Verkaufsrang: 2711 (Video)
Actor: Jeremy Irons
Actor: Melanie Griffith
Actor: Frank Langella
AspectRatio: 1.66:1
AudienceRating: Freigegeben ab 16 Jahren
Autor: Vladimir Nabokov
Binding: Videokassette
Director: Adrian Lyne
EAN: 4013575014101
Format: Dolby
Format: PAL
Format: Surround Sound
Label: Ufa Video
Languages:
ListPrice:
Manufacturer: Ufa Video
Verlag: Ufa Video
Erscheinungsdatum: 23. November 1998
Spielzeit: 132
Studio: Ufa Video
TheatricalReleaseDate: 25. September 1998
von: Jeremy Irons (Hauptdarsteller), Melanie Griffith (Hauptdarsteller), Ennio Morricone (Komponist)
Preis: EUR 12,95
Kundenrezensionen zu 'Lolita'
Sehr gute Umsetzung des Buches... (17. September 2008)
Auch wenn das einige nicht so sehen, finde ich, dass der Film eine sehr gute Umsetzung des Buches war, auch wenn hier der Regisseur ein bisschen mit der Wahrheit experimentiert hatte. Die härteste Szene war der Mord am Schluss! Trotz mehrerer Schüsse schleppte sich der Nebenbuhler zum Schlafzimmer, kroch in sein Bett und hat meines Wissens seinen Mord gar nicht registrieren wollen. Harte Szene. Irgendwie ist mir der Schluss des Films nicht mehr aus dem Kopf gegangen. Lange Zeit musste ich immer wieder darüber nachdenken, wie sehr eine verbotene Liebe einen Menschen dazu treiben kann nicht nur sein Leben zu zerstören, sondern auch das der anderen. Aber der Wahnsinn hatte ihn dazu getrieben. Ein harter Film, auch hinsichtlich der erotischen Szenen. Man darf einfach nicht vergessen, dass sie noch ein Kind war und er ein Mann."Lolita" - der Roman - ist ein Meisterwerk der Ironie und Selbstblendung - der Lyne-Film aber... (16. Dezember 2007)
Mein Verhältnis zu diesem wunderbarst fotografierten Film ist gespalten. Die ersten 25 Minuten bis zu der Stelle, wo Lolita doch noch einmal die Treppen hochhastet, um HH abzuknutschen, halte ich für meisterhaft und durchaus noch nah dran am Subtext des Romans. Doch dann wird alles falsch. Mit Nabokov hat das nichts mehr zu tun, obwohl das Drehbuch von Stephen Schiff scheinbar genau der äußerlichen Handlung folgt. Es zeigt sich nach Kubrick erneut, dass "Lolita" nicht verfilmbar ist. Die Ironie, die Selbstentblößung, und das Wesentliche: Das Faktum, dass hier jemand ein Kind ausnutzt, kommt hier nur am Rande vor. Man hat Mitleid mit Jeremy Irons, der hier so traurig guckt wie sonst nicht. Er will ja einfach nur mit seiner Lo zusammen sein. HH ist - wenn überhaupt - der "gute" Kinderschänder, der obskure Dramatiker die "böse" Variante. Wer das Buch gelesen hat, weiß, warum das so ist und warum es Sinn ergibt, da es sich um eine Konstruktion von HH handelt. Hier aber ist eine unsinnige, fast schon ärgerliche Gegenüberstellung. Der größte Tiefpunkt ist die angepappte, stilistisch verkorkste Rächer-Sequenz, die überhöht satirisch im Sinne von "Brazil" inszeniert ist - und somit völlig aus dem Rahmen fällt. Das Problem ist auch, dass die Darsteller Wahnsinns-Leistungen abliefern. Von Jeremy Irons ist man das gewohnt, aber Dominique Swain ist eine Entdeckung sondergleichen. Man nimmt ihr die Rolle durchaus ab. Aber völlig unklar ist, warum sie sich plötzlich zu HH als Mann hingezogen fühlt. Das ist - mit Verlaub - ein Schlag ins Gesicht. Sie will ihn also? Dann aber doch nicht, denn sie ist ja so jung? Es gibt da Momente, die hätten anders eingefädelt werden müssen. Wie weiß ich nicht, aber ich bin ja auch kein Regisseur. Wäre da noch die Musik von Ennio Morricone. Sie ist ein Traum. Die Kameraarbeit, die Farben, das Licht: Selten so etwas Schönes gesehen. Es gibt da ein vielsagendes Bild in diesem Film, das sehr viel Informationen enthält und ohne Dialoge auskommt: HH sitzt im Schaukelstuhl, es ist brütender Sommer, Lo sitzt auf ihm - sie haben Geschlechtsverkehr, aber eher wie nebenbei. Sie liest derweil in einem Zeitungscomic, macht das mit der Befriedigung ihres Vaters en passant und kichert über den Strip. Ach, Lachen soll man in diesem Film auch gelegentlich, so zum Beispiel beim "Aufklärungsgespräch" in der Schule. Lyne wollte einfach zu viel. Dass er sich gefährlich übernommen hat, ist für die meisten Cineasten eine ausgemachte Sache.sehr guter film (8. Januar 2007)
spitzen schauspieler, die spitze schauspielen. vorallem jeremy irons ist wiedermal genial. einer meiner lieblingsfilme und sehr zu empfehlenGut gespielte und ordentlich inszenierte Adaption (30. November 2006)
Natürlich wird sich Adrian Lyne's Verfilmung von Nabokov's Roman immer dem Vergleich mit Kubrick's Film stellen müssen, doch meiner Meinung nach hat die Zeit Kubrick's Werk mittlerweile überholt, weswegen ich Lyne's Version bevorzuge.Kubrick's Film wirkt mittlerweile einfach ein bißchen antiquiert.
Lyne's Adaption ist zeitgemäßer und außerdem besteht sie auch, wenn sie nicht mit Kubrick verglichen wird, denn sie ist gut inszeniert und besticht durch gute Darsteller, besonders Jeremy Irons ist hier hervorzuheben. Sein Charakter hat Tragik, Tiefe und wirkt genauso aber auch lakonisch und hintergründig.
Dominique Swain schafft mit LOLITA einen guten Einstieg in die Welt des Schauspiels. Sie schafft es, dass der Zuschauer sich fast schon schämt, weil die dargestellte Dolores "Lo" Hayes ja erst 14 ist. Sie ist zwar nervig und undurchsichtig, aber genauso anziehend und lasziv.
Lyne hält sich tatsächlich recht eng an die Vorlage Nabokov's, was dem Film insofern zuträglich ist, als dass der Autor eine sehr detaillierte Studie der Charaktere anfertigt, deren Züge somit in der Verfilmung kaum beschnitten werden und deswegen sehr dreidimensional erscheinen.
Als ein Meisterwerk würde ich LOLITA nicht bezeichnen, da der Film schon hin und wieder auf der Stelle tritt und einige Längen hat, aber im Nachhinein ist es eine gut gelungene Adaption des Klassikers von Nabokov.
Warum der Film ab 18 freigegeben ist kann ich mir nicht erklären, denn allzu explizit wird hier nicht dargestellt.
Aber sehenswert ist er auf jeden Fall.
Lolita (3. November 2006)
Da ich immer nur schlechtes über den Film gehört habe, hat es einige Zeit gedauert, bis ich ihn mir endlich angesehen habe. Literaturverfilmungen sind ja selten gut, wenn man vorher das Buch gelesen hat, daher war ich positiv überrascht. Natürlich gelingt es dem Film nicht, den Roman eins-zu-eins nachzuerzählen, aber Grundzüge sind vorhanden, dass Kennenlernen, der Tod der Mutter, die Reisen durch die USA...Dominique Swain und Jeremy Irons passen in ihre Rollen, die Settings spiegeln die Stimmung der USA der 50er wieder, streckenweise zwar etwas langatmig, aber ansonsten sehenswert.




