezeitalter und der inhumanen Gesellschaft. Konsequenterweise trugen sie eine rot-schwarze Uniform, die auf totalitäre Gesellschaftsformen anspielte, in denen Arbeiter wie eine "Mensch-Maschine" zu funktionieren haben.

Diese Ironisierung löste abermals ein Mißverständnis in den Medien aus. Zumal sich die Band in Live-Präsentationen teilweise durch identische Musiker-Puppen selbst ersetzte.

Der Futurismus der zwanziger Jahre floß ebenso in ihre Musik ein wie der Filmklassiker "Metropolis" von Regisseur Fritz Lang. Mit maschineller Akribie trieben Kraftwerk ihre Idee "Mensch ist gleich Maschine" bis zum Letzten und die technische Präzision auf die Spitze. Das elektronische Schlagzeug war wesentlich verhaltener, die Melodien noch mehr vereinfacht. Damit nahm das Düsseldorfer Quintett endgültig Abschied von spezifisch deutschen Themen und hatte ein komplexes, zeitloses Album eingespielt, das seiner Zeit weit voraus war.

In Deutschland erreichte es Platz 12 der LP-Charts, die "Roboter"-Single kletterte auf 5. 1982 eroberte die Single "Das Modell" Platz Eins der britischen Charts und danach die deutsche Top 40. Neben dem Deutschen Schallplattenpreis wurde das Album mit dem "Pop Music Disco Award" ausgezeichnet.--Ingeborg Schober

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Kundenrezensionen zu 'Die Mensch-Maschine (de)'

Ja tvoi Rabotnik (27. August 2008)

Es bleibt ohne Frage, dass Kraftwerk visionär und der damaligen Musikwelt mindestens einen Schritt voraus waren.
Auch ist es wohl unbestreitbar, dass die damalige Besetzung Hütter/Schneider/Flür/Bartos am effektivsten war. Diese CD beweist es sehr gut und das bei gerade mal sechs Stücken (aber eben nur sechs, daher 4 statt 5 Sterne).
Was Kraftwerk z.B. bei diesem Album ausmachte, war, dass sie elektronische Musik nicht stumpf vor sich hin klingen lassen wollten, sondern ihr ein Gesicht geben wollte. So ist es kein Wunder, dass manche dieser Stücke, v.a. "Das Modell" noch heute populär sind.
Doch der Reihe nach...
- Die Roboter: Ein Lied, das genauso glänzt wie der dazugehörige Videoclip, als Videoclips noch gar kein Standard waren (mit der Band als menschliche Robotergestalten im Musikstudio). Die betont künstliche Sprache der Roboterstimme, die Gehorsam und Unterwürfigkeit verspricht, war zurecht damals in den 70er Jahren was Besonderes, was Musik betraf. Wurde von Kraftwerk 1991, noch etwas tanzbarer und lebhafter, gecovert. Dennoch bleibt das Original unübertroffen.
- Spacelab: Unglaublich spacige Atmospähre, die beim Hören rüberkommt, aber auch der Geist der 1970er ist zwischendurch spürbar. Ein wenig mehr Abwechslung hätte das Lied vertragen können, ist aber dennoch ein sehr gutes KW-Lied.
- Metropolis: meiner Meinung nach kein Knaller, aber immerhin vermittelt "Metropolis" so etwas wie eine futuristisch-unheimliche Stimmung, die gut zum Titel passt.
- Das Modell: Ein etwas melancholisches, nüchternes Stück über ein begehrtes Modell. Man merkt wohl, dass das Lied noch in einer Zeit entstand, in der Modells nicht dermaßen wie am Fliessband (wie heute) behandelt wurden. Hervorstechend, natürlich, sind die melancholische Melodie und Ralf Hütters Gesang.
- Neonlicht: nach "Modell" geht es hier ein wenig fröhlicher zu, nämlich zum Leuchten städtischer Neonreklame und anderer Lichter. Sehr schön, wie ich finde, klingt wirklich "nächtlich" und auch hierzu empfielt es sich, den Videoclip anzugucken wenn noch nicht getan (u.a. zu finden bei YouTube).
- Die Mensch-Maschine: ein würdiger Abschluss des Albums mit einem der besten KW-Songs überhaupt. Auch wenn es thematisch sehr "Die Roboter" ähnelt, ist es ein Eigenstück, klingt aber ebenso sehr maschinenartig und kalt. Ebenfalls empfehlenswert!

