Sebastian - Freundschaft oder Liebe?

Verkaufsrang: 10086 (Video)
Actor: Hampus Bjorck
Actor: Nicolai Cleve Broch
Actor: Ewa Fröling
AspectRatio: 4:3
AudienceRating: Freigegeben ab 6 Jahren
Autor: Per Knutsens
Binding: Videokassette
Director: Svend Wam
EAN: 4019316131212
Format: Dolby
Format: HiFi Sound
Format: PAL
Label: Pro-Fun Media
Languages:
ListPrice:
Manufacturer: Pro-Fun Media
Verlag: Pro-Fun Media
Erscheinungsdatum: 1. November 1997
Spielzeit: 88
Studio: Pro-Fun Media
TheatricalReleaseDate: 3. November 1995
von: Hampus Bjorck (Hauptdarsteller), Nicolai Cleve Broch (Hauptdarsteller)
Preis: EUR 4,99

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Kundenrezensionen zu 'Sebastian - Freundschaft oder Liebe?'

Coming Out aus Schweden (18. Mai 2008)

Ein liebevoll und unspektakulär erzählter Film über das Coming Out eines jungen Mannes. Obwohl im "aufgeklärten" Skandinavien angesiedelt, wird wieder einmal mehr deutlich, wie schwierig die Erkenntnis zu verarbeiten ist, dass man sich zum gleichen Geschlecht hingezogen fühlt

Der 17jährige Sebastian (Hampus Björck) ist ziemlich genervt von seinen Eltern (Ewa Fröling, Helge Jordal). Ihr wichtigstes Thema scheint zu sein, wann er sich das erste Mal verliebt. Dabei hat sich Sebastian schon verliebt - in seinen Kumpel Ulf (Nicolai Cleve Broch). Als der ihn eines Tages besucht, verleben die beiden einen ausgelassenen Abend. Der findet aber ein jähes Ende, als Sebastian Ulf im Überschwang der Gefühle küsst. Als die Eltern heimkehren und sich über das Chaos in der Wohnung beschweren, erzählt er ihnen, dass er schwul ist. Sie versuchen - ganz moderne Eltern - ihm Verständnis entgegenzubringen und können ihre Betroffenheit dennoch nicht verbergen. Mit klopfendem Herzen sieht Sebastian dem Wiedersehen mit Ulf entgegen. Doch der sieht die Situation gelassen: Er kann Sebastians Liebe nicht erwidern, was aber nichts an ihrer Freundschaft ändert. Ähnlich sehen es auch die anderen aus der Clique, von denen sich Sebastian zurückgezogen hat, für sie ist ein schwuler Freund kein Problem.

Sebastian - Freundschaft oder Liebe (29. Januar 2007)

Erst einmal ich bin kein Kritiker oder desgleichen. Will es auch nicht. Kann nur aus dem Bauch heraus etwas sagen.
Zur Endspannung ist der Film einfach schön. Nur gucken ohne zu denken ist ja auch ganz nett.
Nur fällt einem nach näherer Betrachtung dann doch auf, dass der Film eigentlich nur die heile Welt bedient.
Ich bin Schwul und das ist gut so. Meine Eltern haben einen ganz kleinen Schock aber sie wußten doch vorher schon alles. Keiner meiner Freund verstößt mich und alles ist Friede, Freude, Eierkuchen.
Nur ist das die Wiklichkeit? Doch wohl kaum. Die meisten, die sich outen verlieren nicht nur die angeblichen Freund sondern werden auch noch von der Familie verstoßen.
Nur glaube ich, dass würde hier alles den Rahmen sprengen.
Eins möchte ich hier doch anmerken. Nach der indirekten Liebeserklärung in Folge der sturmfreien Bude, ist das Ende unglaubwürdig.
Schade,...... denn hier würde ein Happyend wiklich besser hinpassen.

