Verkaufsrang: 2962 (Video)
Actor: Bruno Ganz
Actor: Otto Sander
Actor: Solveig Dommartin
AudienceRating: Freigegeben ab 6 Jahren
Binding: Videokassette
Director: Wim Wenders
EAN: 0743213462035
Format: PAL
Label: Ufa/Atlas
Languages:
ListPrice:
Manufacturer: Ufa/Atlas
Verlag: Ufa/Atlas
Spielzeit: 122
Studio: Ufa/Atlas
TheatricalReleaseDate: 6. Mai 1988
UPC: 743213462035
von: Bruno Ganz (Hauptdarsteller), Otto Sander (Hauptdarsteller), Jürgen Knieper (Komponist)
Preis: EUR 24,95
Aus der Amazon.de-Redaktion
Der Film erzählt die Geschichte des für Sterbliche unsichtbaren Schutzengels Damiel, der sich im geteilten Berlin in die Trapezkünstlerin Marion verliebt. Er tauscht seine Unsterblichkeit gegen menschliche Unvollkommenheit ein und erfährt die Sinnlichkeit des physischen Daseins. Damiel, gespielt von Bruno Ganz (Die Kameliendame, Nosferatu) verfolgt auch in seiner neuen Form die Wege der Menschen, diesmal jedoch aus einer völlig neuen Perspektive.Der Himmel über Berlin gehört zu Wim Wenders (Paris, Texas, Bis ans Ende der Welt) erfolgreichsten und bekanntesten Filmen. Er ist eine Ode an die morbide Schönheit West-Berlins und verursachte unter der jungen Generation der 80er Jahre einen Berlinkult, dem die Stadt noch heute einigen Zuzug aus dem In- und Ausland verdankt. Die Huldigung an das Unvollkommene und Unfertige ist eine Liebeserklärung an den Menschen.
Ruhige Schwarzweißbilder unterstreichen die spirituelle Kraft des Filmes. Die Poesie des Co-Autors Peter Handke, welche über den entscheidenden Passagen der Geschichte liegt, ist für den ungeübten Zuhörer nicht leicht zugänglich. Doch um den tagtraumhaften Reisen des Protagonisten zu folgen, benötigt man nur ein wenig Mut zum Fallenlassen und kein Germanistikstudium.
Der Inszenierung könnte man vorwerfen, dass der Blick sich all zu verliebt an der damaligen Freundin des Regisseurs und Hauptdarstellerin Solveig Dommartin (Bis ans Ende der Welt) heftet. Das Bild von der Frau als eingeborenem Engel auf Erden gegenüber dem Manne, dem gefallenen Urengel, den die Fleischlichkeit des Seins zu sehr anzog, wirkt sicherlich ein wenig schrullig. Lässt man sich jedoch auf die romantische und melancholische Sichtweise des Regisseurs ein, ist dies leicht zu verzeihen, da der Himmel über Berlin zu den Filmen zählt, die die Kraft haben, ihr Publikum gänzlich zu verzaubern. --Peter Kuhn
Kundenrezensionen zu 'Der Himmel über Berlin'
beflügelnde Poesie... (20. Februar 2008)
Was für ein berührender, poetischer, wunderbarer Film.Wenn Engel Otto Sander mit wohliger Sägestimme über denn Sinn, das Sein und das Drumherum des Lebens philosophiert, wenn er liebevoll in die Menschen "reinhört", wenn man das Leben mal etwas genauer sieht, weil man mitsieht, kann man nicht anders, man schmilzt in diesen Film rein.
Musik, Bild und Sprache in einer Einheit, wie man es so schon lange (oder überhaupt) nicht mehr erlebt hat.
Die Suche des alten Mannes nach "seinem" alten Potsdamer Platz hat mir fast das Herz zerissen. Hier ein Tränchen vor Rührung, da ein Tränchen vor Begeisterung.
Peter Falk wächst einem als Kumpeltyp ans Herz; er spielt seine Rolle federleicht ohne albern zu wirken, obwohl man manchmal meinen könnte, ihn scherzhaft in die Kamera zwinkern zu sehen.
Hier ist Wenders echt ein kleines Meisterwerk gelungen und das, wie es heißt, ohne festes Drehbuch. Respekt Herr Pfarrer!
Denken oder Fühlen halt... (2. Juni 2006)
Es ist wohl kaum möglich, den Himmel über Berlin und Stadt der engel getrennt voneinander zu betrachten, also gehe ich auch mal so vor.Die einen sagen, Stadt der Engel sei kitschig, Himmel über Berlin habe Tiefgang; die anderen sagen, Himmel über Berlin sei abgehoben und unecht, und Stadt der Engel habe Gefühl.
Und eigentlich ist es ja auch genau so. Ich glaube, der Himmel über Berlin ist mehr was für die Intelektuellen, da kann man Ewigkeiten über diese und jene interessante Aussage grübeln, aber gefühlsmässig betrachtet lässt einen das Ganze (zumindest verglichen mit Stadt der Engel) ziemlich kalt.
Stadt der Engel dagegen ist intelektuell betrachtet flach wie ein Brett, ja, aber dafür bringt es den Gefühlsaspekt wesentlich besser rüber.
Deshalb glaube ich, dass, wer mehr ein Intelektueller ist, eher zum Himmel über Berlin greifen sollte, wer mehr Wert auf Gefühle legt, ist wohl mit Stadt der Engel besser bedient.
Hier noch, warum ich persönlich mich für Stadt der Engel entschieden habe (vielleicht hilft's ja jemandem bei der Filmwahl und kann zu zukünftigen Diskussionen darüber, welcher Film nun besser ist, was beisteuern):
Da ich diese beiden Filme, wie gesagt, als die intelektuelle bzw. gefühlsbetonte Version der selben Sache sehe, habe ich mich für Stadt der Engel als gefühlsbetonte Variante entschieden, weil:
Gefühle wirken sich unmittelbar auf Geistige und körperliche Leistungsfähigkeit aus (versuch mal, etwas zu machen, wenn dir gerade zum Heulen zumute ist), und dadurch auch direkt auf das Leben und die Umgebung des Menschen. Nachdem ich Stadt der Engel sah, konnte ich mit neuer Kraft und Zuversicht in die Welt hinaus gehen, und das ist doch toll :). Denn ich dachte nicht nur, sondern fühlte, dass man trotz schlimmer Dinge, die passieren können, trotzdem weiter an das Leben glauben kann, und was dieses Leben überhaupt ausmacht. Und das sollte man nun wirklich nicht kitschig nennen. Denn es ist zwar nicht grossartig, aber absolut grundlegend und dadurch bedeutend, weil einem solche positiven Gefühle überhaupt erst die Kraft geben, die man für alles andere braucht.
Dagegen, als ich den himmel über Berlin sah, was war da? Ich habe jetzt genug Dinge, um mir für Wochen den Kopf darüber zu zerbrehcen, und am Ende bin ich wohl um ein paar abstrakte geistige Erkenntnisse reicher. Aber das gibt mir weder Kraft, noch zuversicht, sondern ist lediglich intelektuell sehr anregend und intelektuell 'verzaubernd'. Wer's mag, der soll's sich ansehen, aber ein solcher Film hilft niemandem weiter, der einfach keine Kraft mehr zum Leben hat. Und das sind hunderte Millionen Menschen, denen ein Film wie Stadt der Engel neuen Lebensmut geben kann, ein Film wie der Himmel über Berlin aber nicht. Denn emotional verhungernden Menschen helfen nunmal keine Intelektuellen Spielereien, seien sie auch noch so interessant.
So, das ist nun meine Meinung :)
wunderbare Hommage an das Leben und die Liebe.... (10. Oktober 2005)
Niemand spaltet die Zuschauer und auch Kritik so sehr wie Wim Wenders. So auch hier. Dieser Film wird geliebt oder gehasst. Dazwischen scheint es wenig Nuancen zu geben.Umso erstaunlicher weil das amerikanisierte Remake „Stadt der Engel" die Kinocharts erobern konnte. Wer sich jedoch auf „Himmel über Berlin" einlässt wird eine ganz andere Tiefe erfahren, wird sehen welche großartigen schauspielerischen Qualität deutsche Darsteller mitbringen. Bruno Ganz in seiner Glanzrolle als Engel Damiel ist nur einer der herausragender Darsteller. Nicht zu vergessen der schrullig, sympathische „Columbo" alias Peter Falk, der auch hier einiges überraschendes beizutragen hat.
Der Himmel über Berlin ist eine Hommage and das Leben und an die Liebe, an die Geschichte von Mann und Frau trotz alles Scheiterns. Ein Engel der die Sterblichkeit des Menschen der Unsterblichkeit des Engels vorzieht, um in der Welt zu sein. Das alles noch vor dem schon fast vergessenen Hintergrund des tristen, geteilten „Mauer Berlins" Doch auch hier erzählt die Kamera in schönen Bilder mit Liebe für das Sujet und die Charakter der Schauspieler.
Ich kann nur sagen. Endlich auf DVD
Unbedingt ansehen!
Es ist ein unaufdringlicher Film der uns doch Nahe geht und etwas hinterlässt, wenn man sich darauf einlässt.
geliebtes West-Berlin (18. August 2005)
Wim Wenders liebte diese Stadt und hat auf unglaubliche Weise mit diesem Film die morbide Schönheit und Stimmung der 80er Jahre in Berlin eingefangen.Ich selbst war dort in dieser Zeit und habe den Film sofort nach dem Erscheinen im Kino gesehen; allein schon wegen Otto Sander und Bruno Ganz in den Hauptrollen. Der Wechsel zwischen den schwarz-weiß und farbigen Sequenzen zeigt im Film zwar die unterschiedlichen realen und irrealen Welten, doch spiegeln sie auch die Stimmung der damaligen geteilten Stadt wider: noch immer nicht das Trauma des Krieges überwunden, der Aufbruch der 68er verklungen, die Abgrenzung zwischen SchickiMicki und alternativen Lebensformen, West und Ost, alt und neu ....
Dieser Film ist nicht nur eine phantastisch gefühlvolle Geschichte über einen Engel, der sich in eine Frau verliebt und deshalb Mensch werden will, sondern auch eine Homage an das Berlin dieser Zeit. Damit hat er nicht nur Kultstatus, sondern auch "Zeitzeugen - Qualität", denn heute kann sich niemand mehr ein geteiltes Berlin vorstellen, da alle Spuren gründlich vernichtet wurden.


