Kundenrezensionen zu 'Mlah'
Revolution Rock (23. Dezember 2004)
Ende der Achtziger befand sich einiges im Umbruch in der Welt des Rock und Pop. Gewillt den Pomp, die klebrige Zähe und die rosarote Heiterkeit eines musikalisch eher verlorenen Jahrzehnts abzuschütteln, fanden sich überall auf der Welt junge Leute zusammen, um zurück zu den Wurzeln des Rock'n'Rolls zu finden. In Boston waren es die Pixies, in Seattle ein junger Mann namens Kurt Cobain. Die Bedeutung dieser Männer ist jedem Musikfreund ein Begriff. Was indes kaum einer weiß: Auch in Europa wurde revolutioniert. Und dies vor allem in einem Land, mit dem wohl kaum jemand gerechnet hatte: Frankreich.Die Négresses Vertes waren eine Ansammlung von igs. 11 jungen Männern und Frauen, größtenteils arabischer Abstammung, aber in Frankreich groß geworden. Ihren Namen hatten sie von einem Pariser Türsteher erhalten, der sie mit dieser Beschimpfung vom Besuch seiner Discothek abhalten wollte. Sie konnten kaum ihre Instrumente spielen, aber das konnten sie großartig. Sie waren mit den Sex Pistols, The Clash oder den Ramones aufgewachsen, aber sie hatten auch französische Chansons gehört, kannten Edith Piaf genauso gut wie ihre afrikanischen Vorfahren. Und all dieses verbanden sie zu einer großartigen Mixtur, die es zuvor so noch nie gegeben hatte. Zumal es den Négresses an einem bestimmt nicht mangelte: Energie. "Zobi la mouche", "Voilà l'été" oder "La danse des Négresses Vertes" sind nur die besten Ergebnisse dieser wahnsinnig explosiven Mischung, die nicht nur die Musik Frankreichs für immer verändern sollte.
14 Schüsse - 14 Treffer mitten ins Herz!



