Verkaufsrang: 6859 (Video)
Actor: Harry Dean Stanton
Actor: Nastassja Kinski
Actor: Dean Stockwell
AudienceRating: Freigegeben ab 6 Jahren
Autor: L. M. Kit Carson
Binding: Videokassette
Director: Wim Wenders
EAN: 0743213453330
Format: PAL
Label: Ufa/Atlas
Languages:
ListPrice:
Manufacturer: Ufa/Atlas
Verlag: Ufa/Atlas
Spielzeit: 145
Studio: Ufa/Atlas
TheatricalReleaseDate: 9. November 1984
UPC: 743213453330
von: Harry Dean Stanton (Hauptdarsteller), Nastassja Kinski (Hauptdarsteller), Ry Cooder (Komponist)
Preis: EUR 19,99
Aus der Amazon.de-Redaktion
Aus der texanischen Wüste schleppt sich halb verdurstet ein Mann, Harry Dean Stanton, (Never Talk To A Stranger, Alien), ohne Erinnerung und Sprache. Dorfbewohner finden in seinen Kleidern eine Visitenkarte mit der Telefonnummer seines Bruders aus Los Angeles. Bruder Walt, Dean Stockwell (The Player, Der Wüstenplanet), macht sich auf den Weg, Travis die Rückkehr in die bürgerliche Welt zu ermöglichen. Travis wird von Walt aufgenommen. Sein Gedächtnis kehrt langsam zurück. Zusammen mit seinem 7-jährigen Sohn begibt er sich auf die Suche nach dessen seit Jahren verschollener Mutter, Travis' Frau, Nastassja Kinski (Tess, One Night Stand). Er hofft, seine zerbrochene Familie wieder zusammenführen zu können. Jedoch ist die leidvolle Vergangenheit seiner Ehe noch nicht verarbeitet.Wim Wenders (In weiter Ferne, so nah, Der Himmel über Berlin) lässt sich bei dieser Familientragödie viel Zeit. Paris, Texas ist ein ruhiger Film mit viel Tiefgang. Auf die sensible Darstellung der Charaktere legt Wenders seinen Schwerpunkt. Der Film sucht nach den Wurzeln der Kommunikationsprobleme zwischen Mann und Frau, ohne das Ziel zu verfolgen, einfache Lösungen zu liefern. Die Tragödie nimmt ihren Lauf, allein die Erkenntnis sich selbst besser zu verstehen, verspricht Hoffung. Die Stilmittel des Deutschen Autorenfilms passend in einem amerikanischen Roadmovie zu verwenden, ist Wenders geglückt. Das Panorama der nordamerikanischen Wüste und die vielen stillen Momente verleihen der glaubhaft menschlichen Geschichte eine beeindruckende mythische Dimension. --Peter Kuhn
Kurzbeschreibung
"Aus dem Nichts der Wüste taucht Travis auf. Stumm und ohne Erinnerung. Sein Bruder nimmt ihn mit zu sich nach Los Angeles. Dort lebt auch Hunter, Travis' Sohn. Langsam finden der verstörte Mann und das aufgeweckte Kind zueinander. Gemeinsam brechen sie auf. Sie suchen Hunters Mutter."Movieman.de
Man muß Wim Wenders ja nicht mögen, aber immerhin profiliert er sich durch Filme, die meist zumindest etwas Aufsehen erregen. Die Lethargie des Filmes "Paris, Texas" ist streckenweise recht heilsam, wird aber bald enervierend. All die schick-morbiden Bilder des amerikanischen Südwestens wirken wie stilvoll kopierte Werbeästhetik, was nicht schlecht sein muß, vorliegend aber die Idee des eigenen Filmes verrät. Ehrlicher waren da andere Texas-Filme. Denken Sie nur an das Meisterwerk "Die letzte Vorstellung" (siehe Kritik) von Peter Bogdanovich, der eben keine verlogene optische Romantik in seine kantige Story legte. Wenders ist selbstverliebt, seine Filme sind es leider auch und das macht sie gefährlich hohl. Fazit: Teilaspekte sind hinreißend, insgesamt aber nur Lethargie.Moviemans Kommentar zur DVD: Solides Bild, dezenter Sound, viele informative Extras, unfeiner Layer-Wechsel.
