Das Leben ist eine Baustelle

Verkaufsrang: 336 (Video)
Actor: Jürgen Vogel
Actor: Christiane Paul
Actor: Ricky Tomlinson
AudienceRating: Freigegeben ab 12 Jahren
Binding: Videokassette
Director: Wolfgang Becker
EAN: 4013575043927
Format: Dolby
Format: Vollbild
Format: PAL
Format: Surround Sound
Label: Ufa Video
Languages:
ListPrice:
Manufacturer: Ufa Video
Verlag: Ufa Video
Erscheinungsdatum: 16. März 1998
Spielzeit: 110
Studio: Ufa Video
TheatricalReleaseDate: 1997
von: Jürgen Vogel (Hauptdarsteller), Christiane Paul (Hauptdarsteller), Jürgen Knieper (Komponist), Christian Steyer (Komponist)
Preis: EUR 32,95

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Aus der Amazon.de-Redaktion

Die 90er-Jahre waren trotz all ihrer Krisen und Fehlentscheidungen ein gutes Jahrzehnt für das deutsche Kino, eines der Konsolidierung, das eine ganze Reihe von außergewöhnlichen Regisseuren und großartigen Darstellern hervorgebracht hat. Nur eine Schwäche hatte es, sein Zurückschrecken vor der Wirklichkeit, vor dem im Wandel begriffenen Deutschland dieser letzten Dekade des 20. Jahrhunderts. Aber die wenigen Filme, die sich wie Wolfgang Beckers Das Leben ist eine Baustelle der deutschen Realität dieser Epoche genähert haben, sind dafür umso faszinierender.

Nur durch Zufall gerät Jan (Jürgen Vogel) eines Abends in eine Straßenschlacht zwischen Demonstranten und der Polizei, aber dieser Zufall verändert alles für ihn. Er begegnet der geheimnisvollen Vera (Christiane Paul) und prügelt sich mit den beiden Männern, die sie verfolgen, nicht ahnend, dass beide Polizisten in Zivil sind. Dieser Zwischenfall bleibt natürlich nicht ohne Folgen. Jan muss die Nacht in Haft verbringen, bekommt eine hohe Geldstrafe und verliert zudem noch seinen Job als Schlachter. Aber er begegnet Vera erneut, und die Liebe könnte ihn alles andere vergessen lassen, verschwände die Musikerin nicht immer in der Nacht heimlich wieder.

Mit Das Leben ist eine Baustelle ist Wolfgang Becker, dem vielleicht überzeugtesten 'Realisten' unter den heutigen deutschen Filmemachern, eine eindrucksvolle Momentaufnahme einer Stadt, Berlin, und einer Zeit, der ausgehenden Kohl-Ära, geglückt. Kleine Episoden und Szenen fügen sich zu einem Mosaik zusammen, das gar nicht erst alle Fragen beantworten will. Das Leben in seiner ganzen Unfertigkeit, seiner Abhängigkeit von Zufällen und seiner verwirrenden Komplexität fängt Becker so ein. Die Verwirrungen der Zeit spiegeln sich in der Unsicherheit seiner Figuren, in ihrem Suchen und ihrer Neigung, sich einfach treiben zu lassen.

Dabei gelingen gerade Christiane Paul und Jürgen Vogel zwei eindringliche Charakterstudien. So verwundbar wie hier war Jürgen Vogel noch nie. Hinter seiner physischen Präsenz, seinem machohaften Auftreten offenbart sich eine Verletzlichkeit, die mehr über diesen Schlachter verrät, als es Dialoge je könnten. Christiane Paul hat mit Vera zum ersten Mal ihren idealen Figurentypus gefunden, eine Frau, die sich jedem Kinoklischee entzieht, die geheimnisvoll wie eine Femme fatale und doch auch ganz natürlich ist. --Sascha Westphal

dkb.de

Kurzbeschreibung

"Lebenskünstler Jan steht vor den Trümmern seines Lebens: Er verliert den Job, seinen Vater und seine Freundin. Da begegnet er der flippigen Vera. Ist es Liebe oder nur ein Spiel? Schon baut Jan Luftschlösser - und jede Menge Mist."

