Hospital der Geister - The Kingdom

Verkaufsrang: 6109 (Video)
Actor: Ernst-Hugo Järegard
Actor: Kirsten Rolffes
Actor: Ghita Nørby
AudienceRating: Freigegeben ab 16 Jahren
Binding: Videokassette
Director: Lars von Trier
EAN: 4019236002326
Format: Dolby
Format: Vollbild
Format: PAL
Format: Surround Sound
Label: Arthaus/Kinowelt Home Entertainment
Languages:
ListPrice:
Manufacturer: Arthaus/Kinowelt Home Entertainment
Verlag: Arthaus/Kinowelt Home Entertainment
Erscheinungsdatum: 3. November 1997
Spielzeit: 255
Studio: Arthaus/Kinowelt Home Entertainment
TheatricalReleaseDate: 1994
von: Ernst-Hugo Järegard (Hauptdarsteller), Kirsten Rolffes (Hauptdarsteller), Joachim Holbek (Komponist)
Preis: EUR 46,99

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Aus der Amazon.de-Redaktion

Hospital der Geister - The Kingdom entzieht sich jeder Form der Einordnung. Diese dänische Kult-Miniserie wirkt wie eine alptraumhafte Kreuzung aus Twin Peaks und Chicago Hope - Endstation Hoffnung, die von David Cronenberg inszeniert wurde. Aber selbst diese Beschreibung fängt kaum die schwindelerregende Absurdität von Lars von Triers Seifenoper und Horrorgeschichte ein.

Die Handlung spielt in einem modernen Krankenhaus, das auf einem mittelalterlichen Friedhof erbaut wurde. Allerdings kommen die den größten Schrecken verbreitenden Geister nicht aus einer weit zurückliegenden Historie, sondern aus der eigenen dunklen Vergangenheit des Krankenhauses. Ein geltungsbedürftiger, selbstgefälliger, aus Schweden kommender Arzt, der die Dänen verabscheut und auf dem Dach der Klinik seine Wut in nächtlichen Wortschwallen herausschreit, führt ein Ensemble von Exzentrikern an, aber er ist längst nicht das Seltsamste, was dieses Krankenhaus zu bieten hat. Selbst ER - Emergency Room hat diesem rasenden Irrenhaus nichts entgegenzusetzen. An den Rändern weltlicherer (dafür aber nicht weniger bizarrer) Melodramen lauert hier das Unheimliche in Form eines von Geistern heimgesuchten Krankenwagens, eines Freimaurer-Bundes, eines Teufelskults, Dämonen, Gespenstern und einer mehr als geheimnisvollen Schwangerschaft.

Von Trier hat die Serie mit einer sich ständig hin und her und auf und ab bewegenden Handkamera auf Video gedreht und durch schwach erleuchtete Gänge und sanfte, ausgeblichene Farbstrukturen eine jenseitige Atmosphäre geschaffen, die noch durch einen furchterregenden, spärlichen Soundtrack aus widerhallenden Krankenhausgeräuschen und elektronischen Klagelauten unterstrichen wird. Diese Mischung aus unheimlicher Geistergeschichte und ausdruckslos dargebotener Hysterie endet mit dem wohl unglaublichsten Cliffhanger, den je ein Film hatte (Fortsetzung folgt in Hospital der Geister - The Kingdom II). (Die Videofassung enthält außerdem abschließende Kommentare von einem lächelnden Lars von Trier, die im Kino nicht zu sehen waren.) Ganz einfach gesagt, so etwas wie Hospital der Geister hat man noch nicht gesehen. --Sean Axmaker

dkb.de

Kundenrezensionen zu 'Hospital der Geister - The Kingdom'

ein kleines Juwel (13. Mai 2007)

Ich sage nur: UNBEDINGT ANSCHAUEN! Es ist bestimmt nich jedermanns Sache aber wer skurile Charaktere mag, ist hier genau richtig. Auf jeden Fall sehenswert: Udo Kier als "Riesenbaby". Kann mich nach wie vor nur schlecht damit abfinden, das es noch keine geplante Fortsetzung gibt. Auf jeden Fall ein highlight für Menschen, die nicht auf Massen-TV-Formate stehen.

ein paar Bemerkungen zur DVD-Version (27. Januar 2007)

Über die Serie selbst muss ich hier nicht mehr viel sagen. "Kingdom/Geister" ist die wohl irrwitzigste, genialste und frechste Serie, die je im TV zu sehen war. Sie beweist, dass Lars von Trier Humor hat, was man seinen Kinofilmen (die ich ebenfalls sehr schätze) kaum anmerkt.

