Verkaufsrang: 11320 (Video)
Actor: Jürgen Prochnow
Actor: Herbert Grönemeyer
Actor: Klaus Wennemann
Actor: Hubertus Bengsch
Actor: Martin Semmelrogge
AudienceRating: Freigegeben ab 12 Jahren
Binding: Videokassette
Director: Wolfgang Petersen
EAN: 4009750182307
Format: PAL
Label: Euro Video
Languages:
ListPrice:
Manufacturer: Euro Video
Verlag: Euro Video
Erscheinungsdatum: 1. September 1994
Spielzeit: 44
Studio: Euro Video
TheatricalReleaseDate: 10. Februar 1982
von: Jürgen Prochnow (Hauptdarsteller), Herbert Grönemeyer (Hauptdarsteller)
Aus der Amazon.de-Redaktion
Seit den 50er Jahren haben nur ganz wenige deutsche Filme international wirklich für Aufsehen gesorgt. Zwar besitzen Regisseure wie Werner Herzog, Wim Wenders oder der viel zu früh verstorbene Rainer Werner Fassbinder unter Kritikern und Kinoliebhabern auf der ganzen Welt einen hervorragenden Ruf, aber die ganz große Popularität ist auch ihnen nie zuteil geworden. Die blieb praktisch nur zwei Filmen vorbehalten: Volker Schlöndorffs Die Blechtrommel und Wolfgang Petersens Das Boot.Einen "Fels, der aus dem Meer der Kinogeschichte emporragt", hat Ulrich Greiwe Das Boot in seinem Interview-Buch mit Wolfgang Petersen Ich liebe die großen Geschichten genannt; und egal wie man nun persönlich zu dieser epischen U-Boot-Kriegssaga steht, muss man doch anerkennen, dass dieser Film genau das ist, ein weithin sichtbarer Fels. Er hat seinen Regisseur, der bis dahin durch einige gelungene und umstrittene Fernsehfilme aufgefallen war, quasi über Nacht berühmt gemacht und regelrecht nach Hollywood katapultiert, wo er Erfolgsfilme wie In the Line of Fire und Air Force One gedreht hat. Allein diese einzigartige Stellung innerhalb der Filmgeschichte rechtfertigt den 1997 entstandenen, etwa dreieinhalb Stunden langen Director's Cut des Films, den man durchaus als eine Art von Kompromiss zwischen der ersten Kino- und der mehrteiligen Fernsehfassung sehen kann.
Rasantes U-Boot-Kriegsspektakel oder episches Psychodrama, das war die Geschichte der letzten Fahrt eines deutschen U-Boots im 2. Weltkrieg durch die Meerenge von Gibraltar in ihren ersten Fassungen. Nun, im Director's Cut, ist sie beides. Der junge von Herbert Grönemeyer gespielte Kriegsberichterstatter Leutnant Werner ist nicht mehr die Identifikationsfigur, mit deren Augen man den Krieg und seine unvorstellbare Schrecken erlebt. An dessen Stelle tritt nun der Kommandant des U-Boots (Jürgen Prochnow). Sein Zynismus und seine Besessenheit, die ihn zu waghalsigsten Aktionen verleiten, geben dem Director's Cut einen neuen Ton. --Sascha Westphal
Amazon.de DVD-Bewertung
Für Filme wie diesen ist ein Medium wie die DVD natürlich einfach ideal. Dank ihrer Bild- und Tonmöglichkeiten kann dieses gewaltige Kriegsepos nun auch zu Hause seine ganze Kraft entfalten, und der durchgehende Audio-Kommentar von Wolfgang Petersen und Jürgen Prochnow vermittelt zusätzlich noch interessante Einblicke in die strapaziösen Dreharbeiten. --Sascha WestphalKundenrezensionen zu 'Das Boot - The Making Of'
Ein großartiger Film, nur diese Version ist ein gutes Stück zu lang (19. Oktober 2008)
Bei der Bewertung dieses Films ist man gezwungen, ein wenig zu differenzieren. "Das Boot" ist ein herausragender deutscher Kriegsfilm, der atmosphärisch dicht und extrem prominent besetzt einen Eindruck von den Schrecken des Krieges unter Wasser gibt, der für Dreiviertel aller deutschen Uboot-Besatzungen den Tod bedeutete. Der "director's cut" allerdings ist ein ganzes Stück zu lang geraten und verspielt damit einige seiner Stärken. Sicherlich in bester Absicht sind hier und da einige Szenen verlängert oder ganz hinzugefügt worden. Fakt ist, dass der vormals sehr spannende Film sehr gezogen wirkt. Die Dramatik des Unterwasserkampfes verliert sich ein wenig in den langen beinah ereignislosen Passagen im Boot. Die Balance zwischen dynamischer Gefechtsatmosphäre und den ruhigeren Dialogen, die das Innenleben von Offizieren und Mannschaften wiedergeben, geht verloren und das ist durchaus zu bedauern. Daher kann man nur drei Sterne vergeben, wobei die Fernsehversion volle fünf Sterne verdient hätte. (146 Wörter)Hätte perfekt werden können !!! (20. Juni 2008)
Über den Film "DAS BOOT" braucht man wohl nicht mehr viel zu schreiben. Wer den Film einmal gesehen hat, wird ihn sich immer wieder anschauen.Dieser Director`s Cut aus dem Jahre 1997 ist für das Heimkino eine echte Herausforderung. Donnender Sound, fast perfektes Bild und das ganze stilgerecht in einem SteelBook. Was will man mehr???
