Aus der Amazon.de-Redaktion
Schon bevor Brighten the Corners so richtig in Fahrt kommt, spürt man eine deutliche Verbesserung gegenüber dem lustlosen, harmlosen Wowee Zowee. Einige ganz einfache musikalische Zusätze wie Anschläge am Mellotron und langsam sich entwickelnde Gesangsharmonien öffnen neue Wege für Pavements Sound, ohne ihn jedoch mit zu übertrieben angelegten Strukturen einzuschläfern. Oft wird dieses Album als Pavements "Hausplatte" bezeichnet -- einige Mitglieder haben in dieser Zeit geheiratet -- aber ihre Songs deuten bei Familienangelegenheiten eher auf Verwirrung hin als auf Hausfrieden im Stil von McCartney. Und wie immer dreht sich bei Pavement alles um Rock; der letzte Song des Albums heißt "Fin", aber nicht so sehr als Hommage an den französischen Film als vielmehr im Rhythmus der Marsch-Kadenz von Fleetwood Macs "Tusk". --Rickey WrightKundenrezensionen zu 'Brighten the Corners'
Eine DeLuxe-Edition, die ihren Namen verdient hat (6. Dezember 2008)
Das vierte Werk, welches von PAVEMENT als opulente Doppel-CD veröffentlicht wird, ist seit jeher mein liebstes Album von ihnen gewesen: "Brighten the corners". Dies könnte damit zusammenhängen, daß es die erste Scheibe war, die ich von ihnen kannte, aber auch, weil sie beim ersten Anhören etwas eingängiger (aber keineswegs gefälliger oder gar oberflächlicher) daher kommt als die Platten davor. Der Lo-Fi Sound ist noch immer vorhanden, wird aber gepaart mir ein bisschen mehr Melodien als zuvor (wobei mir immer schon klar war, daß PAVEMENT eingängige Sachen schreiben KÖNNEN, dies aber nicht vordergründig ihr Anliegen war) und "Brighten the corners" klingt ein bisschen polierter als die Alben davor. Als Einstieg zu PAVEMENT ist diese Platte ideal.Nun zur Neuveröffentlichung (Dezember 2008): wie bei den Re-Issues zuvor bleibt einem der Mund offen stehen: Neben dem Album mit 12 Titeln haben es sage und schreibe 32 (ZWEIUNDDREISSIG!!!) weitere Tracks auf die 2 CDs geschafft, das heisst es gibt 44 Songs...! Das Beste daran: häufig ist bei Re-Issues oder DeLuxe-Editions die Langeweile und der Frust groß, da rumpelige Demo-Aufnahmen, alberne Remixe oder leicht veränderte (etwas längere oder kürzere) Versionen oder alte Studioaufnahmen von bekannteren Tracks auf die Alben kommen - nicht so hier. Qualitativ mindestens gleichwertig sind die beigefügten Songs - teilweise sind sie etwas mehr lo-fi und schräger geraten als das Material auf dem Album, was das Herz eines jeden PAVEMENT-Fans selbstverständlich höher schlagen lassen wird. Die vielen zusätzlichen Tracks bestehen aus:
- 10 B-Seiten, teilweise noch mal in veränderten Versionen
- 7 unveröffentlichte Songs
- 1 unveröffentliches Song-Intro
- 2 Sampler-Beiträge
- 4 John Peel Session Songs
- 4 Tracks aus einer amerikanischen Radio-Session
- 4 Songs von Radio One Evening Session
So wie auch schon bei den drei Re-Issues zuvor hab ich das Gefühl und den Eindruck, PAVEMENT waren ein so gut wie nie versiegender Quell an tollen Ideen, guten Songs und coolen Texten. Diese Doppel-CD wirkt wie aus einem Guss und aus dem Ärmel geschüttelt, so als hätte sie schon immer so sein sollen. Wunderbar, eine Ausnahmeveröffentlichung!






