Verkaufsrang: 2031 (Video)
Actor: Robin Williams
Actor: Robert Sean Leonard
Actor: Ethan Hawke
AudienceRating: Freigegeben ab 12 Jahren
Binding: Videokassette
Director: Peter Weir
EAN: 4011846209478
Format: Dolby
Format: HiFi Sound
Format: PAL
Label: Touchstone
Languages:
ListPrice:
Manufacturer: Touchstone
Verlag: Touchstone
Erscheinungsdatum: 2. Mai 2002
Spielzeit: 123
Studio: Touchstone
TheatricalReleaseDate: 9. Juni 1989
von: Robin Williams (Hauptdarsteller), Robert Sean Leonard (Hauptdarsteller), Maurice Jarre (Komponist)
Preis: EUR 4,20
Aus der Amazon.de-Redaktion
Das Credo des Welton Internats für Jungen besteht aus den vier Leitbegriffen: Tradition, Ehre, Disziplin, Leistung. Ebenso starr und streng wie diese Richtlinien sind die Lehrmethoden, mit denen die Schülerschaft, die den reichsten Familien des Landes entstammt, auf ihre elitäre gesellschaftliche und wirtschaftliche Rolle vorbereitet werden soll.Doch auch reiche Jugendliche sind eben nur Jugendliche mit derselben Neugier auf das Leben und derselben Leidenschaft und Begeisterungsfähigkeit wie ihre nicht so betuchten Altersgenossen. Diese Eigenschaften sind es, die den neuen Englischlehrer John Keating (Robin Williams) besonders faszinieren und ihm fördernswert erscheinen. Für ihn ist Unterrichten mehr als ein Job: eher eine Berufung, der er mit Hingabe folgt. Entgegen den strengen Richtlinien des Internats ist es Keatings Anspruch, seine Schüler zu Freidenkern zu erziehen. "Carpe Diem" (Nutze den Tag), rät er den Jungen und will damit ihren Sinn für die Poesie und die schönen Dinge des Lebens schärfen.
Ein Ansatz, den vor allem die Freunde Todd Anderson (Ethan Hawke) und Neil Perry (Robert Sean Leonard) begeistert verfolgen. Dass nicht nur die Schulleitung, sondern auch die nicht minder konservativen Elternhäuser der beiden Jungen Keatings Methoden nicht billigen und sogar als bedrohlich für die eigenen Wertvorstellungen empfinden, ist die Ursache für die Katastrophe, die sich unabwendbar ankündigt.
Der Club der toten Dichter ist ein flammendes Plädoyer für die Poesie, die Fantasie und die Liebe, von Peter Weir bildgewaltig in Szene gesetzt und von Maurice Jarre, der die Filmmusik komponierte, kongenial vertont. Ein emotionsgeladenes Drama, das die ganze Palette der großen Gefühle in sich vereint und den Zuschauer garantiert nachhaltig beeindruckt. Robin Williams wurde für seine eindrucksvolle Darstellung des ambitionierten Lehrers John Keating für den Oscar als bester Hauptdarsteller nominiert. Jungdarsteller Ethan Hawke (Gattaca, Große Erwartungen) legte mit diesem Film den Grundstein für seine steile Hollywood-Karriere.
Der australische Regisseur Peter Weir zeigt in seinen Filmen häufig Interesse an der Konfrontation zweier unterschiedlicher Welten oder Lebensanschauungen. Wie beim Club der toten Dichter Konformität und Individualismus aufeinander prallen, so wird in Der einzige Zeuge eine Amish-Kolonie mit der Korruption der modernen Polizeiarbeit konfrontiert, in der romantischen Komödie Green Card werden ein Franzose und eine Amerikanerin in eine turbulente Zweckgemeinschaft gepresst. Zuletzt konnte Weir mit seiner "Mediensatire" Die Truman Show international Kritiker und Publikum gleichermaßen begeistern. --Benno Limberg
Kundenrezensionen zu 'Der Club der toten Dichter'
Mein Captain, mein Captain (25. September 2008)
Lehrer, die Verantwortung für ihre Schüler nehmen, sind seltener zu finden, als Omnibusse am Himmel zu sehen.Peter Weir erzählt die Geschichte eines solchen "phantastischen Lehrers" und seiner Schüler.
In unsere nachkriegsfunktionalisierenden Bildungsmisere ist der Lehrer als "Führer" bzw. "Leuchtturm" verpöhnt und antiautoritäre 68Pädagogik hat ihre Spuren der Verantwortungslosigkeit ( das nennen "Wir" dann Freiheit des antiautoritären Charakters alla Peter Weiß) hinterlassen.