Ganz einfach! EuroVideo hätte die Möglichkeit gehabt noch die TV-Fassung die separat erhältlich ist, beizufügen.
Dann vermisse ich schmerzlich das geniale "Making Of - So entstand DAS BOOT" mit einer Laufzeit von 00:45 Minuten das auf der alten VHS-Ausgabe der TV-Fassung vorhanden ist.
Da EuroVideo die Rechte an der TV-Fassung und dem Making Of besitzt, hätte man hier eine ultimative Veröffentlichung im SteelBook machen können. Doch leider blieb es hier nur beim Director`s Cut + einem "Mini Making Of" zum Director`s Cut (knapp 9:00 Minuten in Englisch). Sehr informativ dagegen ist der Englische Audiokomentar, der viele Hintergrundinformationen über die Entstehung und den Schauspielern enthällt.
Schade! Hoffen wir, das es irgendwann zu einer Veröffentlichung kommt, die alles beinhaltet.
Trotzdem gibt es volle Sternenzahl. Denn "Das Boot" im SteelBook ist doch schonmal ein Anfang.
... eine ausgezeichnete Verfilmung einer brutalen Realität der Enge (19. Juni 2008)
...die Eskapaden des Todes ... eine Geschichte über Angst, Ehre, Anstand und Mut inmitten des Wahnsinns menschlicher Zerstörungswut und Ohnmacht.Für die 80er Jahre technisch brillant, neutral und ohne Übereifer zeichnet Wolfgang Petersen konsequent die allseitige Grausamkeit des Krieges in einem weltweit gelobten, epischen Psychodrama, das den Zuschauer aus der Eintönigkeit des U-Boot-Alltags mit in die beklemmende Tiefe reißt.
Petersen gelingt es meisterhaft, mit seinen, teilweise unbekannten Schauspielern den Irrwitz und die zum Wahnsinn treibende, bedrückende Stimmung an Bord eines U-Bootes aufzuzeigen. Minute für Minute wird der Zuschauer mehr und mehr in den Bann gezogen, in den Bann der leisen und lauten Hilfeschreie einer über 50 köpfigen Mannschaft, eingepfercht in einen Stahlsarg ohne Auslauf, blind ausgeliefert den Tiefen des Meeres und einer experimentellen Technik mit Grenzen, ohne Recht auf Menschlichkeit, gehalten allein durch die Fähigkeit zur Kameradschaft, durch die Führungsqualitäten der Offiziere und den Auftrag zum gnadenlosen und tödlichen Erfolg.
...ein sehenswerter und viel gelobter Film
Das muß das Boot abkönnen (22. März 2008)
"Dieses Boot ist für eine Tiefe bis 90 Meter ausgelegt. Wir können noch tiefer... Irgendwann ist natürlich Schluss! Dann wird das Boot vom Wasserdruck zerquetscht", erklärt Martin Semmelrogge als 2. Wachoffizier in herrlich schelmischer Weise dem Kriegsberichterstatter Leutnant Werner, dem schon von der ersten Probetauchfahrt übel wird und der bei der Besatzung einen schweren Stand hat; um ihn herum macht sich hämisches Gelächter breit......doch irgendwann lacht keiner mehr.Wolfgang Petersen nimmt uns in seinem "Boot" mit auf ein grausames Abenteuer. Wir erleben alle Emotionen der U-Boot-Männer hautnah, die Langeweile, die langsam in Aggression umschlägt und in blankem Entsetzten, panischer Todesangst und tiefer Verzweiflung gipfelt. Ihre Gesichter verraten in Großaufnahme jede Gefühlsregung, jedes Detail in ihrer Mimik wird wahrgenommen. Die Anspannung überträgt sich auf uns, die wir doch scheinbar entspannt im Fernsehsessel sitzen, wir sind mit dabei auf diesem Boot, voller Hoffnung und Bangen. Direkt über uns fährt der Zerstörer hinweg, seine Maschinen werden lauter, die Peilsignale sind zu hören, kommen plötzlich in kurzen Abständen. Das Boot ist geortet, und wir wissen, was jetzt kommt.... Am Ende des Films fühlt man eine innere Leere.