Bild: Die anamorphe Abtastung gibt eine gelungene Vorstellung. Die Farben sind vielleicht etwas zu intensiv aufgearbeitet worden, die Rottöne sind leicht erschlagend, man kann sie getrost am heimischen TV etwas nach unten korrigieren. Leichte Konturenschatten liegen neben harten Kanten (00.11.35, Telegraphenmast) und sanfte Mattscheibeneffekte können großflächige Motive überlagern. Die Schärfe gibt sich recht griffig und die Rauschwerte sind zurückhaltend.
Ton: Die 5.1-Remixe sind dezent gehalten und liefern eine zurückhaltende Ambienz. Szenen in Restaurants bleiben akustisch vordergründig und die Musik von Ry Cooder wird erst in der Abspann-Musik etwas weiträumiger serviert. In ruhigen Dialogen nimmt man das sanfte Grundrauschen der deutschen Fassungen wahr (01.20.11), die englische Stereo-Version rauscht etwas mehr und ist auch mit einem leichten Brummen überlagert. Nicht sonderlich lebendig in der Kulisse, aber nicht störend eng im Sound.
Extras: Eine Menge sinnvoller Extras für Fans des Filmes. Vielleicht kann nicht jeder den gelangweilten, herablassenden Tonfall von Herrn Wenders im Regiekommentar ertragen, aber er liefert handfeste Infos zur Produktion. Im Gespräch mit Roger Willemsen, lobt er dann seine Werk ausschweifend. --movieman.de
VideoMarkt
In der texanischen Wüste wird ein halbverdursteter Mann gefunden, der scheinbar Sprache und Erinnerung verloren hat. Walt identifiziert ihn als seinen Bruder Travis, der vor Jahren verschwunden war und dessen Sohn Hunter bei ihm lebt. Nach einiger Zeit beginnt Travis wieder zu sprechen und gewinnt das Vertrauen seines Sohnes, mit dem er sich auf die Suche nach seiner Frau Jane begibt. Er findet sie in einer Peep-Show.VideoWoche
Mit "Paris, Texas" fand Amerika-Kenner Wim Wenders einen idealen Ausdruck für seine Beschäftigung mit den Mythen und dem Kino des Landes. Dabei ließ er seine europäische Perspektive mit der amerikanischen Filmästhetik verschmelzen und schuf mit der Hilfe des brillanten Kameramanns Robby Müller einen bestechenden Film. Faszinierende Bilder, eine überzeugende Darstellerriege, aus der Harry Dean Stanton und Nastassja Kinski herausragen, und eine zeitlos-allegorische Geschichte fügen sich zu einer atmosphärisch dichten Einheit zusammen. Der Film brachte Wenders nicht nur internationale Beachtung, sondern auch die Goldene Palme in Cannes.Blickpunkt: Film
Ein totgeglaubter Mann trifft seinen Sohn. Gemeinsam machen sie sich auf die Suche nach seiner Frau.Blickpunkt: Film Kurzinfo
Wim Wenders' brillante Auseinandersetzung mit dem Mythos Amerika: Ein totgeglaubter Mann trifft erstmals seinen Sohn und macht sich gemeinsam mit auf die Suche nach seiner Frau.Kurzbeschreibung
Vier Jahre nach seinem Verschwinden taucht der tot geglaubte Travis in einer Steinwüste nahe der mexikanischen Grenze auf. Ein Arzt benachrichtigt seinen Bruder Walt, der den erinnerungslosen Mann in seinem noblen Haus in L.A. aufnimmt. Bei Walt rifft Travis auch auf seinen siebenjährigen Sohn Hunter, der seit der Trennung seiner Eltern bei seinem Onkel lebt. Zögerlich kehren Travis' Erinnerungen zurück und auch sein zurückhaltender Sohn fasst langsam Vertrauen. Gemeinsam mit Hunter begibt sich Travis auf die Suche nach seiner verschollenen Frau Jane: Der Beginn einer abenteuerlichen Odyssee durch den kargen Südwesten Amerikas...Kundenrezensionen zu 'Paris, Texas'
Wunderbare Bilder (15. August 2007)
In wunderschönen Bildern erzählt Wim Wenders die Geschichte eines Mannes auf der Suche nach seiner Vergangenheit, seiner Frau und seinem Kind.Ein Roadmovie der Extraklasse zum Geniessen und Nachdenken. Die erstklassigen Schauspielerund der tolle Soundtrack machen diesen Film zu Wim Wenders Meisterwerk.
Die Special Edition bietet ordentliches Zusatzmaterial; das Geld ist bestens angelegt
GRANDIOSES KINO !!! (23. Dezember 2006)
Ich hatte von Anfang an große Erwartungen an diesen Film, da er von Wim Wenders ist. Alle meine Erwartungen haben sich erfüllt. Der Film geht ans Herz. Natürlich ist das Cast herrvoragend gewählt:NASTASSJA KINSKI (spielt einfach toll)
HARRY DEAN STANTON (genial)
DEAN STOCKWELL (absolout brilliant)
Fazit: Paris,Texas ist ein Roadmovie der ans Herz geht.
Ein europäischer Western als filmisches Edward Hopper-Gemälde. Großartig! (14. Juni 2006)
Da kann man eigentlich nur noch erstaunt den Atem anhalten, wenn man weiß, dass dermaßen große Filmkunst sich selbst genießen und dabei noch so gelingen kann.Wim Wenders' "Paris, Texas" drückt in den Weiten und Totalen seiner bewegend epochalen USA-Bilder ein Gefühl von grenzenloser Freiheit aus, wie sie zugleich wieder für deren Protagonisten zum Verhängnis wird. Er gibt eine Sehnsucht wieder, wie sie wohl europäischer nicht sein könnte und trifft damit von außen, was amerikanischen Regisseuren immer nur im Western mit dem schwer genießbaren Beigeschmack der Gewalt gelungen ist.
Jenseits riskierter Melodramatik gelingt Wenders das Kunststück in allem die elementare Schönheit der Welt zu entdecken. Zum einen weil die Kameraarbeit von Robby Müller sie mit größter Geruhsamkeit zu entdecken versteht und zum anderen weil sie Filmmusiker Ry Cooder so hervorragend mit der Gitarre zu begleiten versteht. Auch die spielerischen Darbietungen vom jungen Hunter Carson (die wohl beeindruckendste darstellerische Leistung eines Jungschauspielers, die ich je gesehen habe), Dean Stockwell, Harry Dean Stanton und Nastassja Kinski sind dermaßen beeindruckend natürlich und auf gelungene Weise aus ihrer Zurückhaltung subtil, dass sie sich in der harmonisch-traumhaft-poetischen Bildsprache ebenso wiederfinden wie sie sich als Figuren in den endlosen Räumen ihres Schicksals verloren haben.
Wenders ist damit das im besten Sinne Hoppersche Gemälde europäischer Filmkunst und eine schwelgerisch-schöne Ballade auf einen sympathischen, weil uramerikanischen Helden gelungen, dass in seiner tadellosen Opulenz kaum nachahmbar ist. Ein Meisterwerk.
Die Wüste lebt! (21. Februar 2006)
Für mich immer noch der beste Film von Wenders. Grandiose Bilder, Harry Dean Stanton in seiner besten Rolle und ein wunderschöner Soundtrack von Ry Cooder.Viele assoziieren mit diesem Film immer Langatmigkeit und Langeweile, aber genau diese Langsamkeit des Erzählstils ist eine regelrechte Erholung in der Bilderflut der modernen Stakkato-Schnitte und Wackelkameras. Das Auge findet Zeit, sowohl in schönen Landschaften und Architekturen zu schwelgen, als auch dem Minenspiel als Spiegel des Seelenzustands der Protagonisten zu folgen. Wer ein solch eindringliches, ehrliches und radikales Ausloten einer selbstzerstörten Seele wie der von Travis als langweilig empfindet, macht am besten auch einen Bogen um die übrigen Wenders-Filme.
Kennt man dank der DVD-Extras die schwierige Enstehungsgeschichte dieses Films, kann man Wenders' Mut nur bewundern. Und über Amerikas Ignoranz über diesen Film nur noch lächeln.
Die DVD kommt in einem wunderschön und wirklich liebevoll gestalteten Digipak daher, für das Kinowelt Lob gebührt! Wie für viele Veröffentlichungen in der Arthaus-Reihe. Ach, würden doch alle Anbieter soviel Sorgfalt und Detailliebe bei ihren Veröffentlichungen walten lassen!
ein unvergleichlicher Film (23. November 2004)
Wenders schrieb einmal, dass zwei Bilder, sobald man sie aneinander schneide, gleich eine Geschichte erzählen würden - und er schrieb dies aus Resignation, denn eigentlich wollte er ja das Filmbild vor den narrativen Überformungen, vor der Indienstnahme durch die Erzählung bewahren.'Paris - Texas' entstand in den frühen 80er Jahren als Trotzreaktion auf seine frustrierenden Erfahrungen mit der amerikanischen Filmindustrie (von 79-83 drehte er in mehreren Versionen für Francis Ford Coppola 'Hammet' und war am Ende doch gescheitert); der Film war sozusagen zugleich Befreiungsakt und Bekenntnis (zum europäischen Autorenfilm), und doch war es bis zu diesem Zeitpunkt auch sein narrativster. Überschaut man sein Gesamtwerk, dann markieren 'Paris - Texas' und 'Himmel über Berlin' (vielleicht die bis heute gelungensten Filme von Wenders, wenn auch nicht erfolgreichsten) sozusagen Marksteine seiner Entwicklung: von der programmatischen Verweigerung hin zum klassischen Erzählkino, wobei er noch immer seinen eigenen Zugang zum filmischen erzählen fand, sich selbst also letztlich treu geblieben ist.
Natürlich ist auch bei 'Paris - Texas' der Film nicht beschrieben, wenn man den Plot erzählt: diesmal geht es um keine Suche mehr, sondern um ein Ankommen, das Ankommen eines halb verdursteten Mannes (Travis, gespielt von Harry Dean Stanton) aus der Wüste zurück in die Zivilisation, wobei die Zivilisation zunächst nicht mehr ist als ein kleines Krankenhaus am Rande der texanischen Wüste. Ohne jede Erinnerungen hilft eine Visitenkarte mit der Telefonnummer von Travis' Bruder, der ihn letztlich bei sich zu Hause aufnimmt - wie schon Jahre zuvor dessen 7 Jährigen Sohn. Nach und nach freunden sich nun Vater und Sohn wieder an und begeben sich schließlich auf die Suche nach der seit Jahren verschollenen Mutter des Kleinen, Travis' Frau (Nastassja Kinski), die sie dann auch in einem Peep-Show-änhlichen Etablissement in Dallas finden.
Dabei lässt sich Wenders viel Zeit, und lässt auch seinen Figuren die Zeit sich und ihre Beziehungen zu entwickeln - das ganze wiederum in Bildern, die man vielleicht mehr noch als die Geschichte von diesem Film in Erinnerung behält - wie z.B. die nahezu endlose Dialog von Travis und seiner Frau, gefilmt vor (und hinter) der verspiegelten Scheibe des Peep-Show-Arrangements, die nicht nur die beiden trennt, sondern auch ihre psychischen Dimensionen offenbart.



