Verkaufsrang: 6841 (Video)
Actor: Mack Swain
Actor: Henry Bergman
AudienceRating: Freigegeben ab 6 Jahren
Binding: Videokassette
Director: Sir Charles Chaplin
EAN: 4006680009421
Format: PAL
Label: Kinowelt Home Entertainment GmbH
Languages:
ListPrice:
Manufacturer: Kinowelt Home Entertainment GmbH
Verlag: Kinowelt Home Entertainment GmbH
Erscheinungsdatum: 21. März 1996
Spielzeit: 77
Studio: Kinowelt Home Entertainment GmbH
TheatricalReleaseDate: 26. Juni 1925
von: Mack Swain (Hauptdarsteller), Henry Bergman (Hauptdarsteller)
Aus der Amazon.de-Redaktion
Nach dem Scheitern seines ersten dramatischen Filmes, Die Nächte einer schönen Frau, überlegte sich Charlie Chaplin, ob es nicht besser sei, mit dem nächsten Film zur Komödie zurückzukehren. Doch nicht "nur" eine einfache Komödie. "Der nächste Film musste ein Epos werden", ist in seiner Autobiografie nachzulesen. Und zwar das größte Epos, das bis dato im Kino zu sehen gewesen sein sollte. Überraschenderweise fand er die Inspiration für seinen nächsten Film in den tragischen Geschichten, die sich über den Goldrausch in Alaska im 19 Jahrhundert erzählt wurden, die auf dem ersten Blick nur wenig Witziges vorzuweisen haben. Doch Chaplin gelang es, in diesem dramatischen Rahmen tatsächlich eine tragisch/komische Geschichte zu erzählen.Chaplins kleinen Tramp verschlägt es in Goldrausch an den Yukon, wo er sich inmitten einen gigantischen Trecks von Glücksrittern wiederfindet, die den berüchtigten Chilkoot Pass überqueren. Schon auf diesem Weg bleiben die ersten Goldsucher auf der Strecke (die beeindruckende Massenszene wurde übrigens in der verschneiten Sierra Nevada gefilmt). Zusammen mit zwei anderen Glücksrittern findet er sich schließlich in einer Holzhütte wieder, eingeschneit und von der Außenwelt abgeschnitten. Berühmt geworden ist in diesem Zusammenhang jene Szene, in der er, von Hunger gepeinigt, seine eigenen Lederschuhe aufzuessen beginnt. Zurück in der Stadt wird der Tramp von einer jungen Tänzerin (Georgia Hale) verzaubert, doch er glaubt, dass dieses wunderschöne Geschöpf von einem Mann wie ihm niemals Notiz nehmen würde.
Goldrausch ist einer von Chaplins einfachsten, aber auch liebenswertesten Filmen, in dem er bei aller Dramatik stets ein Plätzchen für Humor offen hält, ohne den Blick für die Einsamkeit, die seine Figur quält, zu verlieren.
1942 schnitt Chaplin den Film neu und fügte nicht nur eine neue Musik, sondern auch einen Kommentar hinzu. Obwohl zu diesem Zeitpunkt Stummfilme schon seit zwölf Jahren aus den Kinos verschwunden waren, wurde die Aufführung des neugeschnittenen Filmes ein großer Erfolg.
Der zu Beginn dieses Textes erwähnte erste dramatische Spielfilm von Chaplin, Die Nächte einer schönen Frau, ist in Deutschland weitestgehend unbekannt. Auf einen Kinostart wurde gänzlich verzichtet, das Fernsehen der DDR strahlte ihn 1981 aus, das ZDF folgte drei Jahre später. --Robert Horton
Kundenrezensionen zu 'Goldrausch'
Ob nun mit oder ohne (nachträgliche) Tonspur...ein Klassiker ! (2. Juli 2007)
"Goldrausch" ist (bzw. "war" es ... ursprünglich) eine Stummfilmkomödie von Charles - Spencer - Chaplin aus dem Jahr 1925 und ein ironisch gemeinter, filmischer Beitrag (oder besser "sein" Kommentar) auf die allgemeine Geldgier der Menschen.1942 wurde der Film allerdings nochmals bzw. nachträglich überarbeitet und mit "Text" (in Form einer Erzähler - Stimme aus dem Hintergrund) sowie einer Musik versehen. Hierbei wurde u.a. auch leider das Ende etwas verändert bzw. gekürzt.
Das diese "neue Version", so wie sie eben nun auch hier auf DVD verfügbar ist, nicht jedem (und dabei, nicht zu vergessen, immer ganz nach rein individuellen Ansichtssache ... denn mir z.B. ist sie ganz persönlich sogar lieber so, zumal auch die Stimme im "Off" noch ganz gut dazu "passend" gewählt wurde,- vergleichbar in etwa mit Theo Lingen bei so manchen der alten Stan Laurel & Oliver Hardy - Filme) gleich gefallen wird, ist -sicherlich- nur zu verständlich, aber das sollte nun auch nicht unbedingt den Film selbst noch dementsprechend abwerten, oder !?
Zur Story:
Der Film thematisiert den Goldrausch gegen Ende des 19. bzw. zu Anfang des 20. Jahrhunderts in Alaska. "Charlie" Chaplin erlebt hier(bei) als Goldsucher die verschiedensten und absurdesten Abenteuer.
In einer -inzwischen- sehr bekannt gewordenen Szene verspeist so z.B. unser hungrige Tramp zusammen mit seinem vor Hunger fast schon verrückt gewordenen Mitbewohner zum Erntedankfest hingebungsvoll dann seine Schuhe.