Gute Filme sind Antikriegsfilme, sie sollen uns einen Krieg nicht verkaufen, sondern seinen Schrecken, sein Hoffnungslosigkeit, seine Brutalität zeigen.
"Das Boot" gehört unter den guten Antikriegsfilmen zu den besten, und er ist mit Abstand der beste U-Boot-Film aller Zeiten. Jeder Versuch, im U-Boot-Genre annährend an diese Qualität heranzureichen, hat grandios Schiffbruch erlitten. Hollywood hat gut daran getan, über seinen Schatten zu springen und diesen Meilenstein der Kinogeschichte mit 6 Oscarnominierungen zu belohnen; denn gerade die Amerikaner können noch viel lernen, lassen sie doch die Stilsicherheit im Sektor des Antikriegsfilm oft zutiefst vermissen. Das zeigt sich schon daran, daß die Umsetzung von Lothar-Günther Buchheims Bestseller ursprünglich als Hollywood-Actionfilm geplant war.
"Das Boot" ist in der Zwischenzeit Kult, ja sogar Mythos geworden; und so wurde es Zeit, das der Film nach über 25 Jahren in einer ihm gebührenden Aufmachung erscheint- als Steelbook Edition. Ein U-Boot ist ja schließlich auch nicht aus Plastik.
Die DVD läd dazu ein, immer und immer wieder auf Tauchfahrt zu gehen. "Das muß das Boot abkönnen".
Einer der besten deutschen Filme der Nachkriegszeit (21. November 2007)
Was den Film so besonders macht, sind all die Elemente, für die „Das Boot“ in Deutschland zunächst heftig kritisiert wurde. Ein deutscher Film über den Zweiten Weltkrieg, in dem es um Menschen und nicht um Soldaten geht? In dem die Deutschen ihre Schande nicht eingestehen und in dem sie nicht die Bösen sind? Ein Film, in dem man tatsächlich mit deutschen Soldaten sympathisiert, mit ihnen in einem engen Unterseeboot mitfiebert und hofft, dass sie heil zurückkehren? Undenkbar! Umso mehr Anklang fand das Antikriegsdrama im Rest der Welt. Und erst, als die Traumfabrik „Das Boot“ mit immerhin sechs Oscar-Nominierungen veredelte, konnte man sich auch in Deutschland mit dem Gedanken anfreunden, einen herausragenden Film im eigenen Land geschaffen zu haben.Dass Petersen eben nicht Gut gegen Böse darstellte, sondern Menschen in einem bereits im Endstadium befindlichen Krieg, wenn es nur noch um das nackte Überleben geht, ist wohl das Herausragendste an „Das Boot“. In vielen Details wird die Antikriegshaltung wesentlich deutlicher als in anderen Filmen, die sich so nennen, und das nicht nur, weil die jungen Männer an Bord mit einer Ausnahme nicht als große Hitler-Anhänger dargestellt sind. Die desillusionierte und oft zynische Haltung des Kaleus ist nur ein weiteres Beispiel dafür. Ebenso kommt der Film ohne viel Action aus; die Spannung wird vielmehr durch das Warten auf die Schlacht erzeugt, was grandios funktioniert.
Die Extras sind für eine Special Edition mit einem Audiokommentar, dem Kinotrailer von „Das Boot“ und einer Werbung für den Director’s Cut (die als Making Of verkauft wird) recht karg ausgefallen. Dafür entschädigt der interessante Audiokommentar von Petersen und Prochnow, den man auf Englisch mit zuschaltbaren deutschen Untertiteln genießen kann. Ein paar Informationen sind für den deutschen Zuschauer weniger neu, etwa dass Herbert Grönemeyer nach dem Film statt der Schauspiel- lieber eine Gesangskarriere startete; insgesamt aber erfährt man viel Interessantes über den Dreh und die damit einhergehenden Anstrengungen.
Wer „Das Boot“ noch nicht kennt, sollte das rasch ändern. Einer der besten deutschen Filme der Nachkriegszeit, ein fesselndes Antikriegsdrama, getragen von einem brillanten Ensemble und einer gleichwohl spannenden wie tragischen Geschichte – absolut empfehlenswert.




