Aus der Amazon.de-Redaktion
In den Siebzigern machte Elvis eigentlich keine besonderen Alben mehr; er machte nur ein oder zwei gute und einige großartige Singles sowie einzelne Albumtracks, die der Grund sind, warum das Siebziger-Box Set Walk a Mile in My Shoes ein genauso guter Kauf wie die Fünfziger- und Sechziger-Compilations ist. Er veröffentlichte auch einen Haufen Live-Alben -- also welches sollte man nehmen? Das 1968er NBC-"Comeback"-Special war offensichtlich "special", und es gibt diverse Aufnahmen davon; dennoch sollte man es sich besser als Video ansehen. Die 1972 entstandene Aufnahme aus dem Madison Square Garden und das 1973er Aloha From Hawaii via Satellite scheinen oft zombiemäßig, und von da an ging es auch nur noch bergab. Also muß man sich entscheiden zwischen In Person at the International Hotel und dieser CD mit dem ein Jahr später aufgenommenen Auftritt in Vegas -- welche exotischere musikalische Früchte anbietet. Elvis singt hier Songs, die eigentlich mit anderen in Verbindung gebracht werden (Engelbert Humperdinck, Neil Diamond, Creedence Clearwater Revival, den Beatles), obwohl "The Wonder of You" eine Hitsingle wurde. Die Band ist heiß! Hören Sie sich nur James Burtons glühendes Gitarrensolo auf dem Cover von Del Shannons "Runaway" an. Die Backgroundsänger sind sensationell (sie halfen, Elvis' Cover von "Let It Be Me" zu einer wegweisenden Version zu machen), und die ganze Angelegenheit klingt Phil-Spector-mäßig. "The Wonder of You" klingt tatsächlich so engelsgleich, daß man kaum glauben kann, daß es live ist. Dies ist seine beste Aufnahme aus Vegas. --Bill HoldshipKundenrezensionen zu 'On Stage'
Fünf Sterne sind zu wenig! (17. November 2005)
Diese CD bietet wohl die besten Live-Mitschnitte des King in den 70-igern Jahren. Kraft- und eindrucksvoll begeistert er auch noch heute (35 Jahre nach diesen Aufnahmen) mit seinen Interpretationen und ganz einfach durch seine Stimme und beweist, dass er sicherlich zu den größten Sängern aller Zeiten zu zählen ist. Diese CD bietet eine exzellente Zusammenstellung von Songs, erwähnt seien z.B. "Sweet Caroline" oder "Runaway". Hier zeigt Elvis einmal mehr, dass nicht immer die Originalversion die beste sein muss. Selbst "Yesterday" braucht den Vergleich mit dem Original nicht zu scheuen, vor allem, weil Elvis`Interpretation doch eine Spur frischer wirkt, als die zig tausend Mal gehörte Version der Beatles (wohl gemerkt, ich habe nichts gegen die Beatles). Voller Power singt Elvis "Polk Salad Annie", wahrscheinlich die beste Aufnahme dieses oft gespielten Songs. Aber auch weniger häufig aufgenommene Titel wie "Walk a Mile in my Shoes" oder "Let it be me" beeindruchen enorm. Für alle Elvis Fans ist diese CD sowieso ein absolutes Muss, denn sie zeigt (bzw. man hört) den King am absoluten Höhepunkt seiner Karriere. Für alle, die es werden wollen, ein guter Tipp, sie zu kaufen.Elvis at its BEST! (20. Oktober 2005)
Wären doch nur alle späteren Konzerte von Elvis genau so energiegeladen und lebhaft gewesen wie dieses. Insgesamt möchte ich mich auch meinem Vorredner anschließen bis auf einen Punkt: Von Routine ist hier noch keine Spur. Elvis genießt seine Performance und das ist zu hören! Super Live-Auftritt!Eine Aufnahme-Session vor Publikum (28. Oktober 2004)
1970. Vielleicht war der Beginn der Dekade das größte Jahr für Elvis. Die Euphorie des Comebacks war noch nicht verflogen, die professionalisierte Routine aber schon in voller Wirkung. 1970 - das war Elvis, der King. Elvis „sitting on top of the world".Keine Frage: auch Elvis' Plattenbosse hatten das kapiert. Nach dem erfolgreichen Album „Elvis In Person" ein Jahr zuvor - immerhin das erste Live-Album, das von Elvis in seiner Karriere veröffentlich wurde - war den Verantwortlichen bei RCA klar: Elvis auf der Bühne - das hat mehr Potential als jedes Studio-Album. Abgesehen davon: es gab auch überhaupt kein Studio-Material mehr, das an die Mega-Seller „From Elvis in Memphis" und „Elvis In Person / Back In Memphis" hätte aufschließen können. Daher war die Überlegung nur allzu schlüssig: wir gehen nach Vegas und nehmen Elvis (schon wieder) live auf.
Also: „On Stage" - das Album - nur ein billiger Abklatsch?
Keineswegs.
Was Felton Jarvis im Februar 1970 produziert hat, ist eine Aufnahme-Session vor Live-Publikum. Unumwunden macht Elvis gleich zu Beginn der Platte seinen Zuhörern klar: „We're recording a live album here tonight. So, if we make a mistake, we have to start over again."
Das Ergebnis ist eine LP, die nicht versucht, ein Konzert vorzugaukeln (wie es beim Vorgänger „In Person" der Fall war), sondern neues Material und die Live-Atmosphäre miteinander verbindet.
Einzigartig in seiner Art. Und ein Genuß für den Musikliebhaber.
Leider sind beim Re-Issue offenbar Teile der Originalbänder unauffindbar gewesen, sodaß wichtige Sprechteile der Original-LP nicht auf der neuen CD-Auflage zu finden sind.
Trotzdem: ein schönes Teil. Wer aber noch an das Original mit 10 Tracks rankommt, der sollte sich ernsthaft überlegen, sich diese auch noch zuzulegen.
On Stage (6. April 2003)
Dieses Album, welches nun 6 Bonuslieder („In the ghetto", „Don't cry Daddy", „Kentucky Rain", „Suspicius Minds", „Long Tall Sally" und „I can't stop loving you") enthält erschien Anfang 1970 unter gleichem Titel. Manche Lieder, z. B. „Proud Mary" oder „Polk Salad Annie" singt Elvis zwar noch nicht so gut wie es im Film „Elvis on Tour" zu sehen ist, doch die Aufnahmen können sich auf alle Fälle sehen lassen. Schade nur dass „Walk a mile in shoes" in einer langsameren Version gesungen wird. Das Medley „Yesterday / Hey Jude" ist wirklich herausragend. Elvis singt es sehr, sehr, sehr gefühlvoll ( besser wie die Beatles ). See See Rider hat mich ein wenig enttäuscht, da es irgendwie langweilig klingt. „In the ghetto" und „Suspicius Minds" werden natürlich schneller gesungen als im Studio. Ein wirklich gelungene CD, man hätte sie jedoch noch mehr perfektionieren können.Ein Live-Highlight des King (27. Dezember 2001)
On Stage liegt hier in einer um sechs Titel erweiterten Version des 1970 erschienenden Albums vor.Es spiegelt Elvis Bühnenrepertoire zu Beginn der 70er Jahre wider, konzentriert sich dabei aber im wesentlichen auf aktuelles Material. Die Bandbreite reicht dabei von seinen eigenen Hits bis zu brillanten Cover-Versionen anderer Künstler, wie z.B. den Beatles, N.Diamaond u.a., von Balladen bis Rock'n'Roll; und zeigt so eindrucksvoll das musikalische Spektrum Elvis Presleys zu einer seiner besten Zeiten.
Auch für nicht Elvis-Fans ist dieses Album ein Hörgenuß.






