Brighten the Corners

Verkaufsrang: 64199 (Musik)
Artist: Pavement
Audio CD
EAN: 5018766962482
ListPrice:
Anzahl Medien: 1
Verlag: Domino (Indigo)
Preis: EUR 8,98

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Aus der Amazon.de-Redaktion

Schon bevor Brighten the Corners so richtig in Fahrt kommt, spürt man eine deutliche Verbesserung gegenüber dem lustlosen, harmlosen Wowee Zowee. Einige ganz einfache musikalische Zusätze wie Anschläge am Mellotron und langsam sich entwickelnde Gesangsharmonien öffnen neue Wege für Pavements Sound, ohne ihn jedoch mit zu übertrieben angelegten Strukturen einzuschläfern. Oft wird dieses Album als Pavements "Hausplatte" bezeichnet -- einige Mitglieder haben in dieser Zeit geheiratet -- aber ihre Songs deuten bei Familienangelegenheiten eher auf Verwirrung hin als auf Hausfrieden im Stil von McCartney. Und wie immer dreht sich bei Pavement alles um Rock; der letzte Song des Albums heißt "Fin", aber nicht so sehr als Hommage an den französischen Film als vielmehr im Rhythmus der Marsch-Kadenz von Fleetwood Macs "Tusk". --Rickey Wright

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Kundenrezensionen zu 'Brighten the Corners'

Eine DeLuxe-Edition, die ihren Namen verdient hat (6. Dezember 2008)

Das vierte Werk, welches von PAVEMENT als opulente Doppel-CD veröffentlicht wird, ist seit jeher mein liebstes Album von ihnen gewesen: "Brighten the corners". Dies könnte damit zusammenhängen, daß es die erste Scheibe war, die ich von ihnen kannte, aber auch, weil sie beim ersten Anhören etwas eingängiger (aber keineswegs gefälliger oder gar oberflächlicher) daher kommt als die Platten davor. Der Lo-Fi Sound ist noch immer vorhanden, wird aber gepaart mir ein bisschen mehr Melodien als zuvor (wobei mir immer schon klar war, daß PAVEMENT eingängige Sachen schreiben KÖNNEN, dies aber nicht vordergründig ihr Anliegen war) und "Brighten the corners" klingt ein bisschen polierter als die Alben davor. Als Einstieg zu PAVEMENT ist diese Platte ideal.
Nun zur Neuveröffentlichung (Dezember 2008): wie bei den Re-Issues zuvor bleibt einem der Mund offen stehen: Neben dem Album mit 12 Titeln haben es sage und schreibe 32 (ZWEIUNDDREISSIG!!!) weitere Tracks auf die 2 CDs geschafft, das heisst es gibt 44 Songs...! Das Beste daran: häufig ist bei Re-Issues oder DeLuxe-Editions die Langeweile und der Frust groß, da rumpelige Demo-Aufnahmen, alberne Remixe oder leicht veränderte (etwas längere oder kürzere) Versionen oder alte Studioaufnahmen von bekannteren Tracks auf die Alben kommen - nicht so hier. Qualitativ mindestens gleichwertig sind die beigefügten Songs - teilweise sind sie etwas mehr lo-fi und schräger geraten als das Material auf dem Album, was das Herz eines jeden PAVEMENT-Fans selbstverständlich höher schlagen lassen wird. Die vielen zusätzlichen Tracks bestehen aus:
- 10 B-Seiten, teilweise noch mal in veränderten Versionen
- 7 unveröffentlichte Songs
- 1 unveröffentliches Song-Intro
- 2 Sampler-Beiträge
- 4 John Peel Session Songs
- 4 Tracks aus einer amerikanischen Radio-Session
- 4 Songs von Radio One Evening Session
So wie auch schon bei den drei Re-Issues zuvor hab ich das Gefühl und den Eindruck, PAVEMENT waren ein so gut wie nie versiegender Quell an tollen Ideen, guten Songs und coolen Texten. Diese Doppel-CD wirkt wie aus einem Guss und aus dem Ärmel geschüttelt, so als hätte sie schon immer so sein sollen. Wunderbar, eine Ausnahmeveröffentlichung!

Immer wieder mitreißend und nach wie vor außergewöhnlich ... (6. November 2005)

Als ich 1997 zum ersten Mal "Stereo" von Pavement hörte, war ich schwer begeistert. Neben der Musik an sich, hatte es mir insbesondere der Gesang von Stephen Malkmus angetan. Manchereiner würde es vielleicht nicht als Gesang bezeichnen wollen, aber gerade Stephen Malkmus ist es, der Pavement zu etwas Besonderem macht. Auf unnachahmliche Art und Weise legt er seinen Gesang oder meinetwegen auch Sing Sang über die Musik, dass es dem ungeübten Hörer zunächst sicher oft so vorkommt, als wären die Musik und der Sangespart unabhängig voneinander entstanden und dann in einer spontanen Zusammenkunft zusammengeführt worden. Gerade diese scheinbar oft fehlende Harmonie zwischen diesen beiden Elementen macht für mich den Reiz bei Pavement und insbesondere bei "Brighten the Corners" aus. Anders als diese Beschreibung es vielleicht vermuten läßt, passt dann aber doch alles irgendwie perfekt zueinander. Ein großes Album allemal und neben "Wowee Zowee" der Höhepunkt im Schaffen Pavements.

Wie schön die Gitarre sein kann... (4. Mai 2000)

Pavement war mir unbekannt - bis ich sie auf Viva 2 sah. Welch schöne Gitarre da gespielt wird, erinnert an "Devine Comedy" oder die Stimme von Morrissey. Erstaunlich, dass Amerikaner so schönen "Brit-Pop" schreiben können.

Pavement ist und bleibt schlichtweg genial (3. Dezember 1999)

Pavement.Pavement! Nie gehört? Na, dann wirds höchste Zeit; denn im Zeitalter studioüberzüch-teter Plastikmusik ist diese Band wohl eine der letzten, die es schafft, durch, auf den ersten Blick schlichte smoothe Arrangements (wenns sein muß, können sie auch zur Sache kommen!), ohne Auf-gesetzt- und Abgeschmacktheit zu überzeugen. Man muß nicht unbedingt ein eingeschworener Angänger der Lo-Fi-Gemeinde sein, um sich auf diese abge-drehte Entdeckungsreise nach dem roten Faden in den auf den ersten Blick unauffälligen Stücken einzulassen. Stephen Malkmus ist und bleibt einer der letzten Songwriter-Masterminds, der es ver-steht, seine alltagsphilosophisch angehauchten Schrägheiten klein und fein, und wenn es sein muß, auch mal knallig laut zu verpacken (frei nach dem Motto: Musik muß richtig laut sein, damit uns jemand glaubt). Pavement! nie gehört? Dann ist 'Brighten the Corners' sicher nicht die schlechteste Platte, um sich endlich in die Nische der neuen amerikanischen Alternativmusik zu verirren, und wer weiß, sich vielleicht auch darin zu verlieren. Allen, die gewillt sind, eine Platte auch mehrmals anzuhören, die nicht erwarten, beim zweiten mal jedes Stück aus vollem Hals lautstark mitgröhlen zu können, sei diese Platte, und überhaupt diese Band herzlich emp-fohlen - sie wächst mit dem Hörer.

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