dkb.de

Movieman.de

Moviemans Kommentar zur DVD: Eine deutsche Produktion in gelungener DVD-Edition mit luxuriöser Ausstattung. Ganz besonders reizvoll: das Castinggespräch mit Christiane Paul. Es läßt sich leider nicht vermeiden, eine Lobeshymne auf diesen Film anzustimmen. Einer der besten deutschen Filme überhaupt. Ausgezeichnete Charakterzeichnung und die darstellerische Gewalt von Vogel und Paul (und überhaupt aller Darsteller), die ausgereifte Regie und die streckenweise unkonventionelle Handlungstruktur schaffen Kino der Gefühle, Kino der Überraschungen und Kino von allerbester Unterhaltungsqualität. Kaufen, Kaufen, Kaufen!

Bild: In dunklen Szenen ist die Disc nicht völlig gegen Artefakte gefeit, Gesichter, die sich bewegen, können dann schon einmal etwas nachziehen (00.04.20). Ansonsten wird das Bild allerdings von Artefakten weitgehend verschont. Ein zartes Grundrauschen läßt sich nicht übersehen und legt sich gerne einmal auf hellere Flächen (00.27.30), fällt aber kaum ins Gewicht, da das Tempo und die Intensität des Filmes einen ohnehin völlig einnehmen. Gesunde Farben, die den grauen Berliner Winter reflektieren und beste Kontrastwerte beleben das Bild, das insgesamt stabil und erfreulich ist.

Ton: Ohne ein Effektfeuerwerk zu bieten, versetzt die 5.1 Tonspur den Zuschauer in ein sehr greifbarers Tonambiente, das durch perfekte Kanalansteuerung eine tiefe Räumlichkeit und Natürlichkeit erreicht (00.01.22, Strassenschlacht). Die Songmischung ist durchsichtig und breitfrequent angelegt (01.48.30) und auch die Sprechstimmen klingen natürlich. --movieman.de

dkb.de

VideoMarkt

Der junge Fleischer Jan gerät in Berlin in eine Straßenschlacht. Dabei lernt er die geheimnisvolle Vera kennen, die er gegen die anstürmenden Polizisten verteidigt. Eine Nacht mit fatalen Folgen. Denn am nächsten Tag ist Jan nicht nur seinen Job los, er erhält auch noch eine Geldstrafe. Immerhin bringt ihn die Zeit, die er mit seiner neuen Freundin Vera verbringt, auf andere Gedanken. Als ihm jedoch ein Mädchen, mit dem er einmal zusammen war, beichtet, daß es HIV-positiv ist, scheint Jans Leben endgültig aus den Fugen zu geraten.

dkb.de

VideoWoche

Mit seiner Tragikomödie zeichnet der versierte Regisseur Wolfgang Becker ("Kinderspiele") ein aufregendes, detailliertes und authentisches Bild vom Großstadtdschungel Berlin der neunziger Jahre. Dabei ist die Liebesgeschichte zwischen einem ewigen Verlierer (Jürgen Vogel in Bestform) und einer femme fatale (Jung-Star Christiane Paul) nur der Aufhänger für eine Reihe von Nebenhandlungen, die - ähnlich wie bei Altmans "Short Cuts" - geschickt miteinander verwoben werden. Der exzellent gespielte und brillant fotografierte Streifzug durch die Straßen Berlins wird längst nicht nur Anhänger deutscher Filmkunst begeistern.

dkb.de

Blickpunkt: Film

Zufällig in eine Straßenschlacht geraten, lernt Fleischer Jan Vera kennen und verliebt sich in sie. Doch das junge Glück ist nur von kurzer Dauer. Jans Ex-Freundin beichtet ihm, daß sie HIV-positiv sei und Vera schleicht sich nachts heimlich aus dem Bett. Liebesgeschichte im Berlin der 90er Jahre mit Jürgen Vogel, von Wolfgang Becker einfühlsam erzählt.

dkb.de

Blickpunkt: Film Kurzinfo

Einfühlsame, moderne Großstadtballade und unmögliche Lovestory im Berlin der Neunziger Jahre.

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Kurzbeschreibung

Lebenskünstler Jan steht vor den Trümmern seines Lebens: Er verliert den Job, seinen Vater und seine Freundin. Da begegnet er der flippigen Vera. Ist es Liebe oder nur ein Spiel? Schon baut Jan Luftschlösser - und jede Menge Mist.

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Kundenrezensionen zu 'Das Leben ist eine Baustelle'

Amazon, bitte wieder nachbestellen (27. Juli 2006)

Über den Film selbst wurde oben schon alles geschrieben.
Aber bitte nehmt ihn wieder ins Programm mit auf und mehr noch, korrigiert mal bitte so langsam den Preis nach unten. Knapp 20 Euro kostete dieser Film bis vor kurzem noch, das ist einfach zu teuer - egal für welchen Film.

Milieustudie (21. Dezember 2003)

1995 inmitten des Booms deutscher Filme bannte Wolfgang Becker ein Stück Leben auf Zelluloid. Großstadtleben pur, doch mehr Milieustudie und Momentaufnahmen aneinandergereiht zu einer Geschichte über das Leben in seiner Gesamtheit, seinen Wirren und seinen schönen Seiten.

Jan und Vera finden sich per Zufall, beide geheimnsivoll und unnahbar, jeder hat sein Privatleben vor dem er meint, sich verstecken zu müssen. Und beide kleben aneinander, verlieren sich, finden sich wieder, gehen gemeinsame Wege. Ebenso Jans neuer Freund Buddy, mit dem er sich bald die Wohnung seines verstorbenen Vaters teil. Auch Buddy ist vom Leben gezeichnet, hängt gedanklich in der Vergangenheit und verflossenen Musikererfolgen und -träumen fest, verliebt sich in eine junge Griechin die mitten in der Stadt ohne Geld und ohne ihren Bruder strandet. Und dann ist da noch Jans Schwester Lilo und ihr Freund Harry, den die kleine Tochter Jenny gar nicht leiden kann und sich umso enger an Jan klammert.

Das Leben ist eine Baustelle - der Titel ist Programm. In Wolfgang Beckers Film bauen und basteln die Protagonisten noch an ihrem Leben. Alles scheint brüchig. Alle sind auf der Suche: Nach sich selbst, nach anderen, nach ein bißchen Glück und großer Liebe. Sensibel und leise, schrill-komisch und laut erzählt Regisseur Wolfgang Becker von Menschen in einer Stadt im Umbruch, von ihren Träumen, Ängsten und Sehnsüchten.

Leichte Schwermut (16. Oktober 2002)

Bei diesem Film ist schon ein kleines Kunststück gelungen: Arbeitslosigkeit, Entfremdung, Vereinsamung, Generationenkonflikt, Beziehungsstress, Perspektivlosigkeit, AIDS ... das klingt nach Sozialkitsch-Drama, das einem pausenlos auf die Tränendrüse drückt. Aber mit nichten: Heraus kam eine recht legere Tragikomödie, in der sich Humor und Melancholie die Bälle zuspielen. Der Galgenhumor, mit dem selbst härteste Sujets behandelt werden (z.B. Vereinsamung und schliesslich Tod des Vaters) erinnert ein bisschen an irische Komik à la Commitments. In dieser ganzen Misere entwickelt sich zudem eine tolle romantische Liebesgeschichte, die ebenfalls ihre komischen und ihre tragischen Momente hat. Die Schauspieler sind erstklassig, sowohl die Hauptdarsteller als auch alle Nebendarsteller. Der Film wirkt glaubhaft, lässt mehr schmunzeln als lachen, mehr seufzen als weinen, und bleibt so in seiner emotionalen Dynamik angenehm bescheiden. Nur die Theaterszene ist derartig übertrieben, dass ich einen Punkt abziehen musste.

Mehr als großartige Unterhaltung (15. Juni 2001)

Komödie, Drama, Romanze in einem? Das gelingt normalerweise nur den Briten, vor allem Mike Leigh und Ken Loach. Vielleicht kein Zufall, daß dessen Hauptdarsteller aus "RiffRaff" und "Raining Stones", der wunderbare Ricky Tomlinson, hier mitspielt. Ein seltener Fall eines deutschen Films über die sogenannte Unterschicht, der überhaupt nicht trocken akademisch daherkommt und trotz einiger komischer Überspitzungen glaubhaft bleibt. Die Besetzungsliste liest sich wie ein Who Is Who des deutschen Films (nicht der Stars, sondern der Könner). Neben den beiden Hauptdarstellern, Jürgen Vogel und Christiane Paul, glänzen in den Nebenrollen u.a. Martina Gedeck, Armin Rhode, Meret Becker und (ein Glücksgriff) die kleine Rebecca Hessing. Trotzdem sei mir erlaubt, die damals 21jährige Laienschauspielerin Christiane Paul hervorzuheben. Nicht wegen der offenherzigen Liebesszene (eigentlich schon, würde ich aber nie zugeben), sondern weil sie ihre Rolle mit so erstaunlich viel Leben erfüllt hat. Sie kann mit sparsamen Gesten und Blicken so viel ausdrücken... Wollen wir hoffen, daß sie Hollywood und die Medizin links liegenläßt und dem deutschen Kino erhalten bleibt - das bietet zwar nicht viele gute weibliche Rollen, aber diese wenigen kann man ihr getrost alle anvertrauen. Den Rest des Lobes muß ich nun Wolfgang Becker aussprechen, der (mit ein bißchen Hilfe von Tom Tykwer) eine originelle Geschichte (die nur ab und zu auf Klischees zurückgreift) erfunden und grandios inszeniert hat. Herausragend (9/10).

Die DVD ist in Bild und Ton perfekt (es gibt sogar ein paar liebevoll ausgedachte Surround-Effekte), Untertitelspuren u.a. in Deutsch sind vorhanden. Außerdem dabei: ein paar lustige Outtakes, Infos über die Mitwirkenden und einen längeren Teaser-Trailer. Die 17 Minuten Casting-Aufnahmen haben mir besser gefallen als die meisten "Making of"-Filmchen. Erhellend die Probeszenen mit den nicht deutsch sprechenden Gästen (Ricky und Christina); das ist gelebtes europäisches Kino.

COOLER FILM! (20. Juni 2000)

Wir sind drei Schüler aus dem Kapstadter Goethe Zentrum und wir haben uns den Film "Das Leben ist eine Baustelle" im Deutschunterricht angeschaut. Der Film ist sehr interessant und regt einem zum Denken an. Der Film spielt sich in Ost Berlin. Es handelt sich um eine Gruppe Leute die aus dem Arbeitermilieu kommen. Der Hauptdarsteller ist Jan der sich mit verschiedene Probleme befassen muss. Unter den Themen geht es um Liebe, Tod und die witzige Seite in schlechten Situationen. Der Film ist generell ziemlich traurig, hat aber ein paar leichtere Aspekte die durch guten Humor dargestellt werden. Der Realismus des alltaeglichen Leben in diesem Milieu ist sehr gut dargestellt vom Regisseur. Echte Probleme, wie AIDS, menschliche Verhaeltnisse und Arbeitslosigkeit. Unter menschlichen Verhaeltnisse ist zum Beispiel Jan und seine Freunde die ein Fremdes Maedchen helfen um ihr Bruder wiederzufinden. Und die Vaterrolle die er seine Nichte gegenueber spielt. Der Film hat sehr starke Symbole. Ein Beispiel waere; die Dunkelheit im Verlauf der ganzen Filmes widerspiegelt die Stimmung der Darsteller. Der Film gibt den Zuschauer eine positive Perspektive des Lebens trotz anscheinend unueberwindbaren Situationen. In unsere Gruppe hatten wir Probleme mit den Titel. Ein Teil fand den Titel passend, eine andere Teil fand das es nicht den Film ganz wiederspiegelt. Vielleicht passt der englische Untertitel "Life is All you Get" besser?

dkb.de

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