Daß aber Kinder Vorbilder als emotionale Heimat brauchen, um in ihren Wachstumsprozessen über sich selbst hinaus zu wachsen, verdeutlicht dieser Film aufs Entschiedenste und steht da mit auf der anderen Jordanseite unserer Bildungswüste: Leider ist in unserer vaterlosen Gesellschaft der "Lehrer" zur unheiligen Ersatzikone verkommen. Menschen zu bilden darf nichts mehr mit Menschenbildung zu tun haben und die "industrielle Vermittlung" von Wissen ist (Gang und Gebe)() (wenn du nicht funktionierst hagelt es Kopfnoten anstatt vorbildliche Fürsorge): Gewissen aber und Solidarität sind Selektion und Prüfungsangst gewichen. Verantwortungsvorbild kann man aber nur sein, wenn man der "Logik" der Offenheit der Emotionen folgt, selbst gegen Gewalt (der Kids) und Staatsgewalt (Bildungsministerium)! Lehrer sein ist eine Berufung und kein Job und vielleicht sogar die wichtigste Berufung überhaupt in unserer Gesellschaft! Sie macht die Zukunft aus. Aber wie verachten wir doch unsere Lehrer und zwar zurecht: Der heutige Lehrer ist ein Vollstrecker, aber kein "Knabenführer" mehr. Er ist Gewaltfeigling und Bürgerfeigling! Courage und "elterliche Führungsqualitäten" (Mentor) fehlen. Selbst wenn dies Vorbild(Ideal) angreifbar und relativierbar ist... solche Lehrer (der Antiken!!!), wie in diesem Film dargestellt, braucht der Mensch wirklich.
Diesen Film sollte man sich im Zusammenhang mit dem Werk "Der Mann ohne Gesicht" (einer der wenigen guten Mel Gibson-Filme) anschauen, um zu verstehen, daß "Lehrer sein" bedeutet, seine Schüler zu lieben und das Beste aus ihnen wertschätzend herauszuholen, selbst wenn es schmerzhaft wird: Kein Schüler wäre je verloren, wenn es solche Lehrer wirklich gäbe: Wir bräuchten uns keine Sorgen mehr um Waffengesetze und schwarzgekleidete Schüler machen!!!
Two roads diverged in a wood, and I took the one less traveled by ... (30. Juli 2008)
Ich kann mich an keinen Film erinnern, der mich auch nur ansatzweise so ins Mark getroffen hat wie dieser. Auch, wenn ich vor dem schauen bereits auf das Ende vorbereitet war, fühlte es sich an wie ein Schlag ins Gesicht. Dieser Film enthält für jeden eine Botschaft, die unterschiedlicher Art sein kann. Der Film legt sich nicht fest, er sagt vieles aus. Ich bin mir auch sicher, dass dieser Film viele Väter dazu gebracht hat anders zu denken und zu handeln.Was die schauspielerischen Aspekte angeht, kann man nicht meckern: Robin Williams ist wie gemacht für diese Rolle, doch finde ich die Leistung der damals noch so jungen Schauspieler fast noch bemerkenswerter. Allen voran Robert Sean Leonard, der sich vollkommen in die Lage des unterdrückten Schülers Neil Perry versetzt und dabei dessen Gefühle so treffend in seine Körpersprache einfließen lässt, dass es beinahe beängstigend ist.
Jeder, der der Meinung ist, noch etwas im Leben lernen zu können, sollte sich diesen Film ansehen.
Das Mark des Lebens (21. April 2008)
Der Film lebt von diesen genial besetzten Jungs: Es sind ausnahmsweise mal keine geschleckten, coolen Boygroup-Typen, sondern echt wirkende, lebendige Jugendliche, die lernen, lachen, wie gewohnt funktionieren, heimlich auch mal lästern... und träumen.Es ist eine Ehre, an dieser Schule lernen zu dürfen, in dieser ausgesuchten Internatsgemeinschaft zu leben! Hier werden Elite-Studenten geschmiedet, die Chancen auf die erstklassigsten Universitäten haben! Wer hier Schüler ist, träumt von einer exclusiven Anwaltskanzlei, von einer bedeutenden Chefposition, von einem Platz bei den Höheren Zehntausend!
Entsprechend ist die Disziplin und der Fleiß für alle Jungen ein Muß!
Der neue Lehrer Mr.Keaton ist anders. Irritierend, aber auch erfrischend. Sein Literaturunterricht ist dynamisch, sprüht Funken. Shakespeare und andere große Dichter verlieren ihre ehrwürdige Starre und beginnen, zu leben. Der Lehrer versucht, in den Jungs die Träumer zu wecken, die Gipfelstürmer, die Phantasten. "Carpe diem" - genießt, saugt das Mark des Lebens in euch, lebt!
In einem alten Jahrbuch finden die Jungs das Foto ihres Lehrers und einen Hinweis auf die später verbotene Organisation "Der Club der toten Dichter". Die damaligen Schüler hatten in aller Unschuld eine Art Literaturclub gegründet, heimlich, und dort Gedichte großer Meister gelesen, auch eigene Versuche. Dieser Versuch ungehemmter Lebensfreude erschien der Schulleitung bedrohlich - er war nicht unter der strengen Kontrolle der Traditionsprediger. Die Gruppe wurde aufgelöst.
Ein paar Jungs beschließen nun, diesen Club wiederzubeleben. Allen voran der heißblütige Nick, ein Einser-Schüler, der es seinem Vater nie Recht machen kann. Auch der extrem schüchterne, sensible Tod traut sich. Und Charlie, der gerade erste männliche Regungen entdeckt. Die Jungs lassen sich mitreißen von der Magie der Poetik, der Poesie.
Zum Eklat kommt es, als Nick sich ohne Wissen seines Vaters für die Schulaufführung des "Sommernachttraums" bewirbt und die Rolle des Puck erhält. Der Vater erfährt es und reagiert knallhart: Wegen solcher Faxen hat er seinen einzigen Sohn nicht an diese teuere Schule geschickt! Sein Sohn soll seine Zeit nicht mit Spielereien verplempern, sondern sich ausschließlich auf Bestleistungen konzentrieren! Nur so könne er zur Spitze aufsteigen!
Für Nick bricht eine Welt zusammen. Er hat die Schauspielerei als sein Leben erkannt. Trotz des klaren väterlichen Verbotes probt er weiter. Ein vorher undenkbarer Ungehorsam!
Der Vater duldet diesen Widerstand nicht. Er holt den Jungen aus der Premierenfeier, aus allen Begeisterungsstürmen heraus: Da sein Sohn sich ihm an diesem Internat so ungeheuerlich widersetzt, soll er nun an eine Militärakademie, wo ihn keine "schönen Künste" ablenken werden!
Nick ist verzweifelt. Er kann sich seinem Vater nicht erklären. In der festen Überzeugung, keinen Ausweg zu finden aus seiner Leidenschaft und der väterlichen Härte, nimmt er sich das Leben.
Der Schmerz des Vaters. Als er seinen Sohn findet. Eine der stärksten Szenen des Films. -
Um diesem furchtbaren Schock begegnen zu können, muß nun ein Schuldiger gefunden werden. Alles Andere brächte diese Welt der Disziplin und Höchstleistung zu sehr ins Wanken.
Der Schuldige ist schnell ausgemacht: Mr. Keaton, der verantwortungslose Freidenker. Nur unter dessen Einfluß konnte der Junge dermaßen irritiert werden, dergestalt von seinem bisherigen gradlinigen Weg abgebracht worden sein.
Der Film verzichtet dankenswerterweise auf Kitsch. Nein, es findet keine Revolution an der Schule statt. Nein, der Lehrer wird nicht rehabilitiert und auch nicht der neue Direktor der Schule. Er muß gehen. Bis auf einen Schüler haben alle gegen ihn unterschrieben, der psychische Druck war zu groß, das spontan und mit harter Hand geknüpfte Netz zu engmaschig.
Nur kleine Momente des Triumphes sind erlaubt: Der in Unehren entlassene Lehrer darf aus dem Vorbereitungsraum noch miterleben, wie sein wütender Ersatz-Lehrer erfahren muß, daß die allzu didaktischen Interpretationsvorgaben aus sämtlichen Schülerbüchern rausgerissen wurden.
Und als Mr. Keaton die Klasse verläßt, kann auch der Direktor die spontane Würdigung der Schüler nicht unterbinden. Aber: Nicht alle Schüler schließen sich an. Das nimmt diesem letzten Bild die latent vorhandene Kitsch-Gefahr.
Abstriche an diesem wunderbaren Film... Ich will eigentlich nicht. Aber ein Klischee soll dennoch erwähnt werden, dem wohl kein Teenie-Film ausweichen kann: Der frühlingserwachte Knock Overstreet hat sich verliebt, in DIE Schönheit aus der Nachbarschule. Nur leider ist diese seit Jahren vergeben, und zwar an das absolute Oberarschloch dieser Normalo-Gemischten-Schule, an den Supersportler, Brutalo, Obermacho und absolut Intelligenzfreien. - Das nervt so sehr: Was kann so toll sein an einem Mädel, daß über einen langen Zeitraum allen Ernstes mit einem totalen Unsympath geht... Zumal in all diesen Filmen besagtes Mädel als eigentlich sensibel, romantisch und klug behauptet wird... Bloß in der Partnerwahl setzt es jedesmal aus, so scheints. Und es dauert enervierend lange, bis so ein Mädel vom Schläger zum netten Kerl wechselt. Dennoch gelingt es jeder dieser blonden Schönheiten zum Ende hin ganz unspektakulär. Und vorher wird so getan, als wäre mindestens ein Ehrenmord zu befürchten...
Nun ja, geschenkt! Der Film ist dermaßen schön, daß trotzdem alle Sterne bleiben.
Lyrik in der Abenddämmerung (11. April 2008)
Guter Film mit dem Aufruf zum Freidenken und zum Anregen der Phantasie. Dem gegenüber stehen soziale Schicksale, verstaubte Traditionen mit antiquierten Moralaposteln. Dieser Konflikt wird sehr schön in Szene gesetzt. Glaubwürdig wird der Film insbesondere durch das fehlende Happy End.beste Unterhaltung - einfach spitze (27. März 2008)
die Geschichte ist gigantisch gut - die Schauspieler einfach nur noch gut. Ein Traum.... Durch diesen Film hab ich mir meine Lebenseinstellung entdeckt- CARPE DIEM -


