Aus der Amazon.de-Redaktion
Entombed gehören zu den wenigen Bands, die es geschafft haben, in zwei ziemlich unterschiedlichen Genres absolute Hammeralben zu veröffentlichen. Ihr Debüt Left Hand Path ('90) gehört zu den feinsten Elaboraten schwedischer Death-Metal-Kunst, und das dritte Langeisen Wolverine Blues ('93) sorgt bei Freunden derber Rotzrock-Sounds für glänzende Augen.Ganz so weit auseinander liegen die beiden Alben allerdings gar nicht, denn Wolverine Blues wartet mit dem typischen, knarzigen Gitarrensound auf, der eigentlich nur aus der Hölle kommen kann, in Wahrheit aber auf dem Mist von Sahne-Producer Tomas Skogsberg gewachsen ist. Auch ein Teil der harten Riffs sind feinste Todesblei-Schule, waschechte Hits wie "Hollowman", "Evemaster", "Wolverine Blues" oder "Contempt" hingegen bekam man von den Stockholmern früher nicht serviert. Die Mischung aus brutaler Härte und schnoddrigen Melodien stimmt millimetergenau und wurde danach nur von wenigen Bands je wieder erreicht. --Michael Rensen
Kundenrezensionen zu 'Wolverine Blues'
Wuhaha (10. Februar 2008)
Ihr wollte einen Meilenstein? Hier habt ihr ihn!Ein 10 von 10 Punkte Machwerk der schmuzigsten, räudigsten DeathnRoll-Machart, dass einem der Dreck an der Sohle schmilzt.
Jedes Nackenbrecherriff sitzt an der richtigen Stelle und keine dahingeröchelte Silbe des göttlichen Asis LG verfehlt seine Wirkung. Der logische Schritt nach "Clandestine" konnte sich nur exakt so anhören und bleibt bis dato unerreicht. Auch die nachfolgenden (guten) Alben "To Ride, Shoot Straight,...", "Same Difference" oder "Uprising" haben es nicht geschafft an diesen Monolith heranzureichen. Mit "Morning Star wäre es ihnen fast gelungen aber eben nur fast...
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Entombed - Wolverine Blues (26. August 2005)
Ende der Achtziger gegründet, sollte schon gleich, im Jahre 1990 das erste Meisterwerk in Form ihres Debutalbums Left Hand Path erscheinen. Der Stil war anno damals wirklich aufsehenserregend: Zum einen lieferten sie hammerharten Death mit leichtem Black Unterton, jedoch war eben dieser dauernd von einem Groove begleitet, der sich unüberhörbar aus Einflüssen wie Blues und Rock'n Roll zusammensetzte. Über den grandiosen Schnellschuss Clandestine (Anfang '91), bis hin zum hier vorgestellten Wolverine Blues ('94) sollte sich dieser Stilmix fortsetzen und dabei sogar noch stetig an Qualität gewinnen. Danach gings eher bergab. Nicke Anderson, Gründer und massgeblicher Song/Soundwriter verliess wegen interner Streitereien die Band. Was dies für musikalische Auswirkungen haben sollte, zeigte sich dann auch gleich auf dem nächsten Album. To Ride, Shoot Straight and Speak the Truth, auf welches die Fans fast vier Jahre warten mussten, langweilte mit ausgelutschtem Old School Scandinavian Metal ohne Witz, geschweige zündender Ideen. Noch schlimmer wurde es nur noch auf dem '99 Werk Same Difference, welches zu allem Übel noch mit Alternative Metal und verhunzten Cover Versionen (zb. von King Crimson) nervte. Lichtblick war dann wieder das, im Jahre '02 erschienende Death Feuerwerk Morning Star. Auch wenn es auf eben jener Scheibe eher straight zur Sache ging, der Groove nur an manchen Stellen wieder in den Song fand, so waren die Arrangements doch insgesamt so mitreissend und sprühten vor toller, melodischer Ideen, Solis und dergleichen mehr das es nach langer Zeit mal wieder eine wahre Freude war, eine Entombed Cd im Player verschwinden zu lassen. Die bis dato letzte Veröffentlichung Inferno vermag dies zwar nicht mehr zu toppen, stagniert aber auf einem guten Level.Wolverine Blues beginnt mit "Eyemaster". Trademarks dabei: Treibende, tiefergestimmte, wuchtige Gitarren gepaart mit gutgetimeten Drumming erzeugen Druck. Ein Killerriff jagt dabei das nächste. Die Beats wechseln derweil zwischen doomig-schleppend bis hin zu mitreissend schnell und die Vocals seitens Lars-Goran Petrov sind dreckig geschrien und passen optimal zu der teils düsteren aber hauptsächlich wütenden Atmosphäre des Songs. Das nachfolgende "Rotten Soil", der atemberaubende Titeltrack und das vor Abwechslung und unbändiger Energie strotzende Meisterwerk "Hollow Man", setzen diesem Treiben die verdiente Krone auf. Irgendwo dazwischen, gewaltige Brocken wie "Demon". Irgendwann danach, Death'n Roller in höchster Perfektion ("Heavens Die"). Schlussendlich dann, hin zum unbarmherzigen, alles zerschmetternden "Out Of Hand" erlauben sich Entombed keinen Aussetzer, keinen Lückenfüller, absolut keinen Fehler, sondern liefern mit Wolverine Blues ihren Zenit ab.
Für Freunde des Death'n Roll, ein absoluter Pflichtkauf!






