Apocalypse Now

Verkaufsrang: 6930 (Video)
Actor: Marlon Brando
Actor: Martin Sheen
Actor: Robert Duvall
AudienceRating: Freigegeben ab 16 Jahren
Binding: Videokassette
Director: Francis Ford Coppola
EAN: 4010884011432
Format: PAL
Label: AVU
Languages:
ListPrice:
Manufacturer: AVU
Verlag: AVU
Erscheinungsdatum: 1. September 2000
Spielzeit: 148
Studio: AVU
TheatricalReleaseDate: 15. August 1979
von: Marlon Brando (Hauptdarsteller), Martin Sheen (Hauptdarsteller), Carmine Coppola (Komponist)
Preis: EUR 5,99

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Aus der Amazon.de-Redaktion

In der Tradition von solchen ganz von ihren Obsessionen getriebenen Regisseuren wie Werner Herzog und Erich von Stroheim hat sich Francis Ford Coppola der Produktion von Apocalypse Now genähert, als ob sie seine höchst persönliche, heldenhafte Mission ins Herz der Finsternis gewesen sei. Vor Ort auf den ständig von Stürmen verwüsteten Philippinen wurde er im wahrsten Sinne des Wortes wahnsinnig, als das Projekt drohte, ihn in einem Strudel künstlerischer Verzweiflung zu verschlucken. Aber aus diesem Irrsinn entstand einer der größten Filme aller Zeiten.

Alles begann mit einem Drehbuch von John Milius, das Joseph Conrads klassische Erzählung Das Herz der Finsternis in die Schrecken des Vietnam-Krieges verlegt und dem kriegsmüden Captain Willard (Martin Sheen) bei einer geheimen, stromaufwärts führenden Mission folgt. Er soll den abtrünnigen Colonel Kurtz (Marlon Brando) töten, der in einen vorzivilisatorischen Zustand von mörderischem und mystischem Wahnsinn zurückgefallen ist. Die Reise ist äußerst gefahrvoll und umfasst Kriegshandlungen von zum Teil epischen Ausmaß und zum Teil sehr intimen Charakter.

Ein großes Maß seiner furchteinflößenden, fast schon körperlichen Wirkung verdankt der Film einer Reihe von Sequenzen, Bildern und Dialogsätzen, die sich regelrecht in unser filmisches Bewusstsein eingebrannt haben. Zu ihnen gehören neben dem Hubschrauberangriff auf ein vietnamesisches Dorf zu den Klängen von Wagners "Ritt der Wallküren" und der brutalen Ermordung einiger blinder Passagiere auf einer Sampan eines Bauern und auch die Furchtlosigkeit des surfenden Kriegers Lieutenant Colonel Kilgore (Robert Duvall), der liebevoll vom „Geruch von Napalm am Morgen" spricht.

Wie Herzogs Aguirre, der Zorn Gottes ist auch dieser Film der eines Genies, das in die Tiefen der Hölle gestoßen wurde und einem Phoenix gleich triumphierend zurückkehrt. Coppolas Besessenheit (äußerst anschaulich zu sehen in der aufschlussreichen Dokumentation Hearts of Darkness, auch unter dem Titel Ins Herz der Finsternis, die von Coppolas Frau Eleanor gedreht und von George Hickenlooper zusammengestellt wurde) ist in jeder Szene und in jeder Einstellung zu spüren, und ihr Ergebnis ist ein Film für die Ewigkeit. --Jeff Shannon

dkb.de

Kundenrezensionen zu 'Apocalypse Now'

Eine Reise in die tiefsten Abgründe der menschlichen Psyche (29. August 2008)

Der Film beginnt mit einem Ende...zumindestens aus musikalischer Sicht. Der Zuschauer lauscht den Klängen des The Door Klassikers "The End" und sieht dazu, wie ein Waldstück vom Napalmfeuer einer US-Hubschraubereinheit dem Erdboden gleichgemacht wird. Gleichzeitig beginnt der Film mit einem weiteren Ende, nämlich mit dem des Hauptdarstellers. Captain Willard (Martin Sheen) versackt alleine und völlig besoffen in einem Hotelzimmer in Saigon zur Zeit des Vietnamkrieges und wartet auf einen Auftrag. Andere Filme enden so, "Apocalypse Now" beginnt hier und führt den Zuschauer bis in die tiefsten Abgründe der menschlichen Psyche.

Schon bald erhält Willard seinen Auftrag. Er soll den hochdekorierten Colonel Kurtz (Marlon Brando) exekutieren, der im kambodschanischen Dschungel ein eigenes Reich erschaffen hat, sich als Gott verehren lässt und auf die Befehle der Armee pfeift. Offenbar ist Kurtz völlig durchgedreht. Auf einem Patrouillenboot fährt Willard durch Vietnam in Richtung Kambodscha und muss dabei feststellen, dass in diesem Krieg alle verrückt geworden sind und sich die Ereignisse schlicht nicht mehr mit den menschlichen Kategorien Normalität und Wahnsinn erfassen lassen. So lässt Colonel Bill Kilgore (herrlich absurd: Robert Duval) ganze Dörfer zu den Klängen Richard Wagners ausrotten, nur um an einem Strand surfen zu können. Die kleine Besatzung auf dem Patrouillenboot ist dauerbekifft und auf ihrer Fahrt treffen sie auf zugedröhnte Marines, die seit Stunden auf tote vietnamesische Soldaten feuern. Mitten im Dschungel begegnet Willard einer französischen Großfamilie, die auf einem großen Anwesen haust und ihr schönes Leben auch aufgrund des um sie herum tobendes Krieges nicht aufgeben will. Spätestens hier fragt sich der Zuschauer: Wo, bitte schön, liegt denn der Sinn, einen Verrückten in einem Meer des Wahnsinns umbringen zu lassen?

Schließlich erreicht Willard Kurtzs Hauptquartier mit hunderten von Eingeborenen, die seinen Hofstaat bilden. Der eloquente Kurtz zieht Willard und den Zuschauer mit seiner rhetorischen Brillanz in den Bann. Umgeben von dem Irrsinn des Krieges hat er sich dazu entschlossen, den Wahnsinn zu akzeptieren und ihn auf die Spitze zu treiben, was er in folgender Formel zusammenfasst: "Horror and moral terror are your friends, if they are not, they are enemies to be feared."

"Apocalypse Now" basiert auf der Novelle Heart of Darkness (Wordsworth Collection) von Joseph Conrad, die Ende des 19. Jahrhunderts in Belgisch-Kongo angesiedelt ist. Francis Ford Coppola verlegte die Handlung nach Vietnam und schuf einen der besten Anti-Kriegsfilme überhaupt. Über drei Stunden lang ist der Zuschauer gefangen in einer Welt des Grauens, der Absurdität und der Sinnlosigkeit und kommt nicht darum umhin, zu fragen: Hat Kurtz, umgeben vom alltäglichen Wahnsinn, nicht eigentlich die einzige richtige, die einzige normale Entscheidung getroffen, um in der Hölle Vietnams nicht zu Grunde zu gehen?

Fazit: Ein ständig besoffener Martin Sheen, der auch noch einen Herzinfakt erlitt, ein Sturm, der das Set vernichtete und ein total übergewichtiger Marlon Brando, der ständig am Drehbuch herum kritisierte: Vielleicht haben ja auch diese äußeren Umstände dazu beigetragen, dem Film seine intensive Atmosphäre zu verleihen, die ihn zu einem absoluten Klassiker der Filmgeschichte haben werden lassen.

GENIAL (12. August 2008)

So ich will mal ganz ehrlich was sagen dieser film zeigt
die Abgründe des Vietnam krieges weil:1.man sieht wie lagsam alle von der manschaft zyjologisch kaputt gehen 2.man sieht was was dar damals alles abgegangen ist 3.der film zeigt einfach denn ganzen krieg in einer boots tour und das is gelungen ich habe echt gestaunt wie dieser film einen mitreist

The apocalypse continues (28. Mai 2008)

Inhaltlich ist wohl wenig hinzuzufügen.

Dieser Film wird oftmals als Anti-Kriegsfilm deklariert - das ist er nicht. Er ist mehr eine Art Dokumentation über eine Handlung, die erfunden wurde.

Simpel gestrickte Geister werden sich an der Brutalität und den sehr ästhetisch inzenierten Explosion erfreuen - obgleich, speziell in der Redux-Fassung, die letzen 2 Stunden des Filmes für dieses Klientel außerordentlich langweilig und 'sinnfrei' sein dürften.

Anstatt die Spannung über den Film hinweg zu steigern wird nur die Dosis des Wahnsinns erhöht. Mit jedem Meter Fluß aufwärts werden Situation und Menschen am Fluß Stück um Stück wahnsinniger. Der größte Teil der Mannschaft des Bootes versucht dem durch mehr oder weniger skurrile Eskapaden zu entgehen. Es stellt sich heraus daß nur diejenigen überleben, die sich dem Wahnsinn vollens hingeben.

Einer der Knackpunkte des Fimes ist die Erkenntnis daß genau dieser Wahnsinn notwendig ist um Krieg mit maximaler Effizenz zu führen, die Verrücktheiten der erste Filmstunde stellt nur den alltäglichen, normalen Wahnsinn des Krieges dar, dessen Profanität sich erst im Vergleich zum weiteren Geschehen erklärt.

Am Ende erscheint es so als daß der vorgeblich wahnsinnige Kurtz überhaupt nicht wahnsinnig sei - sondern lediglich die Logik des Tötens erkannt hat und daran zerbricht. Da er sein Handeln erkennt läßt er sich mit Absicht töten damit zumindest seinem Wahnsinn ein Ende gesetzt wird.

Hier kommt die Redux Fassung ins Spiel. Die eine Version soll Hoffnung machen, die Menschen lassen die Waffen fallen, da sie den Wahnsinn erkannt haben. Die andere Version läßt die versammelte Mannschaft in Napalm aufgehen. Wie Coppola im Kommentar verrät war sein Favorit Variante 1 - obgleich Variante 2 das realistsichere Ende ist.

Daher sei gesagt daß in Bezug auf das Ende die Redux-Version eher schwach ist da sie ganz plötzlich, nach über 3 Stunden Laufzeit, völlig aus dem Zusammenhang gerissen darauf baut daß Menschen sich zum positiven verändern. Das ist zwar nett gemeint, jedoch nach über 3 Stunden 'paint it black' in Reinkultur einfach nur unangebracht.

Meiner Auffassung wäre eine dritte Variante angebracht in welcher Kurtz getötet wird, die Waffen nicht niedergelegt werden und Willard, quasi als Hüter des Grals, die Nachfolge Kurtz' antritt.

So bleibt ein zwar überraschender, aber totzdem unangebrachter Silberstreif am Horizont - denn der gezeigte Wahnsinn im Film war, ist und bleibt Realität eines jeden Krieges.

Einmalig! (20. Mai 2008)

So einen Film wie "Apocalypse Now" wird es wahrscheinlich nie wieder geben! Der Film schockiert von der ersten bis zur letzten Minute und stimmt sehr sehr nachdenklich. Der Film übermittelt eine gewisse Depressive Stimmung die auch wahrscheinlich die damaligen Soldaten während ihren Einsätzen verspürt haben. Für mich persönlich ist dies ein Meilenstein und einer der besten Kriegsdramen die es gibt. Die Schauspielerischen Leistungen sind grandios. Die Psychischen Belastungen und das Leid im Krieg sind den Darstellern ins Gesicht geschrieben, man könnte meinen es ist alles real und nicht gespielt. Grandioses Werk von Francis Ford, der es geschafft hat, den Schrecken Vietnams direkt ins Wohnzimmer zu holen! Vielen Dank

Mitreißend, verrückt, verstörend... (24. März 2008)


Als erstes muss ich sagen, dass ich kein großer Fan von Kriegsfilmen bin.
Abgeschreckt von endlosen Schießereien und in die Länge gezogenen Gewaltszenen aus anderen Kriegsfilmen habe ich mich lange gewehrt diesen Film zu sehen, mich aber schließlich doch dazu aufgerafft und war begeistert.

Schon die Anfangssequenz mit den tonlos explodierenden Palmen, zusammen geschnitten mit Bildern des Protagonisten Captain Willard (Gespielt von Martin Sheen mit schauspielerischer Höchstleistung) der in seinem Hotelzimmer fast verrückt wird, während er auf eine Mission wartet, untermalt mit den Klängen von -The End- von den Doors, hat mich fast hypnotisiert und stärker in sich hinein gesogen als andere Filme.

Vom ersten Teil des Filmes, indem Coppola gezielt und gewaltig die Schrecken des Vietnam Krieges bebildert abgesehen, wird anders vorgegangen, als ich erwartet hatte. Ich will nicht sagen, dass der Film gewaltfrei ist, ebenso wenig, wie es der Krieg war, aber es wird insgesamt weniger Blutrünstiges und Kriegsgemetzel gezeigt, als ich aus anderen Kriegsfilmen kenne. Nur genauso viel, wie eben nötig ist, um die größtmögliche Wirkung zu erzielen.

Es wird mit großen Bildern gearbeitet, gewaltige, teils surrealistische Naturbilder und atmosphärische Musik tragen die Seelen der zerrissenen Protagonisten im Krieg nach außen und lassen einen verstehen, während man als Zuschauer den abgeklärten Captain Willard auf seiner Mission begleitet.
Er soll den im Krieg durchgedrehten, außer Kontrolle geratenen Colonel Kurtz finden und töten.

Allen meinen Vorurteilen entgegen muss ich jetzt sagen, dass dieser Film einer der besten ist, die ich je gesehen habe, da er 100prozentig wirkt. Er ist unglaublich intensiv gespielt und bebildert, an den Strapazen der Dreharbeiten wahrscheinlich nur gewachsen. Der Film ist mitreißend, verrückt, kommt ohne Klischees aus und ist stark verstörend. Und dieses Verstören des Zuschauers ist es, was die Botschaft eines Kriegsfilmes beziehungsweise Antikriegsfilmes ausmacht, es schürt und verstärkt die Abneigung des Zuschauers gegen den Krieg.

Zur DVD: Zur Redux Version kann ich wenig sagen, da ich die Original Version nicht kenne, aber mir kam keine Szene zu lang oder überflüssig vor. Das Bonusmaterial ist interessant aber nicht umwerfend... Wirklich spannend ist die nicht auf der DVD enthaltene Dokumentation zum Film, wer Interesse an dem chaotischen Making-of hat, sollte sich diese dringend ansehen.

dkb.de

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