Watermark

Verkaufsrang: 2520 (Musik)
Artist: Enya
Audio CD
EAN: 0002292438752
ListPrice:
Anzahl Medien: 1
Verlag: Wea (Warner)
UPC: 022924387524
Preis: EUR 6,41

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WATERMARK

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Kundenrezensionen zu 'Watermark'

Nicht genial, aber ganz gut... (7. Januar 2009)

So richtig umhauen tut mich Watermark nicht...das tat erst Shepherd Moons.
Natürlich sind dort einige gute Songs drauf wie "Oronico Flow" und "Storms in Africa"...und mein Favorit, das düster-mächtige "Cursum Perficio".
Aber im großen und ganzen ist es nicht halb so schön wie der Nachfolger von 1991. Den wird Enya wohl nie wieder übertreffen...

Musikalische Landmarke (14. Dezember 2008)

Es war Weihnachten 1988: einem alten Reflex folgend schaltete ich zwischendurch das Radio ein, wollte wissen, ob bei BFBS die Top 20 lief. Ich hörte aber getragene Musik mit sakralem Touch und glaubte schon, es gäbe ein Sonderprogramm zu den Feiertagen, als sich dann doch die vertraute Stimme meldete und anmerkte, hier handele es sich um den ersten Neueinsteiger der Woche, gesungen von ... für mich hörte es sich an wie "Anja" englisch ausgesprochen. Da es mich sehr wunderte, dass etwas so schönes charttauglich war, stellte ich Nachforschungen an und fand Tage später - in der Prä-WWW-Ära dauerte sowas noch - heraus, dass ich Enya mit "Evening falls" von ihrem Album "Watermark" gehört hatte.
Mit dieser Story offenbare ich zugleich, dass mir ihr vorangegangener Super-Hit "Orinoco flow" anscheinend unbekannt geblieben war. Hätte sie nur Stücke wie diesen Karibik-Knüller eingespielt, wäre sie für mich wohl ein Name unter vielen geblieben. Ihre Balladen dagegen konnten verzaubern, beim Hören der kompletten CD das gälische "Na laetha geal m'oige" mehr noch als "Evening falls".
Enya war die erste weibliche Songwriterin und Interpretin, die mit einem Album bei mir Nummer eins wurde und die zwei Jahrzehnte währende Dominanz der Musik machenden Männer beendete. Später wurde sie von der etwas vielseitigeren Loreena McKennitt verdrängt - nicht zuletzt, weil Enyas im Abstand von mehreren Jahren veröffentlichten Nachfolge-Alben eigentlich immer gleich klangen. Einerseits konnte man auf diese Weise zwar sicher sein, keinen Fehlkauf zu tun, andererseits wurde aber so die Erwartung enttäuscht, es könne noch eine Steigerung des anfänglichen Glücksgefühls geben.
Für mein Empfinden hat Enya nur an zwei Punkten den Standard übertroffen, den sie mit "Watermark" gesetzt hat: inhaltlich mit dem religiös anmutenden "Memento .. et itur ad astra" (das für mich in der Erinnerung unauslöschlich mit dem Tod meines Vaters verknüpft ist) und musikalisch mit jener himmlischen halben Minute gegen Ende von "Water shows the hidden heart", wohl das Optimum an Vokalharmonien, das eine einzelne Person mit Hilfe von Studiotechnik hervorbringen kann.
Abgesehen davon weiß aber genug von Enyas Musik, wer eine ihrer CDs kennt. Und dann wäre "Watermark" der Vorzug zu geben, weil das Original gegen über allen Remakes doch so etwas wie das Erstgeburtsrecht beanspruchen darf.

Der kommerzielle Durchbruch (19. November 2008)

Das Album, mit dem man den internationalen Durchbruch schafft, stellt in der Karriere eines Künstlers immer eine Besonderheit dar. Mit der Singleauskopplung "Orinoco Flow" knackte Miss Eithne Patricia Ní Bhraonáin alias Enya europaweit die Top 10 der Charts (unter anderem Nummer 1 in Großbritannien) und auch das Album konnte vordere Plazierungen belegen. Leider ist eben genannter Song eher einer der Schwachpunkte der Platte, ob man das am exzessiven Radioeinsatz oder am Lied selbst festmachen soll, vermag ich nicht recht zu sagen.

Dabei hat "Watermark" durchaus hörenswerte Mixturen aus irischer Folklore und Synthieklängen zu bieten. Meilenweit allen anderen Tracks voraus dabei das düstere "Cursum Perficio", auch der eröffnende Titeltrack weiß zu gefallen. Dennoch trifft stellenweise auch auf dieses Enya-Album der Vorwurf des Hochglanzkitsches zu, beispielhaft dafür "The Longships". Das wirkt - gerade wenn man als Vergleich das doch noch etwas rauere Debütalbum "The Celts" heranzieht - einfach überproduziert. Wohltuend hebt sich dagegen das in der irischen Nationalsprache Gaeilge gesungene "Na Laetha Geal M'óige" ab - angenehm zurückgenommen und sparsam instrumentiert. Traumhaft schön!

Wie bei vielen andere Alben der Irin muß man sich die Highlights herauspicken, beim Durchhören am Stück erreicht man schnell die Soundzuckerguß-Erträglichkeitsgrenze. Dennoch ein - passende Stimmung vorausgesetzt - hörenswertes Album, das zum Träumen einlädt.

Das düstere "Cursum Perficio" (17. Juni 2007)

Den Titel "Orinocco Flow" kannte ich ja schon vorher aus dem Album "Paint the Sky with Stars", das ich mir ja wegen "Orinocco Flow" gekauft habe, und nicht wegen "Watermark", wie ich zu meiner Schande gestehen muß. Das Lied klingt schon so wie der Fluß. "Watermark ist auch ein Favorit, und erinnert mich vom Namen her an das System von Wasserstraßen in Irland. Es ist ein ruhiger Titel.
Der beeindruckeste Titel ist für mich aber, und das hat ein anderer Vorrezensent auch schon festgestellt, ist "Cursum Perficio". "Cursum Perficio" ist ein düsterer Titel. In dem Computerspiel "Sanitarium" kommt in einem Level ein Hintergrundthema vor, das dem Anfang von "Cursum Perficio" ziemlich gleicht. Und so würde "Cursum Perficio" auch in dieses Genre passen: Düster, bedrohlich, wenn auch ohne Höhepunkt.

Alleine wegen dieser drei Titel ist das Album schon wert, es sich zu kaufen.

Da scheiden sich die Geister... (14. Dezember 2005)

... und diskutieren heftig die Frage: Ist das nun aufgepeppter, belangloser Edelkitsch oder nicht? Ich halte es mehr mit der zweiten Fraktion. Vor vielen Jahren durch "Orinoco flow", einer für die damaligen Charts recht ungewöhnlichen Pop-Nummer auf Enya aufmerksam geworden, schätze ich seitdem eigentlich noch mehr die ruhigen Balladen. Es ist einfach wunderschöne Musik zum Abschalten und Entspannen in beinahe jeder Situation. Man mag ihr vorwerfen, sich seit "Watermark" immer nur wieder selbst kopiert zu haben (ohne jetzt irgendeinen Vergleich zu ziehen, mögen Klassiker mir die ketzerische Anmerkung verzeihen, daß der zu recht hochgeschätzte Johann Sebastian Bach schon im Barock der König des Selbstplagiates war...), aber ihre Konstanz, nicht dem angesagten Trend zu folgen, hat in den heutigen extrem schnellebigen Medien etwas Beruhigendes. Insbesondere reizvoll sind sämtliche Stücke, die sie auf Gälisch singt und somit einer aussterbenden Sprache noch einmal Gehör verschafft. Enya ist zweifellos nichts für Hörer, die von jedem Stück "Action" erwarten. Die Melodien erschließen sich beim ruhigen Zuhören - übrigens finde ich es stets verblüffend, daß Enyas Musik am besten in der dunklen Jahreszeit funktioniert. Wer "Watermark" in die Esoterik-Ecke einsortiert, hat bestimmt nicht ganz unrecht... Für Hörer, die die keltische Motivik schätzen, aber denen der Sound zu verhallt und künstlich erscheint, könnte sich ein Abstecher zu Enyas Schwester Maire Brennan und der Gruppe Clannad lohnen; hier werden die keltischen Folk-Einflüsse "erdiger" verarbeitet als bei Enya. Wer aber einfach Musik zum Zuhören und Entspannen sucht, der ist bei "Watermark" mit Sicherheit gut aufgehoben!

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