Chinese Box

Verkaufsrang: 6123 (Video)
Actor: Jeremy Irons
Actor: Gong Li
Actor: Maggie Cheung
AspectRatio: 4:3
AudienceRating: Freigegeben ab 12 Jahren
Binding: Videokassette
Director: Wayne Wang
EAN: 4006680018836
Format: HiFi Sound
Format: PAL
Label: Kinowelt Home Entertainment GmbH
Languages:
ListPrice:
Manufacturer: Kinowelt Home Entertainment GmbH
Verlag: Kinowelt Home Entertainment GmbH
Erscheinungsdatum: 21. August 1999
Spielzeit: 95
Studio: Kinowelt Home Entertainment GmbH
TheatricalReleaseDate: 17. April 1998
von: Jeremy Irons (Hauptdarsteller), Gong Li (Hauptdarsteller), Graeme Revell (Komponist)
Preis: EUR 3,78

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Aus der Amazon.de-Redaktion

Dieser faszinierende Film spielt in der Zeit der Übernahme Hongkongs durch die Volksrepublik China 1997 und benutzt diesen wichtigen und feierlich würdevollen politischen Hintergrund für die intime Studie eines persönlichen Wandels. Jeremy Irons spielt einen alterfahrenen Journalisten, der erfährt, dass er unheilbar krank ist. Dies führt dazu, dass er hin und her gerissen wird zwischen seiner zwanghaften Liebe zu einer ehemaligen Prostituierten (gespielt vom chinesischen Filmstar Li Gong) und einem cleveren Straßenmädchen (Maggie Cheung), das er als Hauptfigur eines Dokumentarvideos auserkoren hat.

Durch seine Beschäftigung mit den Lebensläufen dieser beiden sehr unterschiedlichen Frauen schuf Regisseur Wayne Wang (Töchter des Himmels) einen filmischen "Hass-Liebes-Brief" an seine Heimat Hongkong, in dem jede Figur eine Allegorie darstellt und letztlich eine ähnliche Identitätskrise erleidet wie Hongkong selbst. Die in den Film eingebaute Liebesgeschichte wirkt irgendwie ziellos und ist für den Film letztendlich ohne Belang. Aber Chinese Box (sogar der Titel deutet auf einen Ort hin, hinter dessen Grenzen Geheimnisse liegen) ist und bleibt ein faszinierender Streifen in der Tradition des halbdokumentarischen Films und fängt die Psychologie seiner Zeit und seines Schauplatzes mit bezwingender Direktheit ein. Der Musiker, Schauspieler und Politiker Ruben Blades ist in einer denkwürdigen Nebenrolle zu sehen. --Jeff Shannon

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Kundenrezensionen zu 'Chinese Box'

Tragisches und mitreißendes interkulturelles Beziehungsdrama (8. Februar 2004)

Um die ganze Tiefe und die kulturellen Konflikte der Charaktere dieses Beziehungsdramas in voller Tragweite verstehen zu können, bedarf es einen gewissen Einblick in die chinesische Kultur, in die Pflichten, Abhängigkeiten, Ansichten und Träume der chinesischen Frauen und Ihrem Drang und Streben nach einem besseren und/oder unabhängigeren Leben.
Vor der Kulisse Hong Kongs zur Zeit der Rückgabe an die Volksrepublik China spielt dieses Beziehungsdrama zwischen dem amerikanischen Journalisten John (Jeremy Irons) und seiner unerfüllten Liebe zu der Chinesin Vivian (Li Gong). Gefangen zwischen der Sehnsucht nach einem besseren Leben, der Furcht vor einem unsicheren Leben im Hong Kong unter der zukünftigen chinesischen Herrschaft und ihren Gefühlen für John entzieht sich Vivian immer wieder John's Liebesbekenntnissen und gibt sich einem reichen, einflussreichen Chinesen als Konkubine hin, in der Hoffnung, durch seinen Reichtum und Macht etwas Unabhängigkeit zu erlangen.
Getrieben von der unerfüllten Liebe und dem Wissen, dass ihm aufgrund einer plötzlich auftretenden, unheilbaren Leukämie nicht mehr viel Zeit bleibt, dokumentiert John das Leben im Hong Kong vorm bevorstehenden Machtwechsel. Hierbei stößt er auf eine geheimnisvolle Chinesin (Maggie Cheung), welche offensichtlich ebenfalls einen Schicksalsschlag zu verbergen versucht und John immer wieder plötzlich und unvermutet über den Weg läuft. John, der endlich wieder einen Sinn in seinem verbleibenden Leben gefunden hat, versucht mit allen Mitteln hinter das Geheimnis der Unbekannten zu kommen und sucht sie fortan in den Straßen Hong Kong, einer Stadt, dessen Schicksal ebenso besiegelt ist wie sein eigenes. Wieviel Zeit bleibt ihm noch? Wird Großbrittaniens Macht über Hong Kong Johns Leben überdauern? Wird sich Vivian zu ihm bekennen oder wird seine Liebe unbeantwortet mit ihm sterben?
Diese Fragen zu beantworten käme der Vorwegnahme eines leisen und bewegenden Endes des Films und somit kann ich nur jedem Freund anspruchsvoller, tiefgreifender und zum Nachdenken anregender Filme den Rat geben, sich eines der seltenen Exemplare des Films zu sichern. Dieser Film bleibt im Gedächtnis am Leben und genauso wie die Charaktere ändert es auch das Bewußtsein des Zuschauers.

