Barry Lyndon

Verkaufsrang: 5736 (Video)
Actor: Ryan O'Neal
Actor: Marisa Berenson
Actor: Patrick Magee
AudienceRating: Freigegeben ab 12 Jahren
Autor: William M. Thackeray
Binding: Videokassette
Director: Stanley Kubrick
EAN: 4012878117922
Format: Dolby
Format: PAL
Format: Surround Sound
Format: Widescreen
Label: Warner Home Video
Languages:
ListPrice:
Manufacturer: Warner Home Video
Verlag: Warner Home Video
Erscheinungsdatum: 23. August 2001
Spielzeit: 178
Studio: Warner Home Video
TheatricalReleaseDate: 18. Dezember 1975
von: Ryan O'Neal (Hauptdarsteller), Marisa Berenson (Hauptdarsteller), Leonard Rosenman (Komponist)
Preis: EUR 6,00

Barry Lyndon bei Amazon kaufen

Suche:   

Aus der Amazon.de-Redaktion

In dem Nachruf, den die New York Times Stanley Kubrick gewidmet hatte, hieß es, dass der große Regisseur, der mit Dr. Seltsam, 2001 und Uhrwerk Orange gleich drei Meisterwerke in Folge gedreht hatte, mit Barry Lyndon zum ersten Mal ins Stolpern gekommen sei.

Diese Einschätzung wirkt wie ein Echo der Reaktionen, die Kubricks Verfilmung von William Makepeace Thackerays Roman Die Memoiren des Junkers Barry Lyndon 1975 bei seiner Erstaufführung hervorrief. Sie ist den Ruf, zu lang und viel zu kalt zu sein, nie wirklich losgeworden, und selbst diejenigen, die dieses ausufernde Werk schätzen, sehen in ihm meist nur ein faszinierendes Experiment. Doch Barry Lyndon ist viel mehr als nur das, es ist ein durch und durch einzigartiger Film, ein geradezu titanisches Opus, das keinerlei Konzessionen an den Zuschauer macht.

Auf den ersten Blick ist die Geschichte von Redmond Barry (Ryan O'Neal), der nach Jahren voller Abenteuer und Betrügereien die Witwe Lady Lyndon (Marisa Berenson) heiratet und als Barry Lyndon zu Geld und Ansehen kommt, um schließlich tief zu fallen, ein klassischer Stoff für großes historisches Kino. Und in gewisser Weise bedient Stanley Kubrick dieses Genre auch mit den aufwändigen Schlachtszenen aus dem Siebenjährigen Krieg, den beiden Duellen, die Barrys Lebensgeschichte beinahe einzurahmen scheinen, den Liebesabenteuern seines (Anti-)Helden und der so schwelgerischen wie verschwenderischen Ausstattung. Aber Kubrick wäre eben nicht Kubrick, würde er nicht auch hier den Rahmen des Genres sprengen und den Konventionen seine Vision entgegenhalten.

Der Vorwurf der Kälte resultiert aus der Distanz, die Kubrick zwischen Thackerays Geschichte und seiner Adaption aufbaut. Kein anderer historischer Film zuvor hat die von ihm behandelte Epoche mit solch einer akribischen Versessenheit rekonstruiert wie Barry Lyndon -- und auch kein Film nach ihm. Selbst Martin Scorsese, der andere große Perfektionist des modernen Kinos, ist bei Zeit der Unschuld nicht annähernd so weit gegangen wie Kubrick hier.

Nur dienen der ungeheure Aufwand und die Technik, die es Kubricks Kameramann John Alcott ermöglichte, seine Bilder in das Licht zu tauchen, das auch die Gemälde von Watteau und Thomas Gainsborough erstrahlen ließ, nicht der Identifikation. Kubrick rekonstruiert die Vergangenheit als Vergangenheit. Er breitet eine chaotische und korrupte Epoche vor uns aus, damit wir sie durchschauen und sezieren können. Die Sentimentalität des historischen Dramas weicht einer Schönheit des Analytischen, deren Reichtum auch nach wiederholtem Sehen des Films nicht erschöpft ist. --Sascha Westphal

dkb.de

Kundenrezensionen zu 'Barry Lyndon'

Detailgetreues Epos (24. August 2008)

Dieser Film ist ein dreistündiges Epos über den Aufstieg und Niedergang des jungen irischen Adligen Redmond Barry. Diesen verschlägt es in die verschiedensten Teile Europas, immer auf der Suche nach seinem Glück.

Der Film ist sehr liebevoll und detailliert gestaltet, da können sich auch heutige Filme noch eine Scheibe von abschneiden. Uniformen, die Häuser des Adels - alles ist "echt".

Die Handlung selber ist recht spannend erzählt und die drei Stunden werden keineswegs langweilig.

Insgesamt ein historisches Epos, welches man sich mal angesehen haben sollte. Lediglich zwei Dinge sind mir etwas merkwürdig aufgefallen:
1. Die Schlachtszene England gegen Frankreich - das ist doch mal totaler Blödsinn, mir kann niemand erzählen, daß die Engländer fröhlich zur flotten Marschmusik auf die Franzosen zumarschierten und sich dabei ohne Gegenwehr über den Haufen schießen ließen.
2. Es wird auch nicht erwähnt, wie Barry als Ire mit den Deutschen kommuniziert. Können die Deutschen Englisch oder kann er Deutsch? Oder spricht man eine andere Sprache? Aber immerhin hat man darauf verzichtet(was heutige Filme ja oft leider nicht tun), den Zuschauer mit französischem Gerede und Untertiteln zu nerven(ich sag nur "Sakrileg") oder gar irgendeinen Akzent einzubauen. Die Synchronisation ist nämlich recht gut gelungen.

Also, ein empfehlenswerter Film.

Realismus kann schön sein (21. Juni 2007)

Kubrick erzählt hier eine Geschichte aus dem 18. Jhd. und ich wünsche mir, daß ab sofort alle Filme, die in der Vergangenheit spielen, mit dieser Genauigkeit inszeniert werden. Kein übermäßiger Pomp, keine typischen Fehler, wie ausgefahrene Feld- und Waldwege auf Fußpfaden oder hell erleuchtete Räume... Einfach groß! Auch die Art der Erzählung ist klassisch, die Einstellungsgrößen, die Kamerafahrten, alles nach alter Schule - aber in Perfektion á la Kubrick. Und hin und wieder leistet er sich den Luxus, alles anders zu machen, als es im Lehrbuch steht, und z.B. einen dramatischen Dialog nicht auflöst, sondern komplett in der Totalen stattfinden läßt. Hier wird nicht einfach "mit der Kamera" erzählt, hier befindet sich der Zuschauer auf einer Zwischenebene. Auch die Musik ist so gesetzt, daß nicht nur die Schnitte genau kommen, sondern ganze Handlungsabläufe und damit Ton, Bild und Text in einen selten so perfekten Kontext setzt.

Da Kubrick sämtliche Mantel- und Degenklischees vermeidet und auf die heute übliche "Dramatisierung von Nichts" verzichtet, wird der Film zu einer Zeitreise. Selbst in langen Totalen gibt es immer wieder spannende Dinge zu entdecken, und sei es die Schönheit der Natur oder die Schönheit der Bildkomposition. Mit der Geschichte von Barry Lyndon hat Kubrick außerdem eine Geschichte zur Hand, an der sich so ziemlich das komplette Leben zur damaligen Zeit abbilden läßt.
Diese Verfilmung ist also nicht nur ein "ausgebufftes" Filmkunstwerk, sondern auch als Portrait einer Epoche höchst wertvoll.

Der Vollständigkeit halber will ich erwähnen, daß sich sowjetische und auch DDR-Produktionen, so wie Kubrick, sehr peinlich genau an historische Vorgaben gehalten haben. Die von der Kritik immer wieder gelobte (und angeblich so seltene) Detailtreue ist tatsächlich nur westlich der Elbe als eine große Ausnahme anzusehen.

Aufstieg und Fall eines Lebemannes. (7. Dezember 2006)

Der junge Redmond Barry ist Ire. Eine erste Liebe zu einer ebenfalls armen Kusine führt ihn geradewegs zu seinem ersten Pistolenduell mit einem reichen Verehrer. Er obsiegt, muss aber wegen der Tat fliehen. Wenig später landet er in der englischen Armee. Nach einiger Zeit desertiert er, um kurze Zeit später preußischer Soldat zu werden. Diese wollen ihn als Spion gegen einen irischen Landsmann einsetzen. Diesem vertraut sich Barry an und begleitet ihn fortan bei seinen Reisen quer durch Europa. Finanziell über Wasser halten sich die beiden mit dem Glücksspiel. Geldschulden versteht Barry inzwischen vortrefflich mit dem Degen einzutreiben.

Schon zu Lebzeiten des alten Minister Lyndon, macht Barry seiner jungen Frau unverblümt den Hof. Nach dem Ableben des Ministers heiratet Barry Lady Lyndon und fügt ihren bekannten Namen, dem seinen hinzu. Seinem Stiefsohn ist er wenig zugetan. Es kommt immer wieder zu Auseinandersetzungen.

Auch Barry wird Vater. Aber sein Glücksstern befindet sich bereits auf dem Abstieg. Sein Sohn stirbt und der inzwischen erwachsen gewordene Stiefsohn fordert ihm zum Duell. Verarmt und mit einem Bein weniger, muss Barry England verlassen.

Die Geschichte von Barry Lyndon enthält viele abwechslungsreiche Episoden und ist damit recht unterhaltsam. Die vorkommenden Duells, besonders jenes mit dem Stiefsohn, sind sehr spannend. Trotzdem sind fast drei Stunden Film mehr als genug für die gezeigte Lebensgeschichte.

Wo ist das Bonusmaterial (28. November 2006)

Grandioses Epos von Stanley Kubrick. Bilder, Kostüme, Make-Up, Musik alles passt. Dazu noch eine episch breite, packende Story.
Ein echtes Meisterwerk.
Aber die DVD!!!
Historische Kostüme, Originalgetreues Make-Up, Spezial Optik für das Filmen bei Kerzenlicht. All dies schreit fötmlich nach einem Making-Of und diversen anderem Bonusmaterial. Aber Fehlanzeige.

Ein Film wie ein Gemälde (23. Juni 2006)

"Barry Lyndon" ist der einzige Film von Stanley Kubrick, der unverständlicher Weise an den Kinokassen floppte. Dabei verkörpert er auf nahezu klassische Weise Kubricks bevorzugte Themen.
Wie fast alle Filme von ihm, ist auch diese Produktion stark zweigeteilt.

Die erste Hälfte stellt eine der schönsten Bilderfolgen der gesamten Kinogeschichte dar, für die sich Kubrick extra eigene Kameralinsen bei der NASA besorgte, um als erster Aufnahmen ohne Kunstlicht nur bei Kerzenschein filmen zu können.
Behandelt wird der umwegreiche Aufstieg eines naiven, aber zunächst ehrlichen Landjunkers zum verheißungsvollen Leben als englischer Edelmann. Immer skrupelloser beginnt er diesen Traum zu verfolgen.
Während diese Karriere filmisch gezeigt wird, berichtet die ironisch gesetzte Erzählstimme im Gegenzug vom vorprogrammierten Verfall Lyndon`s.

Die zweite Hälfte schildert das Scheitern des Traums von Ruhm, Ehre und Reichtum. Die Rücksichtslosigkeit und Machtgier, die anfangs seinen Aufstieg ermöglichten, sind letztlich die Eigenschaften, die ihn in den Untergang treiben.
Aus dem glamourösen Held wird eine tragische Figur.
Neben den faszinierenden Bildern sollte auch die Musik nicht unerwähnt bleiben. Der gut gewählte Soundtrack unterstützt gelungen die malerische Schönheit dieses Meisterwerks.

dkb.de

Ähnliche Produkte zu 'Barry Lyndon'

Shining [Blu-ray]
Preis: EUR 30,95

Shining [Blu-ray] bei Amazon kaufen

Lolita
Preis: EUR 7,95

Lolita bei Amazon kaufen

Uhrwerk Orange
Preis: EUR 6,54

Uhrwerk Orange bei Amazon kaufen

dkb.de