Aus der Amazon.de-Redaktion
"Look At This Niggaz With Attitude" reimen Ice Cube, Dr. Dre und MC Ren in "Hello", dem ersten Song, von War & Peace Vol. 2 (The Peace Disc). Eine durchaus programmatische Aussage, die Ice Cube in den restlichen 13 Songs auch ohne die Hilfe seiner N.W.A.-Kumpels überzeugend einlöst. 18 Monate nach dem alles in allem enttäuschenden ersten Teil, War & Peace Vol. 1 (The War Disc), zeigt seine Formkurve mit diesem Album wieder steil nach oben. Ice Cube rockt mit Hilfe seiner Freunde Chris Rock, Mack 10, Krayzie Bone und Jayo Felony in Tracks wie "You Ain't Gotta Lie (Ta Kick It)" und "Supreme Hustler" von der ersten Sekunde an das Haus. Statt schlapper Beats begeistert er diesmal endlich wieder mit Grooves, die sofort in die Beine gehen. Neben Stücken wie "You Can Do It", das bereits den Soundtrack zu Next Friday verzierte, überzeugt Mr. Cube auch in Songs wie "Roll All Day" und "Until We Rich" mit einer ausgefeilten Mixtur aus beißenden Raps und zugkräftigen Harmonien. Höhepunkt des Albums ist aber mit Sicherheit die von Sean Puffy Combs produzierte Funk-Granate "Gotta Be Insanity". Einer der besten Songs, den Ice Cube bis jetzt einspielte. --Norbert SchieglKundenrezensionen zu 'War & Peace Vol. 2 - Peace'
Legendary Ice Cube (6. Januar 2008)
Nachdem Ice Cube mit Beginn seiner Hollywood-Karriere doch stark an seinem Staatsfeind #1-Immage eingebüßt hatte, brachte er 1998, also 5 Jahre nach seinem letzten Studioalbum, den ersten seiner beiden "War & Peace"-Teile heraus, um zu beweisen, dass er immer noch zu den größten Gangster-Rappern gehört, die es gibt. Leider ging dies ziemlich in die Hose, da "The War Disc" doch etwas übertrieben hart geworden ist, was den meisten Fans nicht besonders gefiel. "The Peace Disc", die 2000 auf den Markt kam, ist zwar auch alles andere als friedlich oder ruhig, doch alles wirkt einfach etwas harmonischer als auf dem Vorgänger, was den Hörgenuss deutlich steigert.Mit einer Art N.W.A-Reunion auf "Hello" beginnt dieses Album richtig grandios. Dr. Dre bastelte dafür einen harten und treibenden Beat und ist auch am Mikrofon vertreten, sieht aber im Vergleich zu Ice Cube und MC Ren, die grandios rappen, etwas alt aus, da er eben nicht ganz so ausgefeilte Skills wie die beiden hat. Gleich der nächste Track, "You Ain't Gotta Lie (Ta Kick It)", hat ebenfalls ein richtig hart pumpendes Instrumental, das richtig gut ab geht. Cube beweist hier aufs Neue, dass er zurecht eine Rap-Legende ist und spuckt motivierte und bissige Rhymes. Im Hintergrund hört man auch noch Comedian Chris Rock, wie er seine Sprüche klopft - einfach klasse! Weitere Westcoast-Acts gibt es mit Jayo Felony, Gangsta und Squeak Ru auf "The Gutter Shit". Der Beat ist zwar nichts Großartiges, lediglich schlicht, hart und ohne Hintergrundmelodie, doch das macht überhaupt nichts. Im Gegenteil. Es unterstreicht sogar die fantastischen Raps der vier. Dass es auch etwas gediegener geht, bekommt man auf "Supreme Hustle" zu spüren. Das Instrumental ist layed back, dennoch sehr rhythmisch, sodass er einem direkt ins Gehör übergeht. Auch Cube zeigt sich mit seinen Vocals über seine Art und Weise Geld zu verdienen, von seiner besten Seite. Ein richtiges Meisterwerk hätten wir mit "Until We Rich". Es ist ein verdammt chilliger Song, bei dem der entspannt, aber dennoch engagiert rappende Ice Cube von Krayzie Bone unterstützt wird, der mit seiner smoothen Stimme einen super Hook performt. Der ein oder andere sollte den Party-Banger "You Can Do It" feat. Mack 10 und Ms. Toi kennen. Auch dies ist wieder eine echte Bombe, bei der vor Allem Ice Cube, aber auch seine Gäste, lyrisch voll und ganz überzeugen können. Einen perfekten Song zum Cruisen liefert uns Ice Cube mit "Roll All Day". Er wirkt leicht düster, aber hat dennoch eine angenehme Dynamik, was perfekt mit Cube's lässigen Rhymes harmoniert. Weitere Tracks, die ebenfalls nicht von schlechten Eltern sind, gibt es mit dem ruhigeren "24 Mo' Hours", dem schnellen "Gotta Be Insanity", dem etwas härteren "Can You Bounce?" und mit dem chilligen "Record Company Pimpin'", die jedem Fan des Eiswürfels das Herz ein Stückchen höher schlagen lassen. Leider ist an "The Peace Disc" nicht alles positiv. So enttäuschen die sehr schwach gewordenen "Waitin' Ta Hate" und "Nigga Of The Century" auf ganzer Linie. Auch die unnötigen Inserts/Skits, ganze vier an der Zahl, stören eigentlich nur, sodass man sie sofort weiterskippt. Dies waren jedoch die einzigen Mängel, die dieses Album vorweist. "The Peace Disc" ist zwar bei Weitem nicht so gut wie seine Werke "Death Certificate" und "The Predator", dafür aber deutlich besser als der Vorgänger. Man bekommt hier zwar keinen neuen Meilenstein der Rap-Geschichte, dafür aber guten und soliden Westcoast-Hip Hop, weshalb sich jeder Fan von Ice Cube diese Platte nicht durch die Finger gehen lassen sollte.
Insgesamt sehr ordentliches Album (30. September 2006)
Das im Jahr 2000 erschienene Album "War & Peace Vol. 2 (The Peace Disc)" von Ice Cube ist insgesamt betrachtet zwar mit Sicherheit kein absoluter Meilenstein innerhalb des Hip Hop-Genres, aber dennoch eine durchaus annehmbare und hörenswerte CD. Für meinen Geschmack enthält die Scheibe mit insgesamt 18 Tracks allerdings ein paar Lieder zuviel, darunter befinden sich auch einige mehr oder weniger überflüssige Inserts ("Pimp Homeo", "Mental Warfare", "Mackin' & Driving" und "Dinner With The CEO"). Die eigentlichen Tracks sind jedoch durchaus als hochwertig zu bezeichnen, zu nennen wären in dieser Hinsicht vor allem "Until We Rich" (featuring Krazy Bone) und "You Can Do It" (featuring Mack 10 & Ms. Toi), auch "Gotta Be Insanity" und "Record Company Pimpin'" können durchaus überzeugen.Im Vergleich zu Ice Cubes vorangegangenem Album "War & Peace Vol. 1 (The War Disc)" sind die Tracks durchgängig ruhiger gehalten und strahlen deutlich weniger Agressivität aus. Überhaupt finde ich die Idee, zwei Alben, die in einem solchen Verhältnis zueinander stehen, wie dies bei "War & Peace Vol. 1 (The War Disc)" und "War & Peace Vol. 2 (The Peace Disc)" der Fall ist, zu veröffentlichen, sehr positiv und auch ihre Umsetzung durchaus gelungen.
Alles in allem betrachtet ist "War & Peace Vol. 2 (The Peace Disc)" einen Kauf sicherlich wert, wer hier allerdings ein wirklich großes Hip Hop-Album erwartet, wird aber eine kleine Enttäuschung erleben. Ice Cube kann auch mit dieser Scheibe nicht an seine einstigen Glanzzeiten in den frühen 90er Jahren anknüpfen, trotzdem sind seine musikalischen Leistungen immer noch höher einzuschätzen als die der meisten anderen Gangsta Rapper.