Doch nun ein Wort zur Schnittfassung der DVD. Auch ich habe die Serie in der 11-teiligen Fassung kennengelernt. Das Schweizer Fernsehen hat damals die komplette Serie in ihrem Programmkinofenster "Delikatessen" ausgestrahlt. Später habe ich mir die Arthaus-Videos in identischer Schnittfassung angeschafft. Hierbei handelt es sich jedoch (gemäss dem äusserst lesenswerten Buch "Breaking the dreams - das Kino des Lars von Trier" von Achim Frost) um eine extra für das deutsche Fernsehen (Auftraggeber war Arte) produzierte, leicht gekürzte Schnittfassung. Arte wollte für den vorgesehenen Sendeplatz kürzere Folgen. Deshalb wurden die jeweils 4 dänischen Folgen auf 5 resp. 6 kürzere, deutsche Folgen zusammengeschnitten. Lars von Trier war sogar dazu bereit, für die zusätzlichen Folgen weitere Endkommentare zu drehen. Interessanterweise waren in der gekürzten deutschen Version Szenen enthalten, welche im dänische Original fehlten.
Was nun die DVD versucht, ist auf der Grundlage des dänischen Originalschnitts (zwei mal vier Folgen) eine komplette Fassung zu erstellen, die sämtliche Szenen der beiden Versionen beinhaltet. Das hat die Konsequenz, dass sowohl die dänische Version deutsch gesprochene Szenen, als auch die deutsche Version dänisch gesprochene Szenen enthält (eine Nachsynchronisation war verständlicherweise zu aufwändig).
Über das Ergebnis kann man sich streiten, mir persönlich gefällt es. Der einzige Wermutstropfen sind die drei entfallenen Schlusskommentare der deutschen Arte-Fassung. Warum diese nicht ins sonst hervorragende Bonusmaterial mit aufgenommen wurden, ist mir ein Rätsel.

Irreale Krankenhaus-Soap ! (22. Februar 2006)

Story:
"Geister" spielt im königlichen Reichskrankenhaus, auch genannt "Das Reich" (Riget), in Kopenhagen. Es laufen mehrere Subplots nebeneinander ab, welche jedoch immer etwas verbindet. Die Hauptereignisse laufen auf der neurochirurgischen Abteilung ab, in welcher es spukt. Dr. Helmer, Sigrid Drusse, Dr. Krogshöj, Dr. Moesgaard und "Brüderchen" sind die Hauptpersonen dieses Eposes.
Dr. Helmer ist ein schwedischer Arzt und kommt mit den Dänen nicht klar und eckt ständig irgendwo an. Er hat eines der Hauptprobleme der Serie. Ein armes Mädchen namens Mona wurde durch einen Kunstfehler behindert. Das Dokument welches Dr. Helmers Schuld beweisen könnte möchte er unter allen Umständen verschwinden lassen. Auf diesem Weg hat er einige "Abenteuer" zu erleben, wird angeschossen, fliegt nach Haiti um sich einen Voodoo-Trunk zu besorgen, parkt sein Auto im Krankenhaus oder schickt ein armes, hilfloses Mädchen durch den Lastenaufzug in welchem es spurlos verschwindet.
Sigrid Drusse, selbsternannte Spiritistin, hingegen ist eine mystisch angehauchte, sehr sympathische alte Dame. Sie ist bereits bekannt im "Reich", dass sie häufig als Simulantin im Krankenhaus auftaucht. Auf der Suche nach dem Geist der verstorbenen Mary unternimmt sie allerlei skurrile Abenteuer. Auch ihr im Krankenhaus arbeitender Sohn, Bulder, muss ihr ständig helfen. Mal braucht sie Dokumente aus dem Krankenhaus Archiv und mal muss sie die Seele der armen Mary in einem Loch in der Wand einmauern. Ständig auf Achse und ständig auf der Flucht vor dem "bösen" Dr. Helmer jagt sie ruhelos durch das Krankenhaus.
Dr. Krogshöj ist irgendwie die gute Seele des "Reichs". Er wohnt im Keller auf kosten des Krankenhaus und macht allerlei Besorgungen. Ein wirklich sympathischer Kerl. Leider kommen er und Dr. Helmer nicht besonders gut klar. Daraus folgt, dass Dr. Helmer ihn mit einem Gift aus Haiti vergiftet um ihm als Zombie wieder auferstehen zu lassen. Dies gelingt Dr. Helmer auch und Dr. Krogshöj wird fast im krankenhauseigenen Krematorium verbrannt, was aber noch gerade so verhindert werden kann. Danach ist nichts mehr wie vorher. Krogshöj ist wie ausgewechselt.
Ein Wirrwarr entsteht aus dem es scheinbar kein Entrinnen gibt.

Meinung/Kritik:
Lars von Trier hat es geschafft, mit einfachsten Mitteln eine Miniserie der Superlativen zu produzieren. Über eine Zeit von knappt 10 Stunden kreiert er eine einzigartige Mischung aus Horrorelementen, Humor und Krankenhaus-Soap. Die Folgen sind mit einer Handkamera gedreht und weisen meist einen starken gelbstich wie ein sehr starkes Rauschen auf. Diese gewollten "Bildbeeinträchtigung" passt aber perfekt zu dem irrealen Epos. Die Folgen ziehen einen unheimlich in den Bann und man möchte sie alle am Stück anschauen. Ich habe mir selbst ca. 2 Wochen Zeit gelassen und immer wenn es mir möglich war eine der acht DVD-Folgen angeschaut. Einen wirklichen Bruch zwischen der 1. Staffel (Folgen 1-4) und der 2. Staffel (Folgen 5-8) ist nicht erkennbar. Die Erzählart ändert sich nur geringfügig und die Darsteller haben sich leicht verändert. Immerhin liegen zwischen der 1. und der 2. Staffel immerhin 3 Jahre. Da mittlerweile zwei der Hauptdarsteller (Stig Helmer und Sigrid Drusse) und 3 weitere Darsteller verstorben sind, wird es wohl keine 3. Staffel geben. Udo Kier, welcher Aage Krüger und das "Brüderchen" spielt, erwähnt zwar in einem Teil der Extra, dass eine 3. Staffel geplant ist, aber sicher ist dies nicht.
Natürlich werden in den 8 Folgen mehr Verwirrungen und Handlungsstränge erzählt als ich im Teil "Story" kurz erwähnte. Jedoch würde dies den Rahmen dieses Reviews sprengen. Es ist schon so sehr schwer die Eindrücke auf Papier zu bannen, ohne einen falschen Eindruck zu hinterlassen.
"Geister" wird häufig mit "Twin Peaks" verglichen, wozu ich jedoch nichts sagen kann, da ich TP nicht kenne. Ich selbst kannte Geister nur von "Früher" und "musste" mir damals die Serie mit meinem älteren Bruder ansehen. Im prepubertären Alter hatte ich ganz schön Angst beim schauen der Folgen. Heute ist dies zwar nicht mehr so, aber eine leicht beklemmende Wirkung hat das ganze schon noch. Besonders hat mir der Humor von Lars von Trier gefallen. Die ständigen Andeutungen des Hasses zwischen Dänen und Schweden sind einfach göttlich.
Ein wenig schade ist, dass alles so offen geblieben ist. Natürlich fördert dies die Fantasie aber lässt auch so viele Fragen offen. Was passiert mit Mogge, wird Moasgaard der wütenden Meute entkommen und wo ist Mona abgeblieben?
Vielleicht haben wir ja Glück und Lars von Trier gibt sich einen Ruck und dreht die 3. Staffel, auch wenn einige der Darsteller "ersetzt" werden müssten.

Fazit: Für mich ein wahres Highlight des Independentfilm. Diese Miniserie kann man jedem ans Herzlegen der gerne etwas skurriles erleben möchte in der Welt des Guten und Bösen. Mein "Geheimtipp" für ein langes Wochenende.

9 / 10 Punkte

Die Serie ist genial und einzigartig, aber... (22. Januar 2006)

...zunächst der Reihe nach !

1. Die Serie

Als die Amerikaner David Lynch und Mark Frost mit ihrer TV-Serie „Twin Peaks“ zu Beginn der neunziger Jahre alle gängigen Fernseherwartungen ausgehebelt und teilweise neu definiert
hatten, waren die Konsumenten, die sich gern intelligent unterhalten lassen, der Meinung, daß sich etwas Derartiges kaum wiederholen kann. Bezogen auf die USA behielten sie Recht.

1994 machte sich der dänische Regisseur Lars von Trier, der sich seit den achtziger Jahren den Ruf eines exzentrischen Experimentalfilmers erworben hatte, daran, die Idee zu einer Serie über die eigenartigen Vorkommnisse im Reichskrankenhaus zu Kopenhagen in die Tat umzusetzen. Das Ergebnis, bislang durch 11 Teile im Rahmen zweier Staffeln dokumentiert, ist ein Cocktail aus verschiedenen Zutaten, faszinierend arrangiert und - aus meiner Sicht schon wegen der exquisiten dänischen Darstellerriege - derart bekömmlich, dass man - und darin liegt ein wichtiges Vergleichskriterium zu „Twin Peaks“ - gar nicht genug kriegen kann.

Riget, Geister oder Hospital der Geister - so der bzw. die Titel - ist keine von diesen herkömmlichen Krankenhaus-Serien, die regelmäßig die Werbeblöcke der Kabelsender auflockern, sondern in jeder Hinsicht erfolgreich in der Absicht, genau das Gegenteil von dem zu erreichen, was man als Zuschauer erwartet. Auch hier bietet sich sich ein klarer, wenn auch der letzte Vergleich zu „Twin Peaks“ an.

Die Geistergeschichte - der Geist eines kleinen Mädchens, das vor langer Zeit in dem Krankenhaus ihr Leben verlor, erscheint einer spiritistisch interessierten, älteren Patientin - dient letztlich nur als Vehikel und Bindeglied zwischen vielen Handlungssträngen, die permanent zwischen der Arbeitsroutine im Krankenhaus und den teilweise obskuren Verhaltensweisen der Menschen dort pendeln. Seifenoper, Horrorfilm, Krimi, Satire und Philosophie gehen eine derart perfekte Symbiose ein, der man sich, einmal mittendrin,
einfach nicht entziehen kann.
Da ist die bereits erwähnte ältere Dame, die sich, obgleich physisch gesund, immer wieder aufgrund fadenscheiniger Symptome ins Krankenhaus einliefern lässt, um dort Seancen abhalten zu können. Da ist der ewig nörgelnde, arrogante schwedische Chefarzt, der vor dem Hintergrund eines ihm bewussten ärztlichen Kunstfehlers nichts Besseres zu tun hat, als sich auf den Lorbeeren anderer auszuruhen und die dänische Mentalität zu verfluchen. Da ist der engagierte Professor, der sich, nur um seine persönlichen Experimente weiterführen zu können, die mit Krebs befallene Leber eines hirntoten Patienten einpflanzen lässt. Und da sind nicht zuletzt zwei Mitarbeiter mit Down-Syndrom, die in der Küche arbeiten, ihren Arbeitsplatz praktisch nie verlassen, aber den totalen, detaillierten Überblick von allem haben, was in der Klinik geschieht. Diese Liste des Aberwitzes ließe sich beinahe endlos fortsetzen, weil es im Grunde nichts gibt, was nicht in irgendeiner Weise ernsthaft angerissen bzw. vertieft und / oder ironisch gebrochen wird.

Lars von Trier hat das Ganze in grobkörnigem Bildmaterial in Farbe festgehalten, in den meisten Sequenzen lediglich eine Handkamera zum Einsatz gebracht und größtenteils grob und schnell geschnitten. Kunstvolle, aber dennoch abgedrehte Kameraeinstellungen und Mehrfach-Bildüberlagerungen tun ihr Übriges. Durch diesen visuellen Zauber wird der Zuschauer, in Abhängigkeit von dem gerade behandelten Thema, zwischen amateurhaft wirkenden, realistischen Dokumentationen und surrealen Bildkompositionen hin und hergerissen.

Leider ist Ernst-Hugo Järegard – der schwedische Chefarzt Dr. Helmer und somit eine der Hauptfiguren der Serie – ein Jahr nach Abschluss der Dreharbeiten verstorben, so dass kaum zu erwarten ist, dass die Serie jemals fortgesetzt wird.

2. Die DVD-Box und andere Anmerkungen

Die Box ist sehr ansprechend gemacht und wartet – neben diversen Werbespots, Video-Clips und Interviews - mit angeblich restauriertem Material auf. Es wird darauf verwiesen, neben ergänzendem Material, das in Dänisch mit deutschen Untertiteln in die vorhandene deutsche Fassung integriert wurde, eine völlig neue Schnittfassung zu präsentieren.
Das ist völlig richtig, nur ist diese in wesentlichen Sequenzen unlogisch, d. h. nicht der eigentlichen Chronologie entsprechend und vor allem letztlich auch noch unvollständig !!
An dieser Stelle möchte ich kurz darauf hinweisen, dass ich hier nicht irgendwelche kleinlichen Bemerkungen zum Besten geben will, sondern schon weiß, wovon ich rede. Außerdem ist es allemal fair den Fans gegenüber, die wissen sollten, wenn man sie zum Narren hält !

Es existieren anscheinend mehrere unterschiedliche Schnittfassungen, angefangen mit der Ausstrahlung der 1. Staffel im Herbst 1996 auf N3 in zwei Teilen mit einer Gesamtlänge von 263 Minuten. Da diese Staffel normalerweise fünf Teile umfasst, existieren auch fünf abschließende Kommentare seitens des Regisseurs, wobei hier nur zwei davon zu sehen sind.
Diese Fassung ist komplett deutsch synchronisiert, d. h. dass die „restaurierten Passagen“ auf der DVD – bezogen auf diese Staffel – gar nicht nötig gewesen wären.
Ich habe diese Fassung – auch wenn die Qualität beträchtlich nachgelassen hat - immer noch auf VHS, und sie dient vor allem als Vergleich.

Die zweite Schnittfassung ist die Arthaus VHS-Veröffentlichung beider Staffeln, wobei die erste Staffel um ca. 35 Minuten gekürzt wurde, aber alle fünf Abschlusskommentare des Regisseurs enthalten sind. Die sechs Teile der zweiten Staffel beinhalten alles in voller Länge.
Beide Staffeln, jeweils eine Doppel-VHS-Box, sind durchgängig deutsch synchronisiert.

Die dritte Schnittfassung ist nun diese angeblich vollständig restaurierte DVD-Veröffentlichung. Sie bietet 8 Folgen, einen zum Teil unlogischen Schnitt, zum größten Teil überflüssige, deutsch untertitelte, dänische Sprachsequenzen (wie oben schon angemerkt) und unterschlägt – weil die komplette Serie 11 Folgen hat und nicht 8 – drei Abschlusskommentare des Herrn von Trier.
Ob diese nun Sinn ergeben mögen oder nicht – sie gehören dazu !
Aus diesem Grunde auch nur zwei Sterne für die DVD-Veröffentlichenung von Koch Media.

Ich bevorzuge die Arthaus Schnittfassung, die, auch wenn starke Kürzungen vorgenommen worden sind, in sich logisch geschnitten und synchronisiert wurde als auch alle Auftritte Lars von Triers beinhaltet.

Es würde mich allerdings nicht wundern, wenn in den nächsten Jahren noch weitere sogenannte „Remaster“ – Fassungen dieser Serie auftauchen. Ja, Geld lacht...oder wie heißt das ?

10 Sterne (17. Dezember 2005)

10 Sterne und mehr, wenn es die gäbe, würde ich vergeben für dieses Juwel von einer Miniserie.
Als "Geister" zum ersten Mal im TV kam - es war wohl auf WDR, es war sicher nach 22 Uhr und ging glaub ich 4 Stunden -, hatte ich mir das programmiert, weil ich die Beschreibung in der Fernsehzeitung interessant und ansprechend fand. Bizarr und skurril, Twin Peaks-mäßig, grotesk usw., das klang gut.
Ich beging dann den Fehler, mir den Anfang ansehen zu wollen, obwohl der Rekorder lief. Und ich blieb dran. Bis um 2 Uhr. Und am nächsten Abend wieder. Das ist eine echte Sternstunde des TV, und ich freue mich sehr, die DVD-Box gekauft zu haben. Mich stört es auch nicht, dass zwischendurch dänisch gesprochen wird. Denn jede Sekunde mehr von "Geister" ist eine Sekunde mehr Spaß.
Was soll man noch sagen über diese Serie?
Man liebt sie oder kann gar nichts damit anfangen und findet das alles Nonsens.
Und ganz klar ist das auch Nonsens, schon allein der irre Genre-Mix ist leicht pathologisch.
Aber lustiger und spannender und entzückender Nonsens, den man sich immer wieder anschauen kann.

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