Aus der Amazon.de-Redaktion
Man neigt in Momenten spontaner Begeisterung über ein Lied gerne dazu, zu Superlativen zu greifen, die man später bereut. Aber... was soll's... tun wir's trotzdem: Gut möglich, daß "You Got Me" tatsächlich das schönste Lied des Jahres 1999 ist. Kein Mensch, wessen Bauch nicht angenehm warm wird, sobald die wundervolle Stimme von Erykah Badu den irren Jungle-Beat des Stücks milde bricht.Aber "You Got Me" ist nur der Höhepunkt auf einer durchweg fast unglaublich intelligenten HipHop-Platte. Unglaublich, weil nicht allzuviele HipHop-Bands überhaupt eine vierte Platte zustande bringen, und weil sich, anders als The Roots, außerdem noch viel weniger HipHop-Künstler jedesmal die nötige Zeit lassen (können?), um dem eigenen musikalischen, sprachlichen und (hier auch) politischen Anspruch gerecht zu werden. Mit Things Fall Apart sind The Roots noch einmal ein Stückchen besser geworden als bei ihrem Vorgänger Illadelph Halflife. Die sechs Musiker mischen ihre "Roots", Jazz und Be-Bob-Elemente clever ineinander, haben dabei auch wieder reichlich Unterstützung: Neben Erykah Badu finden sich auch bemerkenswerte Auftritte etwa von Talib Kweli, James Poyser und Mos Def (Bei "Double Trouble" oder "Act Too (Love Of My Life")"). Einziges Problem: Noch besser können The Roots eigentlich nicht mehr werden. --Michael Ebert
INTRO
Kontinente driften auseinander, Menschen werden sich zunehmend fremd, Anonymität wird forciert, während The Roots '99 die Kunstform HipHop zum "Next Movement" verdichten, einer so bislang ungehörten, explosiven Mixtur, die letztendlich wieder zu Unity führt. Vom ersten Drumkick ihrer brandneuen Sprengladung "Things Fall Apart" überraschen uns B.r.o.the R.?, Hub, Malik B. und Black Thought mit erhöhten "Adrenaline"-Schüben: angefangen beim ungezügelten Opener "Table Of Contents" über surrealistische OffBeat-Hypnotizer wie "The Realm" bis hin zu hymnenhaften Third-Eye-Slammern wie "The Spark". Die Grundessenz des Roots-Vibes bleibt dabei unverändert wie die Rezeptur von Coca Cola; die neuen Geschmacksnuancen entstehen durch Skillz-Schlagabtausch zwischen Rap-Philosophen und Vollblutmusikern. Lyrische Lichtschwerter aus dem nächsten Jahrtausend, poetische Ausflüge, knallharte, dabei faire DJ- und Freestyle-Battles. Neunzehn nie überschliffene Edelsteine, modern-urbanes HipHop-Songwriting, clevere musikalische Querverweise: "Without A Doubt" brettert über Philly-Legende Schooly D.s "Saturday Night", "Double Trouble" brilliert mit feiner Oldschool-Reminiszenz. Und mit "You Got Me" gibt es den momentan schönsten Lovesong im HipHop, inklusive Soul-Hohepriesterin Erykah Badu und unerwartetem D'n'B-Finale. "Things Fall Apart" ist gewachsenes Kunstwerk und kein künstliches Produkt - eben "(HipHop, You Are) The Love Of My Life". Eben. Chris Maruhn / © Intro - Musik & so
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Kundenrezensionen zu 'Things Fall Apart'
absoluter Klassiker (1. September 2007)
Mit dieser Glanzleistung erreichte das künstlerische Schaffen der Roots -der unumstritten besten Hip-Hop Gruppe der letzten Jahre - seinen Höhepunkt. Neben den allseits bekannten hervorragenden Singles "You Got Me", "Adrenaline" und "The Next Movement" möchte ich vor allem zwei Songs hervorheben. Zum einen das sehr melödiose und mitreissende "Nothing New". Zum anderen "Love of My Life". Hier treffen die Roots auf Common, den wohl besten Hip-Hop-Solokünstler der letzten zehn Jahre, und schaffen ein zeitloses, herausragendes Werk. Botschaft und Musik gehen dabei eine unvergleichliche Symbiose ein und sorgen für einen der besten Hip-Hop Songs aller Zeiten.Der Höhepunkt (16. März 2007)
Ein Geniestreich, ein Meilenstein, ein riesengrosser Wurf! ... Ich könnte ewig so weiter machen. Als ich an einer Diplomarbeit schrieb, hörte ich zum ersten Mal dieses Album durch, so im Hintergrund und ich kannte nur zwei Lieder, die ich ganz nett fand. Naja es hat mich einfach gepackt und bald war das Schreiben im Hintergrund!"Table of Contents", vor allem Part I, ist ein wahrhaftig feuriger Start, der sofort mitreisst und nahtlos bei "The next movement" weitergeht, dieses lockere, frische Ding, das nicht ohne Grund zum Klassiker wurde. Das Prinzip von "Step into a Realm" mit dem an und abschwellenden beinahe hypnotischen Beat ist ebenso einfach wie genial, begleitet von Thoughts wie immer feurigen Rap-Salven. Aus "Dynamite!" ist nicht der trampelnde sondern der groovende Elefant.
"Ain't saying nothing new" ist der Auftakt des, meiner Meinung nach, besten Teils der CD, der weitergeht mit "Double Trouble", etwas vom besten, was die Roots je gemacht haben: Der Beat ein weiterer echter Nackenbrecher und Tariq und Mos Def als fantastisches MC-Team, ...two dope Brothers who got so much soul! They've taken total control of their body and brains, flying high in the sky on a lyrical plane..." Weiter geht's mit "Love of my Live" eine eindrückliche Liebeserklärung an die HipHop Kultur, begleitet von verträumten und sanften Melodien. "100% Dundee" reisst einen gleich wieder aus dem Chillout und beendet mit groovendem, schnell treibenden Rhythmus und einem buchstäblich reissenden Reimfluss dieses Hitquartett komplett. Über "You got me" und Erika Badu's süsse Stimme brauche ich nichts mehr sagen zu müssen. "Don't see us" ist ein würdiger Abgang, bevor uns Ursula Rucker ein letztes Mal bei einem Roots-Album mit ihrer eindrücklichen gesprochenen Strassenpoesie zugleich beehrt und aufklärt. Und wenn man dann erschöpft meint, das sei es nun gewesen hauen sie einem noch den Hidden Track um die Ohren.
Kein Lied ist schlecht auf diesem Album, nicht mal mittelmässig, man kann es komplett ohne richtigen Hänger durchhören. Es hätte eigentlich 6 Sterne verdient. Auf jeden Fall ist es bis jetzt der absolute Höhepunkt ihrer Karriere, auch wenn ich irgendwo hoffe, das da noch mehr kommen könnte...
Völlig überbewertet (17. Januar 2005)
Das Album wird meiner Meinung nach völlig überbewertet.Es sind lediglich 2 gute Tracks auf dem Album nämlich "I got you" und "Adrenaline", der Rest ist schlechtes Mittelmaß.
Natürlich könnte man nun kommen mit " Gegen Kommerz, sehr künstlerisch", aber 10 Tracks des Albums hören sich absolut gleich an und können sorglos übersprungen werden, da sie sofort nerven, dafür gibts nicht mehr als 2 Sterne.
Bestes Rapalbum überhaupt (18. September 2004)
Dieses Album ist das beste Rap-Album, das es je gegeben hat!Gegenüber anderen Rap-Acts, in deren Texten es hauptsächlich ums betonen des eigenen Aufstiegs von der Straße in die Glitzer-Goldkettenwelt des kommerziellen Musikbusiness geht, sprechen die Roots, als "Zunge des Ghettos" die wahren Missstände des Ghettoes an. Das die Roots "real" und obendrein noch höchst musikalisch sind und jedem Komerz entsagen zeigt sich nicht zuletzt auch durch ihre live gespielten Beats, welche die sozialkritischen Texte von Rapper Black Thought mit smoothen Bässen, sehr eingänglichen Gitarrenriffs und nicht zu selten souligen Frauenstimmen (erykah badu) untermalen. Wer diesen Stil mag und sich überdies für das Ghettoleben interessiert, der sollte sich dieses Album auf jeden Fall kaufen, nicht brennen, denn auch Booklet und Cover sind interessant und bieten Einblick in die Welt der Roots. Dieses Album ist das kompletteste Rap-Album, das ich besitze und bietet Musik für Ohr, Hirn, Geist und Seele!
Die Tracks "The next Movement", "You got me" mit Erykah Badu, "Step into the realm", "Act Too" und "100%Dundee" sind nur die Creme de la Creme dieses Albums, bei dem mir jeder Track auserordentlich gut gefällt!