Aber auch noch etwas davor, wenn dieser ihn bereits in seiner Phantasie als ein überdimensioniertes Huhn durch den Raum spazieren sieht und versucht, (mit der Axt im Anschlag) ihn zu fangen, lacht man sich bereits schlapp.
Und dann gibt es hier -natürlich- noch den vor allem durch Chaplin so bekannt gewordenen und unübertröffenen "Brötchentanz", der z.B. auch schon von einem seiner heutigen Bewunderer, Jonny Depp, in "Benny & Joon" nochmals verwendet worden ist, wschl. auch, um ihm gleichzeitig so eine Art Respektsbezeugung damit zu geben und das ganze damit wieder den etwas jüngeren Zuschauern (die sich solche Filme i.d.R. nicht ansehen werden) nahezubringen !?
Chaplin arbeitete hier auch völlig ohne ein Drehbuch und mußte dabei auch häufig einfach impovisieren, was allerdings und vieleicht auch einen Teil der so garnicht einmal geplant gewesenen und somit auch einige der ziemlich "originell" erscheinenden Szenen ausmacht bzw. dem Film selbst nur zu gute gekommen ist.
Da er aber auch gleichzeitig ein sehr großer Perfektionist war (er war einer der ersten, der von allen Szenen vorher Probeaufnahmen machte, die er dann auch selber erst einmal am Schneidetisch weiter bearbeitete), wurde somit auch diese Szene mit der Verspeisung von "seinem" Schuh (aus Lakritze !) solange wiederholt, bis sich der Nebendarsteller schließlich über Verstopfungsprobleme beklagte.
Sein Gesichtsausdruck z.B., mit dem er dann auch im fertigen Film die Zubereitung, das Servieren und das Verzehren des Lakritzschuhes beobachtet, ist also tatsächlich nicht gespielt.(nachzulesen ist das ganze in der "Chaplin" Biografie von David Robinson aus dem Diogenes Verlag).
Auszeichnungen:
Der Film "Goldrausch" erhielt zwar selbst keinen Oscar oder eine änliche, damit vergleichbare Anerkennung in Form von Preisen ... wurde aber später in eine von der American Film Institute zusammengestellten Liste der 100 besten amerikanischen Filme aller Zeiten und ebenfalls im Jahre 2003 in den Filmkanon der Bundeszentrale für politische Bildung aufgenommen.
Ich selbst besitze leider nur diese DVD hier, kann es also nur hoffen bzw. vermuten, ob und das die Bild,- sowie Ton - Aufbereitung in den beiden anderen und inzwischen nochmal neu aufgelegten, etwas teuerern DVD - Fassung weiter verbessert worden ist (incl. dann auch möglichen, zusätzlichen Bonusmaterial usw.) !?
,- KAUFTIP (mehr nur für Fans, denen hier der reine Hauptfilm alleine ohne weitere Extra's dazu noch vollkommen ausreichen sollte) - bzw. - als AUSLEIHTIP (zumindest, um es sich 1x anzusehen - auch - noch für die reinen und anspruchsloseren Gelegenheitszuschauer) noch ganz wärmstens zu empfehlen !
"UNVERGESSLICHE SCHUH-VERZEHRUNG!!!" (28. Mai 2005)
"1898 ist Alaska im Goldfieber, & der kleine Vagabund Charlie steckt mittendrin, auch er ist auf der Suche nach Reichtum & Glück. Erst nach vielen Enttäuschungen, Gefahren + Entbehrungen & nachdem er sich gegen die rauhen Sitten der anderen Schürfer durchgesetzt hat, wird sein unbeirrbares Streben durch Gold & die Liebe einer Sängerin belohnt.Realität & Traum, Action & Poesie in einem Stummfilm, den Chaplin selbst für seinen besten hielt & der seinen Weltruhm begründete. Unvergeßlich die Szene, in der der hungernde Charlie seinen Schuh genießerisch verzehrt!"
enttäuschende version (5. August 2001)
in der fassung als dvd ist diese version eine doppelte enttäuschung. erstens ist die version des films zu sehen, die chaplin 1942 nachträglich mit einer tonspur versah: ein schmalziges orchester begleitet die handlung (immerhin hört man chaplin's kompositionen) und ein erzähler kommentiert jede bewegung der akteure. insbesondere die erzählstimme ruiniert den gesamteindruck, weil dadurch die pantomime der darsteller völlig überzogen wirkt. die originalfassung von 1925 ist natürlich ein stummfilm und wurde damals live von einem orchester begleitet. sprecher gab es nicht. die einzige lösung: ton abschalten! dann entfaltet der film wirklich seine magie. es ist kaum zu glauben, welchen schaden die wirkung der schauspieler durch die nachträgliche "synchronisation" nimmt. (noch dazu bietet die dvd nur den deutschen text und nicht das englische original - vielleicht wäre das ja besser?)mein zweiter kritikpunkt betrifft die machart der dvd. es gibt keine nennenswerten extras, die hintergrundinformationen zum film (ein paar texttafeln) könnte man gemütlicher als beilage zur videokassette lesen und die ton spur gibt's wie gesagt nur deutsch und nicht im original. wer also einen videorecorder zuhause hat, kann sich getrost das video kaufen und ein paar mark sparen.
der film ist zu recht ein klassiker. ich hätte aber viel lieber die stummfilmfassung von 1925 gefunden.