Auf beängstigende Weise vorausschauend (22. September 2007)

Wir sind die Roboter: Da sind Musiker, die Puppen anstelle ihrer Selbst auftreten lassen, sie verweisen damit immer noch auf sich selbst. Worauf verweisen die am Mainstream designten Boygroups, die Deutschland sucht den Superstar- Darsteller eigentlich? Sind sie nicht nur noch die Puppe, so ohne Mensch dahinter, vergessen, wenn die Plattenindustrie sie fallen läßt? Siehe bzw. Höre: Was Du willst wird ausgeführt...
Da kommt das Modell: Beginn einer Zeit, in der die Darstellung und Zur- Schau- Stellung wichtiger ist als die Person, eine Welt, wo sich 14 jährige schon zum Schönheitschirurgen begeben, um einen so empfunden Ideal näher zu kommen anstatt selber zu sein (denn Schönheit wird bezahlt).
Neonlicht, schimmerndes Neonlicht: 9 Minuten Synthesizer, Maschinenrhythmus, Kunstwelt, virtuell reality 1978.
Metropolis: nur immer wieder ein Wort, Erinnerung an einen Stummfilm, Maschinenrhythmus, das Maschinenzeitalter daruntergelegt und ein Klangteppich aus dem Synthesizer wie ein Warnruf, eine Sirene darüber.
Ist das schwarz- rote Outfit der Gruppe wirklich ein ironischer Verweis auf eine totalitäre Gesellschaft, oder steht le rouge et le noir doch klassisch für die Anarchisten? Die sich hier subversiv- doppeldeutig gut versteckt halten?
Mensch- Maschine: Menschliche Stimme im Vocoder (?), verzerrt, schwer verständlich, ein akustischer Cyborg und auch mal als Waschmaschine
Ich frage mich, ob Kraftwerk seiner Zeit auch nach 30 Jahren nicht doch noch immer voraus ist.

Perfekte Einheit von Anspruch und Eingängigkeit (27. Juli 2007)

Was ich an dieser Band schon immer geschätzt habe, war die Konsequenz mit der sie ihr Konzept seit nunmehr über 30 Jahren durchzieht.
Von den Späthippies in den 70-er Jahren als faschistoid und kalt angefeindet oder zumindest als temporärer Scherz des Zeitgeistes belächelt um dann wiederum in den Folgejahren als reptilienhaftes Überbleibsel abgetan zu werden, haben sich Hutter / Schneider niemals von ihrem Weg abbringen lassen.
Da sie sich wohl nie als Rockstars im engeren Sinn gesehen haben, mussten sie sich nicht den gängigen Ritualen des Showbusiness beugen und sind damit auch vom Verschleiß vieler Weggefährten verschont geblieben.
"Die Mensch-Maschine" ist ebenso ein zeitloses Meisterwerk wie sämtliche anderen Alben seit "Autobahn". Darüber hinaus gelingt "Kraftwerk" hier das Kunsstück, hitparadentaugliche Eingängigkeit mit künstlerischem Anspruch zu einer perfekten Einheit zu verschmelzen.

Meilenstein der Musikgeschichte (18. Februar 2007)

Kraftwerk ist sicher die einzige deutsche Band, die einen großen Einfluss auf die Pop-Geschichte hatte. Kraftwerk sind die Erfinder der elektronischer Musik und außerdem für ihren Minimalismus berühmt. Ein Konzert von Kraftwerk erinnert ein wenig an eine Messeausstellung, wenn die Bandmitglieder fast regungslos hinter ihren Notebooks stehen. Wenn dann Sänger Ralf Hütter zum Abschied "Tschüss" sagt, gleicht das einem Gefühlsausbruch.

Die "Mensch-Maschine" enthält neben dem Titellied noch drei Klassiker der Band: "Die Roboter" basiert auf einer Minimalmelodie und einem verschleppten Rhythmus, der tatsächlich klingt wie die Bewegung eines nachgebauten Menschen. "Das Modell" ist hinreißend melancholisch, die Melodie wird man kaum wieder los, der erste Elektropop-Song überhaupt. "Neonlicht" fängt wunderbar die Stimmung einer ausgestorbenen Innenstadt am Abend ein. "Die Mensch-Maschine" beschreibt wie kein anderes Lied das Programm der Gruppe: Die Gratwanderung zwischen künstlichen Klängen und den Menschen, die dahinter stehen. Das Album ist ein Meilenstein der Musikgeschichte.

Meisterstück (14. August 2006)

Mit der CD "Die Mensch-Maschine" haben die Elektro-Pioniere von Kraftwerk erstmals öffentlich gezeigt, wie sie zu ihrer Musik und zu ihrem Auftreten stehen: sie verstehen sich nicht als Musiker im normalen Sinne, sondern als eine Symbiose aus Mensch und Maschine. Und dieser eindruck wird durch das Album deutlich belegt: der Song "Die Roboter" und "Die Mensch-Maschine" sind absolute Electronic-Hits und ziehen mit Roboterstimmen und Synthesizerklängen jeden Fan in ihren Bann. Eins von vielen Meisterstücken der besten Elektro-Band der Welt!

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