Hongkong in love (1. November 2002)

Regisseur Wayne Wang wollte den Machtwechsel in Hongkong einfangen, die ungewisse Zukunft der Menschen dort. Jeremy Irons liebt in CHINESE BOX Gong Li, die in der Schuld eines Geschäftsmannes steht, für den sie sich prostituiert, und die sich nicht so recht entscheiden kann, wohin ihr Weg gehen soll. Der immerkranke Irons, der schon in STEALING BEAUTY dahinvegetierte und kürzlich in LOLITA kein gutes Ende fand, sorgt für das nötige Pathos, das in seinen melancholischen Momenten an LOVE STORY erinnert, freilich dokumentarischer angelegt ist. Ansonsten kann man dem Film nur attestieren, dass er hält, was er verspricht. Eine gewisse Belanglosigkeit und Austauschbarkeit (die weder SMOKE noch BLUE IN THE FACE hatten, Wangs letzte Erfolge) ist dem Film anzumerken. Kein geringerer als Jean-Claude Carrière schloss sich dann auch für eine Woche mit seinen und Wangs Notizen in einem Hongkonger Hotel ein, um ein 40seitiges Treatment zu erstellen. Carrière hat für Bunuel z. B. BELLE DE JOUR und DIESES OBSKURE OBJEKT DER BEGIERDE geschrieben, für Louis Malle EINE KOMÖDIE IM MAI und für Jean-Paul Rappenau den CYRANO DE BERGERAC. Sein Co-Autor Larry Gross verfasste dagegen eher blutige Spektakel, so für Walter Hill NUR 48 STUNDEN und STRASSEN IN FLAMMEN, für John Milius GERONIMO. Und doch ist ihr gemeinsames Projekt nichts irgendwo dazwischen, sondern ein eigenständiger Autorenfilm, aus dem die Sequenz herausragt, in der Irons versucht, den Zuhälter bloßzustellen, in völliger Missachtung asiatischer Gesichtswahrung. Seine Hilflosigkeit, seine unkörperliche Liebe, macht sich plötzlich in Handgreiflichkeiten und akademischer Verbalgewalt Luft. Dass seine Geliebte ihm später dennoch folgt, reizt dann aber fast zum Lachen. Irgendjemand musste wohl solch einen Film drehen. Ich frage mich nur, ob Carrière nicht abgelehnt hätte, wenn es einen Menschen wie Bunuel noch gäbe.

ein Film über die Kulturen (4. April 2001)

Dieser Film hat mir schon immer sehr gut gefallen. Er schildert die Umstände in Hong Kong zu Zeiten der Übergabe von England an China seit 1997 und die damit zusammenhängenden Probleme in der Bevölkerung. Zusammengefasst werden alle Auffassungen in den Beziehungen eines in Hong Kong lebenden Amerikaners namens John, welcher sich in eine Chinesin verliebt hat. Obgleich er schon seit langem in dieser Stadt wohnt, muss er nun leider feststellen, dass die Stadt für ihn ein Gegenstand des Ubekannten ist und der wahre Charakter der Menschen nicht auf oberflächlicher Basis zu erkennen ist. Jin, eine junge Chinesin erzählt ihm ihre Lebensgeschichte, doch die Kluft zwischen den Kulturen ist für ihn unüberwindbar. Ich halte den Film für oscar-reif und jeder, der sich für zwischenmenschliche Beziehungen und andere Kulturen interessiert, sollte ihn sich anschauen. Da ich der chinesischen Sprache noch nicht in sofern mächtig bin, dass ich die Szenen, in denen sich Einheimische unterhalten ohne Untertitel verstehen könnte, gebe ich dem Film nur 4 Sterne.

Genießen ! (27. Juli 2000)

Wer den Film liebt, muss bei der CD unbedingt zugreifen ! Jedoch nix für nebenbei ...

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