Schwulsein ist normal - Aber nur in diesem Film (8. März 2006)

Man kann es auch übertreiben. Mit Sebastian sollte offenbar ein Jugendfilm gedreht werden, der jungen Schwulen, die vor oder in ihrem Coming Out stehen, die Normalität ihrer Liebesform zu zeigen. In "Sebastian" gibt es keine Ausgrenzung, keine wütenden Eltern. Und so sind die Probleme, die Sebastian mit seinem Coming Out hat, völlig unglaubwürdig. Er macht sich Probleme, wo gar keine sind. Seine Eltern und Freunde erdrücken ihn fast mit ihrer Toleranz - und genau das macht der Film mit den Zuschauern. Wer nach einer glaubwürdigen Coming Out Story sucht, ist hier falsch.

netter Film, vom Knaller aber weit entfernt (26. November 2005)

Es gibt viele Dinge, die im Film beleuchtet werden. Das Aufwachsen in einer skandinavischen Kleinstadt, was nicht viele Möglichkeiten der Freizeitgestaltung lässt.
Ulf, die zweite Hauptfigur im Film, wird von allen geliebt. Er kommt aus einer sozial schwierigen Familie, in der die Mutter putzen geht und Vater Alkoholiker ist. Ulf kümmert sich um die beiden kleinen Schwestern.
Sebastians Eltern sind das genaue Gegenteil. Nach dem Motto „wohnst Du noch oder lebst Du schon“ bekommt man den Einblick in das Haus eines intellektuellen Paars voller Glückseeligkeit und dekadentem Lifestyle: Die heile Welt pur. Selbst Sebastians Zimmer ist ausgestattet mit einer Kletterwand.
Sebastians Mutter ist Psychologin – hat deswegen besonderes Verständnis für Ihren Sohn – stößt aber an Ihre Grenzen und „ordnet“ an, dass in der Familie Offenheit herrscht.

Vor lauter Nebenschauplätzen bekommt man es kaum mit, was den jungen Sebastian so quält – man stünde eigentlich genauso ahnungslos da wie die Eltern (wenn man als Filmgucker nicht wüsste, dass es eine Outinggeschichte ist). Selbst als Ulf Sebastian zu Hause besucht, die Jungs sich gegenseitig Tiger auf den Bauch bzw. Rücken malen, Waffeln backen und sich damit voll stopfen und dann in der Doppel-Wirl-Badewanne landen – wo lediglich die Tiger wieder abgewaschen werden – hat man nicht den Eindruck von schwulem Kribbeln. Dass Sebastian kurz vor seinem Coming Out steht, muss man selber dazu dichten - es sei denn, das Benutzern eines Kajal-Stiftes ist gleichzusetzen mit Schwul-Sein. In der Situation, in der er sich von seinen Eltern outet ist man eher überrascht, dass das jetzt schon kommt.

Insgesamt sehr holperig – die gespielte Fröhlichkeit ist manchmal zu dick aufgetragen, die Emotionsausbrüche Sebastians in der Familie sind dramatisiert – aber kaum glaubwürdig. Dass ein Junge gleichzeitig Fan von Grunge-Musik und sphärischen Klängen ist, überrascht – ebenso wie die Tatsache, dass es in dem Örtchen eine Cruising-Area gibt. Die Schauspieler haben die Qualität einer Daily Soap, und bei den Dialogen fragt man sich – hat der Autor diese teils gestelzte Sprache gewählt hat – oder hat die Synchronisation jemand übernommen, der sonst nur Dokumentarfilme bearbeitet.

Nichts desto trotz ist die Grundhandlung ganz nett und bietet eine weitere Variante des Outings. Der Film vermittelt eine schöne skandinavische Stimmung und vor allem bestechen die beiden Jungs durch ihr gutes Aussehen. Immer mal wieder trägt einer ein Muscle-Shirt oder das Hemd einfach offen – und das lässt dann schon über andere Dinge des Films hinweg gucken.

Langeweile und konstruierte Dialoge (20. November 2005)

Diese DVD ist wirklich sehr überflüssig.

Die Handlung wirkt reichlich konstruiert. Die Dialoge zwischen Sebastian und seiner Mutter sind nicht nur konstruiert sondern auch unglaubwürdig. Auch die "inneren Monologe" des Protagonisten sind überdurchschnittlich schlecht, da offensichtliche Handlungsmotivation durch einen inneren Diskurs erläutert werden sollen.
#
Sämtliche Figuren innerhalb des Filmes wirken nicht nur unglaubwürdig, jede Handlung der Personen ist wenig motivert und kaum nachvollziehbar.

dkb